5. Klasse Mathe Gymnasium Wurzeln ziehen und mit 4 Nachkommastellen rechnen normal???

    • (1) 18.05.17 - 11:42

      Hallo zusammen

      mein Sohn nimmt gerade in Mathe (5. Klasse Gymnasium NRW) die Würfelgesetze durch, also Seite (a) x Seite = Fläche einer Seite x 6 = Fläche des Würfels usw.!

      Jetzt hat er Übungsaufgaben bekommen für Zuhause, an denen nicht nur er verzweifelt sondern auch wir sehr verdutzt sind.

      U.a. soll er z.B. von einer bekannten Fläche die Seitenlänge errechnen. Nur dazu muss er ja eine Quadratwurzel ziehen, was in der Schule noch gar nicht Thema war. #kratz

      In einer anderen Aufgabe musste er eine Fläche aus einer Seitenlänge mit Nachkommastellen errechnen, wo er auch nicht wusste und nicht gelernt hat, wo man denn da dann das Komma setzt beim Ergebnis. Am Ende hatte er eine Fläche von 8,64 m² errechnet und musste diese dann noch mit 24,99€ multiplizieren, was der m²-Preis für Holz im Baumarkt war. Es kam dann eine Zahl mit 4 Nachkommastellen heraus.

      Jetzt frage ich mich aber wirklich, auch weil mein Sohn da echt TOTALE Schwierigkeiten mit dem Verständnis und der Berechnung hat - ist das wirklich Lernstoff 5. Klasse?? Die Lehrerin hat den Kindern NICHTS erklärt davon, nicht wie man Nachkommastellen multipliziert noch wie man Wurzeln zieht.

      Da sie schon mal in einem Test ein Thema gebracht hat, was vorher nicht besprochen worden ist, wodurch ALLE Kinder in dem Test 4, 5 und 6 hatten, frage ich mich gerade wieder, was ich davon halten soll?! Wäre schön, wenn andere Mamas sich noch erinnern, was ihre Kinder in Mathe bei den Würfelgesetzen 5. Klasse können mussten?

      LG und Danke!
      sie71

      • (2) 18.05.17 - 11:55

        ob das Lernstoff der 5ten Klasse ist, siehst Du doch im Mathebuch?

        Also wenn ich die Schlagzahl der neuen Dinge der Tochter meiner Freundin im Gym. so beobachte, dann würde mich das nicht wundern.... alle paar Tage kommt was neues dran -- das bekannte wird nicht vertieft...
        nächstes
        nächstes
        nächstes
        schon das ganze Jahr lang.... --- wer es morgens nicht kapiert hat muss es mittags selbst vertiefen...

        könnte es sein, dass das mit den Kommastellen oder Wurzeln ziehen mal kurz Thema war?
        trotzdem: wenn die Folge ist, dass so viele Schüler so schlechte NOten schreiben, dann würde ich mal um ein Gespräch bitten...
        Im Gegenzug hört und liest man genauso oft, dass in den 5ten Klassen "aussortiert" wird ... wer mit dieser Schlagzahl nicht klarkommt, der sollte das Gym. überdenken... (so ist es auch an einer Schule hier im Ort extrem).
        von 130 Anmeldungen in der 5ten machen ca 40 jährlich Abi -- der Rest ist über die Jahre abgewandert....

        • (3) 18.05.17 - 12:12

          Im Mathebuch ist nur das Berechnen der Fläche von Würfeln und Quadern als thema drin, rückwärts von der Fläche die Seitenlänge errechnen war dort nur bei einer einfachen Aufgabe mit Seitenfläche 16 m², da weiß man auch aus dem Kopf, dass 16 = 4 x 4 ist, aber dieses Arbeitsblatt, das sie jetzt haben, kommt mir eher vor wie 7. Klasse oder später, da sollten sie von einer Gesamtfläche von 1944 m² die Seitenlänge des Würfels ausrechnen. selbst ich konnte das nicht rechnerisch herleiten, wir haben dann mit verschiedenen Zahlen herumprobiert, bis wir auf 18 kamen.

