G9 NRW (Silopo)

    • (1) 08.06.17 - 10:34
      Inaktiv

      Huäh... Es ist doch ein Elend.
      Ab 2019/20 gibt es in NRW wieder G9, aber sehr voraussichtlich wirklich erst ab den dann eingeschulten 5. Klassen.
      http://www.wz.de/home/politik/inland/landtagswahl-nrw/abitur-cdu-fdp-will-die-prinzipielle-rueckkehr-zu-g9-1.2450910
      "Ob die Rückkehr zu G9 erst mit der dann neuen Jahrgangsstufe 5 beginnt, ist noch nicht entschieden, laut Lindner aber wahrscheinlich. Das würde bedeuten, dass alle Schüler, die bis dahin auf ein Gymnasium wechseln, ihr Abitur noch nach acht Jahren machen."

      Dieses ewige Hin- und Her. Ich finde es super, dass es die Vorgabe jetzt gibt und es nicht so kam, wie auch einmal angedacht, dass jede Schule sich überlegen kann, ob sie AUCH G9 anbietet. G9 als Regel, so sollte es sein.

      Aber auch wenn jetzt schon klar ist, dass kaum jemand G9 will, kommen die jetzigen Schüler der Unter- und Mittelstufe leider nicht mehr in den Genuss, und auch die, die dieses und kommendes Jahr in die 5. kommen. Wäre es denn ein Problem, wenn diese Kinder auch einfach ein extra Jahr bekämen? Vermutlich ist es ein Lehrerressourcenproblem. :-(

      Ich finde es super für alle Kinder, die 2019 in die 5. kommen. Aber schade, dass mein Sohn, der jetzt in der 5. ist, noch G8 machen muss. Die Schulpolitik in den letzten 10 Jahren war hier in NRW eine echte Hin/Her Katastrophe. Wollte ich nur mal sagen. Hmpf.

      LG

      Hanna

      • (2) 08.06.17 - 10:53

        Naja,
        meine Begeisterung für G9 hält sich in Grenzen. Oder sagen wir mal so, wenn es erst ein Jahr später mit den dann 5. Klässlern starten würde und alle anderen Jahrgänge als G8 weiterlaufen könnten, wäre es mir egal. Dann betrifft es meine Söhne nicht. Denn so schlimm, wie immer gesagt wird, ist G8 ja nun wirklich nicht. Und wer den Anforderungen nicht gerecht wird, der wäre vielleicht in einer anderen Schulform besser aufgehoben.

        Aber so wie ich heute in der Zeitung gelesen habe, können das die Schulen wohl intern regeln, ob sie G9 machen wollen oder bei G8 bleiben. Das entscheidet wohl die Schulkonferenz. Und ich hoffe, dass sich das Gymnasium unseres Großen (wo auch unser Kleiner hinmöchte, wir hoffen, dass das auch dann klappt) weiter für G8 entscheiden wird. Dort läuft es nämlich gut, der Abi-Schnitt spricht für sich.

        LG
        Martina75

        • (3) 08.06.17 - 11:07

          Was hat G8 denn für Vorteile?

          Die meisten G8ler die ich kenne, machen im Anschluss ein Jahr Travel&Work oder ein soziales Jahr, weil sie noch gar nicht recht wissen, was sie in Zukunft mal machen möchten.

          Ich erhoffe mir von G9 eine vertiefte Behandlung von Themen.

          Schlimm ist G8 hier vom Aufwand her nicht, die meisten Schulen haben sich damit irgendwie arrangiert, aber ich denke halt, der Stoff wird einfach oberflächlicher behandelt oder bestimmte Themen werden gar nicht mehr behandelt. Der Abischnitt an der Schule meines Sohnes ist auch super, aber darum geht es mir nicht. Mir geht es um die Bildungsbreite/tiefe und das Alter der Kinder am Ende der Schulzeit.

          Zeit, ein Jahr im Ausland (während der Schulzeit) zu verbringen, ist mit G8 auch nicht mehr wirklich, zumindest muss man dann ein Schuljahr wiederholen und kann nicht mehr in seine eigene Jahrgangsstufe zurück. Mit 14/15 ist man fast noch zu jung, mit 16 ist man schon in der Oberstufe und es ist geht nicht mehr.

