Mit Schulbeginn war auf einmal der liebe Junge weg:-)

    • (1) 22.05.17 - 08:40

      Hallo liebe Muttis und Vatis in der Runde,

      ja meine ,,Sorge,, steht ja schon oben. Unser Kind war immer so gut erzogen, artig, lieb und nett zu anderen, quatschte nicht dazwischen und hielt sich an ,,die Regeln,,...

      Seit Sommer 16 ist er nun Schulkind und mitmal ist er ein ich sag mal völlig anderes Kind!:-( er hat nur Knete im Kopf und macht alles damit er ins in den Wahnsinn treibt! Ich muss dazu sagen, er ist zwischendrin das liebste und netteste Kind der Welt, aber dann setzt es wieder aus :-(

      Wir haben im November 16 unsere Tochter bekommen, bisher *toitoitoi* keine Eifersucht oder sonst was, er vergöttert sie... ich hol ihn auch jeden Tag von der Schule, dass er nicht denkt er wird vernachlässigt, somit geht er nicht in den Hort. Was ein Luxus in meinen Augen.

      Montags und mittwochs hat er nachmittags Feuerwehr/Musikschule. Für mehr (Fußball etc.) bekommen wir ihn nicht begeistert, das ist das einzige was er von selbst will, ich denk das ist auch ok?! Er spielt lieber gern auf dem Hof, baut Höhlen oder ist mit uns zusammen.

      In der Schule ist er top, war zum elterngespräch, er versteht sehr schnell und lenkt dadurch die Mitschüler ab und und, aber seine Ergebnisse sind sehr gut sagte die Klassenlehrerin. Und ich seh es ja jeden Tag, wir machen ja die Hausaufgaben zusammen und lernen... also das läuft - bis auf das chaotische im Unterricht - gut :-)

      Aber zu Hause, schnotterig ohne Ende, patzig, eingeschnappt, vorlaut, eh das volle Programm?!

      Kennt ihr das? Habt ihr ,,Rat,, ihn einzubremsen? Die Lehrerin meinte ich soll mit ihm zur Ergotherapie das er ,,sich selbst findet,,?! Mach ich gern wenns hilft, aber wie streng muss man zu Hause sein? Welche Strafen wenn es nicht klappt? Übertreiben wir vielleicht weil wir zu verwöhnt von seinem benehmen waren/sind???

      Neuerdings steht er auch so früh auf (5uhr) und is natürlich schon früh im Eimer, keine Ahnung warum er das macht, er liegt dann im Bett bis wir ihn holen...

      Ich bin so traurig, weil ich Angst habe er nimmt uns nicht für voll...:-(

      Tut mir leid für den langen Text... ich freu mich über Antworten von euch.

      Danke & LG
      Knobi

      • "Aber zu Hause, schnotterig ohne Ende, patzig, eingeschnappt, vorlaut, eh das volle Programm?!"

        Setzt Euch mal zusammen (Vater-Mutter-Sohn) und redet mal mit ihm über sein unangebrachtes Verhalten, warum er so reagiert, was dahinter steckt?
        Wenn ihn was stört, es direkt sagen soll und nicht mit patzig sein, eingeschnappt sein ect. reagieren soll. (sofern er es nicht solche Reaktionen von den Eltern kennt#gruebel)
        Hilft das Reden nichts, ihn in solchen Situationen einfach wortlos stehen lassen, aus dem Raum gehen und erstmal ignorieren.Zwar selbst nicht auf eingeschnappt machen, aber spüren lassen , dass es kein Umgangston /Umgangsart ist.....kommt er hinterher und verhält sich dadurch wieder normal, auch selbst wieder normal verhalten-

        • Danke für deine Antwort :-)

          Gott was haben wir schon geredet...:-( er sagt dann auch immer das es ihm leid tue und er das nicht wollte, aber nach ner Stunde ist das wieder vergessen, da fangen wir wieder bei null an:-(

      Ach je, ich kann Dich gut verstehen. Mein Sohn war leider ganz genau so - und das 13 Schuljahre lang....er lernte nur widerwillig, obwohl er blitzgescheit war. Lehrer, Vertrauenslehrer, Erziehungsberater - keiner wusste Rat. Er mochte die Schule einfach nicht und fertig. Ja, lieb und nett war er dort schon, aber mehr nicht. Zuhause verschlossen oder patzig. Schule war einfach "blöd" und fertig.
      Was eine Ergotherapie daran ändern soll, erschließt sich mir nicht ganz. Gut, damals gabs das noch garnicht - aber ob Du deshalb ein Rezept bekommst....?

