Noten Bayern 4 Klasse

    • (1) 21.11.17 - 14:49

      Hallo

      ich hatte heute Elterngespraech mit der Lehrerin meiner Tochter.

      Das Thema Notengebung laesst mich nicht in Ruh.

      Die Note 3 wird gegeben wenn der in der Schule durchgenommene Stoff perfekt beherrscht wird. Eine 2 wenn alle Übertragundaufgaben gelöst werden. Eine 1 gibt es nur für absolute Ueberflieger.

      Meine Tochter hatte in der letzten matheprobe eine 3. Dies war auch die Durchschnittsnote. Rd 10 von 40 Punkten waren so Übertragungsaufgaben. Sprich sie haben diese Aufgaben so nie in der Schule erarbeitet sondern sie mussten sie sich selbst erschließen. Es war eine Nachschreibearbeit direkt nach den Herbstfreien und davor 2 WOCHEN Lungenentzündung. Das was sie zum nacharbeiten bekam, sprich der aktuelle Stoff kam irgendwie gar nicht dran.

      Aufsatz gab es auch eine 3. Sie hat alle Vorgaben lt Lehrerin beachtet. Aber die Geschichte wäre nicht ganz rund gewesen. Eine 3 im Aufsatz wäre wie eine 2 in den sonstigen Fächern.

      Finde nur ich das total übertrieben oder ist es das auch?

      Theresa

      • (2) 21.11.17 - 15:00

        Wenn ich so eine schrottige Notengebung lese, dann bin ich froh, dass mein Sohn bis zur 6. Klasse keine Noten bekommt.

        Ich finde die Bewertung viel zu streng. Mit ETWAS Fleiß (nicht zu viel) sollte eine 1 erreichbar sein - alles andere ist Druck ausüben ohne Ende.

        Und wofür? Um gute Lerner zu erschaffen? Wo bleibt da der Spaß, die Kreativität und Entwicklung der Persönlichkeit?

        Ich bin immer noch fest überzeugt, dass Notengebung, und die von dir beschriebene Skala erst recht, mehr Schulverlierer als Gewinner produziert #zitter.

        Im Leben geht es um viel mehr, als perfekte Leistungen zu erbringen. Und genau deshalb würde ich mein Kind bald möglichst woanders hin schicken, denn DAS ist nicht gesund.

        LG
        monkiwi

        • (3) 21.11.17 - 15:37

          Ich hab langsam auch das Gefühl dass meine Tochter ein absoluter Schulversager ist, obwohl sie relativ intelligent ist. Aber nicht schulkompatibel

          • (4) 21.11.17 - 15:54

            Wie gesagt, es ist zum Glück nicht in jeder Schule so.

            Ihr müsst ja bald die weiterführende Schule aussuchen. Vielleicht habt Ihr Glück und bei euch in der Nähe gibt es eine Schule mit einem alternativen Lernkonzept. Da könnte Deine Tochter sich dann auch etwas erholen und Selbstvertrauen aufbauen.

            Ich stelle es mir sehr schwer vor, wenn man maximal eine 3 erreichen kann #zitter.

            Das mit den Übertragungsaufgaben muss auch geübt werden - was bringt es, das nicht zu üben und dann können die Kinder es nicht.

            Es ist völlig banane, was in einem Test ran kommt. Viel wichtiger ist, dass die Kinder es KÖNNEN!

          • (5) 21.11.17 - 17:43

            Bei einer 3 von Schulversager zu sprechen, halte ich für "etwas" übertrieben.

            Eine 3 bedeutet, dass man durchschnittlich gut ist, das ist doch völlig in Ordnung. 1 und 2 sind überdurchschnittlich gut. Und es liegt nun mal in der Natur der Dinge, dass nicht jeder überdurchschnittlich sein kann ...