          • (4) 08.06.17 - 12:10

            Der Vorteil liegt schlichtweg darin, dass man doch früh mit der schulischen Ausbildung fertig ist. Wobei ich finde es auch immer sehr merkwürdig finde, wenn ich höre, dass die Abiturienten nicht wissen, was sie nach dem Abi machen möchten. Ich meine, sie haben lange genug Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. So plötzlich kommt das Abi ja auch nicht. Und zu jung sind sie für die Entscheidung sicherlich auch nicht, Real- oder Hauptschüler müssen sich da schon viel früher Gedanken um ihre Berufswahl machen. Die meisten Abiturienten sind doch dann 18 oder werden in Kürze 18.....

            Und was das Auslandsschuljahr betrifft: Zu meiner Schulzeit mussten die Schüler, die ein ganzes Jahr im Ausland waren, auch das Schuljahr dann hier wiederholen. Das mag aber von Schule zu Schule unterschiedlich gewesen sein.

            Und wie noch jemand unter mir schreibt, wir haben früher auch mehr Stunden gehabt.

            Mein Sohn hat aktuell 32 Wochenstunden. Das wird auch in der 8. so bleiben. Wir hatten ab der 8. Klasse einmal 8 Stunden, 4 mal 6 Stunden und jeden Samstag (außer dem ersten Samstag) 4 Stunden, in der 9. Klasse dann sogar 6 Stunden...... Und ich habe deutlich länger an den Hausaufgaben gesessen als mein Sohn heute.

          • (5) 08.06.17 - 13:37

            Ich erhoffe mir von G9 eine vertiefte Behandlung von Themen.
            ......................................................

            #rofl#rofl#rofl Der war gut

            G9 vermittelt NICHT mehr Wissen als G8. Die 2 Jahre Abiturphase ist genau die Gleiche, kein Unterschied.

            Die Bildungsbreite und Tiefe sowie Allgemeinbildung muss eigentlich als Grundstein in den Klassen 1-10. gelegt werden, im Abi wird es dann spezifisch und detailierter.
            Das ganze BIldungssystem in Deutschland ist einfach nur ein Katastrophe und jedes Land kocht seine eigene Suppe, echt schlimm!

            (6) 08.06.17 - 13:51

            Der Vorteil ist, dass die jungen Erwachsenen 1 Jahr früher zum Steuerzahler werden. ;-)

          • (7) 08.06.17 - 14:06

            in BW haben sie den Lernstoff von G9 in G8 gepackt.

            da wurde nichts weggelassen, nur in kürzere Zeit gestopft und Schüler (mit oder ohne Eltern) müssten sich manchen Themen selbst erarbeiten, weil sie für die Schule relevant sind, aber durch das Jahr weniger, nicht IN der Schule behandelt werden können.

            Zurück zu G9 - oder bei den Schulen, die weiterhin G9 anbieten - läuft es so ab, dass der GLEICHE Stoff behandelt wird, nur eben auf ein Jahr mehr verteilt. Mehr Freizeit, mehr Themen IN der Schule und zu Hause nur noch vertiefen und kaum noch selbst erarbeiten.

            Als von G9 auf G8 umgestellt wurde in BW, lief es an meiner damaligen Schule so ab:

            G9
            Klasse 5, Klasse 6, Klasse 7, Klasse 8

            G8 (parallel)
            Klasse 5

            Eingliederung in Klasse 7, Klasse 8 ...

            Der Inhalt von Klasse 6 wurde in Klasse 5 untergebracht, Klasse 6 haben die Übergansjahrgänge gar nicht gemacht.

            Wie es bei euch in NRW ist, weiß ich nicht. Kann das Hin und her, aber schon verstehen.
            Hätte es immer schon G8 gegeben (im entsprechenden Bundesland), wäre G8 ja kein Problem. Da sind ja dann Lehrplan usw. angepasst.

            Ich finde den Beitrag einfach nur weltfremd!

            Die vertieften Themen sind natürlich absolut ein Witz. Da macht G8 oder G9 nun wirklich überhaupt keinen Unterschied! Das hängt im Wesentlichen von den Lehrern, den gewählten Kursen (ich sage nur "Darstellendes Spiel") und der Klientel an der Schule ab.

