Ohne elterliche Mitarbeit keine Chance auf dem Gymnasium?

    • (1) 23.05.17 - 21:39

      Hallo,

      ist das richtig, dass ein Kind keine Chance hat das Gymnasium zu schaffen, wenn nicht die Eltern mindestens 1 Stunde am Tag, eher länger, mit dem Kind Hausaufgaben machen/den Schulstoff aufarbeiten?

      Ich frage mich wie das in der Praxis funktioniert mit mehreren Kindern und berufstätigen Eltern?

      VG
      awk

      • Also, wenn das Kind von den Eltern abhängig wäre / ist , um die HA und Schulstoff aufzuarbeiten, dann ist das Kind fehl auf dem Gym.
        ´Wenn ein Kind das Schieben etwas braucht, ist o.k....zum Vokabeln abfragen und bei Fragen zur Seite stehen, mehr sollten die Eltern nicht eingreifen müssen!

        (3) 23.05.17 - 21:51

        Wie kommst du darauf?
        Wenn ein Kind eine reine Gymnasialempfehlung hat, kann man davon ausgehen, dass es das Gymnasium auch schaffen wird.
        Elterliche Unterstützung ist aber dennoch hilfreich.

        • (4) 24.05.17 - 08:25

          Hi,

          solch ein Quatsch!!!!

          In Bayern haben alle Kids eine klassische Gym Empfehlung , denn "mit Elternwillen" ist hier kaum etwas zu machen!!!!
          Ab der 7. Klassen werden Klassen zusammen gewürfelt, weil teils 1/4 der Schüler bis dahin schon wieder abgegangen sind.

          Schau dir mal die Anzahl der Abi-Klassen an und mit wie vielen Klassen in der 5.ten gestartet worden sind.
          Sorry, diese Aussage ist total daneben gewesen.

          Lisa

      (5) 23.05.17 - 21:51

      Noch nie davon gehört!

      Und das ist auch nicht meine Erfahrung. Mein Großer ist ein kleiner Überflieger und sicher kein Maßstab, aber auch bei seinen Freunden läuft das nicht so ab.

      Hausaufgaben werden selbstständig gemacht. Auch Vokabeln lernen. Bei einigen seiner Freunde helfen die Eltern aber vor Arbeiten mit dem Lernen. Das ja, aber ganz sicher nicht täglich 1 Stunde!!

      LG,
      Natalia

      (6) 23.05.17 - 21:59

      Wer sagt denn so etwas?

      Ich kenne es eher so: Wenn ein Kind nicht ohne elterliche Hilfe in der Schule klar kommt, dann ist das Gymnasium die schlechteste Wahl als weiterführende Schule.

      Mein Sohn ist keine Überflieger, aber ich mache weder HA mit ihm noch gehe ich mit ihm Schulstoff durch. Er ist trotzdem gut in der Schule.

      Selbstständiges Arbeiten ist eine wichtige Grundvoraussetzung fürs Gymnasium.

      LG

    • (7) 23.05.17 - 22:01

      Das kann ich absolut nicht bestätigen!
      Mein Sohn macht nicht viel für die Schule. Vokabeln fragen wir ab. Ab und an helfen wir in den Nebenfächern.
      Vor Englischarbeiten geht mein Mann kurz mit ihm den Stoff durch.
      Hausaufgaben hat er nicht, da er ein Ganztagesgymnasium besucht.
      Mit dem Englischbuch sind sie fast durch. Die letzte Arbeit wird nächste Woche geschrieben. Danach lesen sie wohl noch eine Lektüre.
      Lg

      Hallo
      Glaubt man so manch einem Urbia Beitrag kann ein Kind schon die Grundschule nicht "bestehen" wenn sich nicht ab Tag 1 an hingesetzt wird und mit dem Kind gelernt wird. In der weiterführenden Schule dann wohl auch.
      Ich persönlich kenne das so nicht.

      LG

      Hallo,

      ich denke, so pauschal kann man das nicht sagen - es kommt auf das Kind an. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass da oft gelogen wird #schein.

      Mein Sohn (5. Klasse) Gymnasium hat die ersten Wochen Unterstützung mit der Struktur gebraucht ... es war ungewohnt, dass man für Fächer packen muss. Allerdings war das bei meiner Tocher (heute 9. Klasse RS) auch nicht anders.

