Antrag schulpsychologische Beratung

    • (1) 03.11.17 - 16:34

      Hallo,

      wer hat Erfahrungen mit einem Antrag auf schulpsychologische Beratung in Sachsen?
      Hintergrund: Unser Kind 8 Jahre alt geht in die 2. Klasse einer Grundschule. Er hat Probleme in deutsch und im Verhalten. Jetzt sollen wir einen Antrag zur schulpsychologischen Beratung zustimmen...Auf dem Formular ist bereits schon alles mögliche angekreuzt, u.a. Überprüfung der allg. Schulfähigkeit???!!! Wenn ich mir das Formular so anschaue, kann ja nur irgend etwas "blödes" dabei rauskommen...Wenn ein dieses Formular ein Schulpsycholge sieht, stellt er automatisch was fest. Ich habe angst, dass mein Kind auf eine sog. Förderschule abgeschoben wird, von diesen Schulen halte ich überhaupt nichts, im Gegenteil, die Kinder bekommen schon mit 8 einen Stempel aufgedrückt und an Förderung glaube ich auch eher weniger...
      Wer hat Erfahrungen diesbezüglich?

      Viele Grüße,

      ajc01

      • Hallo,

        ich arbeite für eine Behörde, die nichts anderes macht als zu diagnostizieren, begutachten etc. d.h. insoweit kenne ich mich aus.

        Zuerst muss ich Dir sagen, dass es öberhaupt gar nicht stimnt, dass Kinder in einer Förderschule nicht grfördert werden. Ich habe mir im Gegensatz zu Dir solche Schulen angeschaut. Und im Gegenteil bin ich der Meinung, dass es KAtastrophe ist, dass jeder auf normaler Schule geht. Sie leisten eine großartige Arbeit. Verweigere Dich nicht und infrmiere dich eher, falls es irgrndwann ein Thema sein sollte.

        Nun verstehe ich aber zu 100% deine Ängste. Ich hätte auch Problem damit, dass alles bereits angekreuzt ist. Und da ist goldrichtig, dass du fragst. Vielleicht hast du ja Glück und triffst an jemanden, der da arbeitet.

        Ich als Mutter würde mich genau aufklären lassen, was dieser Schritt an sich hat und was mir ,,droht". Hast du diesbezüglich mit jemandem gesprochen oder wurde Dir das in die Hand grdrückt.

        Wenn es aber um Verhalten geht, würde ich mir unabhängig davon Hilfen suchen, die nichts mit einem Achulpsychologen zu tun haben.

        Hast du diesbezüglich deines Problems bereits selbst etwas unternommen ?

        Ich wünschd Dir auf jeden Fall, dass Du gute Antworten bekommst.

        #winke

        • Die Frage ist, was macht dann die Schule mit dieser wahrscheinlich negativen Einschätzung? Welche Folgen könnte diese für unser Kind haben? Im Elterngespräch war nur die Rede, dass man uns eine Telefonnummer von einer Stelle gibt, die das Kind mal begutachten soll. Jetzt sollen wir gleich einem Antrag zustimmen. Ich finde das merkwürdig. Ich würde viel lieber mit meinem Kind lesen üben als zu einer staatlichen Stelle gehen. Was ich nicht erwähnt hatte, unser Kind geht auf eine Privatschule, d. h. um ihn "abzuschieben" könnten sie theoretisch auch den Schulvertrag kündigen...da bräuchten sie wahrscheinlich so ein Gutachten gar nicht.
          Ich kann mir eben nicht vorstellen, dass es unserem Kind was bringt...er geht auch gern auf die Schule.

          Viele Grüße,

          ajc01

          • Hi du:)

            siehst du, da wird voreilig gehandelt. Bevor du etwas hast, müsstest du nochmals um ein Gespräch bitten und deine Ängste schildern. Du müsstest ihnen ehrlich sagen, ob du Bedenken haben musst, dass dein Kind die Schule verlassen müsste. Bitte rede! Ihr zahlt ja sogat Gelc dafür, umso mehr kann man Dich nicht abwimmeln.

            Ein vollkommen anderes Gebiet ist, wenn di hier schreiben würdest, wo genau die Probleme deines Kindes sind. Wenn ich z.B. befürchten müsste, dass dieser Schritt irgendwelche Auswirkung hat, weißt du, was ich Dir raten würde ? Ich würde zu einem Kinderpsychologen gehen und mit ihm erzählen. Jemand, der ohne Auftrag arbeitet und so du den Auftrag erteilst, verstehst du ? Alternative Stelle zur Begutachtung ist für mich immer SPZ. Für mich hat SPZ den entscheidenden Vorteil, weil es halt nicht mit der Schule verbunden ist d.h. Gerade dort, wo ich meine Ängste hätte, hätte ich mich eher an sie gewendet. Und SPZ hat ein Vorteil. Deren Berichte sind bei Behörden als amtliches Mittel anerkannt. Wir als Behörde nehmen es als Grundlage der Arbeit.

