War ich zu streng?

    • (1) 29.09.17 - 11:34

      Hallo zusammen,

      muss mal andere Meinungen hören hier zu einem Vorfall: Mein Sohn (fast 12) hat vor ein paar Tagen einen Schulkameraden (12) mit nach Hause geschleppt nach der Schule ("geschleppt" weil er den Jungen von sich aus eigentlich gar nicht mitbringen wollte, aber auch so schwer "Nein" sagen kann, der wollte halt mitkommen und ließ sich nicht abwimmeln). Ich wusste schon, dass dieser Junge "nicht ohne" ist, da es mit ihm in der Schule auch große Probleme gibt wegen "nicht an Regeln halten" usw.! Habe ihn dann trotzdem mit reingelassen, aber direkt ein paar Regeln aufgestellt (nicht ins Schlafzimmer von uns Eltern, nicht ins Zimmer der kleinen Schwester, vorsichtig auf der Treppe laufen (ist sehr steil und wir sind alle schon mal gefallen) u.ä.), weil ich ja schon vorgewarnt war.

      Trotzdem hat sich der Junge leider von Anfang an nicht an unsere Regeln gehalten, ich hörte nur immer meine Kinder rufen "Mama, der XY ist in Eurem Bett!" - "Mama, der XY ist in meinem Zimmer!" usw.)! Es gab dann von mir 2-3 freundliche aber bestimmte Ansagen, dass er das bitte sein lassen soll, da er sonst gehen muss. Außerdem hat er auch ständig grundlos im Vorbeirennen die Haustür aufgerissen und voller Wucht wieder ins Schloss geschmissen, ohne dabei raus- oder reinzugehen, sondern einfach nur so. Wir haben ein altes Haus, wo halt dann auch sofort der Putz rieselt, wenn man Türen so knallt, außerdem eine teure Eingangstür mit allem technischen Schnickschnack die bei so einer Behandlung dann auch leidet. :-[

      Als mein Sohn dann auch noch zu mir kam und mich bat, dem Schulfreund zu sagen, dass er gehen soll, weil er auf ihn nicht hört und er ihn nicht mehr da haben wollte, habe ich ihm dann gesagt, er muss jetzt gehen, da wir noch weg wollen. Reaktion war totales Ignorieren meines Wunsches, dass er geht, stattdessen weiter durchs Haus gerannt und überall drangegangen, alles war interessant, null Hemmung oder Respekt, öffnete Schränke und guckte rein usw.! Ich habe ihm dann 3x freundlich gesagt, er müsse jetzt gehen, beim 4. Mal, als er anfing, total grob an unserer Fliegendrahttür vor der Terrasse rumzureißen (die war halt leider auch teuer, aber da hat ja auch normalerweise keiner was dran zu suchen), habe ich ihn dann ziemlich laut aufgefordert, das zu lassen und zu gehen, was er dann auch endlich tat, aber nicht ohne noch mal mit einem kräftigen Rums unsere Eingangstür hinter sich zuzuschmeißen. #augen

      Ich habe dann seine Mutter kontaktiert, weil ich mir schon dachte, dass er sich dann ja wahrscheinlich Zuhause direkt beschweren wird, dass ich ihn angeschrien habe. Die meinte dann auch jetzt zu mir, bei uns sei es ja total kinderunfreundlich, und Kinder würden doch nun mal rennen und überall drangehen und nicht hören, er wäre halt neugierig und würde deshalb alles anfassen und überall reingucken usw.! NUn ich finde, wenn man keine 3-4 Jahre mehr alt ist sondern 12, kann man schon mal langsam verstehen, dass man NICHT überall drangehen darf, schon gar nicht, wenn man wo zu Besuch ist und es einem vorher noch extra gesagt wurde, dass man das bitte nicht tun soll. Bin jetzt aber trotzdem unsicher - bin ich echt zu streng?