      Es hatte im ersten Halbjahr einen doofen Stundenplan, z.B. hatte Montags alle drei Hauptfächer und noch alle Lernfächer, jeweils einstündig. Dienstag waren dann zwar acht Stunden, aber darunter eine Doppelstunde Sport, eine Doppelstunde BK, mittags ne Doppelstunde Musik. Er konnte ganz schwer einschätzen, wann es welche Hausi zu machen gab.

      Auch das Vokabellernen musste geübt werden. Nun hat er eine Lernbox und macht das ziemlich eigenständig.

      Stoffmäßig eingreifen mussten wir in Mathe - da war es so, dass sein Mathelehrer in Klasse 4 wochenlang krank war und der Unterricht nur mäßig vertreten wurde - da war einfach ein Loch da, das wir dann zeitnah "stopfen" mussten.

      Richtig mit ihm Lernen musste man dann vor Weihnachten ... da gab es in 10 Schultagen sechs Klassenarbeiten, unzählige Übungs- und Wiederholungsblätter für Zuhause, Montags weiterhin 2-4 Stunden Hausaufgaben. Er wäre alleine überfordert gewesen, weniger mit dem Stoff selbst als mit der Einschätzung "wann lerne ich denn was?". Weil das alles sehr zeitintensiv war und er wirklich auch noch Kind sein sollte (und noch in einem Musikprojekt mitmachte, das auch Zeit in Anspruch nahm), habe ich z.B. zwei Fächer für ihn mit dem Computer zusammengefasst, dass er es übersichtlich lernen konnte. Da musste man schon auch abfragen und schauen, er war es von der Grundschule nicht gewohnt, derart in die "Tiefe" zu lernen.

      Jetzt ist es stressfreier und er macht mehr alleine. Es gibt es schon mal, dass man kurz nochmal was bespricht, oder Vokabeln abhört. aber nicht in dem zeitlichen Umfang wie im ersten Halbjahr.

      Ich kenne von vielen Freunden (auch mit älteren Gymikindern), dass der Samstagmorgen gebraucht wird, um alles systematisch aufzuarbeiten etc. ... und dass ab Samstagmittag dann "Wochenende" ist.

      GLG
      Miss Mary

    (15) 23.05.17 - 22:33

    Finde ich Unsinn. Ich kenne einige Eltern, die selber "nur" Hauptschule oder Realschule haben und das Kind hat erfolgreich das Abitur absolviert. Die Eltern konnten den Kindern garantiert nicht viel helfen.
    Entweder das Kind kann es selber oder es ist auf der falschen Schule.
    Unterstützen und abhören oder ähnliches - selbstverständlich. Aber direkt mit ihm lernen - eher nicht.
    LG Moni

    (16) 23.05.17 - 23:09

    Hallo,

    wer behauptet das denn?

    Ich hätte jedenfalls keine Zeit (und ehrlich gesagt auch keine Lust :-p), täglich 1 Stunde mit meinem Sohn zusammen zu lernen. Er macht seine Hausaufgaben selbständig, den Stoff bereitet er selten nach, da er gemerkt hat, dass er auch ohne tägliches Aufbereiten (noch) ordentliche Noten bei Exen und Abfragen kassiert. 1 Stunde sitzt er wirklich sehr selten nachmittags an seinem Schulkram, normalerweise nicht länger als eine halbe Stunde.
    Natürlich unterstütze ich ihn bei Bedarf gerne mal und frage auch regelmäßig Vokabeln ab oder gehe mit ihm vor einer Probe noch einmal den Stoff durch, wenn er das möchte, aber wenn ich mich täglich mit ihm 1 Stunde zum Lernen hinsetzen müsste, wären wir sicherlich bald beide total genervt, und ich würde mich fragen, ob das tatsächlich die richtige Schulform für ihn ist.

    Anfang der 5. Klasse haben die Kinder noch einmal Lerntechniken gelernt, mit denen sie sich eigentlich mehr oder weniger selbständig vorbereiten können sollen.

    Wie gesagt - gelegentlich bei Bedarf unterstützen sehr gerne, aber täglich 1 Stunde lernen, nein!

    LG

    (17) 23.05.17 - 23:11

    Hallo!

