weiterführende Schule ohne Freundinnen?

    • (1) 20.09.17 - 11:00

      Hallo zusammen,

      meine Tochter wechselt im nächsten Jahr auf die weiterführende Schule. In unserem Fall wird es wohl ein Gymnasium werden. Nun ist es so, dass unsere Tochter eine Sprachbegabung hat und wir jetzt 2 Schulen in der engeren Auswahl haben, die beide einen billingualen Zweig haben. Eine in Englisch, die andere in Französisch. Derzeit würden wir, wenn wir denn billingual wählen würden, Englisch bevorzugen...

      Sie ist aber ein Kind, was sich eher schwer tut, mit Kontakte knüpfen. Als sie damals in die Grundschule kam, kannte sie kein einziges Kind in ihrer Klasse (alle anderen kannten sich) und es hat wirklich 6 Monate gedauert, bis sie dort überhaupt Anschluss gefunden hat. Mittlerweile ist sie sehr beliebt und hat viele Freunde dort.

      Es ist aber jetzt schon absehbar, dass keiner ihrer Freunde auf eines dieser Gymnasien gehen wird. Sie werden wohl alle auf ein Gym gehen, was in einem Nachbarort liegt, das aber für uns nicht in Frage kommt, da wir in der Zukunft noch umziehen möchten und dieses Gym dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln leider überhaupt nicht mehr erreichbar wäre ohne schon 1,5 Stunden vorher loszufahren... unsere beiden Wunschgyms sind sehr gut erreichbar, egal wo wir wohnen...

      Jetzt mache ich mir allerdings Sorgen darüber, ob sie dort dann Anschluss findet oder sich wieder so schwer tun wird und womöglich später ganz ohne Freunde da steht. Das möchte ich natürlich auch nicht.

      Wie würdet ihr da verfahren? Oder hat jemand ein Kind was ähnlich introvertiert ist und dennoch auf eine weiterführende Schule ohne seine Freunde gewechselt hat?

      Liebe Grüße,
      babymonster

      • Im Gymnasium wird es wohl noch mehr Kinder geben, die ohne Freunde in die 5. Klasse kommen... auch da wird es sicher so sein, dass man innerhalb von 6 Monaten wieder neue Freunde findet. Ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen. Es gibt dort sicher auch AGs und Nachmittagsbetreuung. Deine Tochter wird sicher Anschluß finden #klee#klee

        • Danke für die positiven Worte. Ja stimmt, es gibt auch noch AGs wo sie andere Kinder kennenlernen kann. Darüber hab ich gar nicht nachgedacht. Sie ist halt leider recht schüchtern wenn es darum geht, andere Kinder anzusprechen. Ich denke sie hat Angst vor zurückweisungen... Aber letztlich muss sie das auch lernen.

      Hallo,

      ich bin damals auch auf eine - damals noch - OS gegangen, auf die keiner aus meiner Grundschulklasse ging. Am Anfang fand ich das echt blöd und war auch ziemlich verunsichert - gerade, weil sich dort viele von vorher kannten. Aber mit der Zeit gibt sich das. Ich habe letzten Endes doch relativ zügig Anschluss gefunden und Freundschaften geschlossen.

      Ich denke, davon sollte man die Entscheidung nicht abhängig machen. Kann ja auch sein, dass man gemeinsam auf eine neue Schule kommt und sich dann nach 2 Wochen nicht mehr versteht.

      • Du erinnerst mich daran, dass ich damals auch allein in einer Klasse war und niemanden kannte. Allerdings war ich nicht so schüchtern wie meine Tochter und hatte sehr schnell Anschluss. Und ich war auch gar nicht die einzige die dort alleine war. Da gabs noch einige Mädels mehr die niemanden kannten. Und du hast absolut recht. Es könnte auch sein, dass es auch nichts bringt , sie mit ihrer Freundin auf eine Schule zu stecken da es immer noch sein kann, dass sich auch die Freundin abwendet weil sie neue Freunde gefunden hat oder man sich einfach nicht mehr versteht. Denn wenn ich mal darüber nachdenke wie viele Freunde ich aus der Grundschule heute noch habe kann ich sagen: nicht einen einzigen...

