Lehrer falsch ansprechen = Strafe?

    • (1) 02.08.17 - 18:20

      Hallo
      Wir bekommen in wenigen Tagen eine jugendliche Austauschtocher. Heute war ich kurz in ihrer zukünftigen Schule weil ich etwas abholen musste. Da bin ich mit einer Mutter ins Gespräch gekommen die das Zeugnis ihres Kindes (krank) abgeholt hat. Ihr Kind geht in die Parallelklasse unserer Austauschtocher. Dabei hat sie mir auch erzählt dass die Klasslehrerin "unserer" Klasse für ihre Strafen berüchtigt ist. Ok, wir werden uns natürlich noch ein eigenes Bild machen. Aber Gedanken macht man sich natürlich trotzdem...
      Die Frau heißt Frau Doktor (dreiteiliger Name)-(Name). So, und genau so, muss sie angesprochen werden. Wer sich erlaubt das Doktor zur vergessen bekommt sofort eine Strafe.
      Und zwar von Anfang an.
      Sollte das tatsächlich so sein mache ich mir etwas Gedanken. Unsere Austauschtochter ist zwar schon jetzt relativ sicher in deutsch, sie ist aber ziemlich aufgeregt vor dem ersten Schultag....
      Wie seht ihr das? Ich fände es doch etwas übertrieben..

      Liebe Grüße

      Hallo
      Ja, es gibt Lehrer die da sehr sehr empfindlich sind. An der alten Schule meiner Tochter gab es eine (deutsche) Dame die darauf bestand mit "Miss xy" angesprochen zu werden. Ob sie auch Strafen verteilt hat weiß ich nicht. Sie hat aber auch bei Eltern sehr pikiert reagiert wenn jemand "Frau xy" gesagt hat.
      Ich würde einfach mal abwarten.

      LG

    Traust du deiner Austauschtochter nicht zu, sich ein "Fr.Dr." zu merken? Mann oh Mann, man kann sich echt Probleme machen. Und sogar wegen sowas nen post im urbia aufzumachen "kopfschüttel"

    • Hallo
      Na dann schüttel ich erstmal den Kopf, wenn man es nicht mal schafft Hallo oÄ. zu sagen.
      Ja, ich traue es einem neuen Schüler, in einer neuen Schule, am ersten Schultag durchaus zu sowas zu "verbocken". Zusätzlich frage ich mich generell ob die Reaktion, wenn es denn tatsächlich so ist, nicht etwas überzogen ist.

      Dennoch, Liebe Grüße :-)!

      #klatsch

      schon schlimm wenn sich ein Austauschmödel am erste TAG gerade um solche Sachen Gedanken machen muss,

      Und noch schliimmmer, wenn jemand kopfschütteln muss, wenn es Userinnen gibt, die es reflektieren wollen.#nanana

Hi,

selbst aber wenn wir beide es für übertrieben finden, was willst du tun ? Das gehört zu Deutschland. Man kann es miit ihr auch reflektieren.

#winke

  • (10) 03.08.17 - 09:48

    Hallo,

    naja, ich würde eher sagen, das gehört zu Menschen mit einem Minderwertigkeitskomplex, die in ihrem Fach trotz Doktor-Titels keine Arbeit gefunden haben und deswegen als einfacher Lehrer arbeiten müssen...

    Bei mir an der Uni hat kein einziger Professor auf seine Titel bestanden. Manche Studenten haben Herr oder Frau Professor XY gesagt, andere nur Herr oder Frau XY, und ich habe nie von einem Professor gehört, der sich darüber beschwert hätte.

    LG

    Heike

    (11) 04.08.17 - 14:38

    Hallo,

    Du findest, dass das zu Deutschland gehört? Ich würde eher sagen, dass ist ganz und gar nicht Deutschland.

    Wir fallen eher Menschen aus dem Ausland auf, weil Professoren an der Uni z.B. nicht auf ihren Titel bestehen. Zumindest war es völlig üblich Professoren mit Frau Y oder Herr X anzusprechen als ich studiert habe. Den amerikanischen Austauschstudenten ist das sofort aufgefallen!

    LG

(12) 02.08.17 - 21:11

erst mal abwarten

manche Lehrer bestehen darauf, weil sich manche schon einen "Spaß" damit gemacht haben
und haben Nachsehen, wenn der Name aus Versehen falsch gesprochen wurde

andere nehmen es in DEM einen Punkt strenger und sind sonst cool drauf

andere, nun ja, gibt es auch.

kommt ja dann auch darauf an, wie eure Austausschülerin mit ihr klar kommt. Vielleicht Bonus, weil die Lehrerin das Land spannend findet, Minuspunkt warum auch immer. Kann überall so sein.