      Problem ist bei uns halt, dass mein Sohn AUCH "nicht ohne" ist, er hat AD(H)S, ich schätze vom Verhalten dieses Junge her, dass er es auch hat, nur mit dem Unterschied, dass ich meinen Sohn GERADE DESHALB sehr "streng" erziehe, weil ich ihn einfach zu einem sozialverträglichen Menschen großziehen möchte, der lernt, dass man sich im Leben eben an Regeln halten muss. Ohne konsequente Erziehung wäre mein Sohn wahrscheinlich auch so wie dieser Junge - vielleicht bin ich also WIRKLICH streng/strenger als es andere Eltern sind, weil ich eben weiß, dass es bei uns auch sonst so drunter und drüber gehen würde... Und dazu habe ich auch einfach nicht die Nerven... #gruebel

      Bin ich zu streng gewesen? Was hättet Ihr in der Situation (anders) gemacht? Bin verunsichert, weil diese Mutter jetzt sauer auf mich ist und eben meint, bei uns gehe es zu streng zu und kinderunfreundlich...#schmoll

      LG
      sie71

      • (2) 29.09.17 - 11:40

        Wenn es tatsächlich so ist, dass dein Sohn diesen Jungen gar nicht mag, dann würde ich mir mal gar keinen Kopf machen.
        Dann bleibt er in Zukunft eben weg.
        Ich hätte ihn wohl schon viel früher hinauskomplimentiert und wäre froh, wenn er nicht wieder kommt.
        Elternschlafzimmer betreten ist bei uns absolutes Tabu.
        Von einem zwölfjährigen kann man erwarten, dass er das respektiert.

        LG

        (3) 29.09.17 - 11:45

        Bei mir wäre dieses Kind nach dem ersten von dir erwähnten Vorfall des Hauses verwiesen worden. Bei dir kann ich keinerlei Fehler ausmachen.

        (4) 29.09.17 - 12:04

        ADHS ist nicht für alles eine Entschuldigung. Der Bruder meines Patenkindes hatte es auch und hat sich trotzdem in meinem Haushalt weitaus anständiger benommen. Spätestens beim zweiten ernsten Nein hatte er es begriffen.
        Nein, dieses Kind käme mir nicht mehr ins Haus- ganz sicher nicht. Dann bin ich halt kinderunfreundlich, na und? Beim absichtlichen Türen aufreißen/zuschmeißen hätte ich ihn wohl spätestens an der Hand genommen und vor selbige gesetzt - aber sowas von. Gehts noch? Er ist 12!
        Deinem Sohn würde ich allerdings auch sagen, dass er keine Kinder mitzubringen hat, die er ja ohnehin nicht mag. Das hat nichts mit Gutmütigkeit zu tun, sind einfach Spielregeln.
        LG Moni

      • (5) 29.09.17 - 12:12

        Hallo,

        in meinen Augen hast du alles richtig gemacht!

        Und auch 3-4jährige Besuchskinder durften bei mir damals auch nicht ins Schlafzimmer, Keller (weil ohne Treppengeländer), Türen schlagen und ähnliches.

        Schön wenn die andere Mutter mit so einen Rabauken leben kann. Aber bei mir nicht. Mein Haus, meine Regeln. Und wenn ein 12jähriger Rotzlöffel meint, trotz meiner Aufforderung zu gehen, weiter am Draht zu drehen, werde ich garantiert laut, und er war das erste und letzte mal bei mir zu Hause!

        lg
        Silvia

        (6) 29.09.17 - 12:16

        Ich hätte ihn wesentlich früher rausgeschmissen. Bei deiner Erzählung könnte man meinen, der sei vier Jahre alt.

        LG

      • (7) 29.09.17 - 12:32

        Hallo,
        spätestens dann, wenn ein fremdes Kind in MEINEM Bett herumgehüpft wäre oder zum zweiten Mal die Haustüre hier aufgerissen hätte um sie mit einem lauten Knall zu schließen, wäre bei mir Schicht im Schacht gewesen.
        AD(H)S hin oder her. Das wäre mir da völlig egal!
        Die Mutter hätte ich deswegen wahrscheinlich nicht extra angerufen, das kommt ja fast wie eine Entschuldigung. Hätte ich sie zufällig ein paar Tage später getroffen, hätte ich wohl mit ihr darüber gesprochen.
        Ich will hier nun absolut niemanden zu nahe treten - aber für manche Mütter ist diese Diagnose "ADHS" doch echt eine Erleichterung bzw. Rechtfertigung, sich aus der anstrengenden Erziehung zurücknehmen zu dürfen.
        LG

        Hallo,

        mach dir keinen Kopf, du hast richtig reagiert. Wer bei 3 x freundlich sagen das Haus nicht verlässt, dem gegenüber darf man auch mal lauer werden.