      Mal ein Versuch. Geh Du mit ihm ALLEIN ein Eis essen und versuche, im normalen Gespräch auf Augenhöhe rauszubekommen, warum er das macht. War auch meine Methode hin und wieder und ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie da am ehesten was sagen und man vernünftig reden kann. Auf neutralem Boden, mit lecker Eis vor der Nase ;-) Nur, wie lange das dann anhält, weiß ich natürlich auch nicht. Ein paar Wochen hat's dann immer wieder mal gehalten.
      Später kam leider dann Schuleschwänzen u.ä. dazu, da wurde es hardcore.

      LG Moni

    • Hallo Knobi,

      ich halte vieles von dem was du beschreibst für sehr normal.

      1. wie ist die Zusammensetzung in der Klasse ? Kannten sich die Kinder vom Kindergarten ? Wenn nicht, gerade die Jungs müssen ihre Rangordnung klären und das geht nicht innerhalb von 2 Wochen ;-). Zudem wird er nach der Schule einfach k.o. sein, auch wenn er ein guter Schüler ist. Außerdem darf man sich zu Hause daneben benehmen, in der Schule eher nicht. Natürlich müsst ihr das Verhalten nicht auf Dauer akzeptieren. Falls es nicht eh so ist, meinem Sohn hat immer eine Mittagspause geholfen. Also wirklich ausruhen, kein Fernsehen o.ä.

      2. wenn er in der Schule stört, weil er seine Aufgaben bereits fertig hat, ist es an der Lehrerin ihn zu beschäftigen und nicht du musst mit ihm zur Ergo. Mein Sohn war in Deutsch immer sehr gut. Hatte er seine Aufgaben erledigt durfte er entweder Selbstlernheft etwas machen oder schlicht ein Buch lesen.

      3. seine Nachmittagsaktivitäten klingen gut. 2 Sachen für einen Schüler sind denke ich auch ausreichend. Und nicht jeder Junge muss Fußballspielen

      Von Strafen würde ich absehen, bei unserem Sohn hat sich das Verhalten in der 2. Klasse komplett gedreht. Aber zu Hause ist immer noch der Ort an dem er seine Grenzen testet. Er ist jetzt 11 Jahre alt und wir bekommen von Außenstehenden (Schule, Verein o. Freunde) immer nur zu hören, wie freundlich, hilfsbereit und toll unser Sohn ist. Also haben wir wohl nicht alles falsch gemacht.

      LG
      Tanja

      Hallo knobi,
      wir haben es auch durch.

      Das erste Schuljahr des Kleinen war ein Graus. Er war durchgehend schlecht gelaunt, unzufrieden mit sich und der Welt, wütend ohne erklären zu können, auf was genau.

      Es verging kaum ein Tag ohne Geschrei oder Tränen (auf seiner und auf meiner Seite). Wir liefen alle irgendwie auf Zehenspitzen, um bloß nicht noch mal ein Wutausbruch zu verursachen (was aber recht wenig nutzte, denn alles schien Grund genug zu sein, um auszurasten).

      Es tat weh, ihn so zu sehen, denn er litt ganz offensichtlich unter der Situation. Es tat weh, ihn nicht mehr zu mögen (zu lieben, ja, ohne Zweifel), aber ich konnte ihn wirklich nicht leiden und hasste mich dafür.

      Die Sommerferien waren richtig schlimm :-( Danach habe ich mir einen Termin bei einer Erziehungsberatung geholt, denn ich war mit meinem Latein (und meinen Nerven) am Ende. Dieser fand erst Mitte September statt. Und als der Termin endlich kam, hatte ich nichts mehr zu erzählen :-)

      Plötzlich war er wieder "mein" Kind. Ja, sehr leidenschaftlich und mit viel Charakter, aber nicht mehr das Kind, was ich so viele Monaten nicht mehr mögen konnte. Er war plötzlich mit sich und der Welt zufrieden, lächelte wieder und konnte auch über vieles lachen, was nur ein paar Monate davor ein Wutausbruch bedeuten hättet.

