Ab wann können Kids nach der Schule alleine zuhause sein?

    • (1) 01.05.17 - 19:46

      Hallo ihr Lieben!

      Ich habe mal eine Frage.
      Ich möchte ab September 2018 wieder mehr arbeiten und bräuchte somit für meine beiden Kids einen Hortplatz.

      Jetzt haben mir viele gesagt, dass die beiden doch die 2 Stunden alleine bleiben können bis ich von der Arbeit komme.
      Es würde um 2 Tage die Woche gehen an denen ich erst um 15 Uhr aus hätte.

      Meine Tochter kommt September 2018 in die 3. Klasse und mein Sohn in die 1. Klasse.

      Meine Tochter wird dann 8,5 Jahre sein und mein Sohn 6,5 Jahre.
      Ich finde es zu früh... . Ich vertraue meiner Tochter zwar zu 100%, sie ist wahnsinnig zuverlässig.
      Mein Sohn ist ein kleiner Frechdachs der eine Menge Blödsinn im Kopf hat. ???? Wie es dann nächstes Jahr aussieht weiß ich noch nicht.

      Aber mein Gefühl sagt mir das es noch zu früh wäre und ich ruhiger wäre wenn sie betreut sind.

      Wie seht ihr das denn?

      Bzw. Wie handhabt ihr das?

      Viele Grüße

      • Bei uns ist es inzwischen auch ab und zu nötig, dass meine 3 Kinder für 1-2 h alleine zu Hause sind. Das ist aber ziemlich selten der Fall.

        Sie müssen auch alleine zur Schule, sind da vorher also auch mal 1 h alleine.

        Sie sind 7 und erste Klasse (Zwillinge) und 10 Jahre (4.Klasse ) alt. Da es bisher immer gut geklappt hat, bin ich da inzwischen relativ entspannt. Sie können uns jederzeit telefonisch erreichen und ich wäre innerhalb von 10 Minuten von der Arbeit zu Hause.

        Ich denke, für 2 x die Woche sollte das bei Euch dann eigentlich auch funktionieren.

        Ich finde, seit dem Schulstart haben die Kleinen in der Beziehung doch schon einen guten Sprung in Richtung Vernunft und Selbstständigkeit gemacht.

        Unsere gehen übrigens trotzdem in den Hort, damit das alleine bleiben nicht dauerhaft nötig ist. Das Gute daran ist auch, dass die Hausaufgaben dann schon erledigt sind und man nicht unnötige Kämpfe zu Hause ausfechten muss, weil vielleicht gerade das Spielzeug lockt.

        • (3) 01.05.17 - 19:57

          noch vergessen, was eventuell aber für den Hort spechen würde:

          Bei uns ist dadurch die Ferienbetreuung abgedeckt. Wenn das nicht wäre, hätten wir schon ein ziemliches Problem, weil wir nicht unendlich Urlaub haben ;-)

      Hör auf dein Gefühl
      du kennst deine Kinder besser als jeder andere

      es gibt Kinder, bei denen man das machen kann
      und es gibt Kinder, die damit noch überfordert sind
      diese können dafür anderes schon

      außerdem geht es ja auch darum, dass du bei der Arbeit konzentriert bist. Das fällt natürlich leichter, wenn du deine Kinder gut versorgt weißt

      weiterer Pluspunkt: wenn sie die Möglichkeit haben dort was zu essen, hast du mehr Zeit zum zu Hause runter kommen/anzukommen, ohne dich sofort ums Essen kümmern zu müssen.
      Gemeinsame Mahlzeit geht ja abends auch.

      Zusätzlich kommt die Strecke. Also wenn sich auf der Strecke was verzögert, ist im Hort mehr Zeit abgedeckt.

      Außerdem würde ich das alleine zu Hause lassen, langsam angehen lassen.
      also mal ausprobieren, wenn du schnell zu Hause sein kannst etc.

      Wenn deine Große soweit ist, wird sie dann auch von selbst fragen, ob sie statt Hort nach Hause kommen kann. Schlüssel und Zuverlässigkeit in dem Punkt ist dann auch ein Teil.

      Vielleicht mögen sie ja auch den Hort. Zeit mit anderen Kindern.
      Gehen ihre Freunde auch? Wäre kein muss, nur eine Erleichterung

      Hallo,

      meine Tochter ist seit der 1. Klasse nachmittags ein paar Std. alleine. (von 14-17:00) Aber ich hab/hatte die Schwiegereltern nebenan, das Ganze ist nach und nach ausgebaut worden und mein Mann ruft nachmittags mind. 1 x durch. Zuerst waren es 2 Nachmittage, mittlerweile versuche ich nur noch einen Nachmittag weg zu sein.

      Wäre denn das Mittagessen geregelt, oder gibt es das auch erst um 15.00? DAS z.B. hätte bei meiner Tochter nicht wirklich funktioniert. Sie kommt extrem ausgehungert aus der Schule und sie hasst es alleine zu essen. ;-)

      Jedes Kind ist anders. Geh nach deinem Gefühl, du musst schießlich konzentriert in der Arbeit sein, und das funktioniert nicht, wenn du ständig an die Kinder denkst.

