Einschulung eines Kann-Kindes Erfahrungen

    • (1) 12.05.17 - 18:04

      Hallo liebe Eltern von Schulkindern :-)

      Ich suche Erfahrungen von Elt

      • Da bin ich doch aus Versehen auf den falschen Button gekommen....
        Also noch mal:

        Ich suche Erfahrungen von Eltern die ihr Kann-Kind mit Anfang 6 eingeschult haben.
        Habt ihr es bereut? Oder war es die richtige Entscheidung? Wie ist das Kind zurecht gekommen?

        Ich selber habe ein Kann-Kind. Mein Sohn wird 1 Woche nach Stichtag 6Jahre alt.
        Könnte damit Sommer 2018 in die Schule kommen.

        Wir hatten gestern ein Entwicklungsgespräch im Kindergarten und die Erzieherin hat eine klare Empfehlung für die Einschulung nächstes Jahr gegeben. Er wäre kognitiv und sozial wohl auf dem Stand dafür.

        Wir sind dem ganzen nicht abgeneigt, hören aber von allen Seiten in der Familie "lasst dem Kind doch noch ein Jahr Kindheit ".

        Ich möchte nicht, dass ihr hier mir die Entscheidung abnehmt (letztlich , sondern einfach Erfahrungen von euch.
        Vielen Dank. :-)

        • Hallo
          Auf Menschen bei denen die Kindheit mit der Einschulung aufhört würde ich definitiv nichts geben #sorry
          Eine fachliche Einschätzung hast du ja schon, Lust hat er wohl auch selbst sonst (? weil du jetzt nichts anderes schreibst) also würde für mich nichts dagegen sprechen.
          Meine Erfahrung zählt wohl nicht ganz, Kind hatte direkt vor Stichtag Geburtstag und war somit in unserem Bundesland noch 5 bei der Einschulung, und sie hat die Klasse letztendlich übersprungen aber es war genau richtig so.

          LG

          Hallo
          Wenn er soweit ist..warum nicht. Das zusätzliche Jahr im Kindergarten wird ihn sehr wahrscheinlich langweilen. Unsere Tochter war 5 Jahre alt .Stichtag 30.09./ Geboren ist sie am 15.09./ MUSS-Kind (Erster Schultag war dann Mitte August)
          LG

        • (5) 12.05.17 - 21:39

          Hallo,

          falls Dein Kind nicht wirklich ein Überflieger ist, würde ich ihn später einschulen.

          Es gibt kaum Kinder, wo später jemand sagt, dass sie zu spät eingeschult wurden, aber jede Menge, wo später gesagt wird, es sei zu früh gewesen.

          Bei den meisten Kann-Kindern hapert es nicht an der Fähigkeit, mit dem Schulstoff zurecht zu kommen, sondern daran, dass sie noch zu verspielt und unorganisiert sind, schlecht den ganzen Vormittag still sitzen können und/oder gefrustet sind, wenn Dinge nicht gleich klappen.

          Unser Sohn (1. Klasse) war ein Dezember-Kann-Kind. Er ist ziemlich intelligent und konnte mit 5 schon anspruchsvollen Texten folgen. Aber er ist noch sehr verträumt und verspielt und kann ziemlich bockig werden, wenn er keine Lust hat. Den Schulstoff macht er mit links - wenn er will.
          Wenn wir ihn letztes Jahr eingeschult hätten, wäre das garantiert schief gegangen.

          Lieber im letzten Kindergartenjahr langweilen, als ein verkorkster Schulstart, der den Kindern unter Umständen für immer den Spaß an der Schule nimmt.

          LG

          Heike

        In der Grundschulklasse meiner Tochter war ein Mädchen, dass erst im Oktober 6 geworden ist und die hat es genauso gut gemeistert, wie die anderen Kinder.
        Aktuell ist sie in der 6. Klasse eines Gymnasiums.

        und wie geht es ihm sonst?
        zu hören, konzentrieren, usw.

        mein Kind ist ein Muss-Kind. Kognitiv und sozial soweit. Beim Einschulungstest im Alter von 4 Jahren hieß es: Rückstellung auf keinen Fall möglich, schulreif.