            Ja, deine Ängsten sind absolut nachvollziehbar. Ich muss Dir aner eins sagen, wenn schon eine Schule so etwas will, dann wird etwas ,da" sein, dem man nachgehen muss/soll. Hingegen muss ich Dich informieren, dass aus der Sicht der Behörde -zieht eine Verweigerung der yunterschrift womöglich Folgen nach sich.

            Was du machen solltest, werde die, die jetzt die Federführung hat, obwohl sich die Schule an Dich wendet und Deine Unterschrift will.

            Was hst Dein Kind genau für Probleme.

            Lieben Gruß

      Hallo, ich bin zwar aus einem anderen Bundesland (BW), aber eines meiner Kinder war ein Jahr in einer Förderschule, und dieses Jahr hat ihm so gut getan. Ich hatte auch vorher viele Sorgen, aber es war eine sehr gute Entscheidung. In einer Klasse von nur 10 Kindern, mit hervorragenden Lehrern hat er einen Riesensprung gemacht und danach problemlos auf reguläre Gundschule gewechselt. Beim Übertritt hatten seine Lehrer dort komplett vergessen, dass er einmal auf der Förderschule war (er hat eine Gymnasialempfehlung bekommen), als ich das erwähnt habe waren sie total erstaunt.

      Was mir aber definitiv auch nicht passen würde, wäre es da mit einem Formular hinzugehen, bei dem schon lauter "negative" Dinge "vordiagnostiziert" sind. Ich würde ohne dieses Formular einen Beratungslehrer aufsuchen (Schweigepflicht) oder einen Termin beim Schulamt oder einem Kinderpsychologen ausmachen.

      Ganz generell ist wichtig zu wissen: es geht nichts gegen den Willen der Eltern, d.h. die Eltern haben das letzte Wort, welche Schule ihr Kind besucht. Und: gefördert wird in einer Förderschule definitiv besser als in einer regulären GS - kleine Klassen, spezialisierte Lehrer und - so habe ich es erlebt - ganz normale, nette Kinder.

      Ich finde es ist für ein Kind wichtig, dass die Eltern sich informieren und ergebnisoffen eine Lösung finden, die zum Kind und seinen Bedürfnissen/ Problemen passt. Es können ja auch ganz andere Maßnahmen der Unterstützung rauskommen.

      Alles Gute und LG
      d.

      Hallo

      Meine Tochter wird bald 18 Jahre und war auf einer förderschule.

      Bei uns war es so das sie epileptische Anfälle hatte und dadurch eine lernbehinderung bekommen hat. Wir haben sie damals zwar dank Medikamente und Therapien Schulreform bekommen leider hatte sie eine unfähige Lehrerin.

      Sie wurde dann getestet und wir hatten im Anschluss einen Termin.

      Dort wurde uns alles erklärt und wir haben uns die schule angeguckt und für gut befunden.

      Dort wurde sie bis zur 9. Klasse unterrichtet. Den Hauptschulabschluss konnte sie da nicht machen da ihr aufgrund der Krankheit zuviel Stoff fehlte.

      In der neunten Klasse waren wir oft mit ihr bei Terminen und Gesprächen bei der Argenur für Arbeit.

      Sie war dann bis Juli auf einem internat und hat in einigen Bereichen Praktika gemacht. Auch hat sie ihren Hauptschulabschluss geschafft. 😍😍😍.

      Seid August macht sie auf der faw ( auch von der arge gefördert ) durchstarten im Praktikum. Ab Montag macht sie zum dritten mal ein Praktikum im selben Betrieb.

      Schlecht scheint sie ja nicht zu sein sonst hätte man sie wohl abgelehnt.

      Jetzt würde mich am meisten freuen wenn sie eine Ausbildung machen könnte.

      Wie du liest muss nicht alles schlecht sein.

      Bei euch finde ich die Vorgehensweise allerdings nicht so toll.

      Ich würde nicht so einfach unterschreiben.

      Ich wünsche euch alles Gute.

      Lg sandra

    • Hallo,

      unterschreibt das bitte nicht!

      Darf ich fragen, was alles passiert ist, dass es dazu gekommen ist? Darfst mir auch per PN schreiben, wenn es dir hier zu Öffentlichkeit ist.