            Und dieses eine Jahr im Ausland:

            Ich sehe mich noch selbst vor Augen - in der 11. Klasse. Alle diejenigen, mit denen ich oft auf einer Augenhöhe in meinen Kursen war, waren im Ausland. Ich hatte dafür weder Geld noch irgendeine Form von Unterstützung. Ich blieb also übrig.

            Und genau aus den Gründen, die du GEGEN die Wiederholung nennst, habe ich mich damals nicht getraut zu springen (neuer Jahrgang).

            Wieso sollten nicht erst einmal alle gemeinsam die Schule beenden und dann macht jeder, was er für richtig hält.

            So hätte ich zum Beispiel gern ein freiwilliges soziales Jahr gemacht, statt sinnlos ein ganzes Jahr in der Schule rumzusitzen, um mir Stoff anzuhören, der ein Jahr später eh nochmal kommt. #augen

            PS: OBWOHL das reine Wiederholung war, ich effektiv also "nur" 12 Jahre hatte und da auch nichts vertieft wurde, kam ich im Studium hervorragend zurecht - im Gegensatz zu anderen Neu-Studenten von anderen Schulen. Und da war sowohl G8 also auch G9 dabei.

      Hi,

      ganz ehrlich? Ich kann diese Diskussion nicht mehr hören! Mein Sohn ist auf einem G8 Gym in der 8. Klasse und ich warte immer noch auf den Stress....
      Er hat jeden Tag 6 Stunden Schule und muss vielleicht vor den Arbeiten lernen, aber weder macht er besonders viele Hausaufgaben, noch ist er sonst wie gestresst.

      Ich war auf einem G 9 Gym und hatte in der 8. Klasse 2 mal die Woche 8 Stunden und jeden 2. Samstag 4 Stunden Schule. Hat keine Sau interessiert. Dazu noch x Referate und extra Gruppenarbeiten, wo man sich mit den Leuten nachmittags in der Bücherei treffen musste, da es das Internet noch nicht gab.
      Ich finde das Gewese eher typisch für die heutige Elterngeneration, die meint, dass sie überall mitmischen kann. Jeder Furz wird diskutiert, jede Arbeit, es gibt Eltern-WA-Gruppen, alle sind vernetzt und die Kinder werden bemitleidet und gepampert.

      G8 oder G9 ist mir so was von egal, dieses Hü und Hott finde ich ärgerlich.

      Das verunsichert nur die Kinder.

      LG

      • (10) 08.06.17 - 11:23

        Das Hin und Her ist auch das, was mich am meisten aufregt. Im Nachhinein betrachtet war das ganze doch echt ein Schuss in den Ofen, vorschnelle Entscheidungen etc. Der Aufwand, der den Schulen durch das Hin- und Her entsteht und das Durcheinander ist doch echt ätzend.

        Vermutlich ist das ganze von der Schulbuchlobby gepushed, damit die immer schön neue Lehrwerke erstellen könenn und die Aufträge nie ausgehen. :-p

        Was ich mich gerade frage: bei der Einführung von G8 gab es doppelte Abiturjahrgänge, gibt es dann bei der Rückkehr zu G9 ein Jahr ohne Abiturienten? ;-) Das wird ja auch mal interessant...

        Mir persönlich geht es bei G8/G9 nicht um den Stress der Kinder (hat mein Sohn bisher nicht, er hat kaum HA) sondern darum, welche Themen dadurch in der Schule zu kurz kommen und um das Alter der Kinder beim Schulabschluss. Ich persönlich finde deshalb G9 besser, habe aber - wie gesagt - das immer so genommen, wie es kam und bin auch niemand, der über G8 besonder jammert (sondern eben über das Hin und Her). Es ist, wie es ist, aber es ist so eine Sache, die einfach vollkommen unnötig war. Deswegen Silopo.

        • Stimmt, ich erinnere mich an die Anfänge von G8, wo berichtet wurde, dass die Schulsekretäre das Essen einkaufen, damit die Kinder mittags was zu essen bekommen #schwitz
          Ne, war alles fix übers Knie gebrochen, weil Politiker ja immer nur in ihren Wahlperioden denken und G8 wollte sich die Regierung schnell an die Brust heften--zu Lasten der Kinder.