      Natürlich nahm ich den Termin trotzdem war (ich wusste nicht, ob das noch lange gut gehen würde) und sprach mit dem Berater über vieles. Er war der Meinung, wir hätten es gut gemeistert und hätten uns ihm gegenüber richtig verhalten (gerade dieses immer wieder in dem Arm nehmen, auch wenn es nicht immer einfach war. Ihm immer wieder versichern, wie lieb wir ihn hatten und trotzdem aber klare Grenzen aufzeigen)

      Was es war? Wissen wir nicht. Wir haben einige Vermutungen: es waren viele Änderungen in seinem Leben innerhalb sehr kurze Zeit. Einschulung, Umzug ins neue Haus, auch bei mir berufliche Änderungen, so dass ich teilweise vor ihm das Haus verlassen musste, was er bis dahin so nicht kannte,... Wahrscheinlich hat er einfach etwas länger gebraucht, um alles zu verdauen.

      Von der Schule kam nur Positives. Seine Lehrerin sagte zu mir, es war nicht nur, dass er sich noch nie so in der Schule verhalten hätte, sondern sie würde sich das bei ihm nicht mal vorstellen können. Lieb, höfflich, fröhlich,..... Ich denke, in den Stunden in der Schule hat sich aber auch viel gestaut und er hat es dann zu Hause raus gelassen.

      Ich würde mich bei einer Erziehungsberatung anmelden. Diese Sicht von außerhalb ist sehr wertvoll. Und einfach darüber frei sprechen zu können.

      LG,
      Natalia

    • Hallo,

      meine Tochter ist seit September in der Schule. Sie kommt in der Schule gut mit, liebt ihre Lehrerin über alles, geht gerne hin.

      Doch auch bei ihr ist es so, dass sie sich daheim schon gerne im Ton vergreift seit sie in der Schule ist. Sie ist oft patzig. Wenn ich sie darauf aufmerksam mache, tut es ihr entweder leid, weil sie es nicht wollte. Oder sie mault#schwitz. Sie muss grundsätzlich immer Recht haben und hat das letzte Wort...
      Im Kindergarten war das gar nicht so.

      Unterm Strich finde ich rein gar nichts Unnormales daran. Es erinnert mich an verschiedene Phasen der Pubertät der großen Geschwister.

      Dem Sohnemann deswegen gleich Ergo zu empfehlen, finde ich jetzt übertrieben.

      Müssen Kinder immer lieb und super angepasst sein? Muss jedes unangepasste Verhalten gleich in eine Therapie münden?

      Liebe Grüße

      • Wow ich bin begeistert von euren antworten und ganz ehrlich, auch erleichtert:-) so viele denen es auch so geht...

        Ich wollte auch keine ergo, hab zu der Lehrerin auch gesagt ,,ganz ehrlich meine Mutter saß vor Jahren auch bei solchen Gesprächen weil ich andere abgelenkt habe als ich fertig war & ich denke auch das es an den Lehrern ist, meinem (und ggf. anderen Kindern) Material zur Beschäftigung zu geben.

        Ich fande die Empfehlung zur ergo auch scheisse, hab dann aber gedacht ich sei ne Mutter die sich nicht eingestehen ,,will,, das man Hilfe braucht...:-( aber eigentlich finde ich das auch alles na normal nicht aber doch normal :-)

        Ich danke euch für eure Antworten, allen samt. Es hat mich bestärkt, dass mein Kind erstmal seinen Weg finden muss... daaannkke...

        LG
        Knobi

    Hallo,

    unser Sohn (1. Klasse) war zwar nie so super brav, gerade im letzten Kindergartenjahr nicht, aber momentan ist es so, dass er zu Hause auch richtig motzig und dauernd beleidigt ist, während er sich in der OGS prima benimmt, und morgens in der Schule zumindest akzeptabel.
    Im Unterricht macht er viel Kasperkrams (also so für sich, ohne groß zu stören), kann den Schulstoff aber trotzdem. Teilweise pampt er die Lehrerin an, wenn er keine Lust hat.

    Ich kann mich aber auch noch erinnern, dass ich mich in dem Alter bei meiner Mutter zu Hause teilweise unmöglich aufgeführt habe und meistens beleidigt war, wenn jemand es gewagt hat, Kritik zu äußern.
    In der Schule war ich dagegen ziemlich brav.

    Ich glaube, auch das ist mal wieder eine Entwicklungsphase bei den Kindern.
    Man muss nicht wegen allem gleich eine Therapie einleiten.

    Was Hobbies angeht, finde ich zwei Aktivitäten ausreichend. Wenn Dein Sohn so nicht viel Sport macht, würde ich noch eine Sache mit Sport in Erwägung ziehen. Das muss aber ja nicht unbedingt Fußball sein. Unser Sohn hat dazu auch keine Lust. Er macht Judo.

    LG

    Heike

    Kinder verändern sich.