        Dein Sohn wird sich hoffentlich nicht nochmal darauf einlassen ihn mit zu eich zu nehmen, falls doch, darf er das Haus nicht betreten. Du bist nicht kinderunfreundlich, lass dir sowas nicht einreden. Ja Kinder rennen und sind neugierig, aber mit ca. 12 Jahren muss man sich nunmal auch an Regeln halten und wer dies nicht tut, muss gehen.

        Lg Annika

        (9) 29.09.17 - 12:38

        Meine Güte! Du hast, meiner Meinung nach, völlig richtig gehandelt.
        Würdest du denn so ein Verhalten in deiner Wohnung von deinem Kind tolerieren bzw. in der Wohnung von anderen Familien?

        Anhand der Reaktion der Mutter am Telefon bin auch nicht allzu sehr von dem Verhalten des Jungen überrascht.

        Mach dir keinen Kopf diesbezüglich, dein Sohn mag ihn nicht und es wird eben nicht mehr dazu kommen.
        Wenn in der Familie des Jungen alle mit so etwas glücklich sind, dann ist das gut für sie.

        (10) 29.09.17 - 13:11

        Mein Sohn hatte seinerzeit auch einen Schulfreund mit ADHS und der ist bei uns im Wortsinn die Schränke hochgestiegen. Wir hatten Katzen und alle Kinder (hatte Tageskinder damals) wussten, wenn die Katzen sich nach oben auf einen Schrank zurückziehen, wird in diesem Zimmer nicht mehr lauthals getobt, vor allem aber wird ihnen nicht nachgestiegen und es wird nichts nach ihnen geworfen. Die Katzen dankten es, indem sie auch zu Kindern sehr zutraulich, verspielt und freundlich waren. Bei diesem Jungen allerdings nicht, er war das einzige Kind, dass sich von unserem großen Kater tiefe Kratzer und einen heftigen Biss einfing, als er ihn mit Wurfgeschossen vom Schrank herunter gejagt, sich ihn dann geschnappt und nicht mehr vom Arm herunter gelassen hatte. Ich habe ihn verarztet und dann seine Mutter angerufen, sie möge ihn bitte abholen.

        Die Mutter war dann sehr giftig zu mir und hatte kein Einsehen, dass - ADHS hin oder er - es einfach nicht angeht, ein Tier zu quälen, dass ich bei Achtjährigen nicht ständig im Zimmer sein kann und dass der gute Junge es einfach auch mal verdient hatte, dass das Tier sich seiner heftig erwehrt. Statt ihn zu trösten hatte ich ihn auch angefahren, dass sowas von sowas kommt, irgendwas von "wer nicht hören kann, muss fühlen" habe ich auch gebrüllt. Er wollte auch noch nach dem Kater treten, als er an ihm vorbei lief, da wäre mir fast die Hand ausgerutscht gegenüber diesem Blag.

        Jahre später bekam er Ritalin und wir haben es noch mal mit Besuchen versucht. Es hat sich nach zwei Mal erledigt. Er war zwar ruhiger und hörte besser. Ein Arschlochkind, dass immer nur "der Bestimmer" sein wollte, keine Grenzen von anderen achtete und weiter zu den Katzen mies war, war er aber noch immer.

        Ist er bis heute. Irgendwann hatte er in zig Geschäften Hausverbot wegen Klauens. Ich hab' mir vor Jahren mal sein Facebookprofil angesehen, inzwischen ist er ein rechter Prolet.

        Lange Rede: Nein, du warst nicht zu streng. Ich kenne auch andere Kinder mit ADHS und nicht eines war ein solches Arschloch. Ich selbst habe inzwischen auch die Diagnose, vermutlich war ich als Kind auch schon in Richtung ADHS auffällig, aber ich war nie bösartig oder habe Grenzen anderer frech und unverschämt missachtet.