      Lg

      • Hallo minimix,

        Du bestätigst mein Bauchgefühl. Es gab mehrere Vorfälle, im Schwimmunterricht musste er am Rand sitzen,weil er sich mit einem anderen Jungen "getaucht hat"- allerdings nur bei der ersten Schwimmstunde, dann noch ca. 4 weitere Einträge nach dem Motto er stört den Unterricht, er kann auch ziemlich frech und respektlos gegenüber Lehrern sein....in den letzten Wochen war alles ruhig. Aus meiner Sicht hat mein Kind in Deutsch Probleme, je mehr ich aber mit ihm übe, um so besser wird es...problematisch bei ihm die Schreibschrift, aber da fällt mir gleich wieder ein, d. in vielen anderen Bundesländern in den ersten Klassen die Schreibschrift gar nicht verlang wird(z. Bsp. Hessen)...blöd nur das wir in Sachsen wohnen...Das Schulgespräch war eigentlich ganz konstruktiv,zumindest hatte ich das Gefühl...& jetzt wird einem so ein Antrag unter die Nase gehalten mit vorausgef. neg. "Scheiß"...ein Kreuz ist z.Bsp. bei Überprüfung der allg. Schulfähigkeit gesetzt, ein anderes bei LRS und Konzentration.Was passiert denn,wenn er nicht schulfähig ist, was bedeutet das? Ich weiß nicht,was so etwas bringen soll...angeblich nur das Beste fürs Kind,ich bin da sehr skeptisch...wo geht die Reise hin? Bis jetzt war ich von der Schule total begeistert,weil dort die Kinder gefordert werden, er bekommt auch schon seit der ersten Klasse Zensuren...Mein eigentlicher Gedanke ist der, wenn Du einmal in dieser Mühle psych. Dienst usw. bist, kommst Du da ganz schlecht wieder raus...d.ist so ähnlich wie wenn man mit seinem Kind in eine Klinik gehen würde, die auf ADHS spezialisiert ist, dort haben bestimmt 99% der Kinder diese Krankheit...
        Was hast Du für Erfahrungen mit diesem Antrag? Was passiert wenn ich das nicht unterschreibe?(es fühlt sich für mich an wie freiwilliger Zwang!!!)

        LG,

        ajc01

        • Sorry dass ich mich einmische aber dazu kenne ich mich zu gut aus. Du kannst nicht ignorieren, dass von Dir etwas gefordert wird. Dann wird sich die Schule entweder an das staatliche Schulamt wenden oder an das Jugendamt und man wird damit argumentieren, dass du Wohl des Kindes bedrohst.

          Du kannst mit guten Argumenten sagen, dass Du mit dem und dem Weg nicht einverstanden bist und dass du Sich für den und den Weg entscheidest.

          Grnauso kannst du zuerst eine Zeit gewinnnen, indem du sagst, dass du von diesen Kreuzchen überrascht bist und dass du Dich selbst informieren willst.

          Ich weise vorsichtshalber daraufhin, dass wir uns hier in einem Forum der Eltern bewegen, in dem zwar fast jeder einen Beruf hat. Nul weil aber einer schreibt : ,,unterschreibe es nicht, ist noch nicht klar (kann natürlich sein), dass er sich auskennt.

          Du solltest nicht ujterschreiben aber umgehend die Federführung übernehmen, sonst entsteht der Eindruck, dass du dich der Verantwortung entziehst.

          #winke

          • Hallo,

            danke für den Tipp. Darf ich mal konkret fragen als was du genau arbeitest, als Schulpsychologe oder auf einem Amt? Ich finde das schon krass, dass ich mich als Mutter da nicht entziehen kann...Ich meine woanders machen Kinder einfach eine Klasse nochmal & da kommt nicht gleich einer mit so einem Antrag um die Ecke...in Deutsch steht er gerade auf 4...waren aber alle unangekündigte Tests...in allen anderen Fächern 2 und 3en...Ich finde das wirklich übertrieben...das Schuljahr geht ja auch noch eine Weile...

            LG

            Ich hatte nochmal nachgelesen...Du arbeitest für so eine Behörde...Gibt es denn bei euch auch Fälle wo ihr nichts feststellt??? Das würde mich brennend interessieren...
            Ich meine die Förderschulen brauchen auch Schüler...Entschuldige den leichten Sarkasmus...ist nicht böse gemeint.
            Zu meinem Beruf...wir haben beide (Mutter & Vater studiert) & sind selbstständig...

