Weg alleine fahren- Rationale Entscheidung?

    • (1) 31.05.17 - 07:30

      Hallo,

      ich hatte mit meinem Mann letztens eine Unterhaltung und wollte mal nach euren Meinungen fragen.

      Tochter (fast 10) fährt mit dem Fahrrad in die Schule seit dem Fahrradführerschein.

      Weg 1 - länger (10 min) , "viele" Berge, Straße (nicht sehr stark befahren aber um die Uhrzeit sind schon Autos untewegs, Straßenführung ok aber nicht "perfekt").

      Weg 2 - kurz (5 min), gerade, kurze Strecke durch einen "Waldabschnitt" (betoniert, teils mit dem Auto befahrbar, teils für Fußgänger/Fadfahrer betoniert).

      Irgendwie war gleich klar - wenn sie mal alleine fahren sollte (allerdings nur in der hellen Jahreszeit), dann Weg 1.

      Nun frage ich mich. Ist diese Entscheidung faktisch richtig? Die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf dem Schulweg einen Verkehrsunfall hat ist wahrscheinlicher als dass sie im Wald auf einen Triebtäter stößt.

      Bisher standen wir noch nicht vor dieser Entscheidung. Sie haben sich immer zusammengeschlossen und fahren Weg 1. Allerdings sind auch alle Sportveranstaltungen dort, was heißt das sie evtl auch mal am Nachmittag zu den Hobbys den gleichen Weg fahren möchte.

      Wie würdet ihr euch entscheiden?

      Danke und Lg

      • Weg 2 , ganz klar, Sicherheit geht vor.

        Wenn es einen kurzen, geraden Fahrradweg gibt, dann benutzt man den auch und weicht nicht auf die länger, verkehrsreichere Strecke aus.

        Und wie du schon ganz richtig bemerkt hast, Verkehrsunfälle sind eine echte Bedrohung, Triebtäter nicht wirklich, außerdem bräuchten die im Zweiflsfall auch keinen Wald um zuzuschlagen.

        Ich könnte das so gar nicht sagen, ich müsste die Örtlichkeiten sehen, wissen, was mein Kind dazu sagt und dann "aus dem Bauch raus" entscheiden.

        Die Zeit, in der Du das bestimmen kannst und Dein Kind auch alles tut, was Du willst, neigt sich ja ohnehin dem Ende zu.

        Ich würde wollen, dass sie mir sagt, welchen Weg sie wählt. Die Entscheidung an sich würde ich ihr überlassen.

        (Ich persönlich würde eindeutig Weg 2 bevorzugen, 1. weniger Verkehr, 2. kürzer, 3.ebene Stecke und 4. schattigerer damit angenehmer.)

      • Hmm,

        das ist schwierig, ich hätte wohl auch kein so gutes Gefühl bei der Waldstrecke.

        Aber wie belebt ist die denn? Wenn zumindest eine gewisse Regelmäßigkeit bei Nutzung und Gesichtern besteht und dein Kind von Haus aus eher forscher Natur ist, dann ja.

        Für Weg 1 spricht bei mir: das ist gutes Training. Dagegen, wenn ich Angst haben müsste, dass das Kind Gefahr läuft, von Autos erfasst zu werden.

        VG, midnatsol

        indem Alter würde generell kein Kind alleine fahren lassen, wäre mir zu unsicher.

      Als ich deinen Text las und dann kam
      "Irgendwie war gleich klar........." ich habe gedacht du schreibst weg Nr. 2.
      Dass du 1 bevorzugst hat mich wirklich überrascht.

    (11) 31.05.17 - 08:52

    Wie viele Triebtäter gibt es denn so bei euch? Missbrauchsfälle bei Kindern kommen zu einem überwiegenden Großteil aus dem Bekannten/Verwandtenkreis. Die Männer, die im Gebüsch lauern, sind mehr Angstgestalten als Realität und wirklich sehr sehr selten. Da muss man sich eher Sorge um den Trainer, Pfarrer, Lehrer machen als um wildfremde Menschen.
    Ich gehe mal davon aus, dass morgens um kurz vor 8:00 Uhr immer auch andere Fahrradfahrer, sogar andere Gruppen von Kindern auf dem "kurzen" Weg unterwegs sind. So ganz alleine ist man da doch nicht...
    Sorgen würde mir beim Alleinefahren mehr machen, was ist, wenn sie stürzt oder wenn ältere Kinder/Jugendliche Rowdys/Bullys unterwegs sind.

    Dagegen stehen jährlich um die 30.000 Verkehrsunfälle, an denen Kinder beteiligt sind, davon über 8.000 auf dem Fahrrad.

    Eindeutig Weg 2.

    Hallo, wenn sie den Weg 2 als unangenehmer empfindet (falls er wirklich so einsam ist), dann würde ich sie Weg 1 fahren lassen. Ich persönlich würde Weg 2 bevorzugen, aber zwingen würde ich sie nicht.

    VG
    B

    Hi,

    wir haben bei den Großen (12 und 14) ähnliche Bedingungen--der längere Weg (10 min.) führt an einer viel befahrenen Landstraße entlang, wo es auch in den letzten Jahren 2 Kinder mit dem Rad tödlich erwischt hat :-(
    Der andere Weg ist etwas kürzer und ist ein betonierter Feldweg.
    Normalerweise fahren meine Söhne mit dem Schulbus, aber ab und zu auch mit dem Rad oder sie fahren zu Freunden.
    Die erste Zeit habe ich darauf bestanden, dass sie zusammen oder mit Schulkameraden fahren.
    Mein 14jähriger hat die 1,80 m geknackt und darf den Feldweg alleine fahren, mein Mittlerer fährt den selten allein, aber ich habe immer Bauchschmerzen dabei, mir wäre es lieber, wenn er die Landstraße langfährt und dann die Ampeln benutzt (ist ein Umweg, die verunfallten Kinder haben eine Querungshilfe benutzt).
    Ich würde in eurem Fall sagen, alleine Weg 1 und mit mehreren Weg 2.

    LG

    Hallo
    Ich finde es auch etwas schwer zu sagen ohne die Wege zu kennen, sie selbst muss sich sicher fühlen und so oder so auf den Verkehr achten. Fehler von anderen Verkehrsteilnehmern kann man ja leider nirgends ausschließen.
    So aus dem Kopf würde ich sie entscheiden lassen. Ohne die Wege zu kennen natürlich, ich habe schon öfters erlebt wie in solchen kleinen Waldwegen gerast wird oder andere übersehen werden. Ich denke also nicht das Weg 2 wirklich "sicherer" wäre als Weg 1.

    LG

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