        • Ich kann tatsächlich nicht so beurteilen, ob ich schüchtern war. Aber ich erinnere mich daran, dass man ja direkt schon mal Anschluss / Gespräche hatte, weil der Sitznachbar natürlich nachgefragt hat. Und wir hatten zu Beginn so "Kennenlernspiele", bei denen wir jemanden "interviewen" und dann vorstellen mussten. Und es gibt ja auch immer mal wieder Gruppenarbeiten. Das hat alles schon aufgelockert, man lernte verschiedene Leute kennen und man war nicht mehr komplett fremd.

          Eine Gemeinsamkeit bleibt ja: Man ist neu an einer fremden Schule und muss sich da ja zusammen zurechtfinden. :-)

          • ja das stimmt. Ich glaube, dass es an der weiterführenden Schule auch noch mal ein wenig anders läuft als an einer kleinen Dorfgrundschule... Hier gab es zb keine Kennenlernspiele, weil sich ja alle schon kannten bis auf meine Tochter. Ich glaube das macht schon ganz schön viel auf. Sie haben sich direkt alle zusammen getan und meine Tochter wurde außen vor gelassen. Ich glaube das macht es auch ganz schön schwer. Da der Einzugsbereich in den städtischen Gymnasien ja ein vieeeeeeeeeeeeeeel größerer ist, kommen dort ja viele hin die sich nicht kennen oder aber mit jemandem aus ihrer alten Klasse mit dem sie aber vielleicht dort schon nicht viel zu tun hatten etc. ich glaube ich mach mir wohl zu viele sorgen.

    Hallo

    für mich wäre schon allein die Fahrzeit völlig indiskutabel. Ich glaube nicht, dass eins der anderen Kinder für euer Kind auf ein weiter entferntes Gymnasium fahren würde, oder? ;-)

    Meine Tochter hatte in der Grundschule lange auch große Probleme, Anschluss zu finden. Allerdings ist sie eigentlich gar nicht introvertiert. Aber ihre Klasse kam fast komplett aus einem Kindergarten, außer ihr und 2 anderen Kindern.

    Sie ist zwar mit ihren Freundinnen aufs Gymnasium gekommen, hängt aber gerade nahezu nur mit Mädels herum, die sie gerade mal 3 Wochen kennt ;-)

    Hätte ich hier ne billinguale Schule in der Nähe, würde ich nicht 1 Sekunde zögern :-)

    Lg

    • Naja ich würds ja auch nicht für die anderen Kinder tun, sondern um meiner Tochter einen Gefallen zu tun :-) Aber ich finde 1,5 Stunden (derzeit wären es nur 10 Minuten Fahrzeit, aber da unsere Pläne anders aussehen und die Busse dann so doof fahren, obwohl es vom neuen Wohnort auch nur ca. 20 Minuten Fahrtzeit sein könnten, würde es dann letztlich auf 1,5 Stunden hinauslaufen, da sie dann extra in die entgegengesetzte Richtung fahren müsste, damit sie dann umsteigen kann und das ganze Stück plus noch weiter wieder zurück fahren kann... also wirklich total blöd) auch eigentlich keine Option...

      Also prinzipiell ist sie auch gar nicht wirklich introvertiert. Eher schüchtern könnte man sagen. Wenn jemand auf sie zugeht, ist das alles kein Problem. Nur sie selbst traut sich nicht, auf andere zuzugehen, obwohl sie sonst eigentlich sehr selbstbewusst ist. Aber in diesem Fall nicht. In der Grundschule hier war es allerdings auch so, dass sie wirklich als einzige niemanden kannte und alle anderen sich bereits kannten. Ich denke, das macht es natürlich noch schwieriger. Ich vermute, dass auf den Gymnasien in der Stadt doch mehr Kinder sein werden, die niemanden kennen. Da sollte sich doch eigentlich etwas ergeben.

(10) 20.09.17 - 11:36

Hi,
ich bin auch als einzige aus meiner Klasse auf meine weiterführende Schule gegangen und ich habe es überlebt und habe auch Freunde gefunden. Auf dieser Schule wird sie mind. 8 Jahre sein, es sind viele andere Kinder dort, die sich auch nicht kennen. Klar wird es etwas dauern, aber sie wird Freunde finden.

  • (11) 20.09.17 - 11:44

    Danke für die positive Rückmeldung. Das macht Mut und du hast recht. Sie wird Freunde finden. Vielleicht dauert es etwas länger, aber sie wird bestimmt nicht 8 Jahre lang alleine da stehen.