          • (4) 18.05.17 - 13:32

            1944:6 =324
            Die Quadratzaheln bis ca. 12 hatten sie in der GS, die Quadratzahlen bis 20 in der 5. Kl. 1. HJ.
            Also ist 18 x 18 = 324 und die Saite des Würfels 18!!!

            Das hatte mein Sohn 5. Klasse 1. HJ.

          • (5) 18.05.17 - 13:35

            Bei uns taucht der Begriff "Quadratzahl" bereits in der 2. Klasse beim Beginn des Malnehmens auf. Die Quadratzahlen bis 10 werden speziell gelernt und besprochen.

            Genauso sind die Quadratzahlen bis 25 ab der 5. Klassen Grundwissen und damit wäre die Aufgabe auch in der 5. Klasse durchaus lösbar.

            Und selbst wenn man mal ein bisschen herumprobieren muss bei den Hausaufgaben, finde ich das nicht schlimm. 18 als Lösung lässt sich doch gefühlsmäßig schon ganz gut einordnen.

            Gymnasium ist halt keine Grundschule mehr, wo alles ganz genau vorgkaut wird.

            (6) 18.05.17 - 16:33

            zu den Nachkommazahlen kann ich Dir nichts sagen, aber unser Sohn ist jetzt zweite Klasse NRW und hat gerade die Quadratzahlen bis zehn gehabt, im Rahmen des 1x1 wurden die mit gelernt und zwar nicht nur als Multiplikation, sondern auch in der Divison.
            Ich könnte mir also schon vorstellen, dass zumindest die Quadratzahlen bis 20 noch Thema der Grundschule sind.
            Wurzelziehen ist ja die eine Geschichte, aber so kompliziert muss man dass ja gar nicht verkaufen.
            Immerhin wäre erstmal (wie andere schon beschrieben haben), eine normale Divison dran, also die 1944 durch sechs und da kommt ja eine glatte Zahl heraus und dann muss das Ergebnis ja eine Quadratzahl sein beim Würfel.
            Und selbst wenn man die nicht mehr auswendig kennt, kann man tatsächlich durch probieren relativ einfach drauf kommen.

            10x10 sollte man können in der Fünften, dann 20x20 und dann weiß man schon, dass es näher an der 20 liegen muss und probiert halt zur Not die paar Zahlen. Ich finde das für fünfte Klasse Gymi jetzt nicht übertrieben schwer, selbst wenn man die Quadratzahlen noch nicht gelernt haben sollte, was ich aber wirklich Stoff der Vierten gewesen sein sollte.
            Sollte aber wirklich die ganze Klasse bei bestimmten Themen völlig versagen, dann wäre sicher mal ein Gespräch mit dem/der Lehrer/in angesagt.
            Lg

        So war das beim Mittleren auch! Jede Stunde kam ein anderes Thema dran und mein Sohn war damit VÖLLIG überfordert.
        Der Große besucht das gleiche Gym und er hatte "normalen" Matheunterricht, so wie ich ihn von früher kenne.
        Der Mittlere ist inzwischen auf der Gesamtschule....

        (8) 18.05.17 - 14:24

        Ich finde, du übertreibst ein bisschen ;-)

        In der 5. wird nahezu gar nichts aussortiert, vor allem nicht in NRW. In der Erprobungstufe gibt's die automatische Versetzung!

        Und was Mathe betrifft: das Fach, wo eigentlich nur vertieft würde. Erst jetzt zum Ende der 5. kommen komplett neue Dinge in Geometrie, beim Rechnen mit negativen Zahlen .

    (9) 18.05.17 - 11:55

    Hallo #blume

    Wurzelziehen war in der 5. Klasse kein Thema.