          Ja, in der Tat wird es ein Jahr geben, in dem es dann nach der Umstellung keine Abiturienten vom Gymnasium gibt - sondern nur G 9-Absolventen von Gesamtschulen. Das wird vor allem für die Hochschulen dann eine spannende Herausforderung :-)

          Ja, die Schulpolitik in NRW in den letzten Jahren war wirklich arg; ob das mit dem G 9 sich aber wirklich flächendeckend durchsetzt: Man wird sehen ...

          • (13) 08.06.17 - 12:57

            Der Herr Lindner geht von 90% aus...
            Ich bin gespannt. :)

            Es gibt ja auch andere Bundesländer, in denen es Abiturienten gibt, da wird NRW an den Unis nicht so auffallen.

            Und über die Hälfte der Abiabgänger sind doch eh nicht studierfähig, hast Du Dir mal die Abbrecherraten nach dem ersten Semester angeschaut? Das sagt alles!

            Die haben dann zwar den Wisch Abitur, aber der ist nichts mehr wert.

            • (15) 08.06.17 - 17:38

              Aber würde da ein Jahr länger nicht helfen, damit die noch etwas "nachreifen"? ;-)

              Ich finde, dass so etwas wie Studierfähigkeit auch in der Schule durch entsprechende Maßnahmen vermittelt werden müsste. Auf irgendeinem "Kompetenzerwartungsgedöns am Ende der Oberstufe" steht das sicherlich auch, aber ob es in der Praxis so vermittelt wird?
              Wobei ich schon den EIndruck habe, dass die Jugendlichen heute selbstbewusster sind als früher. Meine bayrische Gymnasialbildung hat mich auf alles vorbereitet, nur nicht aufs Leben. :-p

              Und ich denke schon, dass 50.000 Abiturienten spürbar sein werden. Gut für die, die ein Jahr bummeln. Gibt im Jahr darauf viele freie Studienplätze. :-D

              • Aber würde da ein Jahr länger nicht helfen, damit die noch etwas "nachreifen"?

                Nein. Mit Sicherheit nicht. Schon gar nicht an einer Schule, die es die 7 Jahre davor nicht auf die Reihe bekommen hat, die Schüler aufs Studium vorzubereiten (siehe mein Post oben).

                Da macht das eine Jahr echt keinen Unterschied - nur dass es noch ein Jahr Zeitverschwendung auf dem Weg zur Nicht-Studierfähigkeit ist!

            Sicher gibt es auch andere Bundesländer, ich krieg das nur gerade in Bayern mit, dass für die Hochschulen schon eine Menge dranhängt, weil man eben nur ganz schwer prognostizieren kann, wieviele Studienanfänger es dann geben wird, da geht es ja auch um Geld.

            Dass viele G8-Absolventen nicht direkt mit dem Studium beginnen und dass die Abbrecherrate gestiegen ist, ist wohl wahr, deshalb bin ich auch kein Freund von G8. Dass die Hochschulen gerade in naturwissenschaftlichen Fächern Vorkurse anbieten müssen, damit die Erstsemester nicht wie der Ochs vorm Berg stehen, ist schon ein Armutszeugnis.

            • Die Abbrecherrate hat nichts mit G8 zu tun, sondern damit, dass Hinz und Kunz Abi macht und die Lehrstoff so runtergeschraubt wird, dass wir nen tollen Abischnitt in Deutschland haben.

              Die Universitäten setzen aber den Maßstab so wie auch zuvor und die Abiturienten sind zur Hälfte nicht studierfähig, fängt schon damit an, dass die meisten keine Rechtschreibung mehr können, gefolgt von fehlendem logischen Denken und geistiger Leistung.

              Wenn das so weiter geht mit dem Gymnasium und das jeder Abi macht, wird sich über kurz oder lang etwas Neues auftun, was dem Abiturstandard entspricht, wie er vor 20 Jahren war.

              Das Bildungssystem in Deutschland ist wirklich zum schämen.

              • (19) 09.06.17 - 09:17

                Super Antwort und vollkomment zutreffend, #danke

                (20) 09.06.17 - 10:39

                Es ist für die Zukunft aber notwendig, dass "Hinz und Kunz" Abi macht und studieren darf.
                Es ist absolut nicht sinnvoll, schon früh die Anforderungen möglichst hoch zu setzen, damit es nur wenige schaffen, sondern es ist m. E. sinnvoll, möglichst viele Kinder möglichst gut zu fördern, um sie eben studierfähig zu machen. Das muss schon in der Grundschule anfangen und sich an der weiterführenden Schule fortsetzen. Ich persönlich halte das frühe Aussieben für schlecht.

