Französisch

    • (1) 06.10.17 - 10:19
      Inaktiv

      Ich bin gerade krank zuhause und deshalb ein Silopo.
      Wollte nur mal hören, wie es euren Kindern im ersten Jahr Französisch (hier NRW 6. Klasse) gerade so geht.

      Ich selbst bin zweisprachig aufgewachsen und hatte somit schon immer ein gutes Sprachgefühl, aber wenn ich jetzt in die Schulbücher meines Sohnes schaue, denke ich doch, dass Französisch eine recht schwere Sprache ist.

      Mein Sohn hat schon etwas gebraucht, um halbwegs in die französische Aussprache reinzukommen, er hat einige Wochen lang die Wörte so gelesen, wie sie da stehen. Mittlerweile klappt es schon deutlich besser, allerdings nur mit konstantem Vokabelüben.

      Aber diese Konstrukte wie "Qui est-ce?" (Ki-es) "Qu'est-ce que c'est?" (Kes-kö-see) finde ich echt nicht ohne.
      Et, es und est wird alles wie "e" ausgesprochen, nur in Nuancen unterschiedlich, hat aber eine völlig unterschiedliche Bedeutung... #augen

      99 heißt auf Französisch quatre-vingt-dix-neuf (vier mal zwanzig und neunzehn). #klatsch

      Und das ist ja nur die Mini-Spitze des Eisbergs, wenn es erst mal an die richtige Grammatik geht...

      Warum ist eigentlich Französisch immer noch DIE Zweitsprache an deutschen Schulen (abgesehen von Latein)? Sprechen nicht eigentlich viel mehr Menschen auf der Welt spanisch?

      LG

      Hanna

      • Wie es ist Französisch zu lernen kann ich nichts zu sagen.

        Aber ich bin völlig deiner Meinung, wenn es um Französisch als Fremdsprache geht. Ich finde es völlig unnötig. Spanisch wäre die sinnvollere Alternative. Auch Latein kann man sicher in Frage stellen.

        Meine Kinder müssen jetzt ab der ersten Klasse Französisch Lernen! 🤔
        Ist an der Rheinschiene halt so üblich war die Argumentation zu meiner Frage. Englisch hingegen bekommen sie erst ab der 5. Klasse!

        • (3) 06.10.17 - 10:59

          Hallo,

          wir wohnen auch in Rheinland, und unsere Grundschule unterrichtet Englisch.

          Genau genommen beschwafeln sie die Kinder nur auf Englisch und bringen ihnen ein paar einzelne Vokabeln, wie Tiere, Farben und Möbel bei.
          Da die Kinder nach 2,5 Jahren Englisch nicht mal die einfachsten Sätze bilden können, beginnt der Unterricht in Klasse 5 eh bei null...
          Das ist absolute Zeitverschwendung.
          Deine Kinder verpassen nichts.

          LG

          Heike

          • Ist hier gar nicht so.(NRW(

            Hier gab es 4 Jahre ziemlich guten Englischunterricht, mit Vokabeltests und Klassenarbeiten. Und hier wird auch nicht bei Null angefangen in der 5. Auf dem Gymnasium schon gar nicht. Da müssen in der ersten Arbeit schon längere Texte geschrieben werden.

            Hm, bei uns (in Berlin) lernen die Kinder die Kinder in der vierten Klasse gerade die Wochentage, die Jahreszeiten, sich über die Ferien zu unterhalten, früher hatten sie die Vorstellung der eigenen Person, Höflichkeitsfloskeln wie How are you mit Antworten usw.

            Dass meine Tochter nächstes Jahr bei null anfängt, kann ich nicht bestätigen.

          • (7) 07.10.17 - 17:32

            Mynona wohnt bestimmt NICHT im Rheinland sondern im Badischen! Das ist ein riesen Unterschied , nicht nur beim Schulunterricht, bestätigt dir jeder Rheinländer hier ;-)
            Die Politik glaubt die Menschen in der badischen Rheinschiene wären dicke mit den Franzosen befreundet und deswegen ist franz. ab der 1. Klasse Pflicht. Komischerweise wählen fast alle Kinder freiwillig Englisch ab der 5. als 1. Fremdsprache und viele verzichten gleich ganz und nehmen Latein o.ä. dazu.
            Bei uns ist der Zulauf an das Gymnasium mit Latein als 1. Fremdsprache größer wie in den Zweig Franz. 1. Fremdsprache- komisch ;-)

            LG,
            Hermiene

      Hallo,

      uns geht es gerade genauso (auch NRW 6. Kl.).

      Niklas ist noch ganz begeistert, aber es sind ja erst wenige Wochen Unterricht und richtige Grammatik kommt erst noch. Er ist in der bilingualen Klasse (Englisch) und hat eine Affinität für Sprachen.

      Ich finde die ganzen Apostrophe fürchterlich und würde jedes 2. falsch setzen.

      Am Ende des Schuljahres muss er sich dann schon entscheiden, ob Französisch sein 4. Hauptfach wird. Bei uns war das damals erst nach der 7. Klasse der Fall. Hier steht dann noch Biologie, Sozialwissenschaft oder Kunst #kratz zur Auswahl.

      LG
      Tanja

      (9) 06.10.17 - 10:52

      Hallo,

      wir erleben es gerade so, dass unsere Tochter (5. Klasse, Französisch bilingual) Französisch locker flockig lernt, während sie sich mit Englisch einen abbricht, weil sie weder weiß, wie man die Worte ausspricht, noch vernünftig Grammatik gelehrt wird.
      Ich finde die Französisch-Bücher auch um Längen besser aufgebaut, als die Englisch-Bücher, die hauptsächlich bunte Bildchen enthalten.

