Muss-kind zurückstellen...habt ihr es bereut?

    • (1) 03.05.17 - 19:56

      Hallo
      Ich bin noch im anderen forum aber wollte mal wissen ob jemand sein muss-kind zurückgestellt hat?

      Wie war das verfahren (vor allem bayern)?
      Und habt ihr es im nachhinein bereut?

      Mag jemand berichten?

      D nke schon mal im voraus

      • (2) 03.05.17 - 20:26

        Uups....sollte in kids&schule
        Kann es verschoben wrden?

        (3) 03.05.17 - 20:51

        Hallo,

        Wir haben das Verfahren jetzt gerade durch und den Rückstellunsbescheid vor 4 Wochen bekommen.

        Kurz zu den Eckdaten:

        - Kind ist am 20.09.2011 geboren ( bei 36+0) und wir wohnen in Bayern

        - er ist definitiv noch nicht so weit , dass er den Schulalltag durchstehen könnte in der psychosozialen Entwicklung , ist oft ein kleines Träumerle , tut sich schwer im zwischenmenschlichen Bereich ( wobei er hier gerade echt Fortschritte macht und erste Freundschaften knüpft - hat sonst fast nur alleine gespielt im KiGa )

        - wir sind mit ihm in logopädischer Behandlung und auch in diesen Stunden ( die Einheiten dauern 45 Minuten) merkt man dass er da echt an seine Grenze kommt bzgl konzentration und sitzen bleiben , aber wir sehen es zusätzlich zum eigentlichen Ziel der Logo auch als echt super an, dass er dies aber da genau ja muss und trainiert und wir auch konsequent täglich mit ihm üben müssen

        - zusätzlich suchen wir grad ein Haus und werden dann umziehen ( 1 Stunde entfernt also komplett neues Umfeld ) da mein Mann den Job wechselt

        Dies hat uns dazu bewogen , dass wir ihn zurück stellen lassen haben ( also echte Gründe und nicht nur " wir wollen ihm das Jahr noch gönnen " oder " wir wollen nicht dass er der jüngste und kleinste ist "

        Prozedere war folgendes

        Wir haben bereits zu Beginn des kindergarten Jahres den Kindergarten davon unterrichtet, dieser hat leider absolut nicht unterstützt etc. aber der kindergarten dort ist eh eine andere Geschichte und wir hoffen, dass wir dann in der neuen Stadt einen Kindergarten finden, in dem die Kinder nicht alles selbst entscheiden dürfen ( wie sollen die Kinder da auch lernen "ich muss jetzt Aufgabe xy erledigen und mal ne halbe Stunde sitzen bleiben etc)

        Bereits im Nov./Dezember ging es mit den ersten Voruntersuchungen /Tests ( Seh-/ Hörtest etc) durch externe Leute im Kindergarten los

        Auch hier haben wir bereits offen kommuniziert, aber auch da wenig Hilfe. Die Dame vom Gesundheitsamt wollte uns sogar ernsthaft erklären wir MÜSSEN mit unserem Kind zur psychologischen Beratung wegen der Rückstellung #kratz

        Wir haben uns einfach vom kinderarzt einen 3-Zeiler geholt ( sinngemäß: er ist wegen Psychosozialer unreife noch nicht in der Lage, das wird aber ein Jahr später aufgeholt sein )

        Die Logopädin hat uns den aktuellen Therapiebericht gegeben und hatte da halt noch ein paar Sätze ergänzt dass er sich eben sehr schwer tut die 45 Minuten durch zu halten etc. und auch dass es noch einige Zeit dauern wird die sprachlichen Defizite ( aufgrund Muskelschwäche im Mund - wahrscheinlich aufgrund Frühgeburt und die Begleitumstände) auf zu holen

        Sie rechnet jetzt immer noch mit einem Jahr und das bei täglichem Training - auch wenn man natürlich deutlich Fortschritte schon merkt seit dem Beginn im Oktober

        Mitte Februar hatten er dann in der Schule einen Termin zum "Schulspiel"

        Da waren 5 Kinder und 4 Spezi geschulte Lehrer von der Schule - die haben dann einige Aufgaben zu lösen bekommen

        Anschließend hatten alle Eltern ein kurzes Gespräch mit diesen Lehrern, hierbei kam dann heraus, dass sie es zum Glück genauso Einschätzen wie wir :
        Motorisch und kognitiv absolut fit aber das psychosoziale eben noch nicht- wir waren uns dann schnell einig, das sie genau die Empfehlung geben werden zurück zu stellen ( auch unter Berücksichtigung, dass er ja nur wenige Tage vor Stichtag geboren ist )