(13) 02.08.17 - 21:25

Hallo,

auch wenn die Lehrerin so angesprochen werden möchte hat sie auf die Nennung ihres Dr kein Anrecht. Das Dr ist kein Bestandteil des Namens.

Es empfiehlt sich aber die Höflichkeitsregel zu beachten. Es gibt zu viele die mit dem Klammerbeutel gerudert wurden.

Gruß Sol

  • (14) 03.08.17 - 10:37

    Hallo!

    Wenn sich ein promovierter Lehrer PRIVAT mit Kinder unterhält, dann hat er keinen Anspruch auf Nennung des Titels, ist er allerdings in seiner Rolle als Lehrer des Kindes (im Geschäftsverkehr nach außen) unterwegs, KANN er darauf bestehen, dass der erworbene akademischen Grad in seiner konkreten Ausgestaltung korrekt verwendet wird, also Nennung des Dr. Dieser Umgang mit dem Dr. ist mir sehr geläufig. Keinen Dr, den ich privat kenne (inkl. mich) käme auf den Gedanken sich so ansprechen zu lassen. In einem Geschäftsmeeting vor versammelter Mannschaft auch mit Kollegen mit denen man nicht freundschaftlich verbandelt ist, ist es ein Affront nicht mit Dr. angesprochen zu werden. Es ist einfach die korrekte Anrede, auch wenn ich mich mit meinem Dr.-Kollegen sonst dutze, im Meeting mit Außenstehenden verweisen wir aufeinander mit Frau Dr. xy und Herr Dr. xz.

    Das wirst Du auch in jedem KH erleben, dass Ärzte aufeinender mit Dr. xy verweisen und privat sich Schnucki und Putzi nennen.

    Ob es in der Schule so sein muss - hm, schaden wird es den Kindern nicht, wenn sie mal solche Usancen kennen lernen.

    Diese Nennung per Strafe durchzusetzen - nun sehr seltsam!

    LG, I.

    • (15) 03.08.17 - 11:27

      " er allerdings in seiner Rolle als Lehrer des Kindes (im Geschäftsverkehr nach außen) unterwegs, KANN er darauf bestehen, dass der erworbene akademischen Grad in seiner konkreten Ausgestaltung korrekt verwendet wird, also Nennung des Dr."
      Der Lehrer kann nur verlangen das der Arbeitgeber, also die Schule, den Doktor Titel in Schriftstücken verwendet. Der Lehrer hat KEINEN Anspruch darauf das die Kinder ihn so anreden.
      http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/formelle-anrede-der-doktortitel-gehoert-nicht-zum-namen-12151063.html

      Nicht jeder Arzt ist ein Doktor und nicht jeder Doktor ist ein Arzt.

      http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/promotionen-und-doktor-in-der-medizin-im-inland-und-ausland-a-1081794.html

      • (16) 03.08.17 - 16:16

        Ein Arzt der nicht Doktor ist und sich so ansprechen lässt begeht eine Straftat .... Dass es auch unpromovierte Ärzte gibt ist nun keine neue Erkenntnis.

        Es gibt auch erkaufte akademische Titel ... was soll ich jetzt darauf geben?!? Das sieht man denen auch nicht von außen an! Es gibt sogar erschlichene Dr-Titel, die sogar nachträglich aberkannt werden - tja, Sachen gibt's!!!!

        Wenn Du meinst keinen Dr. mit seinem Titel in egal welcher Konstellation anreden zu müssen, dann lass es halt - in China fällt ein Sack Reis um!
        Und wenn das Gör meint eine Lehrerin nicht mit Titel ansprechen zu müssen, obwohl die andere Wert drauf legt, dann ist es eben so - müssen sich beide Damen damit abfinden / auseinandersetzen und wenn sie Zeit und Muse und Geld haben, werden sie vielleicht vor Gericht ziehen ...

    Hallo!

    Bei Ärzten erlebe ich es auch immer wieder, dass sie auf ihren Titel bestehen (wobei ein Dr. med / Dr. med. dent ein Kinderspiel ist gegenüber allen anderen Doktortiteln!). Bei Naturwissenschaftlern ist das eher verpöhnt. Ich kenne promovierte Naturwissenschaftler (Freunde, Familie), und allen ist es eher unangenehm mit Titel angesprochen zu werden.
    Bei Lehrern sehe ich es hingegen fast noch stärker als bei Medizinern, dass sie auf ihren Titel bestehen (mein Kollege (Zahnarzt) stellt sich z.B. nur Patienten gegenüber mit Titel vor, bei allen anderen läßt er den Titel weg).

    LG

(18) 03.08.17 - 00:33

Dann schreib den Namen komplett auf einen Zettel und den soll sie die erste Zeit mitnehmen - und den Namen ablesen, und wenn es vor ihr ist.