    Also meine Schwester, mein Schwager und meine Mutter unterstützen alle meine Nichte in der ersten Klasse Gym.
    Die Oma weil sie die einzige ist, die kroatisch kann. Die Eltern haben sich sonst Haupt- und Nebenfächer geteilt.
    Das Kind hat bis jetzt nur einen Zweier geschrieben. Aber es lernt unter der Wo immer ne Std mit nem Elternteil.

    Wurde schon gefragt wie wir das machen werden, wenn im Sept mein Kind ins Gym kommt. Siecwird sich das aber sekber machen müssen, keine Oma in der Nähe, ein Vater der schulisch nix (mehr) kann und ich arbeit halt oft 12,5 Std dienste und bin daher am NM halt oft nicht da.

    Mal sehen...

    Lg

    • Kroatisch?
      Die erste Fremdsprache in der 5.Klasse ist Englisch, Latein oder Französisch!
      Wenn man ein 4-köpfiges Lernschichtsystem braucht, um bereits in der 5.Klasse auf dem Gym Bestand zu halten, dann ab der 7.Klasse viel Spass#schein

      (19) 24.05.17 - 07:15

      Kroatisch als Fremdsprache in der Schule???? Aber nicht in Dtl oder AUT.

      Erste Fremdsprache hier in der 5. Klasse ist Englisch. Ab der 6. kommt die 2. Fremdsprache dazu und das ist hier Französisch, Latain, Russisch oder Spanisch. Wobei an unserer Schule nur Latain, Franz. und Russisch unterrichtet wird.

      • (20) 24.05.17 - 12:11

        Kroatisch als Fremdsprache in der Schule????

        ------

        Zumindest in NRW als herkunftssprachlicher Unterricht im Angebot (wenn genug Anmeldungen je Sprache eingehen, aber WÄHLEN können die Eltern/Kinder bei Anmeldung für Klasse 5 erst mal jede Muttersprache).

        (21) 26.05.17 - 17:41

        Doch in Österreich!!!
        Zweisprachiges Gymnasium Oberwart... kannst ja danach googeln wenn du mir nicht glaubst.
        Lernen aber der 1. Klasse Engl und Kroatisch!!!

(22) 24.05.17 - 06:22

Das kommt auf viele Faktoren an.

Der Unterschied bei G8 und G9 (wo es das gibt) ist teilweise schon heftig.
G8 Eltern klagen schon sehr, auch weil sie vom Pensum her teilweise eingeplant werden, um es überhaupt schaffen zu können. Die Zahl der Kinder, die es alleine schaffen, ist seeeeeeehr gering. Einige würden G9 locker schaffen, aber G8 nur mit Hilfe.

Bei G9 ist es entspannter, da schaffen es deutlich mehr Kinder mit kaum Hilfe (mal Vokabeln abfragen).

In beiden Arten gibt es Kids, die nicht fürs Gymnasiuem geeignet sind und trotzdem gehen und nur mit Hilfe schaffen.

Würde man aber bei G8 sagen, dass alle, die es nicht alleine schaffen, nicht fürs Gymnasium geeignete wären, blieben pro Jahrgang nicht mal eine ganze Klasse übrig. Bei G9 kämen schon so 1-2 Klassen zustande, die das gut schaffen.

Dann ist es von Kind zu Kind unterschiedlich und wo die Baustellen liegen.
Mootivation, Verstehen, Organisation
den Anspruch der Eltern: was soll das Kind schaffen usw. mit was geben sich die Eltern zufrieden
Noten, Mindestlernzeit usw. was heißt "schaffen". Kind kommt allein GUT mit 3er Durchschnitt durch und schafft ein 2,3 Abi. Oder ist mit schaffen gemeint, das Kind braucht minstenstens einen 2er Schnitt in den Schuljahren und ein 1,x oder 2,0 Abi
Muss es der direkte Weg sein oder gilt für die Eltern auch ein Schaffen, wenn das Kind über die Realschule und später ein fachliches Gymnasium macht?

