Realschulempfehlungen und danach kommen die schlechten Noten

    • (1) 15.05.17 - 08:55

      Hallo,
      wir hatten ein Gespräch mit den Lehrern und eine Realschulempfehlung überreicht bekommen. Noten waren in Ordnung. Nich ausgezeichnet, zweier und dreier, Notendurchschnitt lag glaube ich bei 2,6.
      Da ich im letzten Jahr im Dezember schon bemerkt habe, dass bei ihm in Mathe Probleme entstehen könnten, habe ich ihn auch in Mathe-Nachhilfe geschickt mit zusätzlich Deutsch.
      Im Neuen Jahr hat er dann gleich die erste vier geschrieben. Danach wieder eine vier.
      Jetzt hat er in Mathematik eine fünf nach Hause gebracht und uns nicht ein mal davon berichtet.

      Besteht die Gefahr, dass er nicht auf die Realschule kann?

      Zumal die Gesamtschule, auf die wir ihn bringen möchten, auf eine Realschulempfehlung besteht und nicht jeder genommen wird.

      Wir kommen aus BW und bei und die Gesamtschule bietet alle Möglichkeiten der Schulbildung und hat eine wahnsinnige Auswahl an AGs.

      Vielen Dank schon mal im Voraus

      • (2) 15.05.17 - 09:07

        Hallo,

        komme zwar aus NRW, aber hier an den Realschulen ist es üblich, dass im ersten Halbjahr der komplette Grundschulstoff, zumindest in Mathe, wiederholt wird, um alle auf ein Niveau zu bringen.
        Es wird zwar zügig vorangegangen, aber jedes Kind hat die Möglichkeit nicht Verstandenes nochmal zu wiederholen.

        Wie das in BW und auf Gesamtschulen ist, weiß ich nicht.

        Worin liegen denn die Probleme bei deinem Kind? Ihr hättet ja noch Zeit daran zu arbeiten.

        Bei der Nachhilfe die Themen, bei denen es noch hakt nacharbeiten lassen. Aber zuviel Nachhilfe in Verschiedenen Fächern erachte ich nicht für sinnvoll.
        Dann lieber eine Schule aussuchen, wo das Kind hinpasst.

        Gesamtschule ist doch schon passend. Hier in NRW müssen die Gesamtschulen, zumindest auf dem Papier, von jeder empfohlenen Schulformen Dritteln. Mit einer gymnasial- oder realschulempfehlung hat man gute Chancen einen Platz zu bekommen. Schlechter sieht es leider mit Hauptschulempfehlingen aus, da sind oft mehr Bewerber, als das Drittel.

        VG

        In der Regel wird ja bei Euch in BW für die Realschule in M/D bis 3,0 empfohlen, aber im Enddefekt der Elternwille zählt, oder?

        Ansonsten nochmal eine Sprechstunde bei der KL nehmen , damit du weißt wo er momentan steht . Die Schulanmeldungen sind doch eigentlich schon gelaufen, oder? Habt ihr bereits eine Zusage?

        Hallo,

        sind bei euch die Anmeldungen und Zusagen nicht schon lange durch? Wir hatten uns mit dem Halbjahreszeugnis beworben und das Abschlusszeugnis wurde nie gefragt. Die Noten wären somit egal. Wichtig wäre da nur die Versetzung an sich ins nächsten Schuljahr. Das fehlende Wissen allerdings könnte Probleme bereiten. Da würde ich mich aber (falls die Versetzung nicht gefährdet ist) nicht so sehr auf die Klassenarbeiten konzentrieren (ein beliebter Fehler), sondern den Stoff richtig aufarbeiten (lassen?), damit er gut verstanden ist und im nächsten Jahr darauf aufgebaut werden kann.

        Habt ihr eine Idee, woran das liegen kann, dass er so plötzlich so stark abrutscht? Könnte es Probleme geben, in der Schule, Freundeskreis, Familie? Das wäre dann eine ganz andere Baustelle, trotzdem wäre auch hier wichtig, dass keine großen Lücken entstehen.
        Oder haben die Lehrer den Stoff auf einmal deutlich angezogen und die Anforderungen angehoben? Aber warum nach der Empfehlung, das macht nicht wirklich Sinn...

        LG

      • (5) 15.05.17 - 10:51

        Die Aufnahmebescheide sind doch schon raus, da sollte nichts mehr passieren ABER

        ich würde mir da eher Sorgen um das Kind machen. Denn 4. Klasse Grundschule solche Leistungsabfälle trotz Nachhilfe - wie soll das weitergehen ?

        Es ist ja eigentlich egal welche Meinung die neue Schule dazu hat - wichtig ist doch das Kind.
        Und da er ja nichtmal erzählt hat, dass er eine 5 hat - scheint er schon ein Problem damit zu haben, dass er so abfällt.

        Und dann gilt es noch zu erkunden WARUM er so Probleme hat. Und nur in Mathe ? Oder doch auch noch woanders?

        Vielleicht einfach nochmal mit dem Klassenlehrer sprechen.

