💡 wie realistisch...Abitur NACH Realschulabschluss?

    • (1) 22.10.17 - 15:48

      Hallo zusammen,

      wir (unsere Tochter 4. Klasse in BW, mein Mann und Ich) hatten heute Vormittag eine rege Unterhaltung zwecks den weiterfĂŒhrenden Schulen, die Möglichkeiten danach und darĂŒber was unsere Tochter denn möchte 😊 Ja die Entscheidung muss nicht heute gefĂ€llt werden und darum geht es auch nicht...
      Unsere Tochter möchte (jetzt im Moment) gerne zur Realschule und danach auf ein berufliches Gymnasium mit dann ebtsprechender "Neigung" und StĂ€rken, um dort die allgemeine Hochschulreife nachzuholen 😉 wegen uns braucht sie kein Abi, aber sie möchte etwas im Sozialen und PĂ€dagogischen Bereich machen.
      Im Moment möchte sie nicht den direkten Weg ĂŒbers Gym gehen, da sie (leider) an ihrer Cousine sieht wie schwer und frustrierend das Ganze auch sein kann...

      Nun unsere Frage, wie viele der RealschĂŒler hĂ€ngen tatsĂ€chlich noch das Abi hintenan? Und ist es so tatsĂ€chlich, nennen wir es mal bequemer?
      Eure Erfahrungen bitte 😊

      Lg und schönen Sonntag!

      • Klar geht das, aber bequemer ist es nicht. Man verliert ein Jahr, man kommt in bestehende Kursstrukturen und man muss sich halt an ein anderes Leistungsniveau gewöhnen von jetzt auf gleich. Wenn sie das Niveau hat aufs Gymnasium zu gehen sollte sie das tun. Ich hĂ€tte das tun können, meine Mutter hat ĂŒber meinen Kopf hinweg entschieden das ich auf die RealschĂŒler gehe, am Ende hab ich mein Abitur trotzdem gemacht. Aber ich war durch fehlende Vorkurse einschrĂ€nkt in meiner FĂ€cherwahl und dann eben auch in meiner LK Wahl. Ich hatte Mehrstunden, weil ich Dinge nachholen musste und WissenslĂŒcken die ich selber nacharbeiten musste, weil Dinge vorausgesetzt wurden. Ja das ging alles, hat mich aber ein Jahr und viele Stunden Freizeit gekostet.

        • Hallo
          Du verstehst da was falsch, in BW gibt es spezielle Schulen fĂŒr "NachzĂŒgler" in verschiedenen Bereichen. Dort wechseln sich bewusst SchĂŒler von "richtigen" Gymnasien hin. Ein LK Wahl wie du sie kennst gibt es dort nicht. Die HauptfĂ€cher setzen sich aus der Richtung des Schulzweiges zusammen (Wirtschaft, Soziales,Technik,..).

          LG

            • Ja, das lĂ€uft ĂŒberall anders und nicht in jedem Bundesland gibt es die gleichen Möglichkeiten. Wir wohnen grenznah zu 2 anderen BundeslĂ€ndern und ich kenne SchĂŒler die extra hier die berufliche Schule machen. Nötig ist hier nĂ€mlich nur der Abschluss der (Werk)Realschule unter einem bestimmten Durchschnitt, keine 2 Fremdsprache oder sonst was.

                • Das stelle ich mir irgendwie schwerer vor als die Variante hier, gerade fĂŒr diejenigen die vorher nicht auf einem Gymnasium waren ist der komplette Neuanfang mit komplett neuen Klassen, EinfĂŒhrungseinheiten,... auf einer Schule die wirklich auf sowas ausgelegt ist sicher angenehmer.
                  Von den Zweigen mal ganz abgesehen. So ausgeprÀgt gibt es die auf einem regulÀren Gymnasium hier nicht.

          Also fĂŒr mich war dieser Weg genau richtig. Ich habe nach der Realschule ein dreijĂ€hriges weiterfĂŒhrendes Gymnasium besucht und mit dem Abitur abgeschlossen. Habe also keine Zeit verloren - hatte aber subjektiv gesehen, weniger Schulstress und kam immer gut mit. Ich war ĂŒbrigens auf einem ernĂ€hrungswissenschaftlichen Gymnasium und habe danach etwas ganz anderes studiert - auch hier ist man also völlig frei. Kann diesen Weg sehr empfehlen.

      Unsinn, man kommt ĂŒberhaupt nicht in bestehende Strukturen! Man verliert auch kein Jahr, da es wieder das g9 gibt (zumindest bei uns). Wenn das Kind nach der Realschule direkt auf die fos geht, ist es gleichzeitig mit den Gymnasiasten fertig.
      Ist der Weg leichter? War er fĂŒr mich leichter? Nein, glaub ich nicht. Aber hatte ich die vernĂŒnftigeren FĂ€cher? Hatte ich die realitĂ€tsnĂ€here Ausbildung? Ja, definitiv!
      Mein ZwillingsbrĂŒder ging ĂŒbers gymi, ich ĂŒber die Realschule, Lehre, bos. Probleme mit leistubgskursen gab es nicht, weil es dieses System auf der bos schlicht nicht gab.

