Kleiner Unfall auf dem Schulweg

    • (1) 27.09.17 - 14:12

      Hallo

      Unser Kind kam eben aus der Schule. Er ist zwischen Schulgelände und Bus blöd gestürzt. Jetzt hat er Schmerzen und ein leucht geschwollenes Knie. Wir sind noch unschlüssig ihn beim Arzt vorzustellen. Er kühlt und schont erst einmal.
      Falls wir uns dazu entschließen sollten zum Arzt zu gehen, können wir da irgendeinen nehmen? Ich habe was im Hinterkopf mit bestimmten Ärzten, wenn es auf dem Weg passiert. Sollten wir dann schon die Schule informieren?

      Weitere Frage, wann würdet ihr zum Arzt gehen? Laufen kann er, aber nur unter Schmerzen. Es ist nur leicht geschwollen. Beugen und strecken geht nicht vollständig. Oberhalb der Kniescheibe ist er druckempfindlich. Trotzdem sagt er selbst, dass er nicht zum Arzt möchte. Ich tendiere dazu es bis morgen früh zu beobachten und ggf zum niedergelassenen Arztes zu gehen.

      Lg

      • Hallo,

        von der Theorie her müsstet ihr zum Unfallarzt, da der Sturz auf dem Schulweg passiert ist.

        Vom ihm lässt ihr euch die Diagnose mitgeben und füllt von der Schule den unfallbericht (bei uns in NRW ist es ein blauer Zettel), falls Folgeschäden bleiben sollten. Gehe ich aber erstmal nicht von aus.

        Das ganze geht dann an die Unfallkasse.

        Gute Besserung für deinen Sohn.

        VG

      Ich würde zum normalen (Kinder)Arzt gehen, der schickt euch ggf. weiter zum Unfallarzt. Da wird das als Schulunfall aufgenommen und die können euch auch sagen, ob ihr oder sie die Schule informieren. Gerade beim Knie würde ich jemand drauf gucken lassen, ich bin selber letztes Jahr von der Treppe gerutscht und hab mir im Knie alles gerissen, was nur zu reissen geht, gerade Knie kann ja mal sehr empfindlich reagieren.
      LG und alles Gute!

    Huhu

    Also unser Sohn hat sich Mal im Kiga eine Platzwunde zugezogen!
    Bin dann erstmal zum hausarzt ( war inNachbarort) der hat uns ins kh verwiesen!
    Es dürfen nur Krankenhäuser und Durchgangärzte!
    Evtl. bist du ggf. in einer Notfallambulanz doch am besten aufgehoben!?

    Gute Besserung!

    LG

  • Hallo,

    der Kinderarzt wird deinen Sohn nicht behandeln, da es sich um einen Wegeunfall handelt müsst ihr zum Unfallarzt. Bei uns haben diese Ärzte von Montag-Freitag immer bis 18 Uhr geöffnet. Schau doch mal im Netz nach ob du einen findest, der in eurer Nähe ist und auch heute noch geöffnet hat.

    Ansonsten eben morgen dahin.

    Hallo!

    Mit einem Schulunfall kann man nur zum (niedergelassenen) Durchgangsarzt oder ins KH und morgen den Schulunfall in der Schule melden.

    Gute Besserung!

    LG, I.

    (9) 27.09.17 - 15:00

    Bei einem Wegeunfall läuft das über die Unfallkasse. Ich würde auf jeden Fall zum D-Arzt oder in die nächste Ambulanz gehen! Gerade beim Knie! Falls es irgendwelche Spätfolgen gibt, seid Ihr bei der Unfallkasse immer besser behandelt als bei der Krankenkasse! Also heute noch in eine Ambulanz und morgen der Schule Bescheid geben.

    (10) 27.09.17 - 15:25

    Danke Euch allen für die Antworten. Es scheint schon so besser zu gehen und wir beobachten es erst einmal.

    (11) 27.09.17 - 15:34

    Da es ein Weg-Unfall war, würde noch heute zum Arzt gehen. Einfach damit es dokumentiert ist UND er Schmerzen hat.

    Bei privatem Unfall würde ich es vom Schmerzgrad abhängig machen.

