Handy kaputt, wie seht ihr das?

    • (1) 26.06.17 - 15:02

      Hallo,

      mich würde mal eure Meinung zu folgendem Vorfall interessieren. Ich möchte es neutral schreiben, einer der beiden ist mein Sohn.

      Folgendes hat sich zugetragen:

      Beide Jungs 6. Klasse und 11 Jahre alt. Kind A legt sein Handy Kind B auf den Schulrucksack um sich die Schuhe zu binden. Sagt das auch Kind B. Kind B hat diesen Rucksack allerdings auf und macht absichtlich eine ruckartige Bewegung, wobei das Handy runterfällt und kaputt geht. Das Handy ist 1 1/2 Jahre alt und hat neu 400 € gekostet.

      Wie seht ihr das? Wer hat Schuld? Beide oder nur einer? Einer mehr als der andere? Und wie würdet ihr das finanziell regeln?

      Liebe Grüße

      Knödel

      • Haftpflicht von dem Jungen mit dem Ranzen, wenn es sich denn wirklich so abgespielt hat und der Junge (mit dem Ranzen) einsichtig ist.

        • Das bedeutet, ich kann mit Absicht (!) eure Fensterscheibe einschlagen und dann "Ällälätsch, mir doch egal, zahlt doch die Versicherung" sagen?

          Sowas ist Versicherungsbetrug, da vorsätzlich und kein Unfall!

          • Na ja, wenn du als erwachsene Person vorsätzlich einen Schaden verursachst, dann ist das, finde ich, etwas anderes, als wenn ein Kind, das die möglichen Konsequenzen noch nicht 100%-ig abschätzen kann, herumalbert.

            Wenn du übrigens den Hergang der Versicherung so mitteilst und sie trotzdem bezahlen, ist das kein Betrug. Nur wenn du sagst: "Äh, der Stein ist mir so aus der Hand gerutscht, als ich auf einer Bananenschale ausgerutscht bin" - dann ist es Betrug.

    Warum legt man das Handy auf den Rucksack, den jemand anders auf hat. Man hätte es dem andern auch in die Hand drücken oder in die Tasche stecken können. Oder, da man sich beim Schuhebinden eh bückt, kurz auf den Boden neben den Fuß.

    Und wieso hat ein 11-jähriger ein Handy für 400 Euro?

    • Hallo,

      Danke für deine Antwort. Genau diese Fragen stelle ich mir auch. Mein Sohn ist Kind B. Der Vater von Kind A hat nun ein gebrauchtes Handy für 220 € gekauft und das alte für 40 € verkauft. Die übrigen 180 € sollen sich die beiden nun teilen.

Hallo!

Ich würde sagen, dass beide Kinder schuld sind.

Kind B hat natürlich den Sturz des Handys provoziert, wenn es absichtlich eine ruckartige Bewegung gemacht hat, aber Kind A war nicht weniger dämlich - wer kommt schon auf die Idee, ein Handy auf einen Rucksack zu legen, den ein anderes Kind auf den Schultern trägt. Da braucht es wirklich keine Absicht, dass das Handy runter fällt. Genauso gut hätte das Handy bei einer unwillkürlichen Bewegung runterfallen können.

Ich würde versuchen, das über die Haftpflicht von Kind B zu regeln (wenn es die denn gibt), aber vermutlich werden die für den Schaden gar nicht aufkommen, weil die Mitschuld von Kind A zu gering ist. Aber abgesehen davon zahlt die Haftpflicht meistens eh nur den Zeitwert, und der ist vermutlich nicht mehr wirklich groß.

LG

P.S.: Nach deiner Schilderung kam es durch Vorsatz zum Sturz des Handys, und meines Wissens zahlt bei Vorsatz keine Haftpflichtversicherung.
https://www.tarifcheck.de/haftpflichtversicherung/vorsatz/

Schuld hat der Depp, der sein Handy auf den Rucksack des anderen legt. Selbst wenn der nicht wackelt, kann das Handy herunterfallen bzw runterrutschen.

Wenn man sich den Schuh zubindet, kann man das Handy kurz auf den Boden daneben leben oder unter den Arm klemmen.

Würde ich unter Lehrgeld verbuchen, frage mich auch, was ein 11 jähriger mit nem 400 Euro teuren Handy soll. Da gibt es günstigere Modelle, wo dann der Verlust nicht so groß ist.
Kind A muss halt für seine Dummheit gerade stehen.

Kind B muß keinen finanziellen Ersatz leisten.

  • Hallo,

    Danke für deine Antwort. Mein Sohn ist Kind B. Wobei mir schon klar ist, dass sein Verhalten nicht in Ordnung war.

    • ich finde das ok, dass die beiden sich die Restkosten teilen. Warum soll Kind B, das ja mit Absicht gehandelt hat, dafür belohnt werden und Kind A für seine Dusseligkeit allein "bestraft" werden. Ist für mich ein großer Unterschied, ob Absicht oder nicht.

Hallo,
beide Jungs haben sich blöd verhalten. Man lwgt ein Handy nicht bei einem anderen auf den Rucksack und man schüttelt nicht extra.

Wäre mein Sohn das Kind A dürfte es zusehen, wie es zu einem neuen Handy kommt. Wäre Kind B mein Sohn, würde ich ihn fragen, ob er keine besseren Ideen hat, als jemandes Handy kaputt zu machen. Er dürfte sich von seinem Geld daran für 50€ beteiligen.
Da beide vorsätzlich gehandelt haben würde ich die Versicherung außen vor lassen.
VG

  • Hallo,

    Danke für deine Antwort. Genauso sehe ich das auch. Mein Sohn ist Kind B. Der Vater von Kind A hat nun ein gebrauchtes Handy für 220 € gekauft und das alte für 40 € verkauft. Die übrigen 180 € sollen sich die beiden nun teilen. Ich finde aber 50 € für meinen Sohn angemessen, da man ein Handy grundsätzlich auf keinen Rucksack legt.

    • 220 Euro für ein gebrauchtes Handy??#schock

      Dem Typen würde ich nicht einen Pfennig bezahlen. Sein Sohn hat den Fehler begangen.
      Das empfinde ich als absolute Frechheit, was dieser Vater da verlangt, ohne Worte!
      220 Euro hat das alte Handy vor 1,5 Jahren gekostet, also jetziger Wert wahrscheinlich nur noch die Hälfte. Lass Dich von diesem Typen nicht über den Tisch ziehen.
      Hätte sein Sohn das Handy nicht auf den Rucksack gelegt, dann wäre es noch ganz. Fertig!

      Schöne Grüße ein neues Huawei P8lite kostet 139 Euro, aber wahrscheinlich braucht Sohne- mann ein Iphone, denn sonst wüßte ich kein Handy was gebraucht 220 Euro kostet.

      Also von mir gäbe es nicht einen Pfenning! (Cent)

      • Aha du vermittelst also deinen Kindern, handelt ruhig mit Vorsatz, so dass ein Gegenstand kaputt geht. Aber macht das nur, wenn der Besitzer sich ebenfalls doof verhält,. Dann braucht ihr nämlich nicht für den vorsätzlich verursachten Schaden aufkommen.

        Prima Erziehung!

Top Diskussionen anzeigen