Sprachbegabung

    • (1) 22.06.17 - 21:50

      Hallo,

      mein Sohn geht in die 5. Klasse.

      Er ist ein cleveres Kerlchen, aber mehr und mehr fällt nun auf, dass er wahnsinnig sprachbegabt ist. Anfangs machte ihm der Englisch-Unterricht nur Spaß - das ist, jetzt nach 5 Schuljahren auch immer noch so.

      Aber mittlerweile ist er auf einem sehr hohen Sprachniveau und arbeitet in den größeren Klassen mit (kleine Schule mit nur 140 Kindern (1 - 12. Klasse)). Wenn er zu Wettbewerben angemeldet ist, gewinnt er oft, obwohl er der jüngste ist.

      Französisch lernt er freiwillig - was er halt so kriegen kann, in seiner Freizeit.

      Seit der 5. Klasse hat er nun Spanisch und nach Meinung seiner Lehrer in allen Fremdsprachen-Fächern (und auch im Deutsch-Unterricht ;-)) saugt er jegliche Informationen einfach auf wie ein Schwamm und integriert diese in seinen normalen Sprachgebrauch (also, dass wir uns richtig verstehen, in allen anderen Fächern ist das nicht so :-)).

      Das ist wirklich verrückt, denn er lernt gleich null - er tut absolut gar nichts für diese Fächer und ist da einfach nur wirklich begabt.

      Das freut mich natürlich für ihn, vor allem, wie sein Gesicht leuchtet, wenn er was neues gelernt hat, wenn gleich Spanisch als erste Stunde ist und einfach allgemein wie glücklich er ist. So glücklich sogar, dass die Lehrer mir regelmäßig berichten, wie viel Spaß er in diesen Unterrichten hat und dass er bald vom Stuhl fällt, weil er sich vor Aufregung oft nicht halten kann :-D. (Er kann - wie jeder andere Schüler - auch anders: Ganz anders beschreiben ihn nämlich die Kunst-, Tanz- und Sportlehrer #schock).

      Da mein Kind nun schon 5. Klasse ist, überlegen wir so langsam, wie wir ihn bei seiner Begabung unterstützen können. Es ist so schön mit anzusehen, wie er endlich langsam aufblüht - und die Sprachen helfen ihm dabei so sehr.

      Habt Ihr vielleicht von Programmen gehört, an denen er teilnehmen könnte, die wir ihm mal vorstellen könnten?

      Oder Ideen? Spiele vielleicht (Scrabble hängt mir übrigens in allen Sprachen zum Hals raus #zitter)?

      Das alles natürlich nur, wenn er das freiwillig machen möchte und nur, solange der Spaß erhalten bleibt.

      Ich wär euch dankbar für ein bisschen Input :-D.

      LG

      • Ich freu mich für jedes Kind, den Fremdsprachen Spaß bereiten und begabt sind.

        Was ich etwas überzogen finde , ist dieser Satz:

        "Das ist wirklich verrückt, denn er lernt gleich null - er tut absolut gar nichts für diese Fächer und ist da einfach nur wirklich begabt."

        "Drei" Fremdsprachen "zeitgleich" Französisch, Englisch und Spanisch, mit null lernen und absolut gar nichts tun, also ohne wenigstes Vokabeln lernen zu müssen, für mich unrealistisch oder ein Weltwunder?

        • Hallo,

          vielen Dank für Deine Antwort - auch, wenn es vom Thema ab ist.

          Es mag ja sein, dass Du das "Lern"-Verhalten meines Kindes komisch findest - ging und geht mir nicht anders.

          Ich drücke es mal anders aus:

          Ich sehe mein Kind nicht für Sprachen-Fächer lernen. Er geht auf eine Ganztagsschule und da erhalte ich auch nur die Rückmeldung, dass er in den Frei-Zeiten spielt und nicht lernt.

          Da kann ich ja auch nichts für ;-).

          Hast Du eine Idee zu meiner Frage?

          LG

          • Bei deinen Post werfen sich bei mir viele Fragen auf, aber es kann daran liegen, andere Bundesländer ander Schulsysteme.

            Welches Bundesland und welche Art Gym seid ihr, wo in der 5.Klasse zu Englisch , schon eine 2.Fremdsprache dazukommt und vorallem Spanisch schon in der 5.Klasse unterrichtet wird? Spanisch kommt im Normalfall, ab der 8.Klasse als 3.Fremdsprache.

            So wie es auch klingt, als hätte er bereits seit der 1.Klasse schon Englisch (da... Englisch macht ihm immernoch Spaß nach 5.Schuljahren)
            Bei uns ist in der 1.+2.Klasse Englisch nur mit externen , kostenpflichtigen Extrakursen möglich, der nach Unterrichtsschluss in der Schule dann stattfinden.

