Wie lernen eure 1. Klässler lesen?

    • (1) 02.11.17 - 08:26

      Hallo ihr lieben,

      unser Sohn wurde dieses Jahr eingeschult. Mathe ist sein Lieblingsfach, aber in Deutsch kommt er auch gut mit.

      Die Kinder lernen nicht erst das Alphabet. Momentan sind sie beim Buchstaben "N", nach der Reihenfolge des ABC wäre dieser aber nach 7 Wochen Schule noch gar nicht dran. Nun haben sie über die Ferien die Aufgabe bekommen, einen Silbenteppich ( mit Silben wie "Pe", "Ma", "Po", "Ni", "Na" usw.) lesen zu üben und aus der Fiebel alles bis Seite 17. Soweit so gut.

      Silbenteppich ist kein Problem und Fiebel bis Seite 13 auch nicht. Und dann kommts. Auf den nächsten beiden Seiten geht es um die Wörter "und" & "sind". Diese hatten Sie in der Schule noch gar nicht, insbesondere das "d". Ich habe meinem Sohn dann den Buchstaben erklärt und er hat das Wort dann irgendwie zusammengezogen. Andreres Bsp. das Wort "ruft" hat er als komplexes Wort gelernt, also quasi auswendig #kratz. *Überall wo das Wort steht, weiß er dass er an der Stelle "ruft" lesen mus, aber er kann es mir in dem Sinne nicht vorlesen, da sie weder das "r", noch das "f" bisher hatten.

      Ist das normal, das solche Verbindungswörter als fertiges Wort gelernt werden? Wie ist das bei euch?

      Lg Annika

      • Hallo,

        das war bei uns auch so. Die Kinder haben bestimmte Laute und Verbindungen geübt, es gab aber auch kurze Lernwörter, die sie einfach auswendig lernen sollten, auf einem Blick erkennen ohne die einzelnen Buchstaben zu lesen (die sie auch noch nicht durch genommen hatten). War kein Problem.
        Nach welchem Buch/welcher Fibel lernt eure Klasse?

        LG

        • Hallo,

          danke für deine Antwort ;-).

          wir haben diese Fiebel hier:

          https://www.thalia.de/shop/home/rubrikartikel/ID38891836.html?ProvID=11000522

          Mir erschließt sich halt nur nicht so wirklich der Sinn. Macht man das, damit sie schneller lesen könenn? Wobei es in dem Sinn ja kein Lesen ist, weil sie es auswendig gelernt haben.

          Lg

          • es ist eine Mischung. Das machen wir (die gut lesen können) doch auch so. Kurze bekannte Wörter ziehen wir nicht mehr zusammen, sondern "erkennen" sie auf einen Blick.
            In unserer Fibel (ABC der Tiere) haben sie sich Mühe gegeben, einigermaßen sinnvolle Texte zu schreiben. Also gab es auch "kurze Lernwörter" mit unbekannten Buchstaben und viele Bilder als Ersatz für Hauptwörter. Sobald die Buchstaben gelernt wurden, haben die Lehrer diese "Lernwörter" noch mal wiederholt und die Kinder mussten auch diese Wörter zusammenziehen.

            LG

            • Ja das stimmt. Allerdings weiß ich auch, welche Buchstaben in dem Wort sind, was ich gerade lese. Bei "ruft" kennt er nur das "u" und das "t". Ich weiß auch nicht mehr, wie wir das damals gelernt haben. Naja ich lass mich überraschen ;-).

              • wenn sie alle notwendigen Buchstaben geübt haben, können sie diese "auswendig gelernten" Wörter auch schreiben. Spätestens dann machen sie sich bewusst, welche Buchstaben dort in welcher Reihenfolge stehen und dass man auch diese Wörter genauso über die Laute lesen kann.

                Zur Einschulung kann eigentlich schon jedes Kind seinen eigenen Vornamen (mit großen Druckbuchstaben) schreiben und lesen, auch ohne ihn richtig mit Silben und Lauten lesen zu können. Oft wird der Name auch ganz anders ausgesprochen als geschrieben. Sie lernen es trotzdem.

                LG

      Hallo,

      mein jüngstes Kind ist bereits im 2. Schuljahr und hat wie mein ältestes lesen mit Hilfe der Anlauttabelle gelernt.
      Durch Zusammenziehen der Buchstaben. Das hat bei beiden prima geklappt.

