Thema Handy - welche Sicherheitseinstellungen und Apps?

    • (1) 22.05.17 - 14:04

      Hallo!

      Es ist soweit! Unser Kind (10) bekommt ein Handy.

      Da die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur neuen weiterführenden Schule katastrophal ist, ist das auch sinnvoll.

      Welche Sicherheitseinstellungen oder Kindersicherungen per App habt ihr vorgenommen?
      Welche Absprachen habt ihr mit euren Kindern dazu getroffen?
      Wie klappt es?

      Nutzt jemand von Euch 'Glucken-Apps' (Zeit-Überwachung o. ä. )
      Welche?

      LG

      • (2) 22.05.17 - 15:02

        Hallo.

        >>> Welche Sicherheitseinstellungen oder Kindersicherungen per App habt ihr vorgenommen? <<<

        Keine per App.
        Nur bei neuen Apps muss ich im App-Store das Passwort eingeben; bereits drauf gespielte Apps können ohne Passwort aktualisiert werden.
        In Apps wie Music.ly und Whatsapp sind die Profile auf komplett privat geschaltet. Es wird bei Music.ly nichts hochgeladen und kein erkennbares Bild als Profilbild verwendet.

        >>> Welche Absprachen habt ihr mit euren Kindern dazu getroffen? <<<

        Bei neuen Apps wird gefragt (muss sie ja eh wegen des Passworts und ich habe mitzureden, ob die App überhaupt gebraucht wird) und ab und an darf ich in WhatsApp reingucken. Letzteres mache ich aber nur, wenn sich da irgendein Disput entwickelt, von dem meine Tochter mir von sich aus erzählt.
        Und das ist eigentlich die Grundvereinbarung: Offenheit! Sie erzählt mir, was so abgeht in den Chats, zeigt mir Bilder und Videos von sich aus.

        >>> Wie klappt es? <<<

        Sehr gut.

        >>> Nutzt jemand von Euch 'Glucken-Apps' (Zeit-Überwachung o. ä. ) <<<

        Habe zwar "KidControl" aufgespielt, nutze es aber nicht wirklich.

        LG

        "Glucken-Apps" erachte ich als wichtig, gerade zu Beginn. Als ignorant empfinde ich einen komplett freien Zugriff auf sämtliche Möglichkeiten des WWW, ohne jegliche elterliche Begleitung, besonders in den ersten Jahren. Ich kenne zu genüge 11Jährige, die an Schultagen um Mitternacht noch Whatsapp schreiben und sich wahllos durch Youtube und das WWW klicken, sowas gibt es hier nicht.
        Wir nutzen Kidsplace (die Mittlere, fast 10) und Bearlock (die Große, fast 12). Absprachen gibt es einige: Zuerst kommenSchule/Lernen/Hausaufgaben, Pflichten wie Zimmer aufräumen. Dann Hobbys und Verabredungen. Wenn dann noch Zeit bleibt, kann diese für Handy/Tablet genutzt werden bis 19.30 Uhr an Schultagen und 21 Uhr (mit Ausnahmen) an schulfreien Tagen.
        Wir fahren so sehr gut - viel Freiheit im angemessenen Rahmen, stets erweiterbar, aber auch reduzierbar, viele Gespräche darüber, immer, wenn sich Fragen/Themen auftun.
        VG

        • (4) 22.05.17 - 18:22

          Hallo.

          >>> Absprachen gibt es einige: Zuerst kommenSchule/Lernen/Hausaufgaben, Pflichten wie Zimmer aufräumen. Dann Hobbys und Verabredungen. Wenn dann noch Zeit bleibt, kann diese für Handy/Tablet genutzt werden <<<

          Das sind für Dich Absprachen?
          Das sind für mich Selbstverständlichkeiten, bzw. Grundvoraussetzungen, die m. E. keinerlei extra Erwähnung bedürfen.

          LG

          (7) 23.05.17 - 07:02

          Ja, das sind sicher Selbstverständlichkeiten - dennoch müssen sie auch bei uns Erwähnung finden, denn zumindest meine Jungs leben nach dem Motto "versuchen kann man´s ja mal"....
          Deswegen müssen auch zu diesen Selbstverständlichkeiten Absprachen getroffen werden. Handhaben wir auch so (allerdings bezüglich Tablet - haben beide noch kein Smartphone).