    Aber grundsätzlich gilt hier: was in der Schule nicht gemacht wurde, zeige ich meinem Kind zuhause auch nicht. Dann löst er die Aufgabe eben nicht. Oder gibt es eine andere Möglichkeit, die die Kinder nutzen sollen? Es kam hier schon vor, dass es für manche Aufgaben zum Lösen durchaus Rechenoperationen gab. Die kannten die Kinder aber noch nicht und so sollten sie die Aufgaben durch Probieren lösen.

    Tests mit Dingen, die nicht durchgenommen wurden (also, wenn es WIKRLICH stimmt; nur, weil das mein Kind behauptet, muss das noch lange nicht stimmen....:-p ): Wenn das bei allen anderen so war, also ausnahmslos allen, warum geht dann der Elternvertreter zur Lehrerin und klärt das?

    Ich kann ja auch nicht einen Englischtest über die Unit 5 schreiben und dann die Vokabeln der Unit 8 drannehmen. Oder doch?#rofl

    #liebdrueck
    Sanne #sonne

    • (10) 19.05.17 - 17:25

      Das Gymnasium unseres Sohnes beugt diesem "hatten wir nicht" durch das Anlegen von Regelheften und Kladden im Unterricht vor ;-)

      Alles was die durch nehmen, wird zuerst ins Regelheft geschrieben.

      Lg

      • (11) 20.05.17 - 07:58

        Ja, das kenne ich aus meiner Schulzeit auch noch. Ach, wäre das schön, gäbe es das hier auch noch.#schein

        Leider gibt es das hier nicht. #heul Und da viel (eigentlich 80 %) auf fliegenden Blättern gemacht wird (ich hasse das), die meist überall landen, nur nicht ins Heft geklebt werden (ich finde das so furchtbar, selbst, wenn sie reingeklebt wäre), kann man da leicht den Überblick verlieren. Vor allem, wenn man von Beruf Schussel und kein Ordnungsfanatiker ist. Und das ist in jedem Fach so.

        Wir kämpfen also tapfer weiter.

        #liebdrueck
        Sanne #sonne

(12) 18.05.17 - 12:05

Das mit dem Test stimmt tatsächlich, ich hatte es meinem Sohn auch erst nicht geglaubt (er hatte eine 4+ in dem Test, war also da einer der Besten, hatte aber alle Aufgaben nicht gelöst, bei denen die "Quadratzahl" errechnet werden sollte - später kam durch die ganzen anderen Kinder und Eltern heraus, deren Kinder 5 + 6 geschrieben hatten, dass die Lehrerin den Kindern vorher tatsächlich nicht erklärt hatte, was eine Quadratzahl ist)... Es gab auch schon mehrere Beschwerden anderer Eltern gegen diese Lehrerin, mein Sohn steht bei ihr 3-4, hatte in Mathe aber vorher immer 1 und 2 gestanden, was bei ihr de facto nicht möglich ist, da sie wohl sehr schlecht erklären kann. Sie hatten z.B. dann mal ein paar Wochen einen Vertretungslehrer, als sie krank war, der hatte den Kindern dann Sachen einleuchtend beigebracht, die sie vorher wochenlang nicht auf die Kette bekommen haben. Es ist aber wohl gerade in Mathe auf der Schule chronischer Lehrermangel, weshalb Beschwerden da leider nichts bringen.

Normalerweise ist es so, dass die Kinder in Mathe Aufgabenblätter bekommen und was sie davon in der Schule nicht schaffen, müssen sie Zuhause fertig machen. Erklären muss ich meinem Sohn dann bei neuen Themen immer Zuhause, wie das geht, wenn er es dann verstanden hat, geht es, aber in der Schule versteht er nichts. NOCH kann ich da helfen, aber irgendwann ist auch bei mir dann Schluss, ich hoffe, bis dahin hat er einen anderen Lehrer und ihm ist die Lust auf Mathe nicht komplett vergangen. Es war in der Grundschule sein Lieblingsfach, inzwischen macht es ihm null Spaß mehr. :-(

  • (13) 18.05.17 - 19:07

    Normalerweise kommt in einen Test nichts dran, was zuvor nicht durchgenommen bzw. nicht durchgesprochen wurde .....man muss gelerntes halt in verschieden Situation anwenden können (Tranferaufgaben).
    Wenn dein Sohn mit 4+ einer der Besten war und der Rest nur 5-6, wird dieser Test normalerweise nach Kenntnisübermittlung des Stoffes geprüft und auch stoniert(wenn der Stoff zuvor nicht vermittelt wurde) und ein neuer Test wird geschrieben.