        LG
        o_d

        (11) 29.09.17 - 13:25

        Was ich anders gemacht hätte? Ich hätte den Jungen schon viel früher hinausbefördert! Und der Mutter hätte ich auch mal ein paar Takte gesagt, dass so ein Verhalten unmöglich ist.
        Mein Mittlerer hat auch ADS, aber never ever würde er sich so penetrant aufführen, weder hier noch wo anders.
        Aber dein Sohn muss dringend lernen, seinen Willen klar auszudrücken. Ich habe mit meinen Kindern immer "Das große und das kleine Nein" gelesen, ist zwar eher für Kleinere, aber trotzdem auch für eher schwache Größere gut geeignet!

        (12) 29.09.17 - 13:39

        Hallo,

        ich sehe das so, wie alle hier bisher. Du hast richtig gehandelt.
        Ich würde diesen Jungen auch nicht wieder ins Haus lassen.

        Das Kind kennt offenbar keinerlei Grenzen und keinerlei Rücksichtnahme, sondern hat das Sozialverhalten eines 3-jährigen.
        Dass manche Mütter zu dumm sind, zu begreifen, dass man sich so einen asozialen Erwachsenen heran zieht, ist nicht Dein Problem.
        Das Echo wird schon noch kommen. Häufig werden solche Kinder später kriminell oder so egoistisch, dass ihnen auch ihre Eltern am Popo vorbei gehen, wenn sie mal alt sind und Hilfe brauchen. Da die Dame Dich nicht mehr mag, musst Du Dir dann wenigstens nicht ihr Gejammer anhören. ;-)

        LG

        Heike

        (13) 29.09.17 - 14:13

        Hallo,

        ich frage nochmal nach, warum du dir jetzt so einen Kopf machst, nur wegen der Reaktion der Mutter?
        Oder weil du befürchtest, dass das im Endeffekt deinem Sohn schaden könnte (z. B. Verbreitung in der Klasse, negatives Image etc.)?

        Allgemein bin ich eher verwundert, warum es vielen Menschen schwer fällt, sich irgendwo unbeliebt zu machen. Warum es schwer fällt, bei sich zu bleiben und das nach außen hin zu vertreten.
        Natürlich gibt es Situationen, die in einem nachwirken und man sich Gedanken macht, ob man auch hätte anders reagieren können.
        Aber das ist so gelaufen und ehrlich bin ich weder scharf auf Menschen, die einen gleich anrufen, um mir das Verhalten meines Kindes zu schildern noch auf Menschen, die gleich zum Angriff übergehen.

        Mein Weg, die Situation zu lösen wäre wohl folgender gewesen: Erst mal gucken, wie es sich entwickelt (so wie du auch) und bei weiterem Umgehen meiner Hausregeln höchstpersönlich zur Tür begleitet und auch klar gemacht, dass er sich so schnell nicht mehr blicken lassen soll.
        Wenn er sich daheim ausheult, ja soll/darf er doch. Dazu kann ich stehen, auch wenn dann ein wütender Gegenanruf erfolgt.

        Aber ich glaube eher, dass da nix gekommen wäre. Was hättest du denn zu deinem Kind gesagt, wenn es sich woanders daneben benimmt und es auch noch beichtet?
        ...Genau!

        VG, midnatsol

        (14) 29.09.17 - 14:16

        Hallo,

        ganz ehrlich?

        Bei mir wäre schon Schicht im Schacht gewesen, beim Betreten MEINES Schlafzimmers. Den hätte ich achtkantig raus geworfen und das schon viel eher.

        Die Aussage der Mutter, tja, das erklärt einiges, aber der Kerl würde bei mir nicht mehr über die Schwelle kommen. Wer sich nicht an meine Regeln hält und benimmt wie ein Vollhonk, kann weit weg bleiben.

        LG

        (15) 29.09.17 - 14:38

        Hallo.

        Du warst nicht zu streng, sondern viel zu lasch.

        LG

        (16) 29.09.17 - 14:40

        Hallo,

        Nein. Was willst du denn mit so einem Kind? Es stresst dich nur und ist auch kein guter Einfluss auf deinen Sohn. Von den Eltern gibt es ja auch keinen Rückhalt.