      Also ja, abi nach der Realschule ist sehr gut machbar! Wir werden unsere Kinder wohl auch diesen Weg gehen lassen- oder ihn nach der Realschule eben enden lassen, ganz wie sie dann spÀter wollen

Hallo
Die Realschule meiner Tochter stellt eine eigene Statistik auf um zu schauen wie die SchĂŒler weiter machen. Und es sind wirklich viele die sich dafĂŒr entscheiden die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife zu machen!
Auf diese Schule wechseln auch bewusst SchĂŒler vom Gymnasium runter, der Zweig wird dort nĂ€mlich tatsĂ€chlich gelebt und spiegelt sich in gefĂŒhlt allem SchulfĂ€chern wieder. so ausgeprĂ€gt habe ich Profile noch nirgends anders erlebt.
Man muss klar sagen: gerade auf dem Berufskolleg wird sehr gesiebt. Leider gibt es nĂ€mlich immer wieder SchĂŒler die sich anzumelden um irgendetwas zu haben.
Meine Tochter ist den Weg gegangen und rĂŒckblickend war es genau die richtige Entscheidung. Sie stand sich zum Ende dann jedoch selbst im Weg und jetzt ist es "nur" die Fachhochschulreife geworden aber das war eine persönliche Geschichte.
Meine andere Tochter ist zwar jetzt auf ein Gymnasium gekommen, möchte aber in ein paar Jahren auch auf solch ein berufliches Gymnasium wechseln.
Ich finde es toll dass es in BW diese tolle Möglichkeit so gibt, wĂŒrde jedoch jetzt noch nicht so weit denken.
Die Cousine kann ja nicht der Maßstab sein! Aus Angst sich anstrengen zu mĂŒssen die Schule zu wĂ€hlen halte ich fĂŒr falsch. Auch auf der Realschule muss man sich anstrengen.

LG

  • Hallo, dass sie sich auch der Realschule anstrengen muss ist ja klar und das weiß sie auch 😉 aber sie sagt auch dass sie diesen mega Stress (lernen und Streitigkeiten Zuhause deswegen) fĂŒr sich selber nicht will...Und wenn ich ehrlich bin tut mir meine Nichte auch echt leid. Aber das ist eine andere Geschichte!
    Sie hat gute Noten, begreift auch schnell...Nur manchmal braucht's halt auch nen Schubs und die Erinnerung dass sie doch vllt noch etwas lernen sollte 😉 Ja und sie sagt auch dass sie ihr Hobby ( 🐎 ) nicht aufgeben möchte und auch noch mit Freundinnen etwas unternehmen möchte. In dieser Aussage ist sie erstaunlicher Weise sehr klar fĂŒr eine 9.5 jĂ€hrige 😊

    Lg

    • Aber solche Dinge weiß sie jetzt doch noch nicht. Ihr Wissen bezieht sich doch nur auf Hörensagen, ob und wie es bei ihr ist steht noch völlig in den Sternen. Ich kenne viele Kinder mit viel Freizeit, auch auf dem Gym.

      LG

      Hallo !

      Mein Sohn muss auf dem Gymnasium nicht grossartig was tun. Er hat Hausaufgaben auf, die erstrecken sich von nichts bis hin zu max 1 Stunde am Tag. Die eine Stunde aber auch gerne, weil er die Aufgaben immer auf dem letzten Druecker macht.

      Fuer Arbeiten lernen bedeutet, man guckt es sich einen Tag vorher nochmal an und lernt
      1-2 Stunden.

      Sein Freund - gleiche Klasse - sitzt jeden Tag wenigstens 2 Stunden an den Hausaufgaben und lernt tagelang fuer eine Arbeit.

      Was ich damit sagen will - ich wuerde die Cousine nicht als Massstab nehmen. Auch auf der Realschule muss gelernt werden.

      Liebe Gruesse
      Svenja

Wie viele es machen, weiß ich nicht.
Einige, die ich kenne haben es gemacht

1. - Gymnasium 10. Klasse zu Fachgymnasium 11. Klasse
2. - Realschule sehr gute mittlere Reife zu Fachgymnasium 11. Klasse

3. aber auch Realschule, gute/sehr gute mittlere Reife. Dann Ausbildung und parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife.

1. eher wenige
2. einige. Einfach weil sie die Noten dazu hatten und einige Jahre spÀter den Ehrgeiz. Sowie das Interesse an einer bestimmten Fachrichtung
3. haben auch einige gemacht. Vorteil: fertige Berufsausbildung mit Abschluss, falls Studium doch nicht das passende ist. Nachteil: Ausbildung + Fachhochschulreife ist mehr lernen. Vorteil: Vorkenntnisse fĂŒr's Studium. Nachteil: eingeschrĂ€nkte Studienauswahl, da Fachhochschulreife etwas geringer ist als Abitur.

Da die Fachgymnasien in BW ab Klasse 11 beginnen, sind sie darauf vorbereitet.
Einige schaffen es, manche haben mit der Umstellung von Realschule auf Fachgymnasium erst mal zu kÀmpfen. Sie sind dann aber nicht alleine damit.

Wer die Wahl hat zwischen G8 und Fachgymn. nach Realschule "verliert" ein Jahr.
Anderseits ist G8 in BW nicht ohne (Inhalt G9 in 8 Jahre gepresst). Wer die Wahl zwischen G9 BW und Fachgymnasium hat, macht von der Zeit her keinen Unterschied.

Was ihr machen könntet: mal bei den favorisierten Fachymnasien nachfragen. Was sie braucht, welche Voraussetzungen usw. Dann wĂŒsste sie wofĂŒr sie die nĂ€chsten Jahre lernt ;-)

In der Schule meiner Enkelin gibt es einen eigenen "Aufsetzer"-Zug fĂŒr diese SchĂŒler und der ist knallvoll, also gibt es offenbar SchĂŒler geng, die so das Abi machen. Auch ich kenne ein paar "spĂ€tberufene" junge Leute, die das Abi erst nach der MR machten. Ich finde, da hĂ€ngen sie sich viel mehr rein, weil sie es ja selber wollen. Die, die ich kenne, machten ihr Abi mit Bravour! LG Moni

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