Meine Tochter entwickelt sich nicht weiter.

    • (1) 26.07.17 - 16:25

      Hallo, ich habe mich gemeldet da ich einfach nicht weiter weiß und meine Hoffnungen schwinden. Meine Tochter wurde vor zwölf Jahren geboren und war ein körperlich als auch mental völlig normal entwickeltes Kind. Im Alter von ca. 6 Jahren zeigte begann es wohl, fiel jedoch nicht so auf. Sie spielte am liebsten mit jüngeren Kindern und dies ist bis heute so geblieben. Sie spielt am liebsten mit Kindern mit einem Alter bis 5 Jahre. Sie sammelt bis heute entsprechend altersgerechte Spielsachen und man hat das Gefühl, dass sie in diesem Alter stehen blieb. Sie zeigt keinerlei Interesse an "altersgerechten" Verhalten und Aktivitäten. Sie wurde bereits in der Schule entsprechend zurück gestuft und wenn es so bleibt wird sie in eine entsprechende Förderschule gehen müssen. Wir waren und sie ist schon seit Jahren beim Schulpsychologen und in entsprechender Therapie. Es bringt jedoch nichts. Ihr Kinderzimmer darf nicht betreten werden und wehe man berührt das Spielzeug und verändert etwas, da tickt sie voll aus. Sie wird dann sehr aggressiv und verletzend. Ich weiß selbst nicht weiter, da die Jahre ins Land gehen ohne das es eine Entwicklung gibt. Es ist gerade so, als weigerte sie sich förmlich sich zu entwickeln. ich weiß dass das seltsam klingt, aber es ist so als hätte man einen Menschen vor sich der immer ein bestimmtes Alter hat und sich entsprechend verhält. Das Schlimme daran ist, das es mir meine Kraft und Hoffnung raubt wie es mit ihr und ihrem Leben weiter gehen soll. Ich empfinde zudem zunehmend eine Abneigung wegen ihrer Aggressionen gegen mich. Liebe Grüße Doreen

      • (2) 26.07.17 - 16:48

        Was ist denn die Diagnose? SIcherlich wart ihr auch im SPZ?

        (3) 26.07.17 - 16:53

        Hallo

        hatte sie ein Erlebnis ( Trennung der Eltern, Umzug etc. ) im Alter von 6 Jahren zu verarbeiten?
        Wie genau lautet denn die Diagnose?Wurde der IQ getestet?
        Was für eine Therapie macht sie denn?
        Meine Tochter hatte im Alter von 5 Jahren ein traumatisches Erlebnis, dass ihre Entwicklung verzögerte.Sie hat ihre Umwelt weitgehend ausgeblendet und wenig bis keine Erinnerungen an diese Jahre.Es hat lange gedauert bis sie aufholte und das nur in kleineren Schritten.Bis heute fühlt sie sich etwa drei bis vier Jahre jünger , als sie tatsächlich ist.

        L.G.

        (4) 26.07.17 - 17:03

        Hallo,

        was sagen denn die Fachleute, bei denen Ihr seid, dazu? Da muss es doch eigentlich eine Diagnose geben, oder? #kratz

        Ich kenne ein schwer autistisches Kind im gleichen Alter, was sich ähnlich verhält, aber wenn Eure Tochter Autistin wäre, hätte das doch eigentlich mindestens einem der Therapeuten auffallen müssen. #kratz

        Für schwere Autisten ist jedenfalls auch nicht ungewöhnlich, dass sie ausrasten, wenn man ihre Ordnung stört. Das kann sich auf Dinge wie die Anordnung von Spielzeug beziehen, aber auch auf Erwartungen an Abläufe, die dann nicht so erfolgen. Das macht solche Menschen einfach völlig fertig.

        Falls Du bisher tatsächlich keine Erklärungen von den Fachleuten bekommen hast, würde ich Deine Tochter nochmal anderswo vorstellen. Es gibt z.B. Autismus-Zentren.

        Nach Deiner Beschreibung gehe ich jedenfalls davon aus, dass Deine Tochter Dich in ihrem Zimmer nicht angreift, weil sie bockig ist, sondern weil sie nicht anders kann.

        LG

        Heike

        • (5) 26.07.17 - 17:18

          Entschuldigt bitte, es wurde Autismus diagnostiziert. Man geht jedoch davon aus, dass ihr Verhalten insgesamt nicht für das gesamte Verhalten verantwortlich sei.