            Nochmals,

            VG

            • Hallo,

              ich spüre bei Dir Angst, Ablehnung. Weißt du, wie viele Fälle von Eltern hatte, die sich genauso verhalten haben. Wenn man im Gespräch bleibt, dann sage ich jedem: Diagnostik ist eine riesige Chance. Du hast heutzutage ein ANRECHT auf normale Beschulung. Im Gegenteil muss die Bwhörde alles dafür tun, dass dein Kind normale Schule besuchen kann.
              Wovor hast du so viel Angst? Wenn dein Kind nichts hat, dann weißt du das und kannst du ihnen höflich den Finger zeigen. Wenn dein Kind aber etwas hat, willst du es wirklich nicht wissen ? Willst du ihm die Förderung zukommen lassen, die es braucht ?

              Denke an dein Kind! Die Antwort von Hazuki und Sol sind einfach toll. So ist es eben - schlau ist der, der Zusammenarbeit aber am Ende das tut, was er für richtig erachtet.

              Zu deinen Fragen: An mich wenden sich Institutionen wie Kindergarten, Schule, Förderschule, wenn sie mit ihrem Latein am Ende sind. Und ich hatte noch nie! einen Fall, wo nichts gewesen wäre. Sehr wohl aber, dass ich vermittelt habe und zusätzlich Disgnostik angeleiert habe. Einmal habe ich ein kleines Mädchen falsch eingeschätzt. Ich schäme mich bis heute.

              Nein, es tut keiner dein Kind auf eine Förderschule. Ich habe Dir gesagt. Du brauchst einen Profi, dem du vertraust. Kinderpsychologe, SPZ. Die allerschnellste Alternative wäre, wenn du z.B. den Kinderpsychiatrischen Dienst kontaktieren würdest und würdest deine Sorgen schildern. Sie haben Schweigeflicht. Sie haben die Möglichkeit dein Kind anzuschauen. Du schreibst bis jetzt nicht wirklich, welche Peobleme es gibt.

              Und mit der Schule würde ich nochmals reden. Deine Ängste sind verständlich . Lass Dir doch erklären, warum Kreuze gemacht wurden.

              Weißt du, meine Kids stehen überall zwischen 1-2 und dennoch habe ich gelernt, dass man bei Schule aufpassen muss. Ich sehe es aus eigener Erfahrung. Wenn ich als ,,Profi" zu einer fachlichen Einschätzung komme und feststelle, dass bestimmte Schritte notwendig sind und die Eltern bunkern, setze ich im nächsten Schritt mit meinen Kollegen aus RSD und dann gestatten die Kollegen im Rahmen einer Anzeige einen Besich.

              Ich will Dir keine Angst machen aber so etwas wird bei uns ungern gesehen. Das ist ein schmerzvoller Schritt sich einzugestehen, dass mein Kind anders ist. Vielleicht ist es doch nicht. Nehme Schicksal deines Kindes in DEINE Hände.

              #winke

        (13) 04.11.17 - 12:15

        Wenn du einfach so nicht unterschreibst, wirst du bei den Lehrern sicherlich den Ruf gewinnen, eine der Mütter zu sein, deren Sohn Probleme hat, die diese Probleme aber nicht sehen wollen und daher auch keine Intervention für nötig halten. Das würde die Situation für deinen Sohn nicht verbessern, denn Lehrer sind Menschen und nicht gefeit davor vom Kind auf die Mutter wieder aufs Kind zu schließen.

        Liegen die Lehrer richtig (was ja durchaus im Bereich des Möglichen sein könnte), dann verschwendest du wertvolle Zeit.

        Liegen die Lehrer falsch, kannst du durch respektvolles, besonnenes Verhalten, das schief gerate Bild viel besser korrigieren, als wenn du automatisch alles blockst, weil die ja keine Ahnung haben und euch nur Böses wollen.

        Geh also zunächst davon aus, dass die Lehrer ernsthaft ein Problem sehen und euch diese Beratung in guter Absicht vorschlagen. Bitte um ein Gespräch darüber, inwiefern das Verhalten deines Sohnes ihrer Meinung nach aus dem Rahmen fällt und welches Ziel diese Beratung verfolgt. Wofür ist sie gut, was soll danach geschehen, welche negativen Konsequenzen kann es haben?

        Mit genug Informationen gewappnet, kannst du dann auch argumentieren, warum das deiner Meinung nach zu früh ist und was du als Alternative vorschlägst, z.B. bis zu den Winterferien versuchen wir X, wenn das nicht hilft Maßnahme Y, wir bleiben in Kontakt, sollte bis Zeitpunkt Z nichts passiert sein, nehmen wir den Vorschlag an.

        Man sollte immer versuchen im Gespräch zu bleiben und zunächst von Wohlwollen ausgehen und selbiges auch signalisieren.