          LG

          a79

    Meine Tochter (gerade 10) hat auch seit kurzem ein Smartphone (das abgelegte von mir -erst war sie etwas sauer, jetzt ist es auch ok).
    Ich nutze Screen time und bin ganz zufrieden damit. Pro Tag hat sie freie Zeit, wenn diese genutzt wurde, funktioniert es nicht mehr. Zur Hausaufgaben- und Schlafenszeit kommt sie auch nicht rein.
    Als Glucken-App würde ich das in dem Alter nicht bezeichnen.

    Sie darf den Code fürs Smartphone nicht ändern, ohne mich zu informieren. Ich schaue sporadisch rein, mit wem sie per WhatsApp schreibt und was in etwa. Ansprechen musste ich sie bisher noch nie - war alles im Rahmen.
    Wir hatten auch vorher über die richtige Nutzung gesprochen und was geschrieben werden darf (niemand darf verletzt werden, keine Fotos).

    Unsere Tochter bekam zum 10.Geb. inkl.Übertritt , vor knapp zwei Jahren ihr Smartphone.
    Begann mit WhatsApp und ein paar Spiele, inzw. erweiterte Apps und Instagram.
    Jede neue App muss erfragt werden.......
    Habe/Hätte stets erlaubten Zugriff in ihr Handy.....anfangs kontrollierte ich regelmäßig, inzw. nur mal Stichpunktartig, mache ich aber nur in ihrem Dabeisein.
    Solange unsere Tochter uns nicht enttäuscht, schenken wir ansonsten ihr unser Vertrauen.
    Abends ab 19.00Uhr in der schulzeit wird das Handy beiseite gelegt, es bleibt auch über Nacht im Wohnzimmer.
    Unsere Tochter bekam Regeln, wie mit keinen Fremden zu schreiben die sie (+wir) nicht persönlich kennt und nichts Privates Preis zugeben.
    Eltern kennen ihr Kind am Besten, um zu steuern, ob und wieviel sie ihr Kind vertrauen /zumuten können oder wieviel Kontrolle sie haben sollten.

    Also wir haben ein Google Konto errichtet für das nur wir das Passwort haben. Neue Apps und so zeug müssen also erst mal mit uns abgesprochen werden.
    Bestehende Spiele werden aber ohne Passwort aktualisiert.

    Unser Sohn bekommt es morgens um halb sieben ausgehändigt, wenns in die Schule geht. Wenn er um 14 Uhr nach Hause kommt (in der Schule herrscht allgemeines Handyverbot) wird das Handy erstmal in die Küche zum Laden gehängt wärend er in seinem Zimmer HA macht. Nach den HA darf er es wieder haben, geht dann raus zu seinen Kumpels. Abends um 20.00 Uhr kommt das Handy in meine Obhut bis es eben morgens wieder in die Schule geht. In der Zwischenzeit daddelt er aber nicht den ganzen Nachmittag. Unser Sohn gehört NOCH zu den Kids, die lieber mit dem Fahrrad rumfahren oder Baumhäuser bauen... Lediglich Musik hören sie oft vom Handy....

    Unser Sohn hat draussen kein Internet, kann lediglich WhatsApp verschicken. Internet hat er nur zu Hause im WLAN. Zu Hause darf er auch YouTube schauen, bisher weiß ich, das er nur Musikvideos schaut und ich hoffe, das es noch lang so bleiben wird, bevor das Blödsinnszeug kommt...
    WhatsApp schau ich gelegentlich mit ihm zusammen durch.

    Noch klappt das bei uns prima, aber ich warte eigentlich täglich drauf, das er mehr freiheiten (sprich Internet) haben will..

    LG

    • Wie kann er denn Whatsapp ohne Internet verschicken?

      • (12) 23.05.17 - 08:16

        Die Apps können doch separat frei geschalten werden, dennoch kannst Du das Internet sperren, auch zu Hause im W-Lan, alles eine Sache der Einstellungen ;-)

        Wir haben für ihn den Congstar wie ich es will Tarif. Da kann man alles einstellen. Wir haben alles auf 0, sprich 0 Daten, 0 SMS und 0 Telefonieren frei. Durch die zusätzliche Massaging Option kann er WhatsApp empfangen und senden (nur Bilder sind ausserhalb des WLANs doof). Da Kids heutzutage 0 SMS versenden und auch nicht mehr wirklich telefnoieren (Sprachnachrichten per WhatsApp ist in :-)) Ist das vollkommen ok. Selbst wenn er uns jetzt mal anrufen muss, kriegt er es halt von seiner Prepaidkarte abgezogen, was ja in Ordnung ist.
        Natürlich könnten wir jederzeit was dazubuchen, sprich wenn wir jetzt im Urlaub sind und er sich öfters bei seinen Kumpels melden will, könnten wir was dazubuchen....
        Ich finde dieses System gerade für die Anfgangszeit super.... Und solange er sich nicht beschwert wird es auch so bleiben...