            Jedem, der sich etwas anstrengt, eine 1 zu geben, ist irgendwie nicht Sinn der Sache. Die Noten dienen schließlich nicht in erster Linie zur Belohnung für die Anstrengung, sondern zur differenzierten Beurteilung der Leistung. Wenn jeder eine 1 bekommt, ist das nicht mehr möglich und die 1 ist nichts mehr wert. In dem Fall könnte man sich die Notengebung tatsächlich ganz sparen.

            Den ganzen Stress mit den Noten gibt es doch nur, wenn man mit Gewalt eine 1 will, obwohl man nur durchschnittlich begabt ist. Man könnte auch einfach mit der 3 zufrieden sein ...

            • (6) 21.11.17 - 20:01

              Seit wann ist eine 2 denn überdurchschnittlich #augen?

              Bei einer 3 in Deutsch in der Grundschule würde ich schon eher davon sprechen, dass das wesentliche Lernziel gerade nicht erreicht ist.

              Eine 2 ist eher der Durchschnitt, oder werden Schüler heutzutage absichtlich schlecht benotet, damit sie sich durchbeißen (müssen)?!

              • (7) 22.11.17 - 08:52

                > Eine 2 ist eher der Durchschnitt

                So ist das aber nicht gedacht. Welchen Sinn machen denn dann die sechs Notenstufen? Wenn durchschnittliche Schüler eine 2 haben, müssen knapp überdurchschnittliche Schüler bereits eine 1 haben. Eine Differenzierung zu den richtig guten ist dann nicht mehr möglich. Für die Bewertung der unterdurchschnittlichen Schüler hingegen stünden noch vier Notenstufen zu Verfügung. Also nur eine Note für "gute" Schüler, aber vier verschiedene Noten für "schlechte". So kann das Notensystem seinen Zweck nicht erfüllen.

                > oder werden Schüler heutzutage absichtlich schlecht benotet

                Ich glaube eher, viele Lehrer vergeben zu gute Noten, um Ihre Ruhe zu haben. Und wenn dann mal ein Lehrer die Notenstufen richtig anwendet, versteht man die Welt nicht mehr.

                > Bei einer 3 in Deutsch in der Grundschule würde ich schon eher davon sprechen, dass
                > das wesentliche Lernziel gerade nicht erreicht ist.

                Das entspricht aber nicht der Wortbedeutung der Note. 3 heißt befriedigend, also eine Note, mit der man ausdrücklich zufrieden sein kann.

                Selbst bei einer 4 wäre das "wesentliche" Lernziel noch erreicht.

                • (8) 22.11.17 - 09:02

                  Wie gesagt, ich stimme Dir da nicht zu.

                  Aber ich bin immer mehr froh darüber, dass unsere Schule erst ab der 7. Klasse Noten vergibt, und dann auch nur eine pro Fach pro Halbjahr #schwitz.

                  Dieses ganze Notengedöns schafft viel mehr Frust im Schulsystem als alles andere.

                  Welchen Sinn hat es denn, dass ein Grundschulkind lernt, dass es eben nur mittelmäßig ist?

                  Und eine 4 ist auch nicht das Erreichen des wesentlichen Lernziels sondern mangelhaft. Mangelhaft ist kein Lernziel - ganz egal in welchem Fach (außer vielleicht Kunst oder Tanz - je nach Talent #freu).

                  • (9) 22.11.17 - 09:48

                    Was die Bedeutung der Noten betrifft, so habe ich lediglich wiedergegeben, wie es gesetzlich festgelegt ist. Es gibt da eigentlich nichts, wo du mir zustimmen oder nicht zustimmen kannst.

                    Eine 4 bedeutet im übrigen nicht mangelhaft, sondern ausreichend. Es sind zwar Mängel vorhanden, aber die wesentlichen Anforderungen werden noch erfüllt.

                    > Dieses ganze Notengedöns schafft viel mehr Frust im Schulsystem als alles andere.

                    Das ist sicherlich richtig, jedoch liegt das nicht unbedingt am Notensystem an sich, sondern am überzogenen Ehrgeiz der Eltern.