      Wie hast du denn die Ferien geregelt?

      lg
      Silvia

      • Ich würde morgens was zum Essen her richten. Denke es würde an den zwei Tagen dann mittags halt Brotzeit geben und abends dann warm.

        Ferien wäre kein Problem da mein Mann Lehrer ist.

        Viele Grüße und vielen Dank für deine Antwort. :-)

        • Hallo,

          dein Mann ist Lehrer und muss niemals das kommende Schuljahr vorbereiten? Mein Mann ist auch Lehrer und meint, dass er nicht mehr Urlaub nimmt als 6 Wochen. Die restliche Zeit hat er zu arbeiten und kann nicht "nebenbei" gelangweilte Ferienkinder bespaßen.

          Da hast du einen tollen Mann, der seinen Kindern viel Zeit widmen möchte.

          Gruß

          • (9) 03.05.17 - 13:31

            6 Wochen im Jahr versteht sich...

            Also ich weiß ja nicht an welcher Schulart dein Mann unterrichtet aber meiner hat definitiv jede Ferien für sich.

            Klar muss er mal was vorbereiten etc. Aber das sind mal hier 2 Stunden oder da mal eine Stunde. In der Zeit können sich Schulkinder durchaus selbst beschäftigen. Oder er macht abends mal was für die Schule. Aber das er da keine Zeit hätte unsere zwei Kinder zu betreuen wenn Ferien sind und ich arbeiten bin ist in meinen Augen völlig absurt. Man kann sich die Vorbereitungen ja super einplanen. Er korrigiert auch viel in seinen Freistunden usw. .

            Ferien sind völlig stressfrei. ;-)

            Er ist übrigens Gymnasiallehrer.

            Viele Grüße

            • Wir sind auch beide Lehrer. Es ist null Problem mit Kind Ferien frei zu haben. Lassen unseren Sohn in den Ferien vom Kiga daheim und kriegen trotzdem alles auf die Kette ;-)

    Meine Tochter (nun 4. Klasse) bleibt seit ca. 1 Jahr unregelmäßig einen Tag pro Woche für eine knappe Stunde alleine, denn sie möchte nicht in die Kernzeit. Sie kommt etwa 12.30 Uhr und ich etwa 13.20 Uhr. Das ist immer dann der Fall, wenn die Großeltern nicht können, etwa 1x pro Monat.

    Meinen Kleinen (1. Klasse) würde ich nicht alleine zu Hause lassen - nicht mit der Großen und nicht ohne sie. NOCH NICHT. Frühestens in 2 Jahren nach der Schule.

    Für 15-20 Minuten waren sie schon zusammen zu Hause ohne Erwachsenen, saßen am TV, während ich kurz zum Bäcker oder zur Post düste. Sonst nicht.

    Nach der Schule - gerade zur Mittagessenszeit finde ich es schwierig in dem Alter, denn du kommst erst am Nachmittag.

    Wenn sie im Hort Mittagessen bekommen, ist dir doch auch eine große Last genommen, oder? Hör auf dein Gefühl! Sie sind noch recht jung!

Hi,
mit viel Training, könnte das gut mit der Großen, im 3. Schuljahr klappen. Der Kleine gehört in den Hort.

2 zusammen ist immer "gefährlicher", als einer alleine. Ich hatte noch 2 Geschwister, ich habe 2 Jungs, 7 und 10,5 Jahre alt, "ich weiß das".

Der Große hatte im 3. Schuljahr in den Osterferien auch ausschlafen dürfen, ich bin um 8.50 Uhr weg gefahren, und er hatte um 12 Uhr bei meinen Eltern zum Mittagessen einzutreffen. Dort war er dann, bis ich um 14.30 Uhr wiederkam.

Nach der Schule hatten wir es noch nicht ausprobiert, da es bei uns jeden Tag wäre, die er von 13.30 - 15.30 Uhr alleine wäre. Und jeden Tag bei meinen Eltern essen, möchte ich ihnen nicht mehr zumuten.

Kann man bei Euch einzelne Tage im Hort buchen?
Mit einer anderen verlässlichen Mutter/Oma zusammenarbeiten, so daß ihr auch die Ferien abdecken könnt?

Gruß Claudia

  • Ob man einzelne Tage buchen kann weiß ich gar nicht. Das müsste ich abklären. Der Hort ist auch nicht von unserer Schule. Es wäre quasi ein externer Hort.

    Ferien sind durch meinen Mann abgedeckt, da er Lehrer ist.

