Wie sind denn eure Erstklässler so drauf aktuell?

    • (1) 15.10.17 - 18:21

      Hallo in die Runde,

      meine Frage steht ja schon oben.

      Meine Tochter, die Ende August eingeschult wurdem geht gerne in die Schule und bis 15 Uhr in die OGS. Das Lernen fällt ihr leicht und macht ihr Spaß, sie hat auch neue Spielkameraden gefunden, ABER zu Hause kann man sie zurzeit mit der Kneifzange nicht anfassen und sie ist das reinste Pulverfass.
      Es vergeht kein Tag, an dem es zwischen uns nicht gewaltig scheppert, weil sie in einem unmöglich herrischen Ton mit mir spricht und Wutausbrüche hat, von denen ich dachte, wir hätten sie mit Ende der Trotzphase hinter uns gelassen.

      Sie ist generell ein sehr aktives Kind mit einem starken Bewegungs- und Rededrang, das immer schon versucht hat, den Ton anzugeben, was aber auch total schnell reizüberflutet ist, sodass sie dann fast hyperaktiv anmutet. Ich habe das Gefühl, am Schulmorgen muss sie sich so in die Gruppe einordnen und den dortigen Regeln unterordnen (was ihr wohl auch gut gelingt), dass der Kessel nachmittags so dermaßen unter Dampf steht, dass es raus muss.

      Nach so einem Anfall ist sie dann wieder ganz normal - bis zum nächsten Anlass, wo etwas z.B. nicht nach ihrer Nase geht, dann geht es von vorne los. Ich finde es sooooo anstrengend mit ihr momentan!

      Kennt ihr so etwas auch von euren Erstklässlern? Und falls ja: Wie lange hielt der Zustand an? Ich geh echt auf dem Zahnfleisch gerade.

      LG

      • Ich hatte das Gleiche mit meinem Sohn. Jedoch kurz vor der Schule! Jetzt ist er total ausgeglichen und fröhlich. Andere Eltern berichten jedoch das Gleiche wie du. Sie haben viel Stress mit ihren Kindern.
        Ich habe ihn in dieser Phase erstmal in Ruhe gelassen. Ist er uns gegenüber jedoch ausfallend geworden, dann habe ich ihn zurecht gewiesen. Es gab keine Aktivitäten mehr am Nachmittag, weil er schnell überreizt war. Und kein Fernsehen! Das half!

        • Danke für deine Rückmeldung! Das Nachmittagsprogramm ist bei uns zurzeit auch sehr reduziert, nur der Schwimmkurs läuft weiter. Auf Verabredungen hat sie nach 7 Std mit vielen Kindern auf engstem Raum auch eher keine Lust.

      Hallo,

      bei uns war die Zeit vor der Einschulung so schlimm. Als die Kinder dann eingeschult waren, wurden sie wieder ruhiger und vernünftiger.



      Lg

    Ich kenn das von meiner Großen (4. Klasse) so. Sie ist in der Schule völlig überangepasst, immer ein Engelchen und dann nach der Schule erschöpft. Entsprechend bekomme ich dann das kleine Teufelchen zu Gesicht, wenn etwas nicht funktioniert.
    Ganz schlimm ist es, wenn sie nicht genügend Schlaf hatte (und genau dieses Kind schläft nicht gerne). Dann mutiert sie manchmal zu einer kleinen Superzicke.

    Meine Kleine (1. Klasse) ist in der Schule deutlich entspannter und auch zu Hause nach wie vor fit und entspannt. Sie macht nach wie vor 3x die Woche Sport und hat dann noch Energie übrig. Wie sie das hinbekommt, ist mir schleierhaft.

    Meine Taktik: Wo es geht, ein Auge zudrücken und Verständnis haben. Da, wo sie eindeutig meine persönlichen Grenzen überschreitet, bin ich kurz sehr energisch, um sie wieder auf den Teppich zu holen.
    Ich versuche, für ausreichend Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten (Hunger macht schlechte Laune) und viel Flüssigkeit zu sorgen, auch wenn mir das manchmal schwer gemacht wird.

    • Jaaaaaaaa, Verständnis... Ich geb mir echt Mühe, ich kann es auch nachvollziehen. Aber ich bin auch nur ein Mensch. An manchen Tagen klappt es gut, aber manchmal ist meine Zündschnur auch kürzer und meine Tochter eeiß auch sehr genau, welche Knöpfe sie bei mir drücken muss... #schwitz Aber ich versuchs!

      • Wir sind doch alle nur Menschen. Ich kenne niemanden, der immer nur pädagogisch wertvoll ist. Müssen wir ja zum Glück auch nicht. Wenn man überwiegend Verständnis hat, dann entwickelt das Kind auch Verständnis dafür, wenn man selbst mal nicht so gut drauf ist. Ich finde immer, die Kinder sollten spüren, dass man sich Mühe gibt, nicht dass man immer alles auch schafft.

(9) 15.10.17 - 21:46

Hallo,

das muss sich einpendeln.

Solche Phasen haben/hatten unsere Kinder immer bei Neubeginn irgendwo. Erst war es der Kindergarten, dann die Grundschule und aktuell ist es bei der Großen das Gymnasium.
Die Große ist/war im Kindergarten/in der neuen Schule anfangs immer lieb und zu Hause haben/hatten wir Rumpelstilzchen. #schwitz
Bei dem Kleinen ist der Unterschied nur, dass er auch im Kindergarten und in der Grundschule nicht so brav war. Aber er zu Hause war er in diesen Phasen auch immer unerträglich.