                Und ich halte das Herunterschrauben des Lehrstoffes und die mangelnde Studierunfähigkeit sehr wohl für ein Resultat des Hin und Hers in der Schulpolitik und auch der Reduzierung von G9 auf G8 (und damit meine ich ausdrücklich nicht die Länder, die schon immer G8 hatten). Wenn man sich mit Umorganisationen beschäftigt, dann leidet meiner Erfahrung nach immer erst einmal der Inhalt. Die Lehrer mussten ihre Unterrichtsplanung umstellen und dadurch sind sicherlich auch Probleme entstanden. Wenn Unterricht ausfällt, entsteht bei weniger Zeit immer gleich ein größeres Problem, weil es auch weniger Zeit zum Nachholen gibt.
                So, und jetzt, nachdem sie sich an G8 mehr oder weniger gewöhnt haben, wird es wieder geändert, es gibt neue Lehrpläne, Materialien etc.

                In Australien (wird als eines der besten Schulsysteme weltweit angesehen) gibt es beispielsweise nur Gesamtschulen, und dort erreichen 70% der Schüler die Hochschulreife. Und das ist auch gut so. Wir brauchen qualifizierte, gebildete Leute im Berufsleben, die anderen Tätigkeiten fallen in Zukunft nämlich weg, z. B. Versandhandel vs. Ladengeschäft, Selfcheckoutkassen vs Kassierer, Roboter fertigen Autos, ...

                Aber dazu brauchen wir auch ausreichend (!) qualifizierte, engagierte Lehrer, eine konstante Weiterentwicklung (nicht disruptiv und nicht vorschnell und halbherzig) der Unterrichtsinhalte und -methoden und vor allem Investitionen (Geld!) in Bildung, um all dies möglich zu machen.

                25% Akademiker sind für die Zukunft nicht ausreichend, es müssen mindestens 50% sein!

                Ich finde jetzt leider den Link nicht zu einer entsprechenden Studie, aber die Abbrecherquote ist mit G 8 noch einmal gestiegen. Damit wollte ich nicht gesagt haben, dass mit G 9 alles in Butter wäre - auch bei den G 9-Absolventen ist es durch den Trend "Jeder soll Abitur machen können" so, dass sie den universitären Anforderungen oft nicht genügen.

                Mit Armutszeugnis meinte ich nicht G 8 im besonderen, sondern die Bildungspolitik generell. Dennoch wünsche ich mir auch nicht die Bildungspolitik von vor 20 Jahren zurück - denn mehr Durchlässigkeit im System (ohne Niveaueinbußen) halte ich schon für einen Fortschritt.

                Und ein Teil des Problems ist natürlich auch, dass Betriebe, die Auszubildende suchen, diese zum Teil bevorzugt vom Gymnasium rekrutieren, weil das Niveau auf Schulen darunter noch nicht einmal für die Berufsschule reicht ...

    (22) 08.06.17 - 13:50

    <<Mein Sohn ist auf einem G8 Gym in der 8. Klasse und ich warte immer noch auf den Stress....>>

    Den Stress wird dein Kind erst in den letzten beiden Jahren merken. Zumindestens habe ich das im Bekanntenkreis gehört. Zum Ende hin wird nur noch alles durchgeballert.

(25) 08.06.17 - 11:19

Du steigerst dich zu sehr rein und bist sauer weil dein Sohn (aus Unsicherheit?) die Chance auf G) verpasst, aber man muss es so nehmen wie es kommt. Die einen finden G8 im Rahmen ihrer Kinder , andere würden aus Skepsis G9 zwecks 1 J. mehr Zeit befürworten. Natürlich wäre es für erliche Eltern/Schüler einfacher,wenn beide Modelle angeboten werden. Für mich ist deine Wut, in deinem Sinne eine überflüssige Gedankenverschwendung, da es bereits Fakt ist, dass er G8 macht und es vor der Veränderungsdiskussion eigentlich auch schon klar war.

Top Diskussionen anzeigen