Konzentration bei den Hausaufgaben...

    • (1) 21.09.17 - 10:19

      Hallo,

      vielleicht hat jemand einen Tip?!

      Meine Tochter tut sich oft schwer sich länger auf eine Sache zu konzentrieren...
      Lässt sich schnell ablenken von den Hausaufgaben.
      Sie ist 7 Jahre.
      Regt sich bei Mathe z.b ganz schnell auf wenn es dann nicht klappt !
      Braucht dann teilweise ewig!

      Ich beobachte grade so ein bisschen wie lange sie denn so braucht...
      Hab mit ihr auch gesprochen das man die Zeit vielleicht mal mit ihrer Stoppuhr stoppen kann ..wie lange sie braucht etc.

      Kennt ihr das auch?
      Was macht ihr da so als Hilfestellung?

      LG :)

      • Kenne ich! Nach den Sommerferien ist es grad ganz schlimm. In Deutsch braucht er nur die Schreibschriftbuchstaben abmalen, das findet er langweilig und in Mathe Zehner und Einer teilen, das findet er auch öde.
        Er hockt dann fast eine Stunde dran, weil er sich dauernd mit anderen Dingen beschäftigt.
        Ich zeige Verständnis (es IST ja auch langweilig), aber es muss halt gemacht werden. Dann kann er auch schneller spielen gehen--wobei bei seinen Freunden sieht es nicht viel besser aus #hicks

        Also die Stoppuhr halte ich für keine gute Idee. Ich kenne niemanden, der sich besser konzentrieren kann, wenn man ihm sagt, er soll schnell, schnell machen.

        Was ich tun würde: Nach der Schule erst mal essen und ausruhen lassen. In der Zeit unbedingt drüber sprechen, was in der Schule so los war, damit Deine Tochter alles aus dem Kopf bekommt, was da so bearbeitet werden will.

        Wenn dann wieder etwas Energie da ist, dann eine reizarme Umgebung schaffen (also ein möglichst leerer Schreibtisch, möglichst wenig Hintergrundgeräusche, vor allem kein TV oder RAdio in der Wohnung an), die Hausaufgaben auf den Tisch. Wenn nötig, anfangs dazu setzen, einfach nur da sein und schweigend zuschauen.

        Das würde für die KOnzentration helfen. Das schnelle Aufregen, wenn etwas nicht klappt ist ein ganz anderes PRoblem. Woher weiß sie denn, dass das Ergebnis falsch ist? Weil Du es ihr sagst oder merkt sie es selbst?
        Wenn sie es selbst merkt: Loben und bestärken.
        Wenn Du es ihr sagst: Mit ihr absprechen, wie sie das am besten haben möchte: Erst alles machen, dann streichst Du an, was noch mal gemacht werden muss oder nach jeder Aufgabe schauen oder... Meiner Großen hilft es in solchen Fällen, wenn ich ihr die Hand auf den Rücken lege und sage "Du kannst das!"

        • Das mit dem "Hand auf den Rücken legen" und bestärken find ich klasse !!

          Wir sprechen ihr immer viel Mut zu...bzw.bestärken sie. Aber ich hab noch einen Minizwerg und kann mich da oft nicht gleich daneben setzen... :(

          Sie kommt von der Schule heim...darf sich ausruhen...dann gibt es Mittagessen...dann spielt sie bisschen mit ihrem Geschwisterchen und dann kommen die Hausaufgaben dran!
          Zu spät..also ca.ab 17.00 braucht sie diese eigentlich gar nicht mehr machen..da ist die Konzentration am Ende...
          Tut sich dann auch allgemein mit der Verständnis in Mathe schwer!

          Das mit der Stoppuhr war hauptsächlich Ihre Idee.... :))

          • (5) 21.09.17 - 12:05

            Hallo!

            Also, vielleicht gewöhnst Du sie daran direkt nach dem Mittagessen die Hausaufgaben machen zu lassen? Du schriebst doch, dass sie sich vor dem Mittagessen ausruht. Klar, danach spielen ist schöner, aber sie ist halt jetzt ein Schulkind. Mein Sohn muss, wenn er mit den Hausaufgaben in der Betreuung nicht fertig geworden ist, zu Hause direkt die Hausaufgaben machen. Auch wenn ein Freund klingelt zum Spielen. Ich find's besser, Kinder von Anfang an daran zu gewöhnen zuerst die Hausaufgaben machen zu lassen. Er stellt das auch nicht in Frage.