(12) 20.09.17 - 11:55

Hallo,

ich würde die Schulwahl nicht von den Freunden abhängig machen.
Wenn Deine Tochter das andere Gymnasium nicht mehr erreichen kann, wenn Ihr umzieht, macht es keinen Sinn, sie dort einzuschulen.

Unsere Tochter ist auch ohne Freundin auf's Gymnasium gewechselt, weil sie unbedingt bilingual Französisch machen wollte. Zur Zeit ist sie so mit der Eingewöhnung und den Hausaufgaben beschäftigt, dass sie gar nicht versucht, sich zu verabreden, auch nicht mit den alten Freundinnen im Dorf. (Die sind auch alle im Stress.) In der Pause hat sie aber Mädchen, mit denen sie spielt. In der Klasse sind mehrere Kinder, die ohne Freund oder Freundin auf die Schule gewechselt haben. Ich denke, das wird noch.
Unsere Tochter findet zwar schnell Kinder zum Quatschen, aber mit echten Freundschaften dauert es länger.

Die alten Freundinnen wären für Deine Tochter nachmittags ja noch erreichbar bis Ihr umzieht. Und sie ist jetzt älter und sozial weiter als in der 1. Klasse.

LG

Heike

  • (13) 20.09.17 - 12:02

    danke für deinen Erfahrungsbericht. Das lässt mich hoffen :-)

    Toll, dass deine Tochter so schnell Anschluss gefunden hat. Na klar, richtige Freundschaften dauern noch. Das find ich auch völlig normal. Ich hab eher die Angst, dass meine Tochter nicht mal jemanden findet, mit dem sie die Pausen verbringen kann. Aber ich glaub, das ist eher eine Angst die ich mir selbst einrede. Ich sollte ihr da mehr zutrauen.

    Ja du hast recht, sie ist älter und sozial weiter als in der 1. Klasse. Ich seh halt immer nur zb im Urlaub, dass sie niemals ein anderes Kind von sich aus ansprechen würde, aber im Prinzip braucht sie es da ja auch nicht, denn dort hat sie ja immer ihren 1 Jahr älteren Bruder bei sich. Durch ihn lernt sie immer andere Kinder kennen ,denn er ist sehr offen und kontaktfreudig. Aber auf einer neuen Schule MUSS sie sich da schon ein wenig anstrengen und das weiß sie eigentlich auch. Es ist halt der "unbequemere" Weg und man muss was tun um Kinder kennenzulernen, aber es wird ja vermutlich nicht mehr so sein, dass sie (wie in der Grundschule) die einzige ist die niemanden kennt... und dort werden ja auch kennenlernspiele gespielt und man bekommt einen Tischnachbarn etc. Da kommt man ja im normalfall von selbst ins Gespräch.

    Vielen Dank für deine Worte.

    Lg

Hallo,
in der 5. wird doch alles wieder neu gemischt, der Einzugsbereich ist deutlich größer (hier zumindest), es wird mehrere Kinder geben, die niemanden kennen.
Wäre es möglich, jetzt schon einen Sport im Umfeld der neuen Schule auszuüben, sodass die Chance besteht, dort jemanden kennenzulernen?
Meine Mittlere ist mit 3 Mädchen aus der Klasse an die weiterführende Schule gekommen. Da sie aber unbedingt in eine bestimmte Profilklasse wollte, ist sie nun ohne Freundinnen eingeschult worden. Sie kannte niemanden, nichtmal vom Sehen. Das ging aber mehreren so und auch Dank einer 5-tägigen Kennenlernfahrt in Schulwoche 3 sind alle zusammen gerückt. Ich würde mir nicht zuviele Gedanken machen und vielleicht kurz nach Schulbeginn eine kleine Übernachtungsparty o.ä. untetstützen, wo sie 3-4 Mädels einladen darf, sowas in der Art.
LG

  • (15) 20.09.17 - 12:03

    P.S.: Jetzt nach nur 5 Wochen Schule hat sie übrigens mit den Mädchen aus der alten Klasse, die mit ihr gewechselt sind, fast keinen Kontakt mehr, nur noch sporadisch in der Pause mal.

    ja das Einzugsgebiet ist deutlich größer, da beide in Frage kommende Schulen in der Stadt sind (wir wohnen hier in einem kleinen Stadtteil aber beide Schulen sind mitten in der Stadt). Leider ist sie sportlich nicht zu begeistern. Hobbys hat sie bis heute keine, da sie mehr der Kopfmensch ist und sich nicht von Sport überzeugen lässt... Es würde aber vermutlich auch nicht viel bringen, da die Schulen ja wie gesagt mitten in der Stadt sind und das Einzugsgebiet riesig ist... Letztlich wird sie es dann auf sich zukommen lassen müssen.