(14) 18.05.17 - 12:07

Hallo,

das ist definitiv nicht Unterrichtsnhalt in Klasse 5.

Das Wurzelziehen ist die Gegenoperation vom Quadrieren. Das Quadrieren wird in Klasse 5 durchgenommen. Da könnte man noch Nachsicht haben. Es sollte zumindest mal im Unterricht besprochen wurden sein.

Aber das Rechnen mit Dezimalbrüchen (also "Kommazahlen") wird erst in Klasse 6 behandelt. Einfache Dezimalbrüche können die Kinder schon intuitiv in Klasse 5 lösen. Aber vier Nachkommastellen empfinde ich nicht als einfach, wenn ein Kind noch nie was von dem Thema gehört hat, geschweige denn die Rechenregeln kennt.

Mein großes Kind geht auf ein sehr anspruchsvolles Gymnasium (auch NRW) und gibt es pro Klassenarbeit 1-2 Transferaufgaben, deren Lösungen sich die Kinder aus älterem Unterrichtsstoff herleiten sollten.

Als Beispiel: Klasse 7, Addition und Subtraktion von Termen. In der Klassenarbeit gab es dann auch eine komplexe Aufgabe mit Multiplikation von Termen, die weder auf Übungsblättern, Hausaufgaben o.ä. zu finden war. Ich fragte vorher noch, ob wir eventuell noch kurz die Multiplikation besprechen sollen, mein Kind: Nein, wurde uns nicht gesagt.
Da war es halt Pech. Aber durch das Quadieren und Potenzieren in Klasse 5 hätte sich die Aufgabe hergeleitet werden können.

Grundsätzlich sind meine Kinder ordentliche "Matehmatiker" und selten muss ich etwas (beim großen Kind, das Kleine steht erst am Anfang seiner Schulkarriere) erklären. Aber das Thema war wohl bei allen Kindern in der Klasse ein rotes Tuch. Erst hieß es: Das habe ich überhaupt nicht versanden, im Nachhinein war es dann gar nicht so schlimm. Von anderen Eltern hörte ich anderes.
Diese Klassenarbeit wurde dann so hochgesetzt, dass selbst Kinder mit 45% noch eine 3- erhielten!

Wenn es im Unterricht weiter so bleibt, würde ich das Gespräch mit der Lehrerin suchen. Aber zuerst mal in den Unterlagen der Kinder forschen, ob es nicht doch in irgendeiner Form behandelt wurde. Kinder "vergessen" oder übersehen ja manchmal gerne :-p!

"Nee, haben wir NIE gemacht" und siehe da, irgendwo taucht es auf.

VG

  • (15) 18.05.17 - 12:10

    Uuups, da waren meine Finger schneller auf der nicht ganz intakten Tastatur, als mir lieb ist. Nochmaliges Durchlesen und langsamer Schreiben hätte so manchen Fehler vermieden. #sorry

(16) 18.05.17 - 13:37

Hallo!

Ich tippe mal auf unfähige Lehrerin, auf schlechte Basis von der GS, aber in keinem Fall auf "Lehrstoff der 7. Klasse".

Flächenberechnung "mit Komma-Zahlen" ist doch gerade Stoff der 5., oder meinst Du die machen das nochmal in der 6.???
Hier wurde das alternativ über eine Umwandlung der Grundlängen in dm, gemacht und dann umawandeln in m2. -> das hatten sie in der 4. Kl.
Multipikation rationaler Zahlen war hier Stoff der 5. Kl., 1. HJ

LG, I.

