Keine Lust auf Schule

    • (1) 17.08.17 - 08:57

      Hallo,

      mein Sohn ist letzten Samstag eingeschult worden. Heute haben wir den vierten Schultag und er wollte heute früh nicht aufstehen und erst recht nicht zur Schule. Schon die Hausaufgaben der letzten zwei Tage war ein Kampf. Er sollte auf einem Kopierblatt Datum und seinen Namen eintragen. Auf der Rückseite waren Schwungübungen die er nur widerwillig gemacht hat.Er kann noch keine Zahlen und Buchstaben schreiben. Also hat er die Vorderseite frei gelassen. Nun klebte am nächsten Tag ein Zettel Im Hausaufgabenheft, das alles mit Kreuz gemacht werden muss. Wie denn wenn er keine Kenntnisse über Buchstaben und Zahlen hat.
      Im Kindergarten wurde keine Vorschule gemacht, nur ein Wald Projekt. Das hat ihm sehr viel Spass gemacht.

      Wir wollten ihn auf Grund seiner Entwicklung ein Jahr zurückstellen, was aber nicht bewilligt wurde. Er ist vier Tage vor Stichtag (30.6.) 6Jahre geworden. Von der Schulleiterin wurde es wie folgt begründet: Wir haben eine Schuleingangsphase die die ersten drei Schuljahre umfasst. Wenn er die erste Klasse nicht schafft, macht er sie eben nochmal.

      Nun hat er auch früh, wenn wir an der Schule stehen Bauchschmerzen. Ich seh mich schon in ein paar Monaten mit ihm beim Psyschologen sitzen. Wie kann ich meinem Sohn helfen Lust auf die Schule, das lernen zu bekommen? Er tut mir so leid wenn er weinend vor mir sitzt und nicht in die Schule will.
      Ich bestärke ihn schon immer das er dann lesen, schreiben, rechnen kann wie seine Schwester. Aber das interessiert ihn nicht.

      Hoffentlich hat jemand eine Lösung wie ich meinem Sohn helfen kann.

      • (2) 17.08.17 - 09:33

        Hallo,

        Nimm deinen Sohn in den Arm und Frage ihn warum er nicht hin will. Nimm die Bauchschmerzen ernst, die hat er höchstwahrscheinlich nämlich wirklich.

        Aber bringe ihn wenn es geht zur Schule. Meiner Tochter hatte ich in dieser Phase ganz viel von den Pausen und den neuen Freunden erzählt. Die Schulstunden hatten wir nur im Rahmen der Hausaufgaben thematisiert.

        Zu der Hausaufgabe

        Dein Sohn muss keine Buchstaben und Zahlen können um das Datum zu schreiben. Du schreibst das auf ein extra Blatt vor, zeigst ihm den Kalender und er MALT das Ganze ab. Aber bitte in der Schrift, die an seiner Schule gelehrt wird.

        Gruß Sol

        Hi,

        kann er denn seinen Namen nicht schreiben?
        Bei uns (NRW) wird das vom Kind bei der Schulanmeldung "verlangt". Normalerweise können die Kinder das.

        Es heißt ja immer, die Kinder bräuchten keine Vorkenntnisse. Aber wie du siehst, stimmt das nicht. Und da die meisten Kinder die Ziffern und zumindest ihren Namen schreiben können, hinkt dein Sohn jetzt hinterher.

        Kannst du nicht am Wochenende mit ihm üben? Oder hat er noch arge Probleme mit der Stifthaltung? Es sind nur 10 Ziffern und die sind relativ schnell gelernt. Muss ja nicht wunderschön aussehen, sondern nur lesbar.

        Haben die Kinder schon mit dem Schreiblehrgang begonnen? Bei meinem Sohn hieß das "Zwergenheft" (Druckschriftlehrgang)

        Viele Grüße
        Julia

        • (4) 17.08.17 - 09:42

          >>kann er denn seinen Namen nicht schreiben?
          Bei uns (NRW) wird das vom Kind bei der Schulanmeldung "verlangt". Normalerweise können die Kinder das.<<
          Da muss ich widersprechen, wahrscheinlich ist das auch von Bundesland zu Bundesland verschieden, aber hier bei uns musste niemand lesen und schreiben können, und schon gar nicht das Datum....

          • (5) 17.08.17 - 14:11

            Von Lesen können habe ich nicht gesprochen, aber den eigenen Namen können doch die meisten Kinder in dem Alter schreiben.

            Mein Sohn musste das bei der Schulanmeldung und die ist hier im Oktober vor der Einschulung.