Wie lange das anhält? Hm, gute Frage. Unser Sohn hat in der 1. Klasse eigentlich das ganze Schuljahr gebraucht, um sich wirklich einzuleben, aber das hat auch mit seiner Lehrerin zu tun, die einiges an ihrem Unterricht und dem Umgang mit den Kindern noch optimieren könnte...
Bei unserer Tochter ging das damals auf jeden Fall schnell, ich glaube, so etwa bis zu dem Herbstferien.

LG

Heike

Hallo

bei uns ist das so gar nicht so :-)

Also vor der Schule , das letzte halbe Jahr ,als sie noch in der Kita war , war sie meist bis 14,30 Uhr dort .
Wenn sie nach Hause kam glich sie deiner Beschreibung , wir haben hier manches mal gesagt , was machen wir erst in der Pupertät , wenn sie jetzt schon so drauf ...
Jedes falsche Wort entweder geweine ohne Ende , oder Wutausbruch .

Jetzt im nach hinein weiß ich das sie schlichtweg mit den ganzen Kindern überfordert war .

Als sie nun in die Schule kam , habe ich keinen der nur 25 Halbtagsbetreuungsplätze ergattern können und länger wollte ich sie nicht in die OGS geben , da ich auch den überblick über das schulische usw nicht verlieren wollte , und was habe ich nun , ein Engelchen , total lieb , nicht bockig , man kann mit ihr reden oder diskutieren ohne Geschrei ihrerseits .

Darum denke ich das es bei euch das selbe Problem ist , klar da werden die Kids sich dran gewöhnen , aber da müssen wir halt ein wenig Nachsicht haben , denn sie haben ja schon teilweise lange Tage .

Lg

  • Ja, die lange Betreuung tut sicher ihren Teil dazu. Es gibt ja im Gegensatz zum Kindergarten auch kaum Rückzugsmöglichkeiten und dank offenen Konzepts jede Menge Kinder von 1-4. Bestimmt anstrengend. Aber da ich allein erziehend bin, leider alternativlos. Ich hab schon echt gute Arbeitszeiten, aber 11.20 Uhr schaff ich beim besten Willen nicht.

Hallo,

bei mir wurde dieses Jahr das 3. Kind eingeschult. Ich kenne das Verhalten von allen 3 Kindern nicht. Bisher gab es keine Unterschiede zwischen dem Verhalten in der Schule und zu Hause. Aber von vielen Eltern weiß ich, dass es so ist und auch die Lehrerin sprach das im 1. Elternabend an und warnte die Eltern vor. Laut ihrer Aussage kann das Verhalten von der Einschulung bis zu den Weihnachtsferien, bei manchen bis zum Halbjahr gehen. Diese Zeit sollte man den Kindern zur Eingewöhnung geben. Wir sollten uns zurück erinnern wie es im Kindergarten war und wie lange es wirklich gedauert hat bis die Kinder wirklich angekommen sind. In der Schule ist das nochmal eine Spur schwieriger, da es feste Regeln gibt, sie lange still sitzen und sie sich konzentrieren müssen. Das ist für Erstklässler verdammt harte Arbeit. Zuhause in der gewohnten, vertrauten Umgebung lassen sie alles raus. Deine Tochter zeigt ein normales Verhalten, das wieder vorbei geht. Hab sie lieb wenn sie austickt, fang sie auf und denk immer daran, dass es besser wird.

LG
Michaela

Hallo #winke,

man könnte meinen, du sprichst von meinem Sohn #rofl. In der Schule läuft es super, er hat bereits neue Freunde gefunden und alles in alles macht ihm die Schule Spaß.

Ich hole ihn um 16 Uhr ab, dann schauen wir zu Hause nach, was er als Hausaufgabe aufbekommen hat (die machen sie im Hort) und machen das was z.b. geübt werden muss. Bis dahin geht es noch, aber danch kann auch bei uns das Pulverfass jederzeit hochgehen #zitter. Da reicht nur ein falsches Wort, oder eine Bitte oder ein Blick, er flippt aus und ich würde ihn am liebsten auf der Stelle mit Sachen, ohne Essen und ohne Zähne putzen ins Bett schicken #schwitz. Bei uns kann man auch wirklich die Uhr nach stellen, immer kurz vorm Abendessen. Ich nehme an, er ist dann einfach zu k.o, was er natürlich nie zugeben würde #augen#rofl.

Ich schibe es natürlich schon auf die Umstellung, Schule ist halt anstrengender als Kiga/Vorschule. Was mich aber am meisten stört ist der Umgang mit uns, also wie er mit uns redet. Das geht dann nur so: "Ja was denn", Oh man ey" "Nicht dein Ernst" "Nö" usw. und der Tonfall dann noch dazu. Da er nun fast 7 ist, habe ich ihm erklärt, dass er so nicht mit uns umgehen kann. Sollte es weiter vorkommen, versuche ich es weitestgehend zu ignorieren, bzw. reagiere dann auch nicht wenn er mich um etwas bittet oder mich etwas fragt.

Ich hoffe diese Phase oder was auch immer das ist, ist bald vorbei. Solange er sich aber in der Schule und im Hort nicht so benimmt, sitze ich es zu Hause einfach nur aus #cool.

ich drück euch und uns die Daumen, dass es bald besser wird ;-).

Lg Annika

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