    Lg

Hallo
Es ist schön wenn man mit den besten Freunden auf die gleiche Schule kommt, aber wichtiger ist natürlich dass die Schule auch passt.
Meine Tochter ist gerade aufs Gymnasiun gekommen und letztendlich in einer Klasse gelandet in der sie niemanden vorher kannte. Sie selbst ist alles andere als introvertiert, ist aber jetzt das Kind dass auf ein anderes zu geht. So hat sie jetzt Freundschaft mit einem ruhigen, neu zugezogenem Jungen geschlossen.

LG

  • danke für deinen Bericht. Stimmt, letztlich kann es natürlich sein, dass man mit Freundinnen auf die gleiche Schule wechselt aber dennoch vielleicht gar nicht in eine Klasse kommt. Und es gibt ja auch immer Kinder wie deine Tochter, die da vielleicht mutiger sind und auf andere ruhigere Kinder zugehen. Darüber hab ich eigentlich noch gar nicht so richtig nachgedacht. Irgendwer wird bestimmt auch auf meine Tochter zugehen. Vermutlich zumindest ja mal der Tischnachbar, denn mit dem kommt man ja immer irgendwann ins Gespräch.

(19) 20.09.17 - 12:30

folgendes ist mir sofort eingefallen/aufgefallen

1. wenn ihr umziehen werdet und die Schule ihrer Freunde nicht mehr erreichbar ist, würde sie SOWIESO in eine NEUE Schule kommen, wo sie noch niemanden kennt. Also jetzt oder später
a) später könnte sie noch etwas reifen
b) jetzt hätte den Vorteil, dass in der 5. Klasse viele noch niemanden kennen

2. Billingualer Zug: wenn sie das wirklich möchte (vorher gut informieren!) dann werden sich auch dort kaum Kinder kennen. Zum einen sind es verschiedene Herkunftsgebiete, zum anderen aus jedem Gebiet vermutlich nur einzelne Schüler/Schülerinnen. Das müsste schon Zufall sein, dass aus jeder Grundschulklasse gleich mehrere Freunde genau diesen Weg wählen und sich alle Kids schon kennen

3. Selbst beim Übergang Kindergarten zur Grundschule kannten sich hier nicht alle Kinder. Pro Kindergarten waren es ein paar. Witzigerweise blieben die Freunde nicht Freunde, sondern wechselten irgendwie. Klar, ok, sie kannten sich. Aber aus den Kiga-Grüppchen ABC, DE, FG, HIJ wurden dann AEH, FI, CD, während sich J und B aus anderen Kindergärten neue Freunde fanden, innerhalb der gemeinsamen Klasse.
Beim Wechsel zur weiterführenden Schule ist es ähnlich. Viele kommen zwar von der gleichen Grundschule / Grundschulklasse, aber sind jetzt verteilt auf verschiedene neue Klassen, weil sie andere Bereiche gewählt haben. Manche kennen sie noch vom Pausenhof (hatten bisher nie was miteinander zu tun), andere kommen aus anderen Städten.


Da würde sich mir die Frage stellen, wie sicher ihr umziehen werdet. Wenn sehr sicher, würde ich mit deiner Tochter gemeinsam besprechen, welche der beiden Schulen sie möchte.

Die Schule auf der die Freunde sind, würde ich nur machen, wenn ihr beim Umzug noch nicht sicher seid, sie wirklich sehr dorthin will.
Wenn die Sprachwahlen kommen, hier bei der zweiten Fremdsprache, werden die Klassen ohnhin noch mal gemischt.
Ausgenommen bilingual, da gibt es teilweise eine andere Regelung.
In den Bilingual-Zug rein kann man glaube ich später nicht mehr wechseln. Falls sie auf die Schule der Freunde ohne diesen Zug geht.

Allerdings würde mich vorher noch mal gut beraten lassen, ob der bilinguale Zug wirklich für sie passt. Sprachbegabt ist super und sinnvoll dafür. Aber auch sonstiges, wie andere Fächer auch in der anderen Sprache unterrichtet werden, evtl. Unterstützung zu Hause, Verbindung zum Land - Urlaub vor Ort etc.
Auch bei der Wahl der Sprache. Vorher noch mal an den Schulen direkt fragen, wie das aufgebaut ist, was auf sie/euch zukommt usw. viele Schulen bieten ja einen Tag der offenen Tür an.