        Dem Kind hilft es grundsätzlich mehr, wenn Eltern und Lehrer kooperieren. Stellt sich eine solche als unmöglich heraus und kann man dann auch viel schneller Konsequenzen ziehen als wenn man Monate oder Schuljahre damit verschenkt, sich misstrauisch aus dem Weg zu gehen.

(14) 04.11.17 - 13:41

Hallo,

Ich komme aus Niedersachsen.
Da meine Tochter Schwierigkeiten in der Schule hat, hatte ICH den Schulpsychologen eingeschaltet. Dadurch hatte ich gesagt was er testen soll und ich habe entschieden was die Schule vom Ergebnis erfährt. Nachdem ich das Ergebnis hatte.

So rum finde ich den Weg besser als den Weg den die Schule deines Sohnes gehen will. Bei Vordiagnosen von Lehrern stellen sich mir die Nackenhaare auf.
Wenn ihr ein SPZ in der Nähe habt hole dort einen Termin und parallel dazu einen Termin beim Schulpsychologen. In beiden Fällen ist mit reichlich Wartezeit zu rechnen.

Gruß Sol

(15) 07.11.17 - 16:08

...das Formular kenne ich nicht - aber es ist ja klar, dass irgendwas untersucht werden wird. Da ändert ein Formular nichts. Keine Sorge.

Und ja, das ist der Beginn einer Abklärungsrunde... aber das muss nicht schlimm sein.

Schau, es ist ein Fehler, alle Kinder in die Regelschule zu schicken. Damit wollte man nur Geld sparen. Es überfordert Kinder und Eltern - - und mit all den angepassten Lernzielen von den ehemaligen "Sonderschülern" kommt kein Mensch mehr draus. Wir stellen prinzipiell daher nur noch Lehrlinge ein, die bei uns einen eigenen internen Test absolviert und bestanden haben...

Nimm meinen Nachbarsjungen. Er ist kein "normales" Kind. Rannte mit 7 noch mit rosa Röckchen rum wenn er eins bekam, redete affektiert wie die Eiskönigin Elsa und immer, als ob er auf einer Bühne stünde. Er kam in keine Gruppe rein, wurde grob, ignorierte alles, hielt sich an keine Regeln (ausser bei uns - komischerweise) und liess sich von niemandem runterholen (ausser von unserer Tochter). Er hatte nie Freunde ausser unserer Tochter, keiner mag ihn (ausser wir, bei uns ist er zauberhaft, halt mehr wie ein Mädel - damit komm ich klar, hab selber eins...) und in der Vorschule hatte er nur gestört. 24 Kinder litten unter ihm. Plus 2 Lehrpersonen plus eine Sonderlehrerin extra für ihn.
In der Schule lief er dann einfach aus dem Unterricht, kletterte auf Schuldach, schubste Kinder... Ausflüge konnten wegen ihm nicht gemacht werden - der Turnunterricht viel aus weil er den Weg nutzte um sich abzuseilen oder es zu gefährlich wurde... Es wurde mit jedem Tag schlimmer.
Und jetzt? 3 Jahre hat eine ganze Klasse gelitten und kein normales Fest feiern können - bis er auf eine Sonderschule kam. Nicht beschulbar... Meinst du nicht, dass das jetzt besser ist? Er ist in einer Kleinklasse, hat 2 Jahre pro Schuljahr Zeit wenns sein muss und das bis zur 4ten. Dann gehts wieder in die Regelklasse. Seine Genderproblematik kann man dort ansehen, weil die Kinder sensibilisiert sind auf spezielle Mitschülerinnen, er kann sich selber finden, seine Rolle.... seine kognitiven und psychischen Fähigkeiten können von Fachleuten angeschaut werden... Klar ja - andere Kinder wären ggf. mit einem Stupf und einer klareren Erziehung ggf. auch in der Regelklasse und einem Psychologen klar gekommen.

Aber schau: Wenns jetzt bei einem Kind Probleme gibt, dann redet doch einfach jeder ein bisschen mit und macht das Kind und die Eltern fix und fertig. Ich sah das bei der Nachbarin! Erziehungsberaterin sagte A, der Kinderarzt B, der Schulpsychologe C... .und nichts war frewillig. Überall hiess es - sonst fliegt er aus der Schule.
Und das ist dann eh passiert. Nur dass die Schule jetzt mit den Eltern kommuniziert und es so eigentlich eher ruhiger geworden ist. Den "Stempel" mit der Sonderschule? Nun ja... ich hab noch nie mein Primarschulzeugnis für eine Bewerbung benötigt :-)

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