Handy kaputt, wie seht ihr das?

    • (1) 26.06.17 - 15:02

      Hallo,

      mich würde mal eure Meinung zu folgendem Vorfall interessieren. Ich möchte es neutral schreiben, einer der beiden ist mein Sohn.

      Folgendes hat sich zugetragen:

      Beide Jungs 6. Klasse und 11 Jahre alt. Kind A legt sein Handy Kind B auf den Schulrucksack um sich die Schuhe zu binden. Sagt das auch Kind B. Kind B hat diesen Rucksack allerdings auf und macht absichtlich eine ruckartige Bewegung, wobei das Handy runterfällt und kaputt geht. Das Handy ist 1 1/2 Jahre alt und hat neu 400 € gekostet.

      Wie seht ihr das? Wer hat Schuld? Beide oder nur einer? Einer mehr als der andere? Und wie würdet ihr das finanziell regeln?

      Liebe Grüße

      Knödel

      • (2) 26.06.17 - 15:07

        Haftpflicht von dem Jungen mit dem Ranzen, wenn es sich denn wirklich so abgespielt hat und der Junge (mit dem Ranzen) einsichtig ist.

        • (3) 26.06.17 - 15:53

          Das bedeutet, ich kann mit Absicht (!) eure Fensterscheibe einschlagen und dann "Ällälätsch, mir doch egal, zahlt doch die Versicherung" sagen?

          Sowas ist Versicherungsbetrug, da vorsätzlich und kein Unfall!

          • (4) 26.06.17 - 21:55

            Na ja, wenn du als erwachsene Person vorsätzlich einen Schaden verursachst, dann ist das, finde ich, etwas anderes, als wenn ein Kind, das die möglichen Konsequenzen noch nicht 100%-ig abschätzen kann, herumalbert.

            Wenn du übrigens den Hergang der Versicherung so mitteilst und sie trotzdem bezahlen, ist das kein Betrug. Nur wenn du sagst: "Äh, der Stein ist mir so aus der Hand gerutscht, als ich auf einer Bananenschale ausgerutscht bin" - dann ist es Betrug.

    (6) 26.06.17 - 15:27

    Warum legt man das Handy auf den Rucksack, den jemand anders auf hat. Man hätte es dem andern auch in die Hand drücken oder in die Tasche stecken können. Oder, da man sich beim Schuhebinden eh bückt, kurz auf den Boden neben den Fuß.

    Und wieso hat ein 11-jähriger ein Handy für 400 Euro?

    • (7) 26.06.17 - 16:00

      Hallo,

      Danke für deine Antwort. Genau diese Fragen stelle ich mir auch. Mein Sohn ist Kind B. Der Vater von Kind A hat nun ein gebrauchtes Handy für 220 € gekauft und das alte für 40 € verkauft. Die übrigen 180 € sollen sich die beiden nun teilen.

Hallo!

Ich würde sagen, dass beide Kinder schuld sind.

Kind B hat natürlich den Sturz des Handys provoziert, wenn es absichtlich eine ruckartige Bewegung gemacht hat, aber Kind A war nicht weniger dämlich - wer kommt schon auf die Idee, ein Handy auf einen Rucksack zu legen, den ein anderes Kind auf den Schultern trägt. Da braucht es wirklich keine Absicht, dass das Handy runter fällt. Genauso gut hätte das Handy bei einer unwillkürlichen Bewegung runterfallen können.

Ich würde versuchen, das über die Haftpflicht von Kind B zu regeln (wenn es die denn gibt), aber vermutlich werden die für den Schaden gar nicht aufkommen, weil die Mitschuld von Kind A zu gering ist. Aber abgesehen davon zahlt die Haftpflicht meistens eh nur den Zeitwert, und der ist vermutlich nicht mehr wirklich groß.

LG

P.S.: Nach deiner Schilderung kam es durch Vorsatz zum Sturz des Handys, und meines Wissens zahlt bei Vorsatz keine Haftpflichtversicherung.
https://www.tarifcheck.de/haftpflichtversicherung/vorsatz/

(9) 26.06.17 - 15:44

Schuld hat der Depp, der sein Handy auf den Rucksack des anderen legt. Selbst wenn der nicht wackelt, kann das Handy herunterfallen bzw runterrutschen.