                    > Welchen Sinn hat es denn, dass ein Grundschulkind lernt, dass es eben nur
                    > mittelmäßig ist?

                    Welchen Sinn hat es, dem Kind 13 Schuljahre lang vorzugaukeln, dass es z. B. in
                    Mathematik Top ist, um dann im Studium oder im Beruf zu scheitern? Wir leben nun mal in einer Leistungsgesellschaft. Das kann man gut oder schlecht finden. Aber solange das so ist, muss auch die Schule es wiederspiegeln.

                    Eine Note ist keine Bewertung der Person, sondern eine Bewertung der Leistung in einem bestimmten Fach. Sie soll den Leistungsstand realistisch wiedergeben, weil wichtige Entscheidungen z. B. zur Berufswahl auf dieser Basis getroffen werden.

            (10) 22.11.17 - 18:36

            Und dann wird Kind Hauptschüler, 3er sind nicht gut. Erst Recht, wenn Kind nicht nur auf die Hautschule soll.

    (11) 21.11.17 - 15:10

    Mathe: Ich bin nicht sicher, ob ich verstehe, was Übertragungsaufgaben sind. In der Grundschule werden doch nur die Grundrechenarten mit ganzen Zahlen bis zur Million durchgenommen, auch in Bayern. Oder? In welcher Form man dann addiert/subtrahiert/multipliziert oder dividiert, kann doch so unterschiedlich gar nicht sein. Schriftliches Rechnen funktioniert doch immer nach dem gleichen Schema. Geht es eher um Textaufgaben oder Sachrechnen?

    Aufsatz: Hat sie denn viele Rechtschreibfehler gemacht? Wie findest du die Geschichte?

    Generell habe ich den Eindruck, dass in Bayern oft strenger benotet wird, weil die Auslese in Richtung Gymnasium strenger ist. Hier in NRW gibt es oft bei 90% richtig noch eine 1(-).

    • (12) 21.11.17 - 15:32

      Eine Übertragungsaufgabe ist z B

      Meine Zahl liegt zwischen 200 UND 300. Ist durch 30 teilbar mit einem rest von 10. Und durch 40 mit einem Rest von 20. Keine Ahnung ob die jetzt loesbar ist ich hab einfach zahlen genommen. Da muss man verschiedene Rechenarten kombinieren und ausprobieren. Das wurde so abee nie gelernt sonder die Kinder sollen alleine einen Weg finden. Das können auch einzelne aber nie eine Mehrheit.

      (13) 21.11.17 - 15:34

      Es gab auch eine Aufgabe in der mit komma multipliziert werden sollte, zwar mit 10 und man musste nir komma versetzen. Aber vorher nie angesprochen.

      • (14) 22.11.17 - 10:35

        Siehe meine andere Antwort. Beim Rechnen mit Geld wird in der Grundschule € und Cent getrennt gerechnet. Also muss nicht mit Komma gerechnet werden.

(15) 21.11.17 - 15:45

Unterschiedliche Anforderungsbereiche sollten in der 4.Klasse eigentlich in allen Fächern in allen Bundesländern Anwendung finden. So ungewöhnlich ist das also nicht. Dabei sollten Arbeiten so gestaltet sein, dass mit dem Anforderungdbereich I eine 3 erreicht werden kann. In der weiterführenden Schule geht man da übrigens von ner 4 aus:
Der Anforderungsbereich I umfasst die Wiedergabe von Sachverhalten aus einem begrenzten Gebiet und im gelernten Zusammenhang sowie die Verwendung gelernter und geübter Arbeitstechniken und Methoden.
Der Anforderungsbereich II umfasst das selbstständige Bearbeiten, Ordnen und Erklären bekannter Sachverhalte sowie das angemessene Anwenden gelernter Inhalte und Methoden auf andere Sachverhalte.
Der Anforderungsbereich III umfasst den reflexiven Umgang mit neuen Problemstellungen sowie das selbstständige Anwenden von Methoden
mit dem Ziel, zu Begründungen, Deutungen, Wertungen und Beurteilungen zu gelangen.