      Schreiben wird nach Gehör gelernt. Bei der Ältesten eine totale Katastrophe, woran sie jetzt noch im 8. Schuljahr zu knabbern hat und einige schriftliche Noten dadurch schlechter wurden.

      Beim Jüngsten funktioniert diese Methode besser, allerdings lernen sie nach der "fresh" Methode.

      VG

      • (8) 02.11.17 - 13:58

        Oh ja, das Schreiben nach Gehör macht meine 22-Jährige und mein 16-Jähriger auch immer noch. Da halfen keine Rechtschreibregeln üben hinterher. Entsprechend waren auch in den höheren Klassen die Diktate immer eine 6!!
        Ich bin froh, dass meine Jüngste das jetzt anders lernt!

    Hallo!
    Mein Sohn lernt jede Woche einen Buchstaben ( auch nicht nach ABC) in Groß- u Kleinschreibung. Und sie lesen auch nur diese Buchstaben in allen möglichen Varianten an Wörter, auch Wörter die nix bedeuten.
    Zuhause möchte er seit einer Woche bei der Gutenachtgeschichte immer erst selber einen Absatz lesen. Da sind natürlich auch Buchstaben die er noch nicht kennt. Kommt er zu so einem Buchstaben, dann sag ich ihm kurz wie er heißt u er nimmt ihn beim einfach mit. Funktioniert ganz gut u er hat Riesenspaß. Er zieht die Wörter oft noch so lange, dass er dann nicht versteht, was er gerade gelesen hat. Deshalb wiederhole ich ihm dann immer nochmal den Absatz wenn ich weiterlese.
    Ich muß immer schmunzeln, wenn er auch bei einem richtig langem Wort keine Luft holt zwischendurch. Machen das eure Leseanfänger auch?
    Lg minitouch

    • Hallo,

      so hab ich es bei "und" & "sind" auch gemacht, da sie das "d" noch nicht haben. Ich finde dieses Wöter lernen, wie "ruft" als Wort eher befremdlich, denn er kann mir das Wort nicht vorlesen, da er es nur als solches gelernt hat. Aber die Lehrerin muss es ja wissen.

Unsere Große (jetzt 4. Klasse BW) hat das Lesen mit der Silbenmethode und der Anlauttabelle gelernt ABER auch nicht nach dem ABC 😉 gelernt haben sie mit der Jo Jo Fibel und den dazugehörigen Arbeitsheften! Heute liest sie sehr gut und auch mittlerweile wieder gerne 😊 Ihre Cousine lernte mit dem "Abc der Tiere" und liest heute noch eher schlecht, wobei ich hier der Meinung bin dass das am Kind und nicht am Lehrwerk liegt!
Lass ihm Zeit und immer üben, dann wird das schon!

Lg

  • Hallo,

    ja das machen wir auch. Er hat beim üben an sich auch keine Probleme, nur eben wenn es um Wörter geht, wo er eben die Buchstaben noch nicht kennt. Komisch ist auch, dass sie Seiten lesen üben sollen, die sie noch nicht mal in der Schule hatten, also auch mit Wörtern, die sie noch nicht hatten. Aber es ist auch unser erstes Schulkind, insofern habe ich keinen Vergleich was das angeht.

    Eine Anlauttabelle hat er auch, damit werden auch schon Wörter wie Gitarre geschrieben, soll er es dann aber vorlesen, hat er Probleme.

Meine Tochter ist jetzt in der 3. Klasse in BW. An unserer GS wird nach der Silbenmethode unterrichtet. Fand ich auch erst "befremdlich", da sich mir der Sinn nicht so ganz erschlossen hat, bin aber nun überzeugt, dass diese Methode sehr gut ist.
Auch hier wurden nicht einzelne Buchstaben gelehrt, sondern Silben, die dann zusammengezogen werden und irgendwann kamen auch diese Verbindungswörter dazu.
http://www.abc-der-tiere.de/silbenmethode/zur-methode/lesen-und-schreiben/

Als Vergleich habe ich meine Nichte (auch 3. Klasse), die nach Anlauttabelle gelernt hat und Schreiben nach Gehör praktiziert - das ist gruselig.

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