Hilfe - neue Hortleitung bei ADHS-Kind - Silopo?

    • (1) 15.10.17 - 19:16

      Hallo,
      jetzt muss ich doch mal schreiben. Vielleicht wird es nur ein Silopo, aber vielleicht hat ja jemand einen guten Rat.

      Also: ich bin gerade ein bisschen am Rotieren seit bei uns die Hortleitung gewechselt hat. Ich hab zwei Kinder, einen Sohn in der 2. und eine Tochter in der 4. Klasse. Meine Tochter hat ADHS, wir geben seit Februar Medikamente, und sie ist in ihrer Reife deutlich zurück, weshalb Förderbedarf festgestellt wurde. Sie ist hochintelligent, weshalb der reine fachliche Inhalt von dem, was in der Schule dran ist, kein Thema ist, aber das ganze drum und dran macht ihr Schwierigkeiten. Eigentlich hatte sich endlich alles eingependelt, und sie fing an, sich gut zu entwickeln und vor allem auch sich in Richtung ihres Alters zu entwickeln. Im Hort hatten sie ein bisschen Sondertüdel für sie, für die Hausaufgaben gab es ein extra kleines Zimmer mit anderen förderbedürftigen Kindern, wo sie jetzt fast ein Jahr war. Das Jugendamt zahlt dem Hort extra-Betreuungsstunden dafür.

      So, jetzt hat die Hortleitung gewechselt, und die neue Leiterin hat ein offenes Konzept eingeführt, das den sich im gleichen Gebäude befindenden Kindergarten mit einschließt.
      Nachdem es mittlerweile weniger ältere Kinder sind, hat sie die Kinder neu auf die zwei Gruppen aufgeteilt (ohne Ankündigung - meine Tochter kam an und hat festgestellt, dass ihr Platz, den sie seit drei Jahren hatte, jetzt von jemand anderem belegt war. Und ich hatte schon vorher, als ich gemerkt habe, dass die anfangen Sachen zu verändern, die neuen Erzieherinnen darauf hingewiesen, dass meine Tochter Probleme mit Veränderungen hat). Also neu aufgeteilt, aber dann meist zusammengelegt, und zeitweise kommen noch die Vorschulkinder dazu. In Randzeiten werden die Kinder bunt mit den Kindergartenkindern (alle Altersklassen) gemischt. Und immer mal wieder kommen die Kindergartenkinder in die Gruppen in die - jetzt wohl ehemaligen - Horträume. Das wechselt, ist mal so mal so, nicht vorhersagbar. Die Großen sollen sich dann um die Kleinen kümmern.

      Die neue Hortleitung findet ihr Konzept super und findet es tut den Kindern gut, wenn sie Kleinere da haben und die Großen sein dürfen. Mein Sohn jammert, dass es jetzt doof sei, dass es immer so laut ist und die Kleinen ihm seine Bauten kaputt machen. Auch bei den Hausaufgaben ist es jetzt laut, obwohl es weniger Kinder sind, aber dafür toben im Nachbarraum jetzt halt die Kleinen). Aber der hält das irgendwie aus. Meine Große findet es schon toll, dass sie die Große ist, aber sie ist nachmittags, wenn ich sie abhole fix und fertig und zu gar nichts mehr zu gebrauchen. Außerdem braucht sie das Wochenende um wieder runter zu kommen. Für die Hausaufgaben braucht sie wieder viel länger, wie in der Zeit, bevor sie die Sonderbetreuung bekommen hat (zum Glück haben die im Augenblick noch nicht viel auf). Und von der Sonderbetreuung merke ich auch gar nichts mehr.
      Ich weiß nur nicht, was ich tun soll. Ich hab bei den anderen Betreuungsmöglichkeiten nachgefragt, aber die sind alle voll. Außerdem hat meine Tochter Angst vor einem Wechsel - schließlich hat sie sich jetzt drei Jahre eingelebt. Aber wo sie ist, ist es jetzt auch nicht mehr schön. Ich denke, wie ich es mache, mache ich es falsch. Selbst wenn jetzt jemand wegziehen würde, und woanders ein Platz frei würde.
      Es gibt noch einen zweiten Hort mit 2 x 25 Kindern. Bei uns waren es auch zwei Gruppen, es sind aber nur noch 30 Kinder. Die werden, außer zu den Hausaufgaben zusammen gefasst. Und wie gesagt, teilweise kommen noch Vorschulkinder dazu. Ich denke, das ist einfach zu viel auf einem Haufen.
      Ich hab mit dem Jugendamt gesprochen, aber die Aussage war, dass sie nicht bestimmen können, wie die Sonderbetreuung umgesetzt wird. Und ansonsten meinte der nette Psychologe, der uns betreut, er stimmt mir zu, wie ich's mache, mache ich es falsch.

      Ich find das gemein, denn eigentlich war alles endlich irgendwie geregelt...
      Ich hab mit den neuen Erziehern gesprochen, ich hab mit der neuen Leitung gesprochen, jetzt hab ich einen Termin bei der Stadt gemacht.

      Habt ihr irgendwelche guten Vorschläge? Ich frage mich, ob ich nicht durchsetzen kann, dass meine Kinder in den anderen Hort dürfen. Da müsste man die 2 x 25 Kinder halt auf 2 x 26 aufbohren... - wäre aber immer noch weniger, als das, was bei uns jetzt ist. Weiß aber eben nicht, wie das für meine Tochter wird.

      Viele Grüße

      PS: Ich hab auch mit ein paar Eltern gesprochen; die meisten wollen das Jahr noch durchstehen.