        Sie meinten dann gleich dass der Rest dann reine Formsache ist

        Habe mir dann einen Antrag auf Rückstellung im Sekretariat abgeholt und diesen dann zusammen mit dem Attest und Bericht von der Logo zwei Wochen später in einem persönlichen Gespräch mit dem Direktor abgegeben. Das war echt nervig, weil dieser meinte etwas machtgehabe (" ich entscheide etc") an den Tag legen zu müssen - aber da ich ja wusste, dass er auf die Empfehlung aus dem schulspiel hört, wusste ich dass ich nicht für mein Kind kämpfen muss, sondern einfach nett lächeln und nicken.

        Ihm war es dann noch wichtig zu hören, das wir einen Kindergartenplatz haben ( ich hoffe doch dass wir dann was finden ;-) ) und Logopädie weiter machen - na klar

        Er meinte wir kriegen den Bescheid bei der Einschreibung- auch dieser Termin wurde ( genau wie schulspiel von der Schule fix vorgegeben)

        Dann mussten mein Mann und ich zur Einschreibung kommen mit den normalen Unterlagen und haben den Bescheid bekommen.

        Puh, is jetz ganz schön lang geworden, aber ich hätte mir selbst Hilfe/ Infos gewünscht und stand ziemlich alleine da, Vorallem weil auch der kindergarten null unterstützt hat und sogar auch behauptet hat dass der Direktor die Entscheidung trifft.

        Das ist nämlich definitiv nicht so, sondern die Eltern haben grds das letzte Wort- wobei es ( gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass das Kind ja normalerweise dann in die gleiche Schule eingeschult wird im darauffolgenden Jahr - zieht ja nicht jeder noch weg davor so wie wir ) meiner Meinung nach eine gemeinsame- im besten Falle einstimmige- Entscheidung sein sollte

        Falls du noch Fragen hast kannst du dich gerne melden

        Ob wir es bereuen werden, kann ich natürlich jetz noch nicht sagen, da wir aber an einigen Punkten echt noch arbeiten müssen und wollen und natürlich durch den Umzug eh alles neu und aufregend ist, denke ich eher nicht

        Lg

        JD

        • (4) 03.05.17 - 21:02

          Danke für deine ausführliche antowrt.
          Ist er seit dem neuen kiga jahr als "vorschulkind" eingestuft worden? Was hat er gesagt als er erfahren hat, dass er doch noch nicht in die schule geht?

          • (5) 03.05.17 - 21:15

            Gerne

            Wir wollten das eigentlich vermeiden und es war auch so mit den Erzieherinnen und der Leitung besprochen dass er nicht Vorschulkind wird

            Einige Tage später kam er dann stolz heim " Mama ich bin jetz vorschulkind" :-[

            Sie haben es ihm aber zum Glück so verkauft, dass er vorschulkind ist, weil er ja auch schon 5 ist, aber nicht in die Schule kommt und dass es eben was besonderes ist, dass er dann 2 Jahre vorschulkind ist.

            Wirklich was tun, machen die kaum ( die haben ne Mappe die halt jedes Kind durch arbeitet wann es will - er hatte seine 4 Wochen später durch ) Vorschulkinder machen einfach tollere Ausflüge, dürfen alleine in den Garten etc. ( wie schon geschrieben: doofer kindergarten)

            Und die Tests hätte er auf jeden Fall mitmachen müssen - so mussten wir da weniger erklären

            Er ( und auch die anderen Vorschulkinder ) haben das gar nicht weiter hinterfragt , ist halt für ihn und die anderen so, dass er zum schulstart noch nicht 6 ist ( wird er ja erst kurz nach Ferien Ende ) also kommt er noch nicht in die Schule .

            Haben ihm nie mitbekommen lassen, dass er zurück Gestellt wird , also ist es kein Problem zum Glück für ihn

            Bei zwei Freundinnen von mir haben die Jungs voll Probleme dass sie gehänselt werden, die sind Anfang und Mitte Oktober geboren und sind mit den vorschulkindern befreundet.
            Für die ist es richtig hart, dass sie noch keine Vorschulkinder sind - obwohl sie noch nicht mal zurückgestellt würden sonder "Kann" Kinder sind...

            Hallo!