        LG

(14) 22.05.17 - 21:52

Hi, eine Kids können sich alle kostenlosen Apps runterladen.....ABER wir müssen sie dann mit unserem Handy freischalten #rofl

lisa

(15) 23.05.17 - 08:24

Hallo,

unsere Tochter hat schon länger ein Smart-Phone und von Anfang an handhaben wir es so:
Für App-Einstellungen haben nur wir das Passwort, unsere Tochter kennt es nicht.
Sie darf den Entsperrungs-Code nicht selbstständig ändern.
Apps können jederzeit bei Regelverstößen gesperrt werden, sie kann auch keine Apps eigenständig herunter laden. Das Internet ist generell gesperrt, nur freigeschaltete Apps funktionieren über das Internet.
Wir schauen regelmäßig, stichprobenhaltig nach, ob Bilder verschickt wurden (darf sie nicht) und prüfen die Freundeliste bei bspw. Instagram, das Profil läuft im Privat-Modus.
Da wir das von Anfang an so handhaben, gab es nie Probleme, bis heute nicht (sie ist 13).
Bei Regelverstößen werden diverse Apps, zeitweise gesperrt. Geortet werden kann das Handy sowieso immer und wir haben alle eine "Panik-App", sinnvoll, oder nicht, darüber lässt sich streiten. Außerdem kann mein Mann das Handy fernsteuern #schein.

LG

Hallo,
ich habe auf so eine ähnliche Frage vor einiger Zeit schon mal geantwortet und kopiere mal meinen damaligen Kommentar einfach hier rein:

"Hallo,
wir haben folgende Regelungen:
- ich kenne das Passwort
- ich darf regelmäßig mal reingucken und auch sehen, was da per WA geschrieben wird
- das Smartphone wird ausgemacht, sobald mein Sohn sich schlafen legt
- wenn ich der Meinung bin, dass er damit zu viel Zeit verbringt, kassiere ich es ein, d.h. er bekommt dann das Smartphone nur, wenn er aus dem Haus geht

- ungeeignete Spiele werden von mir höchstpersönlich gelöscht.... das hatten wir vor ein paar Wochen, da hatte er sich so ein komische Ballerspiel mit Anweisungen ähnlich "töte 3 Menschen" runtergeladen.... sobald ich nochmal so ein Spiel auf seinem Smartphone finde, bekommt er mein altes Klapphandy...die Drohung mache ich auch im Zweifelsfalle wahr....
Eigentlich klappt das bisher aber auch ganz gut (bis auf eben dieses komische Spiel vor ein paar Wochen). Diese ganze sinnlose WA-Schreiberei (so was wie einfach nur Hi, Hallo, Schon (alternativ: noch) wach...) nervt ihn einfach. Er nutzt WA hauptsächlich in diversen Gruppen seines Vereins, um Info's auszutauschen.

Ich denke, wenn man bei den Kindern ein bisschen kontrolliert und ihnen in Bezug auf Smartphones das richtige Verhalten beibringt bzw. vorlebt, klappt das auch. Wir nutzen unsere Smartphones ja auch nicht permanent und sind am spielen oder WA schreiben. Es soll ja Leute geben, die ohne das Ding nicht mehr leben können und auch in größeren Runden (z.b. auf Feiern) nur ihr Smartphone in der Hand haben. Wenn mein Mann und ich gemeinsam rausgehen, hat meist nur einer von uns sein Smartphone dabei, damit uns die Kinder im Notfall anrufen können. Ansonsten geht das auch mal einen Abend ohne."

Unser 8jähriger hat akutell das oben genannte Klapp-Handy, wenn er mal alleine im Ort unterwegs ist. Er hätte auch gerne ein Smartphone, "weil alle in meiner Klasse haben eins". Auf Nachfrage nennt er mir dann 3 Namen #augen . Wir haben da im Moment die Absprache, dass wir im nächsten Jahr nach seiner Kommunion mal sehen, ob es ein Smartphone für ihn gibt. Da werden dann sicherlich die gleichen Regeln aufgestellt wie bei unserem Großen.

Solche Glucken-Apps kenne ich nicht und brauche ich wohl auch nicht. Noch bin ich immer darüber informiert, wo sich die Jungs aufhalten. Ändert sich der Aufenthaltsort, hat sich der Kleine bei mir zu melden. Bei dem Großen habe ich schlichtweg die Erwartung, dass er sich meldet, wenn sich etwas gravierendes ändert, also wenn er z.B. den verabredeten Bus nach Hause verpasst und den nächsten nehmen muss .