    Viele Grüße

Auf keinen Fall.
Ich war immer selbständig und vernünftig und hab dann doch in der FÜNFTEN Klasse mit einem Freund Blödsinn gemacht, sodass mir Besuch mitbringen verboten wurde. (war zu der Zeit zwei Nachmittage pro Woche bis ca. 17 Uhr alleine)
Und ich habe eigentlich auch unter der Zeit allein zuhause gelitten, so im Nachhinein. Damals fand ich es fast cool, aber eigentlich war es das nicht.

Die Kinder müssen vorausschauend denken auch in Unfallsituationen kompetent reagieren, es passiert schneller was, als man denkt. Das kann man in dem Alter nicht erwarten, die Kinder sind dann überfordert und zwei zusammen geraten unbeaufsichtigt evtl. noch schneller in Probleme...

Keinen Gedanken würde ich daran verschwenden! Erschreckend, wie viel wichtiger den meisten Frauen Geld ist anstatt ihre Kinder. Und wie selbstverständlich es ist, kleine Kinder allein zu lassen! Ihr habt wohl keine Angst, dass in eurer Abwesenheit was passiert. Könntet ihr euch das verzeihen? Ich finde diese Entwicklung einfach nur furchtbar!

  • Hallo
    Keine Ahnung ob es nur mir so geht, aber früher gab es meine Ansicht nach viel viel mehr "Schlüsselkinder" mit weniger Kommunikation und viel mehr Lockerheit.
    Das habe ich so heutzutage noch nie erlebt.

    Liebe Grüße!

    • es gab sie schon

      die meisten davon saßen dann bei Freunden oder bei uns zum Mittagessen, baten um Einlass
      ihnen war langweilig, fühlten sich einsam
      einige gingen auch zu Nachbarn und warteten dort, bis Mama oder Papa nach Hause kamen

      wäre heute kaum mehr vorstellbar, da 90% der Eltern der Klasse arbeiten
      Nachbarn sich oft nicht mehr kennen - oder vom Sehen her kennen, aber der Kontakt nicht mehr so ist wie ich es aus meiner Kindheit kenne
      und auch Nachbarn mit Überstunden arbeiten (selbst nicht zu Hause sind)

      Die Schlüsselkinder, die ich von früher kenne, gingen nach Hause (Hort und co gab es hier nicht), aßen allein das vorbereitete essen und zogen dann von Tür zu Tür, bis sie jemanden trafen
      oder erzählten in der Schule wie traurig sie waren, weil sie "Ausgehverbot hatten", Mama kam von der Arbeit heim, KInd war nicht da, machte sich Sorgen (Handy gab es ja nicht), Kind musste zu Hause bleiben, bis Mama kam ....

      leichter war es deswegen trotzdem nicht
      nur anders

      mein Kind darf durchaus alleine zu Hause bleiben
      muss aber nicht, weil ich dankbar bin für den Hort (geht eh nur bis nachmittags). Wenn mein Kind die Wahl hat, wird meist der Hort bevorzugt: Kinder zum Spielen, nicht alleine essen müssen usw.

      nur wenn es MAL EINE Schulstunde früher ist, dann kommt die Frage, an einem nicht Horttag auch mal früher nach Hause zu gehen. Das ist dann ok und klappt bisher auch gut. Würde mein Kind regelmäßig müssen, wäre das zu früh - vom emotionalen her. Das körperliche können ist da.

      (20) 02.05.17 - 18:18

      Die Schlüsselkinder von damals, die ich kannte, waren mit dieser Situation aber nicht glücklich.
      Damals hatten viele Eltern keine andere Wahl, weil die Schule mittags endete, und es keinen Hort gab.
      Es wäre die Frage, ob man das einem Kind mit den heutigen Möglichkeiten noch zumuten muss...

      LG

      Heike

Und ich finde solch eine Einstellung wie Deine furchtbar!

Es kann auch was passieren, wenn jemand da ist. Man sollte Vertrauen zum Kind haben, aber das scheint bei dir noch nicht der Fall zu sein. Also würde ich an deiner Stelle auch noch so klammern. Aber die Zeit kommt auch.;-)

  • (23) 02.05.17 - 12:18

    Aber wenn ich zu Hause bin und ein Kind fällt die Treppe runter oder verbrennt sich am Herd oder stößt sich , bin ich eben sofort zur Stelle. Und wenn die Hütte brennt, kann ich auch sofort eingreifen.

    Das hat nichts mit Vertrauen oder nicht zu tun...

    • Ein Kind kann auch mit 11 oder 13 die Treppe herunter fallen oder sich verbrennen.
      Bis zu welchem Alter möchtest Du denn dann Dein Kind betüddeln, nur um immer sofort zur Stelle zu sein?
      So lange ein Grundschulkind mit dem Telefon umgehen kann bzw. in der Lage ist, sich sonst (generell) Hilfe zu holen, wenn es nötig ist, gibt es keinen Unterschied zwischen einem Grundschulkind und einem Teenager.
      Und die allermeisten Grundschulkinder, die ich kenne, können durchaus mit einem Telefon umgehen btw. sich im Notfall Hilfe suchend an einen Nachbarn etc. wenden.

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