(17) 18.05.17 - 15:06

Hallo,
ich denke, dass es hier wieder stark aufs Bundesland ankommt. Quadratzahlen bis 12 hatte meine Mittlere jetzt in der 2. Klasse, auch unter diesem Namen und natürlich mit Umkehrrechnung, allerdings nicht unter dem Namen Wurzelziehen. Hier wird auch bereits in der 2. Klasse die Division mit Rest gemacht. Berechnungen von Quadern und Würfeln war übrigens auch bei uns in der 5. Klasse dran. Also von daher denke ich, wäre das hier bei uns eine ganz normale Aufgabe gewesen.
LG

(18) 18.05.17 - 16:14

Hallo sie71,

Wurzelziehen ist erst dann kompliziert (und somit ein eigenes Thema), wenn es um Zahlen geht, die keine Quadratzahlen sind! Bei uns in BaWü sind dagegen Quadratzahlen Stoff der zweiten Klasse, zusammen mit dem kleinen 1x1, natürlich mit Gegenoperation und Division mit Rest. Dass 16 = 4 x 4 ist, wüsste meine Tochter (3. Klasse) wie aus der Pistole geschossen, die gehören zu den sogenannten "Blitzaufgaben".

Aus meiner Erfahrung verkomplizieren Erwachsene das viel zu oft und denken sofort an die komplexe allgemeine Variante, die dann für beliebige Eingaben funktioniert, während Kinder sich das an konkreten Beispielen meist erstaunlich gut vorstellen können und dann langsam ein Regelwerk (erstmal für Spezialfälle) entwickeln können. (Didaktische Induktion) Wenn ein Kind dann von den Eltern hört "Oh Gott, das ist ja schon Wurzelziehen!" oder "Oje, das sind ja schon Rechnungen mit Dezimalbrüchen!" und versuchen, das allgemeine Verfahren, abstraktu zu erklären, dann ist der spielerische Zugang natürlich hinfällig! ;-)

Dass die Lehrerin die Inhalte scheinbar garnicht erklärt, ist natürlich nicht gut!

Sonnige Grüße,
Elfchen

(19) 18.05.17 - 17:04

Huhu,

Der Trick ist: vor dem Multiplizieren die Einheiten umrechnen! Du denkst zu kompliziert.

In der 5. Klasse NRW geht es (bei meinem Sohn auch gerade) um das Umrechnen von Flächengrößen (Quadratmaße, also immer x 100 und :100 von einer Einheit zur nächsten), das Berechnen von Flächen und des Umfangs von Dreicken und Rechtecken.

Bei den Flächen ist es wirklich meist so, dass diese Quadratzahlen sind, sonst könnten die Kinder es in der 5. Klasse nicht ausrechnen. Wurzelziehen ist da nicht erforderlich, sie müssen es so rechnen, dass sie sich überlegen: "Zahl mal Zahl = Fläche", welche Zahl kann es sein. Notfalls müssen sie es ausprobieren. Bei uns waren es so Fragen wie "Wenn die Fläche eines Quadrats 49 qcm ist, wie ist sein Umfang?" Für solche Aufgaben muss man keine Wurzel ziehen können

Bei den 8, 64 qm ist die Aufgabe, es in Quadratdezimeter umzurechnen bzw hätte er das schon vorher machen müssen, von Meter nach Zentimeter. Dann kann er ohne Kommastellen rechnen. 2,53m sind 253cm. Dann kann er ganz normal schriftlich multiplizieren.

LG

Hanna

(20) 18.05.17 - 21:48

Hallo,

Ich denke, die Quadratzahlen bis 10 sind in der 2./3. klasse dran. Demnach koennte man diese Aufgabe durch probieren lösen.

Man weiß 10 mal 10, man kann 20 mal 20 lösen und kann dann abschätzen, dass man etwa bei 16 das Probieren beginnen sollte.

Sollen unsere Hauptschüler in der 5./6. Klasse auch - löse durch Probieren, as war zu dem Zeitpunkt auch nicht durchgenommen, das Wurzelziehen.