            Dazu die Klassenbildungsgrößen? 140 Schüler auf 12.Klassen, das hieße, bei Euch gäbe es jede Klassenstufe nur 1x und das mit einen Durchschnitt von 11, 6 Schüler pro Klasse +/-. Da kämen bei uns erst gar keine Klassen Zustande, geschweige noch als Ganztagsschule.

            • Ich bin nicht die TE, möchte dir zu deinem Beitrag trotzdem mal kurz was zurückmelden.

              Was bezeckst du mit deinem Text?

              Also wir leben in einem Bundesland, in dem die Bildung einen relativ schlechten Ruf hat. In vielen Punkten vielleicht zu recht.

              Dennoch gibt es hier alle möglichen Schulformen und Bildungsgänge und jeder Schüler hat die Wahl. Englisch wird hier in vielen Schulen ab der 1. Klasse unterrichtet. Die meisten Schüler mit der 1. Fremdsprache Englisch lernen das ab der 1. Klasse. Es gibt aber auch andere Sprachen als 1. Fremdsprache (was den Umstieg auf die weiterführende Schule schwieriger macht, weil es da meist keine "Wahl" gibt).

              Hier wird nach der 6. Klasse von der Grundschule auf die weiterführende Schule gewechselt. Es gibt aber auch durchgehende Schulen (z.B. Gesamtschule mit Grundschulteil). Und es gibt Klassen, die schon mit der 5. Klasse an der weiterführenden Schule beginnen (für begabte Kinder).

              Meine Kleine wird nun eine solche Klasse besuchen und sofort mit der 2. Fremdsprache Französisch beginnen. Einige dieser Klassen beginnen erst in der 6., manche Französisch, manche Spanisch, eine Latein. In der späteren Schullaufbahn kann je nach Schule noch eine Fremdsprache dazu gewählt werden (7. Klasse, 9. Klasse, 10. Klasse). Die "normalen" Klassen beginnen mit dem Wechsel, also ab 7. Klasse mit der 2. Fremdsprache. Hier gibt es neben Französisch, Spanisch und Latein auch noch Russisch (an ganz wenigen Schulen)

              Es gibt hier Schulen (Privatschulen), die offene Klassensysteme pflegen und daher ähnliche Zahlen aufweisen wie von der TE beschrieben.

              Das heißt, je nach Schule ist hier echt alles möglich. Ein "Normalfall" gibt es hier auch. Aber daneben gibt es zahlreiche Ausprägungen und Varianten. Und das in EINEM Bundesland.

              Also verstehe ich deine "Bedenken" nicht wirklich. Der TE geholfen hast du im Übrigen nicht (also im Sinne von sinnvollen Rückmeldungen).

              Hallo,

              hm ... einen Tipp hast Du wohl nicht für mich.

              Aber wie das bei Urbia immer so ist: Das ist ein öffentliches Forum und jeder darf hier schreiben was er will. Der Fragende muss sich schließlich auf Nebenfragen usw. einrichten, immerhin hat er ja auch was von sich preis gegeben, richtig?

              Aaaalso:

              Mein Sohn besucht eine kleine Privatschule, seit er 5 Jahre alt ist. Diese hat eine 2-jährige Schuleingangsphase (das ist die 1. Klasse an "normalen" Schulen). Danach geht es in die 2. Klasse bis zum Abitur.

              Durchschnittlich sind zwischen 8 und 12 Schülern pro Klasse. In den Grundschulklassen sind es oft ein paar mehr, weil da die Schulgebühren noch nicht so hoch sind (den "Hort" subventioniert ja das Bundesland und ab der 5. Klasse fällt der ja weg) und die Eltern daher "unsere" Schule als Grundschule wählen.

              Unterricht ist auch für die kleinsten schon mind. 30 h/Woche, also bis nachmittags 15 Uhr (aber den Kindern angepasst und mit kurzen Pausen, keine festen "Sitz"-Zeiten usw. - es gibt keine Hausaufgaben).

              Mein Sohn hatte von Anfang Englisch: in der Schuleingangsphase 2 h Deutsch und Englisch pro Woche, ab der 2. Klasse 5 Stunden Englisch/5 Stunden Deutsch.

              In der 3. Klasse gab es ein Schnuppersemester Französisch, daher auch sein Interesse. Leider konnte das mangels Teilnehmern nicht fortgesetzt werden.

              Ab der 5. Klasse gibt es Spanisch mit 2 h/Woche.

              Ab der 7. Klasse dürfen begabte Kinder eine weitere Fremdsprache wählen, welche das sein wird, wissen wir noch nicht.

              Ich habe übrigens meinen Sohn vorhin gefragt, wie er sich die Vokabeln usw. für die Sprachenfächer einprägt. Seine Antwort: "Wie, einprägen? Ich hab doch im Unterricht aufgepasst" :-)

              Vielleicht kennst Du ja ein bestimmtes Angebot für sprachbegabte Kids, das es bei euch gibt - dann würde ich auch mal gucken, ob hier sowas auch zu organisieren wäre.