            LG

            • (6) 21.09.17 - 12:16

              Oh zu schnell: Ich hatte es so gelesen, dass deine Tochter teilweise noch nach 17 Uhr die HA machen muss, und dann die Konzentration weg ist. Leider kann ich meinen Beitrag nicht löschen.
              Was hilft: Wenn Freunde warten um zu spielen. Dann wird nicht gebummelt. 😉

      Hallo,

      bei mir kam jetzt Kind 3 in die Schule und ich habe bei allen Dreien beobachtet, dass nach der Schule erst mal die Luft raus ist. Die beiden Großen sind schon am Gymnasium und teilen ihre Zeit selbständig ein. Mit der Kleinen mache ich die Hausaufgaben nun erst am späten Nachmittag, kurz vor dem Abendessen, nachdem sie ausgiebig draußen getobt und gespielt aus. Ich nenne das immer "Kopf lüften". Am Anfang haben wir uns auch immer zeitig hingesetzt, einfach um fertig zu sein. Getreu dem Motto: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Habe ich dann ihr Schriftbild mit dem von der Schule verglichen, hätte man meinen können, dass es unterschiedliche Kinder geschrieben haben. Mein Großer macht die Hausaufgaben gleich nach der Schule, der Mittlere wiederum braucht auch erst eine längere Pause. Versuche bei deiner Tochter heraus zu finden wann sie wie aufnahmefähig ist. Vielleicht klappt es dann besser.

      LG
      Michaela

      Ich finde eine Pause nach der Schule wichtig. Aber jedes Kind ist da anders.
      Ich erlebe das gerade, da ein Klassenkamerad (Nachbarsjunge und Sohn von Freunden) nach der Schule bei uns ist die Woche.
      Er hat immer sehr gute Noten und will sich nach dem Essen (direkt nach der Schule) an die Hausaufgaben setzen. Erst mal Pause kennt er offenbar nicht.

      Meine Tochter macht eigentlich nach dem Essen erst mal eine Pause bis 14 Uhr. Sie braucht das zum Runterkommen.
      Theater wg. Konzentrationsschwierigkeiten gab es bei uns bis vor kurzem auch - sie ist jetzt in der 4. Klasse.
      Bei meiner Tochter ist es mit der Zeit besser geworden (auch ohne Stoppuhr).
      Ich hab sie einfach machen lassen, auch wenn sie dann 90 Minuten gesessen hat.
      Sie hat es dann wohl selbst gemerkt, wie viel Zeit sie sich damit vom Spielen wegnimmt und jetzt funktioniert es ganz gut.

      Aber natürlich kann eine Stoppuhr oder auch eine Küchenuhr helfen.
      Unsere neue Lehrerin möchte, dass pro Fach nicht mehr wie 25 Minuten gearbeitet wird.
      Ich sehe das mit gemischten Gefühlen, denn die einen schaffen/machen in 25 Minuten mehr als andere - meine lässt sich da eher Zeit ;-)

      • Wer länger als 25 min braucht, hat ja die Hausaufgaben in der Regel auch wesentlich nötiger als der, der nach 5 min fertig ist. Da kann ich Deine gemischten Gefühle schon verstehen.

        Ich vermute aber, sie meint damit, dass man die Kinder nicht ungebührlich lange damit quälen soll, wenn sie etwas nicht können, damit sie nicht "dicht machen" und dann irgendwann gar nichts mehr geht in dem Fach. Wenn die Gefahr bei Deiner Tochter nicht besteht, dann ist das gar kein Problem, wenn es mal länger wird.

        • Ja unsere Schule arbeitet auch mit "Zeit",
          also die Lehrer achten da schon drauf das sie in 30 min z.b ihr Arbeitsblatt geschafft hat usw...
          Deshalb mache ich mir auch manchmal Sorgen wenn dann mal so Schulaufgaben kommen...mit Zeit ...und dann Versteht sie es nicht gleich usw...

      Unsere Lehrerin hat ähnliches formuliert. Unsere Tochter ist jetzt in der 3. Klasse, und bisher hieß es, dass die Hausaufgaben nicht länger als 30 Minuten für alle Fächer (war bisher meist nur Mathe und Deutsch, manchmal auch Sachunterricht) dauern sollten, jetzt darf und soll es ruhig eine Stunde sein. Allerdings kam auch gleich der Nachsatz, dass wir als Eltern sie informieren sollen, wenn die Hausaufgaben zu lange gedauert hätte (einfach ein kleiner Satz unter die Hausaufgaben), damit sie auch weiß, ob der Umfang der Hausaufgaben angemessen ist. Es geht da glaub ich einfach darum, dass die Kinder nicht überstrapaziert werden.