        Zeitnah.

        Weißt du, eine wahnsinnige Auswahl an AGs und die tollste Schule nutzen dir nix, wenn das Kind nicht hinterher kommt. Selbst wenn die Schule bereits ihr OK gegeben hat - das ist keinesfalls bindend für alle Jahre. Du weißt selbst, dass es Zeugnisse gibt. Mathe ist nun mal ein Hauptfach.
        Bei uns läuft es auch so: Ein Schüler darf erst die tollen AGs Freiwillig und selbst aussuchen, wenn er gut genug im Unterricht in allen Fächern ist. Sonst kommt er in AGs, die die Lehrer für ihn aussuchen - das ist dann eben eher Förderunterricht.
        Schau mal nach, woran es in Mathe konkret hängt. Lass ihn ggf. testen auf Dyskalkulie. Sowas merkt man nicht gleich in den ersten Klassen und wird auch oft von den Lehrern übersehen. Ich hatte das Problem mit meinem Sohn bei Legasthenie. Jetzt bekommt er endlich (teure) spezielle Therapiestunden, aber siehe da, es schlägt an.

      • Die Anmeldungen sind doch schon durch, oder? Da kräht hinterher kein Hahn mehr nach dem Abschlusszeugnis der vierten Klasse.

        Normalerweise wird, wie hier schon geschrieben wurde, gerade die fünfte Klasse genutzt, um noch mal abzusichern, was vorher gelernt wurde - und gerade auf einer Gesamtschule mit heterogenem Leistungsniveau können da auch Lücken aufgeholt werden.

        Bei uns (NRW) war im zweiten Halbjahr der vierten Klasse echt nix mehr los, aber vielleicht ist das bei Euch im Ländle anders und die Lehrerin hat angezogen im Stoff? Schau noch mal, ob es sonst Gründe für den Leistungsabfall gibt - aber wegen der weiterführenden Schule würde ich mir nicht so'nen Kopf machen.

        LG

        Anja

        Sind bei euch die Anmeldungen noch nicht durch?

        Habt ihr eine schriftliche Aufnahmebestätigung der Gesamtschule?

        Was bedeutet denn, die GS besteht auf einer RS-Empfehlung? Die habt ihr ja nun auf Basis des Halbjahreszeugnisses erhalten. Was sich bis zu den Sommerferien ereignet, kann weder die abgebenden Grundschule wissen noch ihr als Eltern. Abgerechnet wird zum Schluss und das Risiko besteht immer, dass Schüler plötzlich abfallen. Dafür gibt es ja zahlreiche Gründe. Es kann sein, dass jemand längerfristig erkrankt war und im 2. HJ. Das Niveau des ersten nicht mehr halten. Dafür kann man aber nichts.

        Müsst ihr das Sommerzeugnis vorlegen und dann wird wieder sortiert und Schüler rausgeworfen, weil sie von der ursprünglichen Empfehlung abweichen?
        Kann ich mir nicht vorstellen, denn dann würden Schüler kurz vor den Sommerferien ohne Schulplatz dastehen und müssten sehen, wo sie den innerhalb von 6 Wochen herkriegen.

        Wie soll das gehen? Die meisten Schulen haben geschlossen, da bewegt sich bei uns auf Gymnasien und Realschulen bis zu den letzten 2 Ferienwoche nichts. Nur die großen Schulen sind durchgängig besetzt.

        Es kann sein, dass die Gesamtschule gerne ihre Kandidaten anhand der Empfehlungen gedrittelt hätte - als Idealvorstellung. Je ein Drittel HS-Empfehlungen, 1/3 RS und 1/3 Gymnasialempfehlungen und daraufhin ihre Auswahl getroffen hatte. Aber ihr werdet nicht die einzigen sein, wo es kurzfristig noch Abweichungen seit dem 1. HJ. gibt. Und genau das ist doch das Wesen und der Grundgedanke einer Gesamtschule........SuS jeglichen Leistungsstandes sind dort gut aufgehoben - egal ob sie sich im Laufe der Jahre nach oben oder unten entwickeln.

        Am Besten ihr lasst den schulischen Lauf so wie er ist bzw. geplant ist.
        Guckt in der Zwischenzeit woher die momentanigen Matheprobleme kommen, ob er allgemein nicht mehr durchblickt oder es an anderen Einflüssen liegt.
        Versucht mit ihm (oder weiterhin mit evtl. neuer Person Nachhilfe) , die Lücken in Mathe etwas auszubügeln, notfalls am Ende der Sommerferien nochmal aufzufrischen.
        In der 5.Klasse Realschule wird bis zu den Herbstferien der 4.Klassenstoff nochmal durchgekaut, damit sie mit einen identischen Klassenlevel den neuen Lehrplan starten können.

        (10) 15.05.17 - 14:08

        Ist er jetzt in Klasse 3 oder Klasse 4?

        wenn er in Klasse 4 ist, müssten die Anmeldungen ja schon gelaufen sein?
        wenn er noch in Klasse 3 ist, fragst du wegen weiterer Entwicklung im kommenden Schuljahr/Entscheidungsjahr?