    Als ich mal einen Schulunfall hatte, nichts Großes, sind meine Eltern erst am nächsten Tag mit mir zum Arzt. Sowohl von Schule als auch im Krankenhaus gab es erst mal Ärger, weil das Ärger mit der Versicherung geben könnte.
    Als mein Kind im Kindergarten was hatte, sind wir SOFORT zum Krankenhaus geschickt worden (Unfallarzt hatte Urlaub, Hausarzt durfte das rechtlich nicht behandeln).
    Bis zum Krankenhaus war es von der Wunde her wieder gut, musste nichts behandelt werden. Aber der Unfall wurde aufgenommen und alles dokumentiert. Das war auch für den Kindergarten wichtig.

    Einfach falls doch noch Folgen wären oder die Schmerzen doch nicht weggehen, kann das doof werden. Wer zahlt, warum sind Sie nicht früher zum Arzt - die Folgen haben Sie selbst verschuldet usw.

    Wenn ihr in der Schule noch jemanden erreicht, Sekretariat z.B. könntest du ja anrufen. Sonst morgen direkt einen Zettel mitgeben.

    • Bei uns war es vollkommen unproblematisch, dass wir erst am nächsten Tag gegangen sind, da hat weder die Schule noch der Arzt etwas gesagt.
      Ich selbst hatte einmal einen "Arbeitsunfall" - ich hatte mir einen Draht in den Finger gestochen. War damals nichts dolles, aber nach ein paar Tagen hatte sich der Finger entzündet, und erst dann bin ich zum Arzt gegangen. Der hat sich den Finger angeschaut, mir ein Breitbandantibiotikum verschrieben (m.E. überflüssiger Weise), was aber erst einmal gar nichts gemacht hat. Außerdem wurde Blut abgenommen und auf HIV / HBV getestet - natürlich negativ. Was er nicht gemacht hat, war die eitrige Stelle zu entlasten. Das hab ich dann daheim mit einer sterilen Kanüle selbst gemacht (einfach noch einmal ordentlich in die Einstichstelle hinein gestochen), der Eiter ist abgeflossen und ich war am nächten Tag beschwerdefrei!
      Wenn ich diese Erfahrung betrachte und die Erfahrung mit meiner Tochter (s.unten), gewinne ich den Eindruck, dass Chirurgen ihr komplettes medizinisches Wissen vergessen, sobald sie einen BG-Fall vor sich haben. Aber vielleicht liegt es daran, dass der Chirurg im Gegensatz zum Internisten zwar alles kann aber nichts weiß ;-).

      LG

Hallo!

Verletzungen bei Schul- und Wegeunfällen dürfen nur vom Durchgangsarzt behandelt werden, da nur die direkt mit der Unfallkasse abrechnen können (ist bei Arbeitsunfällen genauso!). Du kannst natürlich zum Haus- oder Kinderarzt gehen, dann solltest du aber nicht erzählen, dass es ein Wegeunfall war, sonst wirst du direkt weiter geschickt.