      Spanisch fand ich übrigens gruselig, als ich mal in der Schule damit angefangen habe. Das blieb bei mir gar nicht hängen, und ich habe es nach einem halben Jahr sein lassen.

      Ich habe in meinem Leben bisher auch noch nie Spanisch vermisst. Französisch habe ich dagegen schon gebraucht.

      Aber genau genommen, ist die Sprache der internationalen Verständigung sowieso Englisch. Da braucht man eigentlich gar keine weitere Sprache.

      Latein in der Schule könnte man mal ganz abschaffen. Das braucht nun wirklich fast niemand.

      LG

      Heike

      • (10) 06.10.17 - 13:08

        Hallo!

        mein Sohn hat Englisch zwar nicht biling, aber als 1. FS udn nun Franz., aber ...
        "wir erleben es gerade so, dass unsere Tochter (5. Klasse, Französisch bilingual) Französisch locker flockig lernt, während sie sich mit Englisch einen abbricht, weil sie weder weiß, wie man die Worte ausspricht, noch vernünftig Grammatik gelehrt wird.
        Ich finde die Französisch-Bücher auch um Längen besser aufgebaut, als die Englisch-Bücher, die hauptsächlich bunte Bildchen enthalten." - wenn Du Englisch durch Franz ersetzt, ergibt das genau das Bild das mein Sohn so erzählen würde. #rofl#rofl#rofl#rofl

        Tja, was nun?!?

        LG, I.

        (11) 07.10.17 - 17:39

        Es gibt ausreichend Kinder die Latein toll finden und damit tatsächlich auch mehr anfangen können wie mit Französisch!
        Wir wohnen direkt an der Grenze und brauchen trotzdem kein Französisch, da wollen wir nämlich nie hin. Latein hilft dafür z.B. beim herleiten mancher Wörter, mein Mann weiß die komischsten Dinge dank Latein. Nebenbei hat mein Kind total Spaß im Unterricht.
        Spanisch ist sehr verbreitet und macht dadurch mehr Sinn.
        Zu "Englisch ist international " - da verweigern sich bes. die Franzosen!

    (12) 06.10.17 - 10:52

    Hallo #blume

    meine Kinder haben kein Französisch, daher kann ich nur aus meiner Erfahrung sprechen.

    Mit der Aussprache, der Schrift, den Zahlen und den von Dir aufgelisteten Bedeutungen hatte ich keine Probleme damals. Du hast übrigens aujourd´hui vergessen;-).#rofl

    Ich hatte mit allen Sprache Probleme und war nie sonderlich sprachbegabt. In Englisch ging´s mir genauso. Das war und ist mein rotes Tuch. Irgendwie habe ich es überstanden.

    Ich habe mich immer gefragt, warum es überhaupt Fremdsprachen an der Schule gibt
    #rofl

    #liebdrueck
    Sanne#sonne

    (13) 06.10.17 - 11:42

    Hallo!

    Hör auf zu jammern! ;-)
    Ihr habt euren Sohn bewußt auf's Gymnasium geschickt, richtig? Dann wird er es halt lernen müssen. Das ist eine reine Lernsache, und es sieht so aus als ob Du ihm dabei helfen könntest. Andere Kinder, deren Eltern kein Französisch können, haben's schwerer. Wenn ein Realschüler das kann, dann ein Gymnasialschüler erst Recht.

    LG

    • (14) 06.10.17 - 12:21

      Ich jammere doch nicht. Ich bin krank und hab nix zu tun. ;-)
      Ich hab doch nur gesagt bzw befunden, dass Französisch eine Sprache mit komplexen Regeln ist, im Vergleich zu Englisch. Und ja, es gibt natürlich noch schwierigere Sprachen, beispielsweise Tschechisch (mit seinen 7 Fällen, die Konjugation ist der Horror) oder gar Russisch, da kommt ja dann auch noch die kyrillische Schrift dazu. Von Chinesisch und anderen asiatischen Sprachen will ich erst gar nicht anfangen.

      Geht mir auch nicht darum, dass es mein Sohn nicht lernen kann oder will oder soll, ich habe einfach nur festgestellt, dass *ich* es bei der äußeren Betrachtung schon der ersten Kapitel im Schulbuch komplex finde, weil es echt sehr anders ist als Englisch und Deutsch und die Franzosen sich doch oft "umständlich" ausdrücken. Ich habe es damals ohne Probleme gelernt, das ist nicht das Thema. Ich mag Sprachen sehr und lerne auch gerne neue Sprachen.

      Die Auswahl der weitereführenden Schule hat nicht hauptsächlich mit der 2. Fremdsprache zu tun. Da gibt es hier leider einfach nur zwei Möglichkeiten, Französisch oder Latein. Ich fände die Auswahl von anderen Sprachen sehr cool, gerne auch etwas außergewöhnliches. Hier in NRW wäre doch Niederländisch praktischer als Französisch. Oder wegen mir gerne Chinesisch, weil es echt was besonderes ist.

      • (15) 06.10.17 - 14:49

        Die meisten Schulen greifen sicher auch gerne auf "bewährtes" zurück. Um eine andere Sprache anzubieten, müssten erstmal neue Lehrwerke beschafft werden, für die Standard-Sprachen gibt es eben von den renommierten Schulbuchverlagen entsprechende Lehrwerke, für seltener gelehrte Sprachen gibt es u.U. gar keine Schulbücher.

        Zudem müssen ja auch genügend Lehrer vorhanden sein - nicht nur einer, der unterrichtet, sondern mindestens drei oder vier, so dass auch eine Abiturkommission gebildet werden kann.

        Wahrscheinlich gibt es nicht so extrem viele Menschen, die "Niederländisch auf Lehramt" studiert haben und das demnach unterrichten dürfen...

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