          • (6) 27.07.17 - 14:05

            Hallo,

            am besten wendest Du Dich dann an ein spezielles Forum für Leute mit autistischen Kindern. Die können Dir besser weiter helfen.

            Vielleicht fühlt sich Deine Tochter auch von der Schule überfordert? Normale Schulen sind ja ziemlich chaotisch aus Sicht eines Autisten. Falls diese Förderschule bei Euch auf Autisten spezialisiert ist, wäre die wahrscheinlich besser für sie.

            Sowas ist schon echt schwer. Wir sehen das ja bei unserer Freundin mit dem autistischen Sohn.

            Zusätzlich zu der Belastung der Familie durch die Behinderung des Kindes kämpft unsere Freundin um jeden Euro für die Förderung des Jungen.
            Wie er beschult werden soll, weiss zur Zeit auch keiner. Normale Schule mit Inklusion klappt nicht. Da sind die Lehrer überfordert. Und die Förderschule für Autisten in ihrer Ecke wurde geschlossen, weil es ja Inklusion gibt. #klatsch

            LG

            Heike

      (7) 26.07.17 - 17:59

      Hallo Doreen!

      Es hört sich wirklich traurig an, vor allem spürt man deine Hilflosigkeit.

      Wenn Autismus diagnostiziert würde, müsst ihr doch auch Hilfe von irgendwo bekommen. Man lann euch doch nicht so haltlos zurück lassen. Es ist natürlich schon mal gut, dass es eine Diagnose gibt - der erste Schritt. Aber jetzt muss man doch weiter machen. Vor allem braucht deine Tochter die richtige Förderung.

      Ich würde vielleicht mal mit dem Kinderarzt oder dem SPZ (oder wer hat die Diagnose gestellt?) nachfragen. Es steht euch bestimmt Unterstützung zu. Zumal Autismus so weitgefächert ist und man ja nicht Behandlung XY machen kann.

      Alles Gute für euch!

      Hallo,

      ich kenne ein autistisches Kind, das immer jahrelang das selbe spielt und bastelt. Dann wechselt es wieder auf etwas anderes. Genauso mit dem Essen.

      Das gehört wohl zum Krankheitsbild.

      Eine entsprechende E-Förderschule würde ich unbedingt Fall für dein Kind suchen, die Zurückstellung ist doch nicht sinnvoll, ich verstehe nicht, warum sie nicht schon längst die Förderschule besucht.

      Ich gehe jetzt mal davon aus, dass deine Tochter normal intelligent ist.

      Wie es weiter geht, weiß man nie. Ich habe einen chronisch kranken Schulverweigerer daheim, bei dem ich mir nie vorstellen kann, dass er jemals eine Ausbildung oder Beruf durchhält.

      Du bist also nicht allein. LG

      • Danke dir und es wird für mich Zeit zu handeln so sehr mir dies weh tut und ich so nie für sie wünschte. Was verstehst du unter einen "chronischen kranken Schulverweigerer"?

        • Ich hoffe, du bist mir nicht böse, wenn ich nicht ins Detail gehe, es geht ja hier nicht um mich.

          Er besucht übrigens auch eine Förderschule, war unsere beste Entscheidung.

          Alles Gute!

    (11) 26.07.17 - 21:04

    Ich möchte dir gerne die Angst vor der Förderschule nehmen. In erster Linie geht es doch um dein Kind und dass es sich wohlfühlt. An der Förderschule gibt es viel mehr Möglichkeiten, auf spezielle Kinder eingehen zu können. Außerdem wird dort auch viel stärker die Selbstständigkeit gefördert. Schau dir doch einfach mal eine Förderschule an. Dann wirst du hoffentlich merken, dass es dort nicht so schrecklich ist.

    Liebe. Doreen,

    sich einzugestehen, dass mein Kind anders ist und das es ein Leben lang so bleiben wird, ist eine harte Arbeit. Mit solcher Diagnose gehen Träume verloren. Zudem erlebst du Emotionen, die ehrlich sind, Katastrophe aber zugleich.
    Was wichtig ist, dass du in dieser Situation nicht alleine bleibst.:

    Kennst du Bettroffene ? Eltern, die das gleiche erleben oder erlebt haben ? Bei Urbia - Forum mit Handycap?