Wenn man sich den Schuh zubindet, kann man das Handy kurz auf den Boden daneben leben oder unter den Arm klemmen.

Würde ich unter Lehrgeld verbuchen, frage mich auch, was ein 11 jähriger mit nem 400 Euro teuren Handy soll. Da gibt es günstigere Modelle, wo dann der Verlust nicht so groß ist.
Kind A muss halt für seine Dummheit gerade stehen.

Kind B muß keinen finanziellen Ersatz leisten.

  • (10) 26.06.17 - 16:03

    Hallo,

    Danke für deine Antwort. Mein Sohn ist Kind B. Wobei mir schon klar ist, dass sein Verhalten nicht in Ordnung war.

    • (11) 27.06.17 - 08:39

      ich finde das ok, dass die beiden sich die Restkosten teilen. Warum soll Kind B, das ja mit Absicht gehandelt hat, dafür belohnt werden und Kind A für seine Dusseligkeit allein "bestraft" werden. Ist für mich ein großer Unterschied, ob Absicht oder nicht.

(12) 26.06.17 - 15:51

Hallo,
beide Jungs haben sich blöd verhalten. Man lwgt ein Handy nicht bei einem anderen auf den Rucksack und man schüttelt nicht extra.

Wäre mein Sohn das Kind A dürfte es zusehen, wie es zu einem neuen Handy kommt. Wäre Kind B mein Sohn, würde ich ihn fragen, ob er keine besseren Ideen hat, als jemandes Handy kaputt zu machen. Er dürfte sich von seinem Geld daran für 50€ beteiligen.
Da beide vorsätzlich gehandelt haben würde ich die Versicherung außen vor lassen.
VG

  • (13) 26.06.17 - 16:06

    Hallo,

    Danke für deine Antwort. Genauso sehe ich das auch. Mein Sohn ist Kind B. Der Vater von Kind A hat nun ein gebrauchtes Handy für 220 € gekauft und das alte für 40 € verkauft. Die übrigen 180 € sollen sich die beiden nun teilen. Ich finde aber 50 € für meinen Sohn angemessen, da man ein Handy grundsätzlich auf keinen Rucksack legt.

    • (14) 26.06.17 - 16:31

      220 Euro für ein gebrauchtes Handy??#schock

      Dem Typen würde ich nicht einen Pfennig bezahlen. Sein Sohn hat den Fehler begangen.
      Das empfinde ich als absolute Frechheit, was dieser Vater da verlangt, ohne Worte!
      220 Euro hat das alte Handy vor 1,5 Jahren gekostet, also jetziger Wert wahrscheinlich nur noch die Hälfte. Lass Dich von diesem Typen nicht über den Tisch ziehen.
      Hätte sein Sohn das Handy nicht auf den Rucksack gelegt, dann wäre es noch ganz. Fertig!

      Schöne Grüße ein neues Huawei P8lite kostet 139 Euro, aber wahrscheinlich braucht Sohne- mann ein Iphone, denn sonst wüßte ich kein Handy was gebraucht 220 Euro kostet.

      Also von mir gäbe es nicht einen Pfenning! (Cent)

      • (15) 27.06.17 - 08:44

        Aha du vermittelst also deinen Kindern, handelt ruhig mit Vorsatz, so dass ein Gegenstand kaputt geht. Aber macht das nur, wenn der Besitzer sich ebenfalls doof verhält,. Dann braucht ihr nämlich nicht für den vorsätzlich verursachten Schaden aufkommen.

        Prima Erziehung!

        • (16) 27.06.17 - 09:32

          Wo steht denn, dass ich dem Kind das vermittle?

          Was ich mit dem erwachsenen Gegenüber kläre und was ich meinen Kind dazu sage, sind 2 paar Schuhe!