    Bei euch war ja gleich doppelt was neu: Schule und Geschwisterkind.
    Das ist ok. Aber auch wenn er keine Eifersucht zeigt, ist es doch beides zusammen eine Umstellung.

    Wie heftig sind seine Aussetzer?
    Wie häufig sind seine Aussetzer?
    Wie war es bisher? Machte er, was man ihm sagte oder zeigte er auch vorher schon, dass er ein eigener Mensch ist?
    Rebellieren gehört zum größer werden dazu. Die Frage ist das Ausmaß und wie geht man damit um?

    "Montags und mittwochs hat er nachmittags Feuerwehr/Musikschule. Für mehr (Fußball etc.) bekommen wir ihn nicht begeistert, das ist das einzige was er von selbst will, ich denk das ist auch ok?! Er spielt lieber gern auf dem Hof, baut Höhlen oder ist mit uns zusammen."

    das reicht vollkommen aus und ist viel. Warum noch mehr begeistern?
    Er hat Hobbies und spielt gerne. Wozu dann noch mehr. Freie Zeit ist wichtig (vor allem wenn er sie nicht zum Schrott bauen nutzt)

    "ich hol ihn auch jeden Tag von der Schule, dass er nicht denkt er wird vernachlässigt, somit geht er nicht in den Hort. Was ein Luxus in meinen Augen."

    ist es für DICH Luxus oder für IHN?
    Setzt ihn das unter Druck?

    Mein Kind hat es genossen, als sie in den Hort gehen DURFTE (da durfte sie 1-2 mal pro Woche, es wäre aber auch ohne gegangen). Es war Luxus, dass sie gehen durfte, Zeit mit ihren Freunden usw. Seit sie MUSSTE war er für sie Luxus mal nicht zu müssen. :-p

    Möchte er denn jeden Tag abgeholt werden?
    Genießt er das oder stresst ihn das?

    An den nicht Hort Tagen kam mein Kind direkt von der Schule nach Hause. Anfangs noch voller Freunde, wenn ich zum Abholen kam. Mit der Zeit war es dann ein "Mama, ich kann das schon alleine, ich bin kein Baby mehr".

    Wie ist das bei deinem?

    Die Gratwanderung bei Geschwistern ist/ bei der Umstellung:
    einerseits Aufmerksamkeit zu geben und nicht groß sein MÜSSEN lassen
    aber trotzdem auch groß WERDEN lassen.
    So die Mischung.

    "aber wie streng muss man zu Hause sein? Welche Strafen wenn es nicht klappt? Übertreiben wir vielleicht weil wir zu verwöhnt von seinem benehmen waren/sind???"

    hängt vom Kind ab.
    Von Strafen halte ich wenig. Von logischen Konsequenzen mehr.
    (zerr)Reden / (zer)reden bringt bei meiner nichts.
    Klare Regeln. Diese verlässlich.

    - No Gos / da wo ich strikt bin.
    - Nicht erlaubt / erlaubt - mit Ausnahmen. Kind anhören und dann entscheiden.
    - da darf mein Kind frei entscheiden (überschaubarer Rahmen)
    - Platz zum groß werden

    Patzige Antworten, Schreien, Wutausbrüche etc. gibt es schon auch.
    Da find ich wichtig: Gefühle darf man zeigen, die Art und Weise WIE.

    Rebellieren, patzig sein, ok
    bestimmte Ausdrücke, Beleidigungen etc. nein. Da halte ich mich allerdings selbst dran.

    Mich selbst konsequent an die Regeln halten, hilft viel.

    Verlässlich sein. Verbieten, was ich nicht durchziehe bringt Chaos.

    Ja, mit Schulbeginn hat sich einiges verändert
    mit weiterführender Schule auch.
    Grenzen, Regeln, Freiheiten mussten neu definiert werden.

    • Hallo & vielen Dank für deine Antwort.

      Ja wir haben uns heut nochmal zusammen gesetzt nachdem, ich habe meinem Mann eure antworten vorgelesen. Und im reden, stellten wir fest, ja wir sind verwöhnt.