              LG

              • Hi,

                meine Tocher macht Kurse für Kinder beim Institut francais (gibt es in jeder größeren Stadt). Die Kurse reichen von Anfängerniveau bis zu bilingualen / muttersprachlichem Unterricht, nach Altersstufen getrennt. Das wäre doch was. wenn er wirklich so gut ist kann er ja denn zu den Muttersprachlern wechseln.

            Hallo,

            ob du es glaubst oder nicht.
            Meine Tochter hatte in der Grundschule Englisch und Französisch auf einer Ganztagsschule.
            Und das, obwohl unser bewohntes Bundesland nicht den besten schulischen Ruf hat.
            Die Grundschule war eine Ganztagsschule und einzügig.

            Zur Grundschule gibt es auch ein Gymnasium. Das ist zweizügig.

            Französisch hat sie nach dem Übertritt aufs Gym sein lassen.
            Sie hat 2 Jahre Latein gemacht.

            Jetzt (Klasse 7) lernt sie Altgriechisch, Spanisch und natürlich weiter Englisch.

            Sprachbegabt ist sie allerdings nicht in dem Maß, wie der Sohn der TE.

            @TE:
            Hier bei uns würde mir da jetzt nichts einfallen, außer vielleicht Kurse an der VHS.
            Aber ich glaube, wenn man sich ein wenig mehr damit beschäftigt, würde sich was finden lassen.

            Viel Glück bei der Suche!
            Und alles Gute! #klee

            Ich verstehe auch irgendwie den Sinn Deines Postings nicht.
            Zweifelst Du die Wahrheit des Ausgangs-Treads an?
            Ich kann Dir von 2 Grundschulen (Privatschulen) berichten, in denen bereits in der 1. Klasse (!) neben Deutsch auch Englisch und Mandarin unterrichtet werden. Die Kinder kommen dort gut mit und es macht ihnen Spaß. Die 3. Fremdsprache ist dann ab der 5. Klasse vorgesehen.
            In die Grundschulklassen dieser beiden besagten Schulen gehen im Schnitt ca. 12-14 Schüler.

            -> es gibt nicht ausschließlich nur die staatlichen Schulen mit Standardprogramm und völlig überfüllten Klassen. #aha

            Mal langsam ....
            hab nirgends behauptet, das jemand irgendwo was lügt.#gruebel

            Deshalb schrieb ich ja, das es viele Fragen aufwirft, das evtl. andere Bundesländer andere Schulsysteme haben und gefragt von welchen Bundesland sie kommt#schmoll

            Kenne dieses System nicht und hab noch nie davon gehört.

            Jetzt weiß ich durch die Menge hier, dass es dies gibt, auch wenn mir immernoch nicht klar ist welches BL.

            Und zum Post zuvor, war es nur meine Meinug, dass ich es unrealistisch finde , gleichzeitig drei Fremdsprachen zu lernen , mit absolut gar nichts dafür zu tun oder zu lernen.Vokabeln sind eben Auswendiglernbereiche, wie Geschichte und weitere Fächer auch.

            • "Und zum Post zuvor, war es nur meine Meinug, dass ich es unrealistisch finde , gleichzeitig drei Fremdsprachen zu lernen , mit absolut gar nichts dafür zu tun oder zu lernen.Vokabeln sind eben Auswendiglernbereiche, wie Geschichte und weitere Fächer auch."

              Deswegen spricht sie eben von einer außerordentliche Sprachbegabung.

              Mein Sohn ist da ähnlich (wenn auch nicht ganz so extrem, wie hier beschrieben). Er schaut sich ein Mal die Vokabeln und kann sie. Englisch und Latein. Viele seine Freunde lernen da stundenlang und werden immer wieder von den Eltern abgefragt. Wir kennen das einfach nicht. Ob es eine Art Sprachbegabung ist, oder ein photographisches Gedächtnis ist, weiß ich nicht (denn es geht ihm so nicht nur bei den Sprachen)

              Mir geht es aber auch so ähnlich und habe weder Englisch noch Deutsch sehr intensiv gelernt. Trotzdem habe ich auf beiden Sprachen ein großes Wortschatz (oft kommt es mir sogar so vor, als wäre mein Wortschatz auf Deutsch größer als in meiner Muttersprache).

              Wenn eine Mutter das erzählt und ich es in Frage stelle und nachbohre, dann glaube ich eben nicht, was die Mutter erzählt. Und das ist für mich schon ein bisschen, wie behaupten, man würde lügen #schein

              LG,
              Natalia

              Wo habe ich denn geschrieben, dass Du gesagt hast, sie würde lügen?
              Ich habe Dich lediglich gefragt, ob Du den Wahrheitsgehalt anzweifelst.

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