        In BW gelten soweit ich weiß, die Elternentscheidungen.
        Ausgenommen Privatschulen. vllt auch einzelne Schulen, die sich vor Auswahl nicht mehr retten können, viel zu großen Andrang haben und die Erfahrung gemacht haben, dass viele wieder gehen mussten.

        Egal welche Schulform es werden wird,
        der Leistungsabfall ist schon mal sehr bedenklich.
        Mal eine schleche Note kann ja vorkommen. Aber von Schnitt 2,6 auf mehrere 4en und 5en halte ich für: Aufhorchen wichtig.

        Was ist da los?
        Geht es ihm nicht gut?
        Will er nicht?
        Schafft er den Stoff nicht mehr?
        Ruht er sich aus, wenn (falls / vorausgesetzt dass) bei euch die Schulanmeldungen schon gelaufen sind. Nach dem Motto, jetzt braucht er nichts mehr tun?

        Ist es ein: na ja, ich bekomm ja Nachhilfe, da brauche ich selbst nichts mehr tun?

        Was sagt denn die Nachhilfe gebende Person dazu?

        Nachhilfe ist ja per se nicht schlecht, kann wirklich helfen, wenn es sich um einzelne Lücken zum Aufholen handelt.

        Nachhilfe, um eine andere Schulform zu erreichen, halte ich für schwierig.

        Wie steht er denn da im Moment?
        Wie ist sein Arbeitsverhalten? - Schule, Nachhilfe, zu Hause
        versteht er den Stoff nicht? Verwirrt ihn die Nachhilfe (Lehrer will es nach Lösungsweg A, Nachhilfe nach Lösungsweg B)

        usw.

        Was sagt er selbst zu seinem Leistungsabfall?
        Will er selbst auf diese Gesamtschule oder lieber woanders hin?

        hat er sonstige Probleme, die seine Noten (Konzentrationsfähigkeit, Leistung, Wollen etc.) beeinflussen?

        (11) 15.05.17 - 15:03

        Hallo,

        da du schreibst, dass du aus Ba-Wü kommst, möchte ich dich darauf hinweisen, dass es in Ba-Wü keine Gesamtschulen gibt, sondern Gemeinschaftsschulen.

        Das ist ein Unterschied. In Gemeinschaftsschulen werden die Schüler im Klassenverband auf drei Niveaustufen unterrichtet. Die Niveaustufen können von Fach zu Fach variieren. Individualisiertes Lernen spielt eine sehr große Rolle.

        Da hier wie gesagt alle Niveaustufen vertreten sind, können hier Schüler mit ALLEN Emfehlungen unterrichtet werden und es hört sich sehr seltsam an, dass eine Realschulempfehlung Voraussetzung sein soll.

        Natürlich kann es sein, dass es mehr Anmeldungen als Plätze gibt und man auf eine Werkrealschule, Realschule oder ein Gymnasium ausweichen muss.

        Da dein Sohn schon eine Realschulempfehlung hat, kann man ihm diese nicht mehr wegnehmen, zumal ja in Ba-Wü der Elternwille und nicht die Enmpfehlung zählt.
        Hast du deinen Sohn noch nicht angemeldet? Die Anmeldungen für nächstet Schuljahr sind doch schon alle durch. #kratz'

        Trotz allem solltet ihr dem Leistungsabfall auf den Grund gehen.

        Viele Grüße
        Niki

      (14) 15.05.17 - 17:53

      ui, da würde ich aber mal nachhorchen, ob was anderes als schulisches dahintersteckt.

      in der 4. sind bei meiner großen auch manche kinder ne note runtergegangen und die lehrerin sagte, das sei normal, weil die klassenarbeiten ein größeres lernpensum umfassten und die kindermitunter noch nicht gewohnt seien, dass sie für sachkunde z.b. auch mal lernen müssten. aber so extrem von einem halbjahr auf's nächste fände ich schon bedenklich.

      hast du einen termin mit der lehrerin gemacht, um mal mit ihr drüber zu reden? das wäre mein erster schritt.

      lg

      (15) 15.05.17 - 21:24

      Hi,
      mit Nachhilfe in zwei Hauptfächern und dennoch schwache Noten könnte dein Sohn es durchaus schwer haben auf der RS. Da es in BW nur drei Gesamtschulen gibt, zwei in meiner unmittelbaren Nähe und die Freiburger ist sicherlich ähnlich, weiß ich, dass diese Schulen riesig sind. Ein schwacher Realschüler hat es da sicherlich nicht ganz leicht. Was mich nur wundert ist, dass die Empfehlung eingefordert wird. Das dürfen die doch gar nicht.
      Eure Alternative ist eine Regel-RS, halbtags oder eine Gemeinschaftsschule, ganztags. Beide bieten die Möglichkeit einen Hauptschüler-oder einen Realschulabschluss zu machen.

      vlg tina

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