        Ganz ehrlich bin ich in 15 Jahren Elternschaft in dem Punkt sehr viel strenger geworden und habe beim dritten Kind oft schon bei beginnenden Freundschaften behutsam aussortiert. So was braucht niemand.

        GLG
        Miss Mary

        (17) 29.09.17 - 14:42

        noch bevor du es geschrieben hast ;-)

        ich habe selbst auch ADHS habe und war "nicht leicht", aber DAS hätte ich mir NICHT erlaubt. Kinder sind hier willkommen, wer sich nicht an Regeln hält, geht. Egal ob ADHS oder nicht. Bisher hat es gut geklappt.

        Wahrscheinlich hätte ich so reagiert wie du oder schon viel früher stopp gesagt. Einmal ein Regelbruch kann vorkommen, beim zweiten mal ist entweder die Tür abgeschlossen oder das Kind draußen. Zimmer der Eltern/Bett hüpfen etc.

        Ein 12jähriges Kind kann man sich nicht mehr so leicht unter den Arm klemmen oder sich in den Weg stellen: um eben das Kind davon abzuhalten. / Die Regeln einzufordern.
        Stimmt schon.

        Daher hätte ich wahrscheinlich schon früher reagiert. Einmal kann vorkommen (je nach Regel), beim zweiten Mal ist Schluss.

        Das Bitte streiche ich aus dem Satz, wenn meine vorangegange Bitte bereits ignoriert wurde.

        (18) 29.09.17 - 14:43

        Hallo!

        Na ja ich weiß nicht so recht.

        Ich habe hier 2 Jungs und es sind bestimmt mindestens 50 weitere Jungs in allen Altersklassen und Hibbligkeitsstufen hier über die Zeit ein- und ausgegangen.
        In keinem Alter war je ein Kind annähernd so wie Du es beschreibst, deswegen kann ich es mir nicht verkneifen zu glauben, dass Du tendenziös berichtest und übertreibst. Klar dass Du mit Deiner Berichterstattung sicher sein, dass das ganze WWW-Forum hinter Deiner Sicht steht. Deine Berichterstattung lässt doch überhaupt keinen Zweifel zu und NIEMAND wird Dir hier sagen: "Ja, Du warst zu streng?"
        Mir ist unklar wie Du "verunsichert" bist bei der Sachlage ob Deines Handelns.

        Was mir sehr komisch vorkommt ist, wenn das andere Kind zum allerersten Mal zu Euch kommt und schon bei der Eingangstür so empfangen wird: "aber direkt ein paar Regeln aufgestellt (nicht ins Schlafzimmer von uns Eltern, nicht ins Zimmer der kleinen Schwester, vorsichtig auf der Treppe laufen (ist sehr steil und wir sind alle schon mal gefallen) u.ä.), weil ich ja schon vorgewarnt war."
        Wie durch ein Wunder verstößt dieses Kind komischerweise genau gegen alle diese Regeln .... #gruebel

        Ich muss sagen der Empfang war jetzt nicht herzlich und besonders (kinder)freundlich. Mein 12-jähriger wäre bei so einem Empfang noch nicht einmal ins Haus gegangen und ihm wäre ein ganz dringender Termin (Wurzelbehandlung beim Zahnarzt / Fußnagelentfernung in Lokalanästhesie /....) plötzlich eingefallen.

        Dass die andere Mutter sauer auf Dich ist, kann Dir doch schnurz sein, ebenso wie ihre Meinung zu Deiner Kindererziehung; vermutlich war sie nicht Deine Busenfreundin und vermutlich wirst Du sie nie wieder sehen, genauso wenig wie den Jungen.

        VG, I.

        • (19) 29.09.17 - 18:22

          Ich wollte jetzt nicht noch mehr ausschweifen, aber es war nicht das erste Mal, dass er hier war, mein Sohn kennt ihn schon seit der Grunschule, er war bis vor 2 Jahren immer mal wieder hier, ich wollte das nur irgendwann nicht mehr, weil er sich eben damals auch schon anstrengend hier benahm. Ich hatte ihn die letzten 2 Jahre daher regelmäßig auch abgewimmelt, wenn er zum Spielen rein wollte, dachte jetzt aber, okay, zwei Jahre älter, versuchen wir es nochmal. Daher auch die Ansagen zu Anfang, da es eben genau die Sachen waren, die er damals gesagt hatte. Die Ansage bekam auch nicht nur er, sondern die Kinder allgemein, obwohl meine das ja eh wissen. Ich habe draus gelernt und werde ihn in Zukunft nicht mehr rein lassen.