Wobei ich das nach meinen Erfahrungen neulich sogar machen würde, wenn es keine dramatische Verletzung ist. Ich war nämlich vor ein paar Wochen mit meiner Tochter im Krankenhaus, weil sie in der Schule aufs Knie gefallen war und dieses auch am nächsten Tag noch nicht wieder belasten konnte. Das Knie war geschwollen und etwas warm, es wurde ein Röntgenbild gemacht (alles i.o.), dann ein Salbenverband, nach 3 Tagen (freitags) Vorstellung beim Durchgangsarzt zur Verlaufskontrolle. Ich hab natürlich gleich sämtliche Durchgangärzte angerufen, teils bin ich nicht einmal durchgekommen, teils wurde ich abgewiesen. Darauf hin die Unfallkasse angerufen, was ich machen soll - ich solle wieder ins Krankenhaus, es müsste ja nicht am Freitag sein, Samstag morgen wäre auch OK. Also bin ich am Samstag extra früh aufgestanden und war dann auch zeitig im Krankenhaus (ich hab mir gedacht, wenn ich samstags früh da bin, ist dort noch nicht so viel los - dem war auch so). Dort wurde ich erst einmal angemacht "Sie sollten doch zum niedergelassenen Arzt gehen!" Ich hab die Lage erklärt, die Schwester hat weiter rumgepampt, sie hätten samstags nicht so viel Personal da, wenn ich Pech hätte, müsste ich stundenlang warten... - stundenlang gewartet hätte ich beim D-Arzt auch! Diese Unfreundlichkeit der Schwester war wirklich bodenlos!
Irgendwann kamen wir dann dran (ein Patient war vermutlich schon beim Arzt drin, eine Frau wartete schon, nach uns kam dann noch ein Mädchen - es war also wirklich nicht viel los!), wir mussten auch gar nicht so lange warten, aber bei der Ärztin ging das gleiche Theater dann wieder los. Ich hab dann alles noch einmal erklärt, und die Ärztin war dann auch ganz OK, meinte bloß, sie müsse das notieren, warum wir zur Nachkontrolle ins Klinikum mussten. Sie hat dann noch einmal das Röntgenbild angeschaut und ihrem Chef vorgelegt (hätte der D-Arzt gar nicht gehabt, außerdem war es ja 3 Tage vorher schon befundet worden) und uns dann heimgeschickt - alles in Ordnung. Eine Diagnose haben wir weder bei der Erstvorstellung noch bei der Verlaufskontrolle bekommen - die hat erst der Orthopäde gestellt, den wir im Nachhinein noch aufgesucht haben, weil es nicht das erste Mal war, dass unsere Tochter derartige Probleme hatte. Der Orthopäde brauchte dazu auch kein MRT, wie es im Krankenhaus angeraten wurde, dem reichte ein Ultraschall. Mein Fazit hieraus: In der Klinik wird einem nicht wirklich weiter geholfen, den Besuch hätten wir uns sparen können, einen Salbenverband kann ich auch selbst anlegen, und die Wahrscheinlichkeit eines Bruches war bei dem Unfallhergang ohnehin nur Minimal. Nach Bandverletzungen (die hier wahrscheinlicher waren und auch vorlagen) wurde nicht geschaut. Dafür weiß ich aber ganz genau, was dem Mädchen passiert war, das nach uns kam (einschließlich Namen! - der Datenschutz läßt grüßen!)

Nun ja, und dazu kommt noch die Tatsache, dass mein Mann als Privatpatient ein paar Wochen vorher seine Schleimbeutelentzündung problemlos ambulant in der Klinik behandeln lassen konnte - er durfte sogar sonntags zum Spritzen kommen, alles kein Problem :-[. Für Privatpatienten sind offensichtlich Ärzte genug da!

LG

  • warum setzt man sich nicht einfach in die Praxis eines Durchgangsarztes, wenn keiner einem einen Termin geben will? Die Frau im Krankenhaus hat doch recht,die sind für die erste Notfallversorgung da, weitere Behandlung macht eben der Durchgangsarzt..

    Und wegen ner Diagnose, da frage ich halt jedesmal selber den Arzt, was los ist.

    Echt, manche Menschen denken, die Notfallambulanz ist ne normale Arztpraxis. Schon anmassend, sich dann auch noch zu beschweren,.

    • Naja, ich seh das ein bisschen anders. Die D-Ärzte müssen die Schul- und Arbeitsunfälle NEBEN den ohnehin schon einbestellten Patienten behandeln. So viele Lücken kann man gar nicht lassen, dass man da auch nur halbwegs pünktlich rauskommt. Die Ärzte in der Notaufnahme ausschließlich Notfälle und einen Schichtplan. Wenn dort um 19:00 noch Patienten sitzen, werden sie abgelöst und gehen heim.
      Abgesehen davon ist es natürlich richtig, dass eine Notaufnahme keine normale Arztpraxis ist. Aber wie schon gesagt: Bei meinem Mann, der als Privatpatient kam, war es überhaupt kein Problem, dass er sich seine Spritze in der Notaufnahme abholt. Das hätte nun wirklich jeder niedergelassene Kollege machen können! Es gibt bei uns in der Stadt mindestens 10 Orthopäden, die kaum Notfälle haben (Kassenpatienten müssen so oder so 3 Monate auf einen Termin warten), dafür aber nur 3 Durchgangsärzte...

      Lg

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