In Mathe sieht das dann beispielsweise so aus:
AB 1: Berechne!
AB 2: Sach-/Textaufgaben. Lisa denkt sich eine Zahl aus und verdoppelt deren Nachfolger. Sie erhält 8. Welche Zahl hat sie sich ausgedacht?
AB 3: Welches Ergebnis erhält man, wenn man die Zahl zuerst verdoppelt und dann den Nachfolger bestimmt. Vergleiche und Begründe!

Anforderungen in einem Aufsatz erfüllt heißt: Einleitung, Hauptteil und Schluss und es passt tatsächlich zum vorgegebenen Thema. Ne 2 gibt's wenn das Verhältnis der Abschnitte zueinander stimmt und sprachlich und grammatisch wirklich alles passt. Also nicht bei der Beschreibung vom Nudeln kochen "Und dann... und dann ... und dann" steht. Die 1 gibt's, wenn es Spaß macht den Text zu lesen.

Aufgabenbereich 2 und 3 kommen genau den Kindern entgegen, die den Stoff nicht nur reproduzieren, sondern ihn auch anwenden können. Das ist genau der kreative Umgang mit dem Stoff. Aber genau dafür muss man ihn eben auch erstmal beherrschen - im Sinne von verstanden haben...

Das finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht so wahnsinnig anspruchsvoll. Zumal der Stoff in der Grundschule es auch nicht hergibt, dass da wahnsinnig komplexe Rechnungen oder seitenlange Texte notwendig wären, um die Anforderungen zu erfüllen.

Grüße aus dem Bundesland mit den strengeren Vorgaben für den Übergang...

Kathrin

  • (16) 21.11.17 - 16:11

    Also findest du es in Ordnung wenn 25 % der Aufgaben im AB 3 liegen und bis auf ein paar wenigen Kinder nicht lösbar sind?

    Aufsatz: die Lehrerin hat wortwörtlich gesagr, das alle Vorgaben erfüllt waren nur der Text noch ein paar kanten hatte und nicht ganz rund zum lesen war.

    • (17) 21.11.17 - 17:01

      -Also findest du es in Ordnung wenn 25 % der Aufgaben im AB 3 liegen und bis auf ein paar wenigen Kinder nicht lösbar sind?-

      Ich finde das in Ordnung.
      Warum soll sich immer alles nach dem Durchschnitt richten?
      Warum soll man für durchschnittliche Leistungen exzellente Noten bekommen?
      Die Kriterien für die Note 1 lauten u.a.
      -hervorragende Befähigung im Bereich des problemlösenden Denkens-

      Hervorragend ist nicht durchschnittlich und wenn 25% der Kinder diese Aufgaben bei euch lösen können, ist das schon viel.

      Sehr gute Noten werden inflationär vergeben und den Ansatz eurer Lehrerin halte ich für richtig.

      Lass dein Kind doch einfach Kind sein, mit Freude lernen und lass es in Ruhe leisten, was es zu leisten vermag.
      Du baust doch Druck auf, indem du eine 3 abwertest und deinem Kind vermittelst, dass Leistungen in diesem Bereich unzulänglich wären.

      Überflieger sind keine besseren, wertvolleren Menschen, aber sie haben auch das Recht auf angemessene Bestätigung für ihre Leistungen.

      Ich hab meinen superschlauen Klassenkameraden ihre guten Noten immer aus vollem Herzen gegönnt, jedenfalls denen, die wirklich was drauf hatten.

      Ich mag und bewundere sehr intelligente Menschen und finde es absolut wichtig, ihnen schulische Herausforderungen zu ermöglichen, die eben nicht von der Masse zu lösen sind.

      Die super ehrgeizigen Streber, die ordentlich büffelten und sich dann über
      unfaire KlassenarbeitsAufgaben beschwerten, weil sie nicht in der Lage waren
      mal EIGENSTÄNDIG zu denken,
      gingen mir immer mächtig auf den Keks.