          Und ich habe nicht übertrieben, um mir Absolution hier zu holen, ich bin wirklich verunsichert gewesen, vielleicht bin ich auch mehr "Kummer" gewohnt als die meisten Anderen, da mein Sihn eben auch gern über die Stränge schlägt. Mein ganzer Erziehungsalltag mit ADHS-Kind ist von schlechtem Gewissen geprägt, ständiges Gedankenkarussell zwischen "Das geht si nicht - aber er kann ja eigentlich nix dazu, dass er so ist - ja, aber ich brauche auch mal Ruhe - ja aber die Kinder müssen doch auch sich austoben, wo soll die ganze Energie denn hin". Ich kenne die Mutter auch seit Jahren, sie hat es nicht leicht, kämoft an der Schule schon immer dafür, dass ihr Sohn nicht fliegt, ich hatte auch schlechtes Gewissen, nun auch ihr Kummer zu machen, aber es ging halt nicht so. Trotzdem tat er mir Leid danach, er drückte sich noch fünf Minuten vor dem Haus herum und hoffte wohl, wir bitten ihn wieder rein. Ich kam mir Scheixxe vor in dem Moment, auch wenn er selbst dran Schuld war, dass es so gekommen ist, trotzdem ist es nicht meine Art, Besucherkinder anzuschreien und aus dem Haus zu schmeißen.

        (21) 29.09.17 - 18:33

        PS Hab jetzt meinen Text noch mal gelesen, ob ich evtl. doch schärfer es geschildert habe in meinem Brass, muss dir aber leider sagen, dass ich sogar eine Sachen weggelassen habe, da sonst der Text noch länger geworden wäre. ;-)

    (22) 29.09.17 - 14:47

    Frag dich doch mal, WARUM der Junge so ist. Eben WEIL er von zu Hause keine Regeln kennt. Da darf er wahrscheinlich alles. Die Mutter wollte dir den schwarzen Peter zuschieben und dir ein schlechtes Gewissen machen. Aber sie ist diejenige die das Kind erzieht und es offensichtlich nicht hinbekommt. In der Schule scheint es ja auch nicht zu laufen. Lass das Problem bitte bei der Mutter und zieh dir den Schuh nicht an.

    (23) 29.09.17 - 17:04

    Hallo,

    ganz ehrlich?

    Ich würde hier EIN Mal ein fremdes Kind bei uns im Schlafzimmer, geschweige denn in unserem Bett finden..der könnte sofort gehen.

    LG,

    (24) 29.09.17 - 18:28

    Danke für Eure Antworten. Es ist halt doof, wenn ein Besuch so verläuft, sowas will keiner, ein Besucherkind aus dem Haus brüllen. Es beruhigt mich, dass Ihr mich eher noch als zu lasch seht denn als zu streng. Tatsächlich bin ich der Typ Gastgebermutti, der normalerweise die Faust in der Tasche macht, aber gestern wars einfach too much, trotzdem war danach schlechtes Gewissen da, eben der Gedanke "Er ist ein KIND, und du bist erwachsen, das solltest du doch anders hinbekommen." :-( Ganz lieben Dank für Eure Anteilnahme und Antworten. <3

    • (25) 29.09.17 - 19:13

      Im Lauf meines Lebens waren sicher Dutzende Kinder bei mir, aller Altersstufen - mit meinen Kindern und auch die letzten Jahre immer mal mit meiner Enkelin.Auch Kinder von Freunden, bei KEINEM habe ich jemals die Faust in der Tasche gemacht. Bei mir wird es zweimal freundlich gesagt, einmal ernst und beim drittenmal so unmissverständlich, dass es auch der größte Teufel versteht. Dabei sind mir die Eltern in dem Moment egal. Ich hab in 40 Jahren noch kein Kind rausschmeissen müssen, hätte es in Deinem Fall aber getan.LG Moni

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