        Da waren es noch 1,5 Jahre bis zur Einschulung.

        Schule verläuft gut. Mal mehr mal weniger.

        Aber: körperlich und pubertär sind einige deutlich voraus. Da machen 4-5 Monate schon SEHR viel aus.

        Beim Wechsel zur weiterführenden Schule hätte ich mir ein Übergangsjahr gewünscht.

        Noten sind gut. Aber beim Pubertätswechsel ist eben doch einiges an Zeit hinterher und DA merkt man den Unterschied deutlich. Zur Einschulung fiel da kaum was auf.

        Noch ein Jahr länger Kindergarten wäre nicht gegangen. Weder organisatorisch und was da alles dran hängt, noch für mein Kind.

        Den Unterschied merke ich halt jetzt. Da ist das Jahr mehr Kindheit, das mein Kind noch braucht / sich noch nimmt, während andere schon deutlich andere Interessen haben.

        Gehen seine Freunde dann in die Schule oder spielt er eher mit jüngeren?
        (allein davon würde ich es nicht abhängig machen, kann aber durchaus relevant sein)

        Wie ist er sonst so?
        Hat er Interesse am Thema Schule?
        Möchte er schon selbst hingehen?
        Interessiert ihn das gar nicht?
        Wie lernt er?
        Wie groß wäre der Altersunterschied zu den Kindern? (sind viele an der Stichtagsgrenze? oder sind viele deutlich älter und nur er wäre der Stichtagsnaheliegende)?

        • Erstmal Danke an alle für die ausführlichen Antworten.

          Es ist sehr interessant zu lesen, wie es euch und euren Kindern ergangen ist und es sind teilweise Überlegungen dabei, an die ich noch nicht so gedacht habe. Wie die Pubertät oder das Alter bei Beendigung der Schule. Danke für die Denkanstöße.

          Mein Sohn ist ein Kind, dass generell lieber mit größeren Kindern spielt, ob das der ältere Sohn meiner Freundin ist, auf dem Spielplatz oder im Kindergarten. Und auch die älteren spielen sehr gern mit meinem Sohn.

          Er interessiert sich schon sehr für Zahlen und rechnen (+ und - im 10er Bereich) . Schreiben ist noch nicht sein Ding. Er ist sehr ausdauernd in Dingen die er unbedingt schaffen möchte und gibt da auch nicht so schnell auf. Er folgt schon längeren Geschichten (wir lesen Grimms Märchen, die teilweise sehr lang sind) und kann diese dann auch chronologisch richtig wieder geben. Er baut viel konstruktives mit Lego und macht das sehr konzentriert auch nach Anleitung. Aber zum Beispiel seinen Namen kann er noch nicht schreiben. Er erkennt ihn, wenn er irgendwo steht, aber da hat er auch nicht wirklich Lust, das zu schreiben.

          Also er ist bestimmt nicht Hochbegabt. ;-)

          Im Kindergarten ist er schon ab diesem Jahr Sommer der älteste, es gibt nur noch ein weiteres Kind in seinem alter, auch ein Kann-Kind. Alle anderen sind jünger. Das stellte die Erzieherin problematisch dar, weil er sich normalerweise immer an die älteren gehalten hat und auch von denen profitieren konnte. Die gehen aber alle dieses Jahr schon in die Schule. Das heißt wenn er noch ein Jahr länger bleiben würde, wäre er 2 Jahre lang der älteste.