  • Hallo,

    also zu deinen Punkten :-)
    Dass wir umziehen werden ist sicher. Nur der Zeitpunkt ist noch nicht sicher. Ich hoffe darauf nächstes, bzw spätestens übernächstes Jahr umzuziehen.
    Die Schule wechseln ließe ich sie dafür aber nicht, denn dann wäre es wirklich quatsch, sie dort anzumelden. Allerdings würde ich mich verpflichten, solange sie noch nicht den Weg mit dem Fahrrad zurücklegen kann und im Winter, sie immer mit dem Auto zu fahren. Ob ich dazu bereit bin weiß ich ehrlich gesagt nicht. Und nachher das alles nur, damit sie mit ihren Freundinnen zusammen sein kann und dann sind sie vielleicht später gar nicht mehr befreundet oder sogar gar nicht in einer Klasse... Man weiß es ja nicht.

    zum billingualen Zweig: du klingst wenig begeistert . Magst du mir verraten warum du billingual nicht so gut findest? (oder hab ich das falsch verstanden?)

    wir schauen uns auf alle fälle beide Schulen genau an (beim Tag der offenen Tür) und wollten uns dort auch nochmal ganz genau über diesen Zweig informieren und erfragen, welche Voraussetzungen man benötigt und wann es vielleicht nicht so sinnvoll ist. Bei der Schule die französisch als billingualen Zweig anbietet, bin ich eher geneigt, den normalen Zweig zu wählen, da wir mit französisch so rein gar nix am Hut haben... Wobei das ja nix heißen muss...

    Letztlich stimmt es natürlich, wenn nachher die Bereich wieder gewählt werden müssen, läuft eh alles irgendwo auseinander... Also eine Garantie dass sie mit ihren Freunden zusammen bleibt gibt es eh nicht.

    • wenig begeistert würde ich nicht sagen, eher skeptisch.
      Durchaus aufgeschlossen, bereit mich weiterhin zu informieren, aber eben skeptisch, beobachtend, prüfend ;-)

      Fremdsprachen zu können ist toll.
      Auch mehrsprachig aufzuwachsen kann super sein.
      Allerdings würde ich da individuell die Faktoren prüfen.

      Ebenso beim billingualen Zug.
      - wer kann helfen?
      - wie kann geholfen werden?
      - wie besteht Bezug zur Sprache?
      usw.

      ich selbst hatte in der Schule mehrere Fremdsprachen. Super Sache. 15 Jahre später:
      die besten mit damals 1en können heute kein Wort mehr. Jedenfalls diejenigen, die die Sprache nie gelebt haben. Leicht gelernt, aber nicht weiter erhalten.

      Meine Noten waren grauenhaft. Reden oder schreiben konnte ich in einer der Sprachen schon damals nicht (in anderen schon). Das Sprachverständnis hilft mir heute mich im Urlaub oder ähnlichen Sprachen bruchstückhaft zurechtzufinden. Immerhin, aber mehr auch nicht.

      Anders ist es bei Kindern, die damals schon die Sprache gelebt haben und/oder dort wohnen, grenznah wohnen, die Sprache auch im Studium weiter leben, in der Ausbildung oder im Beruf brauchen, Verwante im Land haben etc.

      Sprachbegabt sein hilft sicherlich beim Lernen der Sprache, die Frage ist aber auch, wie kann Sprache umgesetzt werden?

      Beim Bilingualen Zug kommt ja hinzu, dass andere Schulfächer ebenfalls in der anderen Sprache unterrichtet werden. Das ist zwar spannend. Aber was ist, wenn das Fach so gar nicht dem Interesse des Kindes entspricht?
      Erdkunde fand ich in der Schulzeit langweilig. Schon mit deutschen Fachbegriffen schwierig. Das in einer anderen Sprache? uiuiuiui.
      Soooo schlecht war mein Englisch damals nicht. Meistens kam ich gut damit durch. Frag mich aber bitte nichts mehr zu dem Schuljahr, als wir Umweltpolitik oder ähnliches im Englischunterricht hatten. Das waren Vokabaln, deren deutsche Übersetzung ich mir erst mal aneignen musste. Herausfinden musste, was das überhaupt ist.
      Jetzt im Beruf bringt mir mein Schulenglisch kaum etwas. Diese Vokabeln lerne ich privat. Klar Grammatik und Sprachbasis sind da, darauf kann ich aufbauen. Das was ich heute brauche, ist dann aber doch anders.