            Das Datum wird die Lehrerin mit den Kindern vormittags geübt haben. Zumindest gehe ich davon aus.

            • (6) 18.08.17 - 07:50

              Stell Dir vor, hier bei uns musste kein Kind seinen Namen schreiben können und es wurde in der Vorschule sogar davon abgeraten, dies strikt mit dem Kind zu üben.
              Ein Datum wird auch nicht in den ersten Wochen geübt.

            • Bei uns war damals ein Elternabend im Kiga, mit einer der zukünftigen GS Lehrerin. Sie meinte damals, zur Einschulung sollten sie ihren Namen schreiben können, bis 20 "zählen" können (nicht schreiben) und sowie die Namen der Eltern und ihre Adresse auswendig sagen können (zwecks Heimweg) .
              Ansonsten sauber kleben, sauber ausmalen und sauber auschneiden können, sowie alleine an- und ausziehen können und Schuhe binden können, dazu soziales Verhalten.

              Kinder haben im Kindergarten , auf ihren gebastelteten und gemalten Sachen eigentlich schon immer mit ihren Namen selbstständig versehen.

          (8) 19.08.17 - 17:35

          Hallo,

          ich kenne hier (Nrw) kein Kind, was seinen Vornamen mit 5 nicht schreiben konnte, selbst bei weniger fitten Kindern mit längeren Vornamen.

          LG

          Heike

      Der Kindergarten ist der Meinung die Kinder brauchen keine Vorkentnisse. Klar hab ich mit ihm seinen Namen schreiben geübt. Er war im letzten Jahr auch bei der Ergotherapie und Logotherapie. Bei der Ergo wurde die Stifthaltung und Zahlen geübt. Er erkennt die Zahlen auch aber will sie nicht schreiben.
      Ich lese hier bei Urbia ja schon ewig mit, und hatte schon immer den Eindruck das er mit der Entwicklung zurück ist. Aber es wurde mir vom Kindergarten immer gesagt das er normal entwickelt ist. Ich solle ihn nicht immer vergleichen. Das habe ich auch nicht gemacht sondern nur auf Defizite hingewiesen. Da wurde mir gesagt ich soll drauf gucken was er kann und nicht was er nicht kann. Das hat mir dann gereicht.
      Er hat einige Vorschulhefte zum üben, die er auch mit Freude gemacht hat, bis vor einigen Monaten. Seit Sommer gar nicht mehr.

      • (10) 17.08.17 - 10:19

        Nicht falsch verstehen, ich kenne Mütter, deren Kinder ganz normal entwickeln sind und dennoch meinen die Eltern, daß Kind hinkt hinterher.
        Die Vorschuluntersuchung ist doch eigentlich recht aussagekräftig und wenn die Erzieher auch der Meinung sind, das ist auch qualifiziertes Personal, kann es doch sein, daß Du falsch liegst und Deinen Unmut auf Dein Kind überträgst.
        Bestärke Dein Kind in allem, was es tun und machen soll. Man muss am Anfang der 1. Klasse nicht perfekt sein, man lernt doch in der Schule. Auch das Üben würde ich nicht übertreiben.

        LG

        • (11) 17.08.17 - 10:46

          Ich hätte es dazu schreiben sollen das die Rückstellung nicht von uns aus ging. Bei der Schulanmeldung wurde schon gesagt das er noch nicht so weit ist. Bei der ärztlichen Untersuchung wurde uns auch eine Verschiebung der Schulaufnahme ans Herz gelegt.

          Nur der Kindergarten war der Meinung das er Schulreif ist, und danach wurde entschieden.

          Wir haben auch Atteste der Ergo- und Logotherapie beigelegt, aber er hat sich leider zu gut entwickelt.

          • (12) 17.08.17 - 10:49

            OK. das macht die Sache ja doch komplizierter. Aber kann denn der Kiga entscheiden, daß ein Kind zur Schule muß? Ich dachte, da zählt die Schuluntersuchung #schwitz
            Das tut mir wirklich leid. Man kann eine Einschulung unter bestimmten Voraussetzungen auch rückgängig machen, aber ob das überall so möglich ist, weiß ich natürlich auch nicht.

            In welchem Bundesland wohnt ihr denn?

            In NRW hat die Schulleitung das letzte Wort.

            Bei uns entscheidet auch der Einschulungstest...der KiGa wird seinen Platz schon an ein neues Kind vergeben und zugesagt haben und wollte ihn wahrscheinlich auch nicht mehr absagen.