      Unser großer entwickelt seine Persönlichkeit und gibt mal Widerworte und wir denken ,,es stimmt was nicht!,, aber genau das ist es, es ist alles super mit ihm.:-)

      Ja er hatte viel zu verarbeiten (mein Mann hatte vor zwei Jahren Krebs, meine Mutter auch und dazu noch Demenz) und unser Kind hat mir immer Kraft gegeben. Er war stets der starke. Ich werde nie vergessen wie ich im Bett beim kuscheln mal tat als sei ich eingeschlafen und er deckte mich weiter zu und sagte ,,schlaf du nur, du brauchst die Kraft!,, ich hab die Augen aufgerissen, geheult und dachte Mensch mein Kind :-(

      Und wegen dem hort, für ihn Luxus, für mich wäre es ja welcher weil ich ,,nur ein Kind,, betreue. Nee er sagt selbst er möchte heim kommen und nicht in den hort, sonst würde ich ihn auch ein zwei Tage ,,lassen,,

      Ich kann mich eigentlich glaub ich auch nicht beschweren, überall reden sie gut über ihn, selbst im Dorf sagen sie immer er grüßt freundlich und alles.. ich denke ihr alle habt recht, er muss sich finden und Grenzen testen...mein Gott er ist ein Kind :-)

      Hach ich bin froh hier geschrieben zu haben!

      Ich danke euch allen vielmals für eure Antworten!!!!! Danke!

      Lieben Gruß
      Knobi

      • Ich antworte jetzt mal auf diese deine Antwort, aber ich habe schon oben im Ausgangsthread an folgenden Ausspruch meines Sohnes gedacht. Er war zwar schon 14 und in der Pubertät, aber da sagte er auf meine Frage, ob er zu den Lehrern und seinen Freunden gegenüber auch so frech und patzig wäre wie mir gegenüber:

        "Nein Mama, aber bei dir weiß ich, du liebst mich trotzdem!"

        Ich denke, das passt auch schon auf deinen viel jüngeren Sohn. Und wie viele hier schon schreiben,es stürmt so viel auf nen 1. Klässler ein, auch ohne familiäres dazu. Schule ist anstrengend auch für gute Schüler. Mein Sohn hat sich sogar öfter in der Oberstufe einen Nachmittag "frei genommen", hat mal ein Training seiner 2 Sportarten sausen lassen, mit der Begründung, er brauche mal einen Tag zum Relaxen, er sei ziemlich fertig von der Schule.

        Dann ist es ja gut, dass er jetzt die Sau rauslassen kann #schein

        Das meine ich so:
        er hat eure Belastungen und Probleme gespürt
        und sich vielleicht auch deswegen gefügt

        er war der Starke
        weil er der Starke sein "musste" um sich in seiner anstrengenden Welt zurecht zu finden

        jetzt muss er nicht mehr stark sein, "darf" wieder Kind sein
        ich weiß, hätte er auch vorher dürfen. aber das geht halt nicht so leicht, wenn aus Kindersicht Angst besteht, dass die Welt zusammenbricht

        und so fügte er sich

        als ich krank war
        ging mein Kind erst über alle Grenzen
        schauen, ob die Welt noch hält, auch wenn sie nicht macht, was sie soll
        dann kam die Zeit des Fügens, des bloß keinen Fehler machens, Mama versorgen und viel mehr Angst haben
        Danach kam wieder die Phase der Explosion, als es mir besser ging
        unbewusst, wie viel hält Mama aus!

        Jetzt hat es sich wieder eingependelt. Kind ist Kind und wird groß
        ich bin groß und kann mein Kind tragen - Launen, Ängste, Verantwortung

        Das brav sein war oft auch einfach Schutz
        Schutz um die Welt in den Fugen zu halten

        um so besser, wenn er jetzt rebellieren kann und darf

        natürlich NICHT ALLES durchgehen lassen ;-)
        aber dass er sich TRAUT wieder rebellisch zu sein
        Widerworte zu geben, an EURE Grenzen zu gehen (die ihr ja wieder habt)
        ist doch super

        auch wenn es verd'*** anstrengend ist #schein

        Jetzt ist der Punkt, wo ihr wieder nach Erziehung schauen könnt
        was darf er, was soll er nicht
        Wo wollt ihr die Grenzen haben
        was soll er lernen
        und so

herzlichen Glückwunsch du hast ein ganz normales Kind, hier gehst zu Hause auch mal drunter und drüber mit Wut , getrampelt, streit, aber die Erzieher und Lehrer und Trainer sagen nur gutes, dann passt schon alles ein Kind muss mit jedem Gefühl umgehen und dieses auch mal erleben und in einem zu Hause wo es sich geborgen und sicher fühlt und den Eltern vertraut spielt es oft die negative Seite aus, weil es weiß es wird gemocht wie es ist.

von daher bleibt locker und sei stolz auf dein Kind auf euch als Eltern, alles ist so wie es sein sollte

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