          Das Interesse an der Schule besteht auf jeden Fall. Zum einen gehen einige seiner Freunde ja schon in die Schule zum anderen kennt er die Schule (das Gebäude) schon, da sein Sportverein in der Turnhalle trainiert. Und da fragt er mich oft, wann er endlich da hin darf und nicht mehr in den Kindergarten . Allerdings weiß er ja nicht wie Schule tatsächlich abläuft und ich weiß nicht was er da für Vorstellungen hat.

          Er wird ab Sommer nun erstmal die Vorschulstunden im Kindergarten mit machen. Da wird sich vielleicht auch schon mal zeigen, wie ihm das so bekommt.

          Wie gesagt, vielen dank noch mal an alle.
          LG :-)

          • (10) 13.05.17 - 16:16

            Wie groß ist denn der Kindergarten?
            Bieten sie dann Vorschule an für zwei Kinder?

            Da er auch ohne frühere Einschulung ein Jahr lang der Älteste sein wird, würde ich da zuerst ansetzen. Schauen, welche Möglichkeiten es da für ihn gibt.

      Hallo,

      ich sehe eine Schachstelle bei der Aussage:
      Wenn ein Kind momementan reif dafür ist, heißt es aber auch, dass es in der Lage sein wird, später die ihm gestellten Aufgsben zu lösen ? Ich schaue jetzt mit etwas Bauchschjerzen nach vorner, weil ich sehe wie stark die Anforderung dann steigt...

      wir haben es hinter uns mit den Unterschied, dass mein Kind keine 6 Jahre war. Obwohl seine Lehrerin in der ersten Klasse sagte, dass es eindeutig die richtige Entecheidung war, habe ich Bauchschmerzen, ich sehe auch solche Sachen wie: wenn er von älteren geärgert wird, ist es immer noch der jüngste, um sich durchzusetzen etc, seist keine schöne Erfahrung.

      Wie hätten eswahrwcheinlich wiedef so getan, weil wir seitdem zweiten Lebensjahr gewusst haben, dass er früher eingeschult wird, nur jetzt ist die Brille halt nicht so rosa.

      Ich frage mich, ob er mich killen würde, wenn ich ihm die Eingangsphase die drei Jahre gönnen würde, damit er wieder dort ist, wo er ist. Dies war an sich für uns das Hauotargument, das alles entspannt,

      Mein Kin ist sehr intelligent. Er kann sich super konzentrieren. Er macht bereits jetzt zwei Sportarten, damit er ausgelastet wird. Sportlich ist er allen Kindern seiner Klasse weit überlegen. Aber ich erlebe schlichtweg Situstionen, bei denen ich mich frage, wie wäre es denn, wenn man ihn als den starken und alten kommen lassen würde. Er macht jetzt z.B. schon alleine bei den Sportarten halt mit den Klassen, die halt aber vom Alter älter sind. Er regt sich auf und ich sage ihm, der x,y ist weiter, schneller weil er deutlich älter, größer ist.

      Am Ende will ich dir sagen, dass man immer irgendetwas hat, was für oder dagegen spricht. Ich gehe schon dafür aus, dass man als Mutter ein Grundgefühl beim Kind hat. Bei uns haben einige Au.enstehende, die sogar generell gegen die Frühe Einschulung sind, jetzt gesagt:
      Wir hätten nie gedacht, dass er es so gut meistert.

      Ähn, ja. Trotzdem ist es phasenweise anstrengend,

      #winke

      (12) 13.05.17 - 14:37

      beide unsere kinder wurden mit 5 eingeschult. die große wurde dann im feb. 6, die kleine ende oktober. die große ist jetzt in der 5. klasse am gymnasium, die kleine in der 2. klasse.

      die große hatte in den niederlanden mit 4 die schue angefangen, also war klar, dass wir sie in deutschand nicht nochmal ein jahr in den kiga schicken wollten, da wäre sie uns verkümmert. das hatten wir vorher auch mit ihren lehrern in den niederlanden besprochen, bevor wir umgezogen sind. (die hätten sie die 2. klasse eh überspringen lassen und direkt in die 3. geschickt, wenn wir geblieben wären.) ich hab für sie eine nachhilfe für deutsch als fremdsprache organisiert, aber das hat ja mit ihrem alter nix zu tun, dass sie deutsch als zweitsprache spricht.

