Mangelnde Aufmerksamkeit

    • (1) 14.06.17 - 10:37

      Hallo zusammen,

      wir waren letzte Woche mit der Großen (6 1/2) zur Einschuluntersuchung. Es ist soweit auch gut verlaufen.

      Es hat sich allerdings wieder das bestätigt, was ich schon öfters befürchtet habe.
      Unsere Große hat irgendwie eine Aufmerksamkeitsspanne von einem Schmetterling, um es wohlwollend zu formulieren.

      Bei dem Untersuchungsteil wo es um logische Reihenfolgen geht hat sie irgendwann das Interesse verloren und angefangen zu raten.

      Um etwas auszuholen:
      Unsere Große kann stundenlang basteln, malen, sich am Tisch sitzend beschäftigen. Und dann sind wieder Momente bei denen sie richtig wegdriftet. Sie starrt in die Ferne und ist kaum ansprechbar. Oder das andere Extrem: sie soll zuhören und fängt an auf dem Hintern rum zu rutschen und zu zappeln und stöhnt "laaaangweiiiiliiig".

      Ich habe schon versucht ihre Aufmerksamkeit zu "trainieren" indem ich ihr Aufgabenketten für bekannte Abläufe aufsage z.B. Zähne putzen, waschen, eincremen, Schlafanzug an und dann zu mir kommen. Zwischen drin vergisst sie das eincremen.
      Sobald mehr als drei Sachen aufeinander folgen kann ich zu 90% damit rechnen, dass sie eines überhört oder vergessen hat.

      Ist das noch normal in dem Alter?
      Oder ist es schon ein Problem? Ihr hättet die Ärztin mit den Augen rollen sehen sollen.

      Vielen Dank fürs Lesen.

      Viele Grüße

      • Hallo,
        also die Aufmerksamkeit und Konzentration wird es eher nicht sein. Sie kann sich ja sogar sehr lange mit etwas beschäftigen.
        Ich würde langsam versuchen herauszufinden, was es nun ist.
        Versuche mal deiner Tochter nicht nur Aufgabenketten verbal an den Kopf zu knallen, sondern unterstütze das noch visuell. Es gibt so Memorys für "Ich fahre in den Urlaub, und nehme mit..." - kannst du natürlich auch deine Tochter basteln lassen. Es gibt Menschen, die haben Probleme mit der auditiven Wahrnehmung, obwohl sie hören können - die verweigern dann solche rein verbalen Aufgabenketten. Würde das mit visueller Unterstützung jetzt aber super klappen, dann würde ich zum Pädaudiologen gehen.
        Das mit dem "wegdriften und in die Ferne starren" klingt nicht so toll. Hast du das mal mit dem Kinderarzt besprochen und ihm möglichst ein Video gezeigt?

        Grundsätzlich kann das alles und nichts sein. Aber ich würde mal den Arzt einbinden. Vom Nichtstun wird es meistens schlimmer, nie besser.

      • Memory und Ich-packe-meinen-Koffer klappt, da spielt sie mich unter den Tisch.

        Aber was Du schreibst könnte schon sein, denn die Ärztin hat ihr es erklärt, was zu machen ist (Ein Zug auf dem fünf Bilder sind - vier Schnecken schauen in die eine Richtung, die fünfte in die andere - zeig mir die Schnecke, die nicht dazu gehört).
        Die Große hat sie angeschaut, dann mich und dann ... geraten #klatsch

        Manchmal ist es echt zum Mäuse melken.

        Ich rede mit ihr - ihre Reaktion "Häää?" Als hätte sie mich nur wie Charlie Browns Lehrerin als Rauschen im Hintergrund wahrgenommen - der Hörtest ist allerdings positiv ausgegangen ;-) Am Hörvermögen liegt es nicht ^^

        • Nein, nicht das Hörvermögen - ich rede von der auditiven Wahrnehmung. Das Hörvermögen, d.h. die Ohren, sind da in Ordnung, der "Fehler" liegt im Gehirn. Das Gehirn kann das Gehörte nicht korrekt verarbeiten. Das kann man nur durch einen speziellen Test beim Pädaudiologen herausfinden. Diese Kinder können normal hören und haben meist ganz normal sprechen gelernt. Aber bei zuviel Gesprochenen, oder bei Hintergrundgeräuschen (nur als Beispiel) bekommen sie Probleme. Mein Sohn kann z.B. auch nicht Richtungshören - er bekommt einfach nicht herausgehört, aus welcher Richtung jemand ruft.