(15) 17.08.17 - 09:46

welche Erwartungshaltung hast du den an dein Kind? wie hast du ihn auf die Schule vorbereitet mental? was ist so schlimm an wiederholen?

Mein Sohn ist jetzt auch in die Schule gekommen, ist hier schon seid 2 Wochen, er hat Mitte Juni Geb.
Das Alter deines Kindes ist also nichts besonderes, hier in NDS ist 30.9 Stichtag, sprich es gehen NOCH 5 Jährige zur Schule.

mein Kind ist mit der Einstellung zur Schule gegangen es will lernen und Schule macht Spaß, nimm den Druck bei Hausaufgaben raus, entweder er tut freiwillig oder halt gar nicht, ich würde nicht darauf bestehen, sage meinen immer, es ist ihr Problem, ich helfe wenn sie fragen , und der Rest ist ihr Problem, auch wiederholen wäre kein Untergang, wenn es denn dazu käme.

Und wenn es schwierig ist , kann man motivieren, dass es schon packen wird, ganz sicher, aber nicht zwingen wenn es sich weigert.

Ansonsten ist die Frage wie lange hat dein Kind Schule?
Was macht es zum Ausgleich?

Vielleicht redet ihr zu Hause auch schlecht über die Schule, denn irgendwo muss die Miese Einstellung herkommen...

  • (16) 17.08.17 - 10:18

    Ich habe gar keine Erwartungen, er hat sich auch nicht auf die Schule gefreut wie die anderen Kinder. Er ist ja nicht mein erstes Kind. Vielleicht mache ich mir deshalb mehr Sorgen. Seine Schwester geht siebte Klasse Gymnasium, sie geht gern zur Schule. Er hat einfach keinen Spaß am schreiben, obwohl er sehr gern malt. Wenn er sagt das er es nicht kann, ermuntere ich ihn, es erstmal zu probieren. Ich lobe ihn auch wenn er es macht, egal wie es aussieht.

    • (17) 17.08.17 - 10:27

      warum hat er sich nicht gefreut was hat er damit verbunden?

      • (18) 17.08.17 - 10:37

        So genau weiß ich es auch nicht. Er hat einfach kein Interesse an Schulischen Dingen.

        Es war ihm sogar egal welches Motiv sein Ranzen hat. Mit viel überreden könnten wir dann mal schauen welcher es werden könnte.

        Wir haben nie schlecht über die Schule gesprochen.

        • (19) 17.08.17 - 11:02

          lernt seine schwester denn viel, vielleicht schreckt ihn das ab.

          Welche Interessen hat er denn allgemein, sprich was macht er gerne

          (20) 17.08.17 - 13:22

          Dann war es wahrscheinlich wirklich zu früh mit der Einschulung.

          Mein Großer wurde zurückgestellt. Auch er hatte in dem Jahr, als er gemusst hätte, so gar kein Interesse an der Schule gezeigt.

          Das kam dann er, als er sein 2.Vorschuljahr absolvierte und dann kam auch mal, dass er sich auf die Schule freut.

          Schade dass er mit solchen Voraussetzungen gestartet ist, so ist es natürlich schwer, ihn zu motivieren. Aber vielleicht platzt der Knoten ja auch bald, wenn er erste größere Erfolge sieht und richtig angekommen ist. Man sagt ja, dass die Kinder oft bis mind. zu den Herbstferien brauchen.

Wie immer darf man sich über Deine Aussagen hier nur wundern.

"was ist so schlimm an wiederholen?"
Ähm... Alles seine Klassenkameraden kommen in die 2. Klasse und er sitzt auf einmal wieder unter den neu eingeschulten Erstlässlern. Hmmm, das wird im garantiert viel Freude bereiten und ganz sicher motivieren und er wird von all seinen Klassenkameraden auch ganz sicherlich nicht komisch angeguckt, wenn er im 1. Schuljahr bei Übungen immer der Schlechteste ist, immer derjenige ist, der am schlechtesten Rechnen und Lesen kann. Bestimmt eine wahre Freunde für ihn!

"nimm den Druck bei Hausaufgaben raus, entweder er tut freiwillig oder halt gar nicht, ich würde nicht darauf bestehen, "
Keine Ahnung, wie das an eurer Schule ist, aber an unserer Schule müssen die Hausaugaben gemacht werden, sie sind NICHT freiwillig. Wer sie oftmals hintereinander vergißt bzw, mit Absicht nicht macht, bekommt Konsequenzen zu spüren (Gespräch mit der Lehrerin, Ermahnung, ...).