          Und Du kannst gerne als Mutter des Jungen mit dem Rucksack den vollen Schaden zahlen (wenn Du betroffen wärst) ich würde mich von so einem dreisten Vater nicht abziehen lassen.

      Hallo

      Es gibt genug Handys, die auch gebraucht noch über 200 Euro kosten. Was ist daran so vewerfliich?
      Und für weiviel Geld die ELtern ihrem Kind ein Handy kaufen ist deren Sache. Und wenn die ruchtig gelesen hast, hat das Handy neu über 400 gekostet.

      Icf finde beide Kinder haben Schuld. Der Vorschlag des Vaters ist nur gerecht.

      • Natürlich kann man seinem Kind auch ein Iphone für 800 Euro kaufen, das bleibt jedem selbst überlassen, aber dann sollte man nicht jammern, wenn es kaputt geht.

        Der Vorschlag des Vaters ist dreist!

        Das Handy hat vor 1,5 Jahren 200 Euro gekostet. Handys haben ungefahr einen Wertverlust zwischen 20-30% in 6 Monaten, also ist das kaputte Handy höchsten noch knapp 100 Euro Wert, wenn überhaupt.
        Immerhin konnte es der Vater noch für 40 Euro verkaufen, also offensichtlich kein Totalschaden.

        ABER die TE hat das defekte Handy nie gesehen, der Schaden ist also nur einseitig geäußert worden und das Beweismittel verkauft worden, wahrscheinlich auch noch ohne Quittung.

        Und dann findest Du es fair, dass die TE die Hälfte des Anschaffungspreises zahlen soll (abzgl der 40 euro)

        Super, mit Dir würde ich Geschäfte machen wollen!

        Ok, wenn die Te das Handy nie gesehen hat ist das was anderes.

        Ich fine, das beide Kids Schuld haben. Der der es drauf gelegt hat genauso wie der, der absichtlich rumgewackelt hat.

(22) 26.06.17 - 16:36

Und wenn er seinem Sohn ein neues Iphone kauft, teilt ihr euch dann die "restlichen" 750€? Neeee! Was ist der Zeitwert des kaputten Handys (ehem. 400€)? 180€ schätze ich. Dann hat der Typ sogar noch 40 für das kaputte Ding bekommen. Bleiben 140€. Dafür, dass dein Sohn nichts von der Anschaffung hat, würde ich ihn (den Sohn, da dumm gehandelt!), 50€ selbst beisteuern lassen von seinem Geld, das ist nur fair. Keinen Cent mehr.
VG

  • (23) 26.06.17 - 17:14

    Hallo,

    so sehe ich es auch. Sein Handeln war nicht okay aber die Hälfte zu zahlen ist auch nicht fair. Ich finde auch 50 € angemessen, natürlich von seinem Taschengeld. Werde dem Vater das auch so mitteilen.

ich wuerde da gar nichts bezahlen. wenn das kind (mit 11 jahren) noch nicht gelernt hat, dass man keine sachen auf rucksaecke, die man auf hat legt, ist das mal pech.

(25) 26.06.17 - 16:07

Dein Kind ist Kind A - richtig? Wäre es Kind B hätte es wohl kaum gesagt 'Und dann bin ich gehopst, damit das Handy 'runterfällt'. Und genau den Punkt 'absichtlich' wirst Du ohne eine ganze Handvoll Zeugen kaum beweisen können. Insbesondere weil bei absichtlichem Vergehen keine Haftpflicht zahlt, Kind A (bzw. die Eltern) den Schaden also komplett selber zahlen müssten.

Sowieso sehe ich die Hauptdämlichkeit bei Kind A. Man legt kein Handy auf ein sich bewegendes Objekt. Schon gar nicht auf einen Schulrucksack, den ein Kind auf dem Rücken hat. Die Schulrucksäcke, die ich kenne, sind auf dem Boden stehend in 3 Richtungen abschüssig - auf dem Rücken eines lebenden Objektes reicht ein kurzes Hüsteln oder Schulterzucken um dort geparkte Handys zum Absturz zu bringen.

Grüsse
BiDi

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