Die andere Aufgabe ist nicht schwer, Überschlagrechnen machen die Kinder auch seit der Grundschule, demnach weiß man doch, wo das Komma eingesetzt werden muss.

Am Gymnasium wird verlangt, dass man weiter denkt und nicht nur Aufgaben vom Typ a löst, der schon mehrfach im Unterricht durchgekaut wurde.

LG
Delfinchen

(21) 19.05.17 - 07:12

Ich bin immer wieder verduzt, was für Vorstellungen so vorherrschen.

Mathematik ist kein Fach, in dem man eine Vorgehensweise lernt, diese anwenden kann und wenn man das beherrscht, eine 1 bekommt.

In Mathe geht es um Logik, um Denkwege, um Lösungen für Probleme usw. Nebenbei natürlich auch um Zahlen...

Hier geht die Grundschule bis zur 6. Klasse und Aufgabenstellungen wie eure sind selten. Das regt mich massiv auf und wird meinen Kindern noch sehr auf die Füße fallen? Warum? Naja, genau wegen solchen Fällen wie eurem.

Das Kind hatte in der Grundschule eine 1 bis 2, weil es eben nach Vorgaben rechnen konnte. Und das ist das Einzige, was in der Grundschule verlangt wird. Das ist aber kein Mathe. Mathe ist das, was er jetzt machen soll. Scheinbar kommt damit kein Schüler bisher klar. Wahrscheinlich wird jetzt auch relativ schnell klar, dass dein Kind gar nicht so der Mathe-Fan ist.

Denn um das Wurzelziehen (als Technik) geht es hier doch gar nicht. Es geht tatsächlich um: Bekanntes Problem, alle Werkzeuge, um es zu lösen und nun bitte nachdenken. Schade, dass du da so sehr unterstützen musstest.

Was die zweite Aufgabe anbelangt... Die hätte ich auch anders erwartet von einem mathebegabten Kind. Wie oft bitte stehst du im Supermarkt oder sonstwo, brauchst 8 mal irgendwas Bestimmtes und rechnest dann 3,49 € x 8????

Also ICH (und ich bin wirklich eingefleischter Mathefan) mache das nie. Soll heißen, in eurem Fall erwartet man von einem Schüler AUF DEM GYMNASIUM (eigentlich reden wir hier ja von den eher begabten Kindern) schon, dass Rechenstrategien wie das sinnvolle Runden angewandt werden.

Offensichtlich handelte es sich ja um eine Textaufgabe. Das heißt, die Aufgabe wird wohl sein, irgendwas zu bauen. Da gibt es sowas wie Verschnitt. Einen denkenden Schüler hätte das dazu gebracht zu sagen: Wahrscheinlich kann ich eh keine gebrochenen Quadratmeterzahlen kaufen, also brauche ich 9 qm zu 25 € = 225 € müssen für das Bauprojekt eingeplant werden.

Wenn er die gelernten Strategien (Runden, Textaufgabe interpretieren usw.) noch nicht sicher anwenden kann (kann er wirklich nicht), solltet ihr da ansetzen.

  • Deine Antwort trifft es sehr gut!

    Mathe ist nicht rechnen, das ist nur ein kleiner Teil.

    In der Grundschule bekommen die Kinder aber den Eindruck es ginge nur ums Rechnen.

    Ganz selten taucht im normalen Unterricht mal eine Knobelaufgabe auf. Einige Kinder haben hier zusätzlich noch das Forderheft, darin sind auch andere Aufgaben enthalten. Sie arbeiten aber nur wenig darin. Vermutlich reicht die Zeit nicht.

    Und viele Kinder sind eben schon mit den Rechenregeln überfordert. Textaufgaben gibt es auch, die sind aber in Klasse 3 nur Fleißarbeit. Gross nachdenken muss man da nicht. Das wird auf dem Gymnasium sicher anders.

    Wenn die Grundschule bis zur 6 geht, was wird denn da unterrichtet? Realschulstoff? Oder wird differenziert?

    Viele Grüße

    Julia

Top Diskussionen anzeigen