          Hilfreich ist da wirklich immer noch ein Beispiel visuell zeigen und dann abfordern.

          (8) 15.06.17 - 18:25

          Je nachdem wie ein Kind denkt, war die Erklärung schlecht! Es gibt nun einmal Kinder welche andere Lebewesen und seien es abstrakte Bilder nicht ausgrenzen. Diese Kinder können nur raten wer nicht dazu gehört.
          Die Frage kann man auch eindeutiger stellen.

      Bei unserer Tochter war es ähnlich, Gegen Ende der 1. Kl. sprach mich die Lehrerin an wegen Unkonzentriertheit und Unruhe und ich sollte meine Tochter auf ADS untersuchen lassen.

      Die Tests ner Kinderpsychologin ergaben eine ganz andere Diagnose. Deshalb lass deine testen, es kann so viel sein und nach Tests weißt du, WAS es ist und dann kann deinem Kind ib´individuell geholfen werden.

Hallo!

Wie ist das gemeint mit "Ihr hättet die Ärztin mit den Augen rollen sehen sollen."?

Wenn es der Ärztin auffällt, dann ist das eben medizinisch gesehen auffällig und außer mit den Augen zu rollen hätte ich gerne eine Aussage gehabt in der Form:
1. weiter beobachten, und explizit schulen und nach x Monaten ohne Änderung bitte zum Facharzt. (verpasste Erziehung???)
2. dringend zum Facharzt um Diagnostik anzuleiern (das ist von "alleine" nicht aufholbar, man muss feststellen welche Hilfe Kind braucht)
3. Klappe halten / Augen nicht rollen, weil es schlicht normal ist!

Keiner dieser Hinweise scheint gekommen zu sein, also solltest Du selber einschätzen welchen Weg du gehst. -> Sehr hilfreich der non-verbale Kommentar der Ärztin! #klatsch#klatsch#augen#augen#contra#aerger

Aus der Fernen kann kein Mensch was sagen, wenn die Ärztin, die das Kind in den Fingern hatte und genau auf solche Auffälligkeiten untersuchen sollte, die Klappe hält!

LG, 2.

Testen lassen kannst du sie leider erst zu Beginn der 3. Klasse.
Die Lehrerin meines Sohnes ließ das Wort Autismus fallen.
Was kam raus?
Er sei überdurchschnittlich begabt, in einem Teilbereich sogar an der Grenze zur Hochbegabung.

Sonst lass ihr einfach noch 1 Jahr zeit mit der Schule sofern das geht.

  • ... auf was "testen lassen" meinst Du geht erst ab der 3. Klasse??

    Sobald Symptome für irgendwas da sind kann man versuchen sich Gedanken zu machen zu was die passen könnten. Nur kann eben nur der Fachmannn (ARZT) feststellen, ob die Ausprägung der Symptome und das Gesamtbild bestimmte Diagnosen nahelegen oder nicht.

    Mangelerscheinungen kann man ab Neugeborenenem-Alter über Bluttests "testen lassen" .....

    • Mein Kind wurde auch schon früher auf Autismus getestet, ob er hochbegabt ist oder nicht ging bei uns erst ab Beginn 3. Klasse.
      Ich hab das allerdings ohne Schule gemacht, da ich Antworten auf den scheinbar Autismus haben wollte.

Warum erst in der 3.Klasse. Meine Tochter hatte Anfang 2, Klasse einige Tests. Als ich bei der Terminabsprache das Alter erwähnte, meinte keiner, ich solle noch 1 Jahr warten bis sie im 3. Schuljahr ist.

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