Strafe wegen vergessenen Doktortitels ist irrelevant und nicht durchsetzbar.
Die Anrede Doktor ist "anredefähig, aber der Promovierte hat keinen Anspruch darauf"
Das muss man der Lehrerin halt notfalls erklären, wenn sie es nicht weiß..... ;-)
LG Moni

(19) 03.08.17 - 08:35

Hallo,

das war bei uns zum Wechsel in die 5. Klasse auch so, sogar meine Schwiemu warnte vor der Frau Dr., die wahnsinnig streng und kalt sein sollte (war Ihre Kollegin am Gymnasium). Sämtliche Schüler von Ihr haben die Augen verdreht, wenn man nach ihr fragte. Und dann....es war ihre erste 5. Klasse, die Frau war toll. Anfangs etwas zögerlich, weil die Erfahrung mit so "kleinen" Kindern fehlte, aber bis heute ist die Frau vollkommen in Ordnung ;-)
Also, abwarten und dann ein eigenes Bild machen.

LG

  • (20) 07.08.17 - 10:41

    Hallo!

    So seh ich das auch. Ich hatte selbst so manchen berüchtigten Lehrer und bin mit allen immer gut klar gekommen. In der 5. Klasse hatte ich einen Englischlehrer, der fast von allen Schülern gehasst wurde, weil er angeblich so streng war - ich fand ihn überhaupt nicht streng und hatte - wie meine beiden jüngeren Schwestern übrigens auch - ein super Verhältnis zu ihm. In der Klasse war er auch nicht unbeliebt.
    Das gleiche in der 9 wieder (komischerweise auch Englisch ;-)) - die Lehrerin ist ja sooo streng... Streng war die Lehrerin nicht, nur unglaublich laut. Ihr hat es einfach gefallen, die Schüler mit allerlei "Knalleffekten" (die Tasche, die mit Karacho aufs Pult geschmissen wurde, die Bücher, Mäpchen..., die aufs Pult flogen, die Absätze, die bei ihr noch ein bisschen lauter klapperten) zu erschrecken. Manch einer war dadurch eingeschüchtert, ich fand das Auftreten dieser Damen einfach nur lachhaft und musste schon grinsen, wenn die Tür hinter ihr ins Schloss knallte.

    LG

(21) 03.08.17 - 09:27

Wir hatten früher auch eine Fr. Dr. Dr....... und da musste man auch immer 2x Dr. sagen.

Strafe gab es auch bei Nichtbeachtung. Aber das waren so Dinger wie ihre Tasche nach der Stunde zum Lehrerzimmer tragen, 3x schreiben "Meine Lehrerin heißt Dr. Dr......." oder so ein Killefitz. Hat keiner ernst genommen

Hallo,

frag doch die Lehrerin einfach.

(23) 03.08.17 - 10:38

Hallo,

ich find's echt lächerlich, wenn man auf die Anrede "Dr." besteht. Zu meiner Schulzeit hat kein/e Lehrer/in darauf was gegeben. Ich denke mir, so Menschen haben's einfach nötig. Deine Austauschtochter wird's überleben. Sie ist ja hier, um auch solche Erfahrungen zu machen. Da hat sie eine gute Anekdote, wenn sie zurück in ihrer Heimat ist.

LG

(24) 03.08.17 - 15:07

Meine Tochter hatte mal Vertretung bei einer Fr. Dr. Die halbe Klasse hat sich über ihren Titel lustig gemacht, wobei ich selbst auch schmunzel musste als sie mir das erzählt hat. #rofl

Jeder bekam eine Straf Aufgabe und natürlich haben sie die auch bearbeitet, aber ignorierten ihren Titel als Doktor weiter. #huepf Natürlich ist die Lehrerin eine Person die man respektieren muss, aber wenn man von Anfang an falsch an die Schüler rann geht, kann es zu Konsequenzen führen. Die Lehrerin ist ganz falsch an die Klasse ran gegangen, ich könnte das tausendmal besser #cool

(25) 04.08.17 - 11:17

...nicht die pferde scheu machen. erst mal gucken, ob das alles überhaupt stimmt.
und sie wird auch nicht gleich über ein neues kind herfallen.

ausserdem - ggf. stimmt das auch überhaupt nicht, wie es die mutter gehört hat. deren kind hats ggf. auch anders wiedergegeben als es war.

mein sohn hat auch schon eine strafe bekommen, weil er in der vierten teilweise noch immer die lehrer im eifer mit "du" anredet. das finde ich okay. und ggf. wars dem kind ja auch so ergangen und es hat daheim dann behauptet, es wäre am doktor gelegen. himmel - erst mal abwarten....

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