  • es ist eher seltsam wenn Kinder schon in der ersten Klasse IHRE Klassenkameraden ausgrenzen wenn die was nicht können oder länger brauchen, sone Einstellung hat hier kein Kind, 2 er hat kein Interesse an der Schule daher wird ihm das egal sein mit dem wiederholen, kenne hier mehrere Kinder die aus ähnlichen Gründen wiederholt haben, aber die Eltern haben zusätzlich keinen druck gemacht und Kinder waren auch zufrieden, wäre das ein Problem fürs Kind dann würde es lernen, klar muss es von solchen Konsequenzen wissen, so ziemlich sofort.

    Hier sollen die Kinder nicht länger als 10 min für ihre Hausaufgaben brauchen, wer länger braucht muss es nicht zu ende machen, man müsste dann halt was dazu schreiben, Kind hat es nur bis hier und dahin geschafft und gut ist ,natürlich darf ein Kind wenn es möchte und länger braucht die ha auch vollenden auch lesen lernen sollte man nicht übertreiben bei meinen Sohn machen wir das derzeit so 2-3 min täglich. Soll ja nur das verfestigen was sie derzeit lernen.

    • (23) 18.08.17 - 09:55

      ZITAT: Hier sollen die Kinder nicht länger als 10 min für ihre Hausaufgaben brauchen, wer länger braucht muss es nicht zu ende machen, man müsste dann halt was dazu schreiben, Kind hat es nur bis hier und dahin geschafft ZITATENDE

      da hätte mein Sohn noch nie in seinem Leben Hausaufgaben gemacht. Ich denke schon, dass Hausaufgaben verpflichtend sind und nicht erlassen werden sollen, wenn ich nur lange genug Löcher in die Luft oder ins Heft starre. Das hätte mein Sohn nämlich ganz schnell dabei gelernt: NAch 10 Minuten kommt Mama und erlaubt mir anderes. Ich warte einfach 10 Minuten, dann muss ich das nicht machen...

      Ich denke, diese Einstellung ist auch typischer für Kinder.... Ich kann mich jedenfalls erinnern, dass ich auch mal Kind war und wenn mir jemand die Option gegeben hätte, dass ich es nach 10 Minuten nicht mehr machen muss, hätte ich nie etwas gemacht. Was sind 10 Minuten Langeweile gegen die Mühen von Schulaufgaben....?

      • (24) 18.08.17 - 10:16

        keine Ahnung warum hat dein sohn ne Einstellung, das höre ich ja öfters, aber ganz ehrlich ich habe 3 Kinder die zur Schule gehen und hatte nie das Problem das die keine Hausis machen wollen, für sie ist es klar das es dazu gehört, sie sind auch nie von der Schule angenervt, persönlich denke ich das Eltern was damit zu tun haben wenn Kinder indem Alter kein bock haben, kann Druck , hohe Erwartungshaltung sein, oder negative Sprüche über die Schule oder auch dass den Kindern vor der Schule alles abgenommen wurde, sie keinerlei Disziplin kannten , nie etwas leisten mussten, dann kann natürlich sone Umstellung plötzlich zu viel sein und sich negativ auswirken, wenn man plötzlich Leistung bringen muss .

        Von Natur sind Kinder aber eigentlich neugierig und wissbegierig daher sollte Schule Spaß machen, und wenn man nach der Schule genug Ausgleich hat, dann ist paar stunden sitzen weniger schlimm

        • (25) 18.08.17 - 10:26

          Du hast mich falsch verstanden. Ich denke schon, dass mein Kind neugierig und wissbegierig ist. Es ist nur so, dass in der Schule der vermittelte Stoff nicht immer die Interessen meines Sohnes trifft (wie vieler anderer sicher auch). Deswegen wird er sich ungern mit Dingen am Nachmittag beschäftigen, die seinen Interessen widerstreben. Also würde er, wenn es mit einer Option (tun oder nicht, was es ja in dem Falle wäre, wenn nach 10 Minuten abgebrochen wird) behaftet wäre, sich für den einfacheren Weg entscheiden. Auch völlig normal. Und hat rein gar nichts mit keine Lust am Lernen und Neugierde zu tun.
          Wir lernen immer nur das, was in uns eine Emotion hervorruft. Wir beschäftigen uns auch nur mit Dingen, die uns etwas geben. Und da unser Schulsystem diese Punkte nicht berücksichtigt, wird es wohl so bleiben, dass Hausaufgaben eben keine Option, sondern Pflicht sind.

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