      • (2) 16.10.17 - 09:30

        Hallo,

        solche offenen Konzepte sind in der Regel nicht als Verbesserung gedacht, sondern als Personal-Sparmaßnahme.
        Deswegen wird die Stadt vermutlich auch nichts daran ändern wollen, es sei denn es steigen ihnen genug Eltern (also Wähler!) auf's Dach.

        Heute wird an jeder Ecke bei den Kindern in den Kindergärten, Schulen und Horten gespart und anschließend kommt das große, scheinheilige Geheule von den Politikern, dass sie gar nicht verstehen, warum die Leistungen der Schulkinder immer schlechter werden und warum der Schulerfolg so sehr vom Elternhaus abhängt. #aerger

        Richtig gekniffen sind dabei die Kinder, die eine Behinderung haben, weil die diese Sparmaßnahmen noch schlechter verkraften können. Und dabei wird die ganze Zeit von Inklusion und Chancengleichheit geschwafelt. #klatsch

        Wir haben zwar kein behindertes Kind, aber ich bekomme an allen Ecken und Enden von solchen Familien mit, dass es schlecht bis gar nicht läuft, es sei denn, irgendwelche Lehrer oder Betreuer engagieren sich über das hinaus, wofür sie bezahlt werden. Und das kann es ja auch nicht sein.

        Eine erste Hilfe für Deine Tochter wären Ohrenschützer, wie Bauarbeiter sie tragen.
        An anderen Lösungen bist Du ja dran.

        LG

        Heike

        Du solltest für deine Tochter beim Jugendamt einen Antrag auf Aufnahme in eine Heilpädagogische Tagesstätte stellen. Dort bekommt sie die Betreuung, die sie braucht.

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        • Nein, sie hofft auf Vorschläge, was sie tun kann, um ihrer Tochter eine geeignete Nachmittagsbetreuung zu ermöglichen.
          Was soll der arogante Ton?
          Ich würde auch alles versuchen, wenn ich mit der aktuellen Situation unzufrieden bin. ADHS hin oder her, geht es meinem Kind im Hort nicht (mehr)gut, Sorge ich für Abhilfe. Das hat doch immer auch mit Veränderung zu tun, aber aushalten muss man dabei nichts. Ja, manchmal muss man Dinge hinnehmen, aber nicht um jeden Preis.

        (7) 16.10.17 - 18:16

        Mode-Diagnose?

        Verschone doch bitte hilfesuchende Eltern mit deiner primitiven Stammtischrhetorik!

        Diese Aussage finde ich frech. Nur weil teilweise Eltern ihre Blagen nicht erziehen können und hier auf ADHS pochen gilt sowas nicht für alle!
        Es gibt Kinder die es tatsächlich haben und sich eben mit Veränderungen schwerer tun. Mein Sohn hat selbst auch ADHS UND AUTISMUS! Der tut sich auch schwer mit einigen Dingen.
        Aber ich kann zumindest verstehen das man auch diesen Kindern die Welt nicht immer runder machen kann. Aber teilweise zumindest einfacher!

        Ela

    Hallo,
    ich würde mich auf jeden Fall an den Träger wenden. Wenn schon der Förderbedarf vorliegt, sollte es doch möglich sein, die geeignete Umgebung für deine Tochter zu finden. Nur Zuschuss einstreichen und nichts dafür tun geht ja eigentlich nicht. Müssen die nicht zumindest einen Nachweis erbringen, was mit dem Geld passiert?
    Ich hoffe, ihr findet eine gute Lösung.

    (10) 22.10.17 - 18:55

    Hi,
    vielen dank für die Antworten.
    Falls es jemanden interessiert, es ist durch die vielen Gespräche tatsächlich ein bisschen besser geworden. Und es sind auch noch drei Kinder in die Ganztagesklasse gegangen.
    Und ich habe einen Anruf von dem anderen Hort bekommen, wo wir auf der Warteliste stehen, dass tatsächlich jemand umzieht, d.h. dass wahrscheinlich zum 1.12. zumindest mein Sohn wechseln kann.

    In der vergangenen Woche hatte ich den Termin bei der Leitung vom Amt für Tagesbetreuung. die meinte zuerst auch, dass das ein Super-Konzept sei, das sie an verschiedenen Stellen in der Stadt hätten. Aber im Verlauf des Gesprächs stellte sich heraus, dass sie möglichst bald eine weitere Kindergartengruppe einrichten wollen und dass sie die Hortplätze, die frei werden nicht wieder neu vergeben möchten, weil sie viel mehr Kindergartenplätze brauchen. Die Schule plant, einen zweiten Ganztagszug zu errichten (da wird gerade umgebaut, das dauert noch 1-2 Jahre). Und der Kindergarten soll möglichst schnell ein reiner Kindergarten werden, aber sie können die bestehenden Verträge nicht einfach kündigen.

    Was die extra-Betreuungsstunden betrifft, so bin ich da noch nicht weiter gekommen. Ich hatte beim Jugendamt nachgefragt, und hab die Antwort bekommen, das sei nicht fix und würde sehr stark von der jeweiligen Einrichtung abhängen, wie viele Betrueuer und Kinder da gerade insgesamt sind... Die Leiterin vom Amt für Tagesbetreuung hat mich das dann auch gefragt, obwohl sie doch eigentlich wissen müsste. Ich glaube, sie wollte meine Argumentation in dem Gespräch schwächen. Sie hat auch mehrfach gesagt, dass sie da nichts tun könne, das sei Sache der Leitung in der Einrichtung. Auf der anderen Seite hat sie zugegeben, dass es eine Vereinbarung gab, die ursprünglich 2 Gruppen a 25 Kindern, auf eine Gruppe zu kondensieren, weil es nur noch 30 Kinder gab, nachdem der andere Hort eine weitere Gruppe aufgemacht hatte.

    Viele Grüße

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