Hausaufgaben ist auch unterschiedlich?
Menge, Dauer usw.
Warum machen die Eltern mit? Damit es überhaupt zu schaffen ist?
Weil neue Themen nach Hause verlagert werden, weil durch Unterrichtsausfall sonst kein Durchkommen ist (G8 und G9 = gleicher Stoff, nur ein Jahr weniger; in Bundesländern auf die ich mich beziehe)

Oder einfach, weil das Kind sich nicht selbst organisieren kann. Vom Stoff her super, aber statt was tun, spielen oder trödeln würde?

In Baden Württemberg scherzen Freunde und Lehrer öfter mal mit bitterem Unterton: GFS = Ganze Familie schafft.
Das sind wohl Aufgaben, die ohne die ganze Familie KAUM zu schaffen sind (Ausnahmen gibt es schon, aber eben Ausnahmen).

Die Frage ist halt, wie viele der Faktoren zusammenkommen
und was dann individuell noch schaffbar ist.

Manchmal ist es ja auch so, dass mehrere Kinder auf der gleichen Schule, sich gegenseitig selbst helfen können. Die Motivation steigt, weil alle in der Zeit was tun.
Ebenso kann es auch in Streit und destruktiven Konkurrenzkampf ausarten.

  • (23) 24.05.17 - 07:07

    Das ist Blödsinn. Mein Sohn besucht ein G8 Gymnasium. Und in der Klasse sitzt kein Elternteil neben seinem Kind und es sind wenige Kinder, die wirklich schlecht sind. Wenn ein Kind nicht in der Lage ist, das Gelehrte selbständig umzusetzen und aufzuarbeiten, hat es nichts auf einem Gymnasium zu suchen. Das ist auch der Grund warum das Niveau der Schulen immer mehr nachlässt. Weil jeder meint sein Kind aufs Gym schicken zu müssen und die Kinder, inklusive Eltern, kämpfen in den unteren Klassen schon. Für mich ein rein utopisches Wunschdenken, dass diese Kids ein absehbares Abi machen und damit studieren können. Hier bei uns kommt man nur aufs Gym mit einem Notendurchschnitt von schlechtestens 2,0 in den Hauptfächern. Elternwunsch gibt es da nicht. Und in den Beratungsgesprächen wird schon klar gestellt, bei wem die Lehrer Bedenken haben.

    LG
    Michaela

    • (24) 24.05.17 - 08:52

      "Das ist Blödsinn. Mein Sohn besucht ein G8 Gymnasium. Und in der Klasse sitzt kein Elternteil neben seinem Kind und es sind wenige Kinder, die wirklich schlecht sind. "

      Genauso ist es hier.

      Einige Eltern haben es in der 5. etwas zu gut gemeint und haben viel zu Hause mit den Kindern gemacht (ich war immer wieder die "Blöde", die keine Ahnung hatte, was auf war oder welche Seiten Vokabeln dran waren), aber nach ein paar Monaten haben fast alle gemerkt, dass es absolut unnötig ist.

      Jetzt sind die Kinder in der 7. und alle Eltern viel entspannter. In der Klassen gibt es trotzdem mehrere Kinder mit einem 1er Schnitt und nach der 6. durften alle am Gymnasium bleiben. Keiner ging zur Realschule runter oder musste wiederholen.

      LG,
      Natalia

(25) 24.05.17 - 09:16

"Der Unterschied bei G8 und G9 (wo es das gibt) ist teilweise schon heftig.
G8 Eltern klagen schon sehr, auch weil sie vom Pensum her teilweise eingeplant werden, um es überhaupt schaffen zu können. Die Zahl der Kinder, die es alleine schaffen, ist seeeeeeehr gering. Einige würden G9 locker schaffen, aber G8 nur mit Hilfe." - Das ist mit Abstand der größte den ich je gelesen habe - in der Pauschalaussage!

Es gibt sicherlich Kinder die mit G9 angemessen ausgelastet sind und es gibt Kinder die mit G8 SEHR chillig unterwegs sind mit sehr ordentlichen Leistungen im 2er Bereich und einem 1er Abi. weder die einen noch die anderen sind bemerkenswerte Ausnahmen!

Im Übrigen ist das genau die Aussage die die Direktorin unseres Gyms gemacht hat:
Kinder brauchen im Gym sehr unterschiedlich viel Zeit zum Lernen und deswegen wird sie keine Zeitangabe machen in welchem Zeitrahmen sich HAs zu bewegen haben. Solange das Kind überwiegend zufrieden ist, passt es!

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