LG
Martina75

Hallo!

Gar nichts. In diesem Punkt kann ich mich auf meinen Sohn 100% verlassen. Er erzählt und zeigt mir alles, was er auf seinem Handy macht (hauptsächlich kostenlose Fußball-Spiele und Musikvideos auf YouTube).
Und wenn ihm irgendwas komisch vorkommt, redet er sowieso immer gleich mit mir (also nicht nur das Handy betreffend, sondern generell). Insofern hatte ich da auch im Vorfeld keine Bedenken.

So manche whatsapp Gruppe, die seine Freude gegründet haben, hat er gleich wieder verlassen, weil ihm das zu kindisch oder zu seltsam war, was dort geschrieben / verschickt wurde.

Grundsätzlich reden wir schon sehr lange über die Gefahren des Internets und mein "Haupterziehungsziel", nämlich die Kinder zu kritischen, hinterfragenden, selbstständig denkenden Menschen zu machen, trägt bei meinem Sohn zum Glück Früchte.

Bei den Hausaufgaben, in der Schule und abends beim Bett gehen liegt das Handy in der Küche. Anfangs hing er die übrige Zeit ständig dran, jetzt, 5 Monate später, hat die Faszination stark nachgelassen und der Konsum beschränkt sich meist auf mehrmals am Tag ein paar Minuten.

Finde das Ding jedenfalls sehr praktisch. Er ist öfter mal alleine zuhause oder mit dem Fahrrad unterwegs, da macht es schon echt Sinn, wenn man sich so einfach erreichen kann.

LG Claudi

(18) 23.05.17 - 18:48

Jein.

Screen Time hilft Neuinstallationen zu überwachen und, um sicherzustellen, dass Zeiten eingehalten werden. Und um die Nutzungsdauer zu sehen.

Eine Handyortung ist damit nicht möglich.

Anfangs hatten wir Mobile Fence; das hat eine Alarmfunktion, wenn das Kind ein bestimmtes Gebiet verlässt. Schräg. Hatte ich nie an. Das schien mir aber zu umfangreich.

  • (19) 23.05.17 - 18:55

    Achja, über Screen Time hab ich auch die Hand drauf, welche Apps nutzbar sind. YouTube und Chrome sind gesperrt. Nur der Frag-Finn-Browser ist frei.

    Ich bin wirklich hinterher, dass Junior nicht über die Encyclopedia Dramatica oder Slender-Man-Videos stolpert. Oder die FSK-16-Videos auf Clipfish findet.

(20) 23.05.17 - 21:35

Unsere Tochter ist 10, hat seit Weihnachten ihr Smartphone (sie hatte vorher schon eins, was sie allerdings fast gar nicht genutzt hat, hatte allerdings auch mit den Speichermöglichkeiten, der Kamera, dem Akku usw. zu tun), sie nutzt es abends um Hörbücher zu hören, spielt ein paar Spiele (ab und zu, je nach Spaß daran, mal mehr mal weniger), guckt mal ein Youtube Video (dies allerdings lieber am Laptop), schreibt WA , hauptsächlich mit Familienangehörigen und engeren Freunden der Familie, da ihre (Schul-)Freundinnen fast alle noch kein Handy haben. Auch für ihre Hobbys hat sie WA Gruppen, die für Infos genutzt werden.
Reglements haben wir im Prinzip gar keine, da sie a)keine kostenpflichtigen Apps runterladen kann, b) mir oder ihrer Schwester es eh zeigen würde, wenn ihr irgendwas komisch vorkommt und sie es c) mit diesen Dingen generell nicht so übertreibt. Auch für Nintendo und Co brauchten wir nie Zeitlimits...
Was ich allerdings sehr gut finde sind diese "Find my Phone" oder wie auch nun immer Apps, nachdem ich einmal mit meiner Großen mitten in der Nacht in der Pampa ihr Handy gesucht habe, was sie auf dem Weg von ihrer Freundin zur Party verloren hatte....und diese Funktion nicht eingeschaltet war!#schwitz
Ich denke, es kommt darauf an, wie man generell in der Familie damit umgeht bzw. wie das Kind es gewohnt ist und auch wie es insgesamt so drauf ist. Es gibt die Extrem-Zocker, aber genauso die gemäßigten, wie bei den Erwachsenen auch.
LG

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