            Gibt es als Alternative zum Zurückstellen / Verweilen im Kindergarten bei euch einen Schulkindergarten? Den würden wir hier in Niedersachsen empfehlen.

            Gruß
            Fox

            • (7) 03.05.17 - 22:09

              Schulkindergarten gäbe es hier bei uns auch einige wenige Plätze- würde bei uns nicht der Umzug anstehen ( und wäre das Ergebnis nicht auch von Seiten der Schule eindeutig) wäre das auch eine gute Alternative , die wir überlegt hätten

          Hi,
          du hattest mich ja auch schon angeschrieben, wie ich mich entschieden hatte.

          Ich habe meine Tochter zurückstellen lassen und es war kein Problem. (wir wohnen in Bayern) Wenn du genaue Fragen hast, gerne..

          Wwarum fragst du das eigentlich? Bis du dir unsicher was du machen sollst?

          lg

          • Hallo
            Bisher war ew für mich klar dass ich mein "muss-kind" in die schule MUSS. Have mich schon öfters "geärgrrt" dass er kurz vorm ersten schultag geb hat.
            Er hat keine wirklichen defizite, also bisher keine förderung in form von ergo oder logo etc.

            Nun hatte ich mich mit den erziehern unterhalten und sie meinten es wäre schon ein versuch möglich ihn zurückzustellen. (Die anderen vorschulkinder aus seiner gruppe werden knapp sieben sein bei der einschulung 2018)

            Darf ich fragen was du machen musstest u. Sie zurückzustellen?
            Hsve schon so viele verschiedene versionen genört, dass ich ganz verwirrt bin ;)

            Lg

            • Ich musste nicht wirklich viel machen.
              Ich war beim Elterninfoabend in den Schule und danach ging ich kurz vor zur Direktorin . ich erzählte dass ich überlege meine Tochter zurückstellen zu lassen (man muss vor manchen Direktoren vorsichtig mit der Wortwahl sein, da sie diejenigen sein möchten, die das SAgen haben) Sie bat uns zu einem Termin mit ihrer Kollegin, die ein paar Test mit meiner Tochter machen sollte. Die REktorin wollte noch eine zusätzliche Einschätzung von meiner Tochter (das kann evtl selbst entscheiden in wieweit sie dem Antrag zuzstimmt oder sich nochmal eine Einschätzung holt) In der Vergangenheit hat es wohl bei ihr oft gereicht, wenn die ERzieherin und die Eltern für die Rückstellung sind. Nach dem Test hatte ich ein kurzes Gespräch mit der Lehrerin. Sie verdeutlichte mir immer wieder dass der Staat alle Kinder bis zum Stichtag in der Schule haben möchte. Ich erklärte dass mir das bewusst ist und erklärte nochmal meine Entscheidung. Ich erklärte auch, dass mir bewusst ist, dass ich das Potential das Kinder in dem Alter haben jetzt anderweitig nutzen muss. Ich denke, die Lehrerin konnte sehr gut raushören, dass ich meine Entscheidung nicht aus Lust und Laune getroffen habe. Ein paar Tage später hatte ich einen Termin mit der Direktorin. Da ging es nur darum, den Rückstellungsantrag zu unterschreiben. Kurze Zeit später hatte ich den offiziellen Schrieb per Post bekommen, dass meine Tochter für "nicht schulfähig " eingestuft wurde und sie somit erst 2018 in die Schule muss. Hört sich evtl alles kompliziert an, war aber alles ganz einfach. Ach ja, die Grundschule legt wohl recht viel wert auf die Einschätzung der ERzieher, von daher hatte ich gute Chancen. Auch wäre die Klasse dieses Jahr eh recht groß geworten und nächstes Jahr zu klein. Also wieder ein Punkt für mich.

              lg

    Hallo,ich kenne es von unserem Kindergarten so (arbeite als Erzieherin)das wir alle MusicFinder mit in die Vorschule nehmen.denn bei uns ist es so, dass definitiv die schule entscheidet und nur ein Attest vom schultest der erziehungsberatung anerkannt wird. Grundsätzlich finde ich die Regelung von früher (Kinder die bis Juli geboren sind gehen in die schule) besser,man merkt einen deutlichen Unterschied. Gerade in der heutigen Zeit,in der nach der vierten Klasse schon aussiebt wird.
    Bis jetzt haben es die Eltern nicht bereut,ihre Kinder zurückgestellt zu haben. Hatte in den letzten Jahren immer mehr.

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