      als die kleine endlich eingeschult wurde, war es für alle beteiligten eine riesen erleichterung. das kind war im kiga grantig, renitent, unausgelastet und unglückich. das hat sich nach der einschulung gebessert. man merkt zwar, das sie immernoch nur auf halber turbine arbeitet und sich nicht so wirklich ansträngen muss, aber ihr lehrer sagt, dass sie im unterricht konzentriert und zuverlässig arbeitet und wenn ihr gar zu langweilig wird, dann macht sie halt ein bißchen extra (oder sie malt. das kann auch schon mal vorkommen. solange sie ihre arbeit ordentlich macht und keinen stört, finde ich das jetzt nicht so dramatisch -sofern es nicht überhand nimmt.) noch ein jahr kiga und ich hätte mir nen strick genommen.

      freunde haben sie auch beide in ihren klassen und sind gut integriert. bedenken wegen des alters hat noch keiner geäußert. (soweit ich das bisher beobachtet habe, gab es in beiden jahrgängen schon kinder, die richtige probleme hatten, weil sie gemobbt wurden. das waren aber in beiden fällen jungs, die später eingeschult wurden und dementsprechend älter waren, als der rest. kinder können da echt gnadenlos sein, wenn sie meinen, ne schwäche zu wittern. schön ist das echt nicht.)

      lg

      Meine Erfahrung ist, dass die Kinder oft zwar kognitiv reif für die Schule sind, allerdings sozial bzw emotional eben so jung sind wie sie sind und dass dann eben nicht so kompatibel ist mit den Anforderungen die die Schule an Kinder stellt.
      Ich finde statt früher einzuschulen, sollte der Kindergarten diesen Kindern ausreichend "Futter" geben.
      Lesen und schreiben lernen doch viele Kinder schon vor Schuleintritt.
      Meiner konnte schon ziemlich gut rechnen, ist aber noch durch die Bänke gerobbt wie ein Kindergartenkind.

      Er wurde ganz klar als schulreif eingestuft.
      Aber es war immer ein Problem , dass er der Jüngste, der Kleinste war.
      Und das er kognitiv in vielem weiter war als seine Mitschüler, aber Bedürfnisse hatte wie sie seinem Alter entsprachen.

      Guten morgen,

      Mein Sohn wurde als junges Muss -Kind eingeschult. (Geburtstag Mitte August)
      Für ihn war es gut so. Er ist ein sehr guter Schüler. (3. Klasse)

      Der kleine Bruder hat 6 Wochen nach dem Stichtag Geburtstag. Ihn werden wir regulär 2018 einschulen. Evtl. springt er dann. Je nach dem, wie es kognitiv passt. Er geht noch nicht so lange in den Kindergarten und freut sich auf das Vorschulprogramm ab August.

      Du musst Bedenken, dass dann direkt Kinder in der Klasse sind, die über 1 Jahr älter sind. Das macht schon viel aus.

      Bei meinem Großen gibt es Kinder, die wiederholt haben. Die sind schon 10, während er noch 8 ist. In der Pubertät wird das deutlich auffallen. Die Mädchen sind ja eh früher dran. ...

      Viele Grüße

      Julia

      Ich habe zwei Kinder die beide in den ersten Schulwochen erst 6 Jahre alt wuden.

      Bei meinem Sohn war es genau das richtige, bei meiner Tochter nicht.

      Bei meinem Sohn bin ich von Seiten des Kindergartens angesprochen worden, ob ich "den" nicht eher zur Schule schicken will.

      Bei meiner Tochter wurde mir - vom selben Kindergarten- davon abgeraten.
      -Hätte ich mal darauf gehört!-

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