      Für einen Teil unserer Klasse war das eine Schuljahr hilfreich. Es gab tatsächlich jemanden, der in Richtung Umweltpolitik oder was das genau ist studiert hat und das Thema im Studium bzw. Auslandssemester brauchen konnte.

      Auch die, die Sprachen studiert haben und im Ausland wohnen oder zeitweise gewohnt haben, hat sich vieles gelohnt. Ihre Sprache lebt, auch dadurch, dass sie sie regelmäßig sprechen und vor allem leben.


      Wie gesagt, Sprachbegabung und Freude an der Sprache sind tolle Eigenschaften und sicher hilfreich beim Bilingualen Zug. Aber Sprache lebt nicht allein vom Lernen, sondern auch vom Sprechen.


      Als für mein Kind die Entscheidung wegen weiterführender Schule bestand, habe ich mit Lehrern der jeweilgen Schule, sowie befreundeten Lehrern (Sprache) gesprochen.
      Es ist keine schlechte Sache, sollte aber eben mit Bedacht gewählt werden. Was ist Ziel, was ist Zweck, was ist Wunsch, was wird gebraucht.
      Wie sieht ein möglicher Schulwechsel aus. Bilingual ist z.B oft nicht kombinierbar oder eingeschränkt kombinierbar.

      Und eben auch die Frage neben der Sprache: wie sieht es in den Fächern aus, die eben in der anderen Sprache unterrichtet werden. Fachvokabeln, aber auch Zusammenhänge verstehen. Inzwischen mag ich Geographie :-) aber eben in meiner hauptsprachlich denkenden Sprache. ;-)

      Wenn ihr nach Informationen, Aufklärung, Gesprächen mit den Lehrern der jeweiligen Schule merkt, das passt zu euch/zu deiner Tochter, super. Dann kann es der richtige Weg sein!
      Allerdings würde ich es nicht nur von der Sprachbegabung an sich abhängig machen, sondern eben von mehreren Faktoren. Nicht nehmen, weil es gut klingt oder eine gute Chance ist. Sondern weil ihr davon überzeugt seid, weil es zu ihr passt. Weil ihr sagt: damit fühlt ihr euch wohl, die nächsten Jahre diesen Weg zu gehen. DANN ist es super ;-)

(22) 20.09.17 - 13:27

Da würd ich mir keine großen sorgend machen! In der 5. startet für alle eine neue Schule, vielleicht kennen sich mal 3-5 Schüler, das heißt nicht, dass sie unbedingt Freunde sind. Wenn sich alle neu kennenlernen, ist es für alle erstmals schwer und ich bin mir sicher, dass es deiner Tochter daher auch gelingen wird, sich einzufinden

Unsere Lehrerin hat uns damals erzählt, sie hat ihre Eltern zuerst dafür gehasst, dass sie sie auf ein Sprachgymnasium gesteckt haben, obwohl alle Freundinnen auf eine andere Schule gingen. Ein paar Jahre später war sie ihnen unglaublich dankbar, denn sie hätte ihre Talente niemals derart entwickelt und sich so weiter entwickeln können, ohne diesen Schritt.
Einige Freunde bleiben trotzdem wenn man es will. Und mit anderen will man es irgendwann auch gar nicht mehr, weil da eben vielleicht die Entwicklung in eine ganz andere Richtung verläuft.

Freunde muss man in jedem Abschnitt seines Lebens neu finden. Wahre Freunde überwinden Distanzen. Und wegen nicht so wahrer Freundschaften sollte man nun wahrlich nicht seine Zukunftschancen aufs Spiel setzen.

Freunde spielen keine Rolle beim schulwechsel. Wenn die Schule passt nehmt sie, da kommen viele andere hin, die auch neue Freunde suchen.

Es kommen soviel GS aus verschiedenen Schulen, die auch allein ohne Freunde wechseln und auch hoffen, dass sie wieder neue Freunde finden. Mach dir nicht soviel Gedanken, im Vergleich der 1.Klasse, da war schon die Schule was sehr neues.
Dazu gibt es selbstbewußtere Kinder, die das Ruder in die Hand nehmen und auf deine Tochter zukommen.;-)

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