      LG

Hallo!

Ich hab zwar derartige Probleme mit unserer Tochter nicht, die setzt sich an die Aufgaben und macht sie einfach - solange ihr keine Uhr im Nacken sitzt. Bei unserer Tochter wäre eine Stoppuhr total kontraproduktiv, sie mach dann komplett dicht. Ich denk nur an den Tag, an dem sie von der Mathelehrerin als Hausaufgabe aufbekamen, so viele Aufgaben vom Arbeitsblatt zu machen, wie sie in 20 Minuten schaffen - von der Aufgabenstellung her hätte die Kleine das komplette Arbeitsblatt vermutlich in 15 Minuten geschafft - mit der Zeit im Nacken hat sie aber in den 20 Minuten nur 2/3 der Aufgaben geschafft, weil sie nur am rumlamentieren war und sich überhaupt nicht konzentrieren konnte. Allerdings hat unsere Tochter auch generell ein sehr hohes Arbeitstempo, bei ihr geht alles schnell. Aber wenn sie gesagt bekommt, macht soviel wie ihr in der Zeit schafft, dann ist es für sie wohl so, als müsse sie einen Berg hochsprinten in der Gewissheit, das aber nicht zu können.

Aber das kann natürlich bei Euch ganz anders sein. Vielleicht arbeitet Deine Tochter unter Zeitdruck tatsächlich besser. Wie ist es denn in Mathe? Kommt sie mit dem Stoff klar oder hat sie Schwierigkeiten. Wenn man etwas machen muss, was man nicht kann, verliert man natürlich die Lust, ist frustriert... Ich kenn das von meiner Schwester. Da flog das Mathe-Buch mit schöner Regelmäßigkeit an die Wand (auch mit 12 noch), weil ihr die Aufgaben nicht gelingen wollten. Ihr da dann in die Quere zu kommen, war lebensgefährlich ;-). Sie war hochintelligent (IQ-Test von 130), hatte aber gewissen Teilleistungsschwächen im Bereich Mathe und räumliche Orientierung (der Kinderpsychologe meinte damals "Mathe KANN sie nicht lernen!"). Ich bin mir fast sicher, dass man heute bei ihr eine Dyskalkulie diagnostiziert hätte mit entsprechendem Nachteilsausgleich und Therapiemöglichkeiten, aber soweit war man damals noch nicht.
Ansonsten ist es für die Konzentration förderlich, wenn die Umgebung möglichst reizarm ist - ein aufgeräumter Tisch mit Blick auf die weiße Wand, kein spielendes Geschwisterkind im Raum (könnte sie Hausaufgaben machen, wenn das Geschwisterchen vielleicht Mittagschlaf macht?), dafür aber eine Mama, die permanent daneben sitzt und v.A. diese Frustattacken gar nicht zuläßt.

LG

Hallo,

das hängt immer von dem jeweiligen Problem ab. Ist es einfach zu langweilig, weil man nur dumm-doof etwas hinschreiben muss, egal ob nun Zahlen oder Buchstaben oder Wörter, dann machen wir Spielchen. Eins der Spielchen ist dann wirklich: "wie lange brauchst du" und "kannst du dich in der nächsten Reihe steigern". Aber auch "welche Reihe wird am schönsten geschrieben" oder "wie oft/wie wenig muss radiert werden".

Erkenne ich aber Schwierigkeiten, die bei den Hausaufgaben blockieren, dann werden die erst mal behoben. Hat das Kind nicht verstanden, wie man auf 20 ergänzt, wird das erst mal mündlich geübt. Hat das Kind die Rechtschreibregel nicht verstanden, suche ich eigene Beispiele um es zu verdeutlichen. Also zuerst dafür sorgen, dass das Kind die Hausaufgaben auch machen kann.

LG

Weiß die Lehrerin bescheid? Da würde ich ansetzen - zusammen etwas ausdenken für dein Kind - soetwas wie : Nur die 4 Aufgaben oder nach 30min ist Schluß. Dann immer etwas mehr...

Schön ist eben, wenn das von der Schule beleitet wird, damit dem Kind klar wird es gibt nur den Weg für mich...

Die Klassenlehrerin meines Sohnes und auch der Schulleiter sagen beide, daß Kinder in der 1. Klasse nie länger als 20 Minuten vor den Aufgaben sitzen sollten, weil sie sich eh nicht länger konzentrieren können in der Regel. Dafür arbeitet die Schule mit Wochenplänen, so daß die Kinder eine Woche Zeit haben, ihre Aufgaben zu erledigen.

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