    Wo wo bekommst du Hilfe? was du schon mal beim Jugendamt? Es gibt Hilfen. Ich finde es wichtig, dass du aussprechen kannst, was dich belastet. Nicht nur deine Tochter ist betroffen , Genauso passiert mit dir etwas. Dies auf zu arbeiten, ist für eure Beziehung genauso wichtig. Ich halte dir die Daumen für diesen schwierigen Weg.

    #winke

    (13) 27.07.17 - 00:05

    Habt ihr Anschluss an ein ATZ? Macht ihr da eine Autismustherapie?
    Meine Große (Asperger) entwickelt sich nur schulisch ständig weiter (nicht sozial), meine Mittlere (5J , in Diagnostik) entwickelt sich auch seit ca 1 J kaum bis nicht weiter.

    (14) 27.07.17 - 08:17

    Hallo,

    habt Ihr denn keine Diagnose bekommen? Auf Anhieb kommt mir sofort Autismus oder Asperger in den Sinn, aber ich bin kein Arzt und ihr habt das doch sicher abgeklärt?
    Der Sohn meiner Freundin zeigte so ein Verhalten, sie haben das jahrelang vor sich her geschoben, ihn durch die Schule gequält, er wurde von den Kindern gemobbt und auch misshandelt, körperlich wie psychisch. Allerdings prallte es an ihm ab, er kann nicht besonders gut mit Gefühlen umgehen, wird aggressiv, wenn etwas in seinem Umfeld sich ändert. Man darf nichts verändern, sein Tagesablauf ist gleich und stört diesen etwas, kommt er aus dem Gleichgewicht (z.B. Bahn kommt später oder gar nicht, er ist hilflos...)
    Nach dem Abschluss der 10. Klasse haben die Eltern einer Untersuchung zugestimmt und Asperger wurde bestätigt. Das musste sein, da er keine Lehrstelle bekam. Er ist nicht dumm, aber er braucht Aufgaben, die immer gleich sind und am besten auch im Ablauf. Das hat keine Praktikumsfirma je mit gemacht. Nun ist er mit seiner Diagnose in einer kirchlichen Einrichtung untergebracht, da arbeitet er mit geschultem Personal, bekommt eine kleine Entlohnung und ist einfach glücklich da. Das alles hätte schon viele Jahre eher passieren können, die Hilfe und Unterstützung meine ich.
    Also bitte, solltet Ihr bisher keine Diagnose erhalten haben, geht der Sache auf den Grund.

    LG und alles Gute!

    (15) 31.07.17 - 09:07

    Hallo,

    erst einmal stellt sich die Frage, was ist überhaupt altersgerecht? Es gibt auch Erwachsene, die lieben Autos, Puppen etc.

    Es allein daran festzumachen, finde ich komisch. Auch das sie gerne mit jüngeren spielt, ist nicht so entscheidend.

    Wenn Sie Autist ist hat sich eine Menge Probleme mit Gleichaltrigen, da diese sie niemals akezeptieren werden wie sie ist. Kinder sind da anders.

    Mein Sohn ist auch autistisch. Er hat nur wenig Kontakte zu Gleichaltrigen und diese sind in der Schule auch recht belastet, weil er anders ist.

    Mein Sohn sammelt z. B. Verpackungen, die man eigentlich wegwerfen sollte. Früher gab es immer Theater, wenn ich diese entsorgt habe, heute kann er es schon mal akzeptieren. Aber er kann es nicht leiden. Er sammelt eigentlich alles. Kostenlose Hefte, Deckel, Etiketten, Preisaufkleber.

    Vielleicht sind die Spielsachen das Hobby deiner Tochter. Ich bin erwachsen und finde Puppen immer noch toll. Manchmal seztze ich mich in das Zimmer meiner Tochter und ziehe die Puppen heimlich um. Ich bin aber sonst ganz normal.

    Daher wäre es schon wichtig mehr über deine Tochter zu erfahren. Wie ist sie sonst entwickelt (Sprache, Verhalten allgemein, Logik etc.).

    Nur zu sagen, sie entwickelt sich nicht weiter, weil sie Spielsachen mag und mit kleinen Kindern Kontakt sucht, finde ich zu wenig.

    Ich hatte eine Freundin, die spielte mit 11 Jahren noch mit Puppen. Später wurde sie dann Kinderkrankenschwester, ihr Traumberuf. Also das war früher auch nicht "normal" und dennoch ist meine damalige Freundin nicht geisteskrank .

    LG

    Carola

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