Entwicklung im Übergang Kita zu Schulalter

    • (1) 10.07.17 - 10:39

      Hallo
      Wer kann mir helfen mit einer Literaturangabe (Internetseite), wann ein kind welche Entwicklungsstufen erreicht/ erreicht haben soll.
      Insbesondere geht es hierbei um die Entwicklung des eigenen Willens und Möglichkeit der Abschätzung der entsprechenden Konsequenzen.
      Herzlichen Dank.
      Biago

      • (2) 10.07.17 - 11:31

        Google mal nach Grenzsteine der Entwicklung

        Ich bin etwas irritiert, weil bei Dir Überschrift und Frage nicht zusammenpassen.

        Die Autonomiephase beginnt in der Regel irgendwann nach dem ersten Geburtstag und endet irgendwann um den 4. Geburtstag.

        Der Übergang zur Schule ist ja deutlich später.

        Und was sind für Dich Konsequenzen? Die Strafen, die Eltern verhängen, wenn Kinder nicht brav sind wie es hier häufig benutzt wird oder tatsächlich, dass ein Kind die Folge versteht von "ich kippe Wasser aus, der Boden wird nass"?

        • Hallo und Danke schon mal.
          Hier einige Erläuterungen:

          Entwicklung im Übergang Kita zu Schulalter (bspw. bis Jahrgst3): ab wann kann ein kind welche Entwicklungsstufen erreicht haben?

          Wobei es mir insbesondere um die Entwicklung des eigenen Willens (zBsp. Ich will ein Pferd) und Möglichkeit der Abschätzung der entsprechenden Konsequenzen (dann muss ich es auch füttern, pflegen, misten...) abschätzen kann.
          Klar ist der eigene Wille schon früh vorhanden (Beginn Trotzphase), aber die Abschätzung über die dazu gehörigen Konsequenzen oder Folgerungen nicht.

          Bin ich jetzt verständlicher?
          Gruß Bianca

          • Das ist eine sehr individuelle und komplexe Entwicklung. Gerade Haustiere sind etwas, das Kinder im den Alter nicht wirklich abschätzen können, weil sie eben nicht den Erfahrungshorizont haben, was es bedeutet, sich tatsächlich jahrelang um ein Tier sorgen zu müssen. (Das kriegen ja viele Erwachsene nicht hin!)

            Im Übergang von der Kita zur Grundschule können sie zwar theoretisch sagen, was notwendig wäre, aber ob sie selbst es sich zumuten können und der Dauerbelastung gewachsen wären, das können Kinder in dem Alter nicht abschätzen. Wie gesagt, das können ja viele Erwachsene nicht. Sonst würden nicht jedes Jahr zur Urlaubszeit die Tierheime überquellen.

            Einfache und kurzfristige Konsequenzen können Kinder natürlich viel früher abschätzen.

            • Aha, Danke.... aber gibt es dafür einen wissenschaftlichen Beleg?

              Oder für diesen Fall:
              das Kind hat verschiedene Hobbies, die es gerne macht. Wenn es nun in eine Ganztagsschule wechseln würde - kann dem 7 jährigen Kind bewusst sein, dass dann seine Hobbies nicht mehr möglich sind? Ab welchem Alter können die Kids sowas abschätzen. (Leider fehlt mir die richtige erziehungswissenschaftliche Begrifflichkeit)

              Danke für eure Hilfen

              • Ich fürchte, dass man das nicht pauschalisieren kann.

                Wenn ein Kind keine Erfahrung mit dem Ganztagsbetrieb hat, dann kann es nicht abschätzen, wie anstrengend der ist. Da kann ein 8jähriges Kind mit Ganztagserfahrungen das besser abschätzen als ein 12jähriges, das immer um 13:30 Uhr Schluss hatte.

                Es gibt ja durchaus auch Kinder, die die Energie haben, nach dem Ganztag noch ihren Hobbys nachzugehen. Andere Kinder sind um 13:30 Uhr durch und wollen den ganzen Nachmittag nichts mehr.

                Meine beiden sind 6 und 9 und sind 3x die Woche bis 16 Uhr in Kita und Hort. Trotzdem gehen beide zum Tanzen, haben beide Gitarrenunterricht, und die Kleine hat auch noch 2x wöchentlich turnen. Die Große würde das Turnen gar nicht mehr schaffen, ihr reichen 2 Termine die Woche völlig aus. Die Kleine würde am liebsten jeden Tag noch turnen gehen. Möglicherweise ändert sich das noch mal, wenn sie jetzt eingeschult wird, aber ein Teil ist auch einfach Charaktersache.

                Da schon Erwachsene nur eine Prognose ohne Gewähr abgeben können, halte ich es für fast unmöglich, dass ein 7jähriges Kind da eine sichere Schätzung hinbekommt.
                Vieles ist halt einfach auch Erfahrung und ein Gespür für die eigenen Grenzen.

                Ich arbeite ja mit den etwas größeren Kindern (7. bis 10. Klasse) und da sind noch relativ viele, die sich ihrer körperlichen und seelischen Grenzen wenig bis gar nicht bewusst sind. Das ist in vielen Familien kein Thema, sich damit auseinanderzusetzen, und dann fehlt die Erfahrung auch mit 14 noch. Viele Oberschüler haben noch ganz unrealistische Vorstellungen von sich selbst, ihren Fähigkeiten und ihrer Belastbarkeit.

                Hallo!

                es kommt auf die Erfahrungswerte, die ein Kind hatte an, es kommt aber auch auf das Abstraktionsvermögen an. Eine Kind welches schon mal ein Zwergkaninchen hatte und auch aktiv in die Pflege eingebunden war, kann für sich abschätzen ob das mit einer Katze gut geht, wenn man ihm erklärt, was da alles zu tun ist. Ein Kind ohne Zwergkaninchenerfahrung wird sich - je nach Wunsch - in die eine oder andere Richtung besten Gewissen extrem verschätzen. (DAS allerdings geht den Erwachsenen genau so!)

                Bei der Entscheidung für oder gegen eine Ganztagsschule liegen die meisten ELTERN schon daneben bei der Prognose wie es so kommen wird! Das kann ein Kind ggf. ohne irgendeine Schulerfahrung schon mal NULL überblicken.

                Oder kannst Du für dich abschätzen wie lange Du brauchen wirst um Skateboard fahren /Tennis spielen/Klettern/... zu lernen und ob Du parallel eine Hardcore-Diät machen kannst. Aber ich hoffe Du kannst recht zuverlässig einschätzen wie Du am WE 20 Gäste bekochen kannst.

                LG, I.

                Kinder müssen das nicht einschätzen können. Und die allermeisten können das auch nicht. Dafür sind sie eben Kinder. Wir Erwachsenen müssen das für unsere Kinder entscheiden und es ihnen erklären. Alles andere überfordert sie.

                Wofür genau möchtest du dass denn wissen?

                Ich hab mal gehört solche Konsequenzen richtig einschätzen zu können und für das fällen einer Entscheidung mit dessen Konsequenzen handeln zu können. Zb. Ich mache jetzt schnell meine Aufgaben damit ich dann etwas schönes machen kann. Diese reife des gehirns erlangt man erst zwischen dem 17. Bis 21. Lebensjahr.

                Viele grüße melli

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