      Wenn meine Tochter, die über ein durchschnittliches Leistungsvermögen verfügt, mit einer 3 nach Hause kommt, muß ich sie neuerdings immer trösten!:-[
      Blödsinn!
      Das ist vollkommen in Ordnung, mein Kind ist trotzdem toll, auch noch bei einer 4, das bedeutet nämlich
      ausreichend (und reicht mir auch:-)).

      Noten sollten endlich wieder gerecht und dem wirklich dahinterstehenden Leistungsvermögen entsprechend
      vergeben werden!

      lg
      (und mein Beitrag ist nicht böse gemeint#winke)

      • (18) 21.11.17 - 17:12

        Ach, bei euch geht es um den Übertritt?
        Ok, da sind Noten entscheidend.

        Aber der Anteil der Transferaufgaben aus Aufgabenbereich 2-3 liegt auf den Gymnasien ca. bei einem Drittel.
        Dort wird auch keiner aus Rücksicht auf die Schwächeren den Anspruch runterschrauben, mit Fleiß kann man sich aber durchaus über Wasser halten, nur eben nicht im 1er-Bereich.
        Wenn man notenfixiert ist, sollten auch andere Schulformen eine Überlegung wert sein.

        (19) 21.11.17 - 17:20

        Nein nicht 25% konnten die Aufgaben lösen sondern die Arbeit bestand zu 25% aus Ueberflieger Aufgaben. Es gab eine 1.

        Ich erwartet keine 1 von meiner Tochter. Ich erwarte aber arbeiten die einigermaßen lösbar sind für den Grossteil der Kinder und nicht Aufgaben, die ein Großteil der Kinder nicht loesen kann. Eine Aufgabe mit 3 -5 Punkten für 1-Schüler ok aber nicht 3.

        Eine 3 finde ich ist keine schlechte Note. Allerdings wird sie abgewertet dadurch dass man dadurch nur auf die Mittelschule (ehemals Hauptschule) kann. Für mich bedeutet 3 Mitte also Realschule. Die superguten Kinder gehen aufs Gymnasium, die weniger begabten auf die Mittelschule.

        • (20) 22.11.17 - 07:55

          Diese Aufgaben sind lösbar. Hier sollen nicht plötzlich Differentialgleichungen gelöst werden, sondern mal ein bisschen Hirnschmalz zum Einsatz kommen. Ja, das kann man von 4.Klässler*innen erwarten. Was man nicht erwarten kann, ist eine 1 geschenkt zu bekommen.
          In der Grundschule geht es um die Vermittlung von Grundkenntnissen. Das ist mit dem Lösenkönnen der Aufgaben aus AB1 getan. Wenn dieser Stoff sitzt, ist auch der AB 2 machbar. Und für einige dann der AB3. Für einige. Aber die Möglichkeit, dass alle AB3 lösen können, ist potentiell gegeben. Und genau darum geht es. Nicht, dass es alle in der Arbeit schaffen, sondern dass die Grundlagen passen, um die Aufgaben handwerklich lösen zu können.

          Mit einem Schnitt von 3 geht es auf die Mittelschule. Mit einem Schnitt, bei dem die notwendigen Grundlagen beherrscht werden. Ich kann da ehrlich gesagt keinen Widerspruch erkennen. Ich finde die zeitige Aufteilung grundlegend falsch, aber die aktuell angelegten Kriterien passen zu dem System.

          Bei meinem Großen sind von 27 Kindern 6 aufs Gymnasium gewechselt. 6 Kinder, bei denen in Mathe, Deutsch und HSK mindestens eine 2 auf dem Zeugnis stand. Bei 2 anderen stimmten zwar die Noten, da haben die Eltern aber entschieden, dass sie dafür zu viel Aufwand betreiben mussten und sie den entspannteren Weg auf der Regelschule vorziehen. Also knapp 30%, die diese 25% "zusätzlichen" Aufgaben und Erwartungen meistens erfüllen konnten. Ich würde sagen, dass das schon grundlegend passt. Die Möglichkeiten für die, wo es erst später Klick macht, sind dagegen leider recht übersichtlich (Wechsel nach der 6. oder nach 10.). Da würde ich mir viel mehr Offenheit wünschen als bei den Kriterien der Notenvergabe...

          • (21) 22.11.17 - 09:16

            Die Übertrittquote beträgt sogar, in Bayern, knapp 40%.
            Also der theoretische Ansatz, dass max. das beste Drittel die Voraussetzungen für das Gymnasium erfüllen kann, wird in der Praxis aufgeweicht.
            So denke ich, dass die von dir beschriebenen Leistungsansprüche nicht flächendeckend und konsequent eingefordert werden.

            https://www.isb.bayern.de/schulartuebergreifendes/qualitaetssicherung-schulentwicklung/bildungsberichterstattung/uebertritte/

            Daher kann ich schon verstehen, dass Eltern sich von Pädagogen, die nach traditionellen Leistungskriterien bewerten, verunsichern lassen.
            Zumal die didaktische Kompetenz, Grundlagen sicher zu vermitteln, nicht immer gegeben ist und die moderne und beliebte junge Lehrerin auf der Nachbarschule es vielleicht doch schafft, ihre Arbeiten nur mit Reproduktions-und Reorganisationsaufgaben zu bestücken.

    (22) 21.11.17 - 17:20

    Hi,

    ich finde z. B., dass 25 % voll in Ordnung sind. Das "Lösen"/Anwenden im AB3 wird nunmal erwartet, von Kindern, die aufs Gymnasium wechseln wollen. Da müssen Kinder m. M. nach auch keine "Überflieger" sein. Ich verstehe daher ehrlich gesagt dein Problem nicht.#kratz
    Die Lehrerin hat sich doch klar ausgedrückt: Vorgaben erfüllt, Text aber nicht "sehr gut", da noch Ecken und Kanten etc.

    Von meiner großen Tochter weiß ich ihren IQ (wurde getestet im Rahmen ihrer Lesestörung), sie ist im "normalen" IQ-Bereich und hatte - außer in Deutsch - nur 1er im Übertrittszeugnis bzw. ich glaube Kunst war eine 2! Wie gesagt: NORMALER (!) IQ. Daher glaube ich schlichtweg nicht, dass die in der Grundschule gestellten Aufgaben nur von "Überfliegern" lösbar sind.

    VG aus Bayern
    Gael

    • (23) 21.11.17 - 17:31

      Ergo ist meine Tochter strohdoof weil sie keine 1 hat.

      In ihrer Klasse gibt es immer vielleicht eine 1 aber auch nicht immer. Ein paar 2 sind dabei und der Rest zwischen 3 -6. JA 6 sind regelmäßig dabei.

      Gab es diese Noten auch bei Euch?

      • (24) 21.11.17 - 17:49

        So eine Notenverteilung gibt es bei uns (Gymnasium HH) regelmäßig bei Mathearbeiten auch.

        Weder sind die Arbeiten zu schwer, noch sind die Schüler zu doof.

        Die Wissensvermittlung ist nicht ausreichend auf die unterschiedlichen Leistungsgruppen und Lerntypen ausgerichtet.
        Auditive Lerntypen waren früher, durch den Frontalunterricht, im Vorteil.
        Heute kommen sie zu kurz und
        kommunikative Lerntypen brauchen Eltenhäuser, in denen viel miteinander geredet wird und wo sie ihre Unklarheiten am Esstisch abends mit den Eltern diskutieren können :-).

        Vielleicht habt ihr einfach Pech gehabt und eure Pädagogin ist zwar
        sehr anspruchsvoll aber didaktisch leider nicht
        sehr kompetent.
        Diese Mischung hab ich auch schon erlebt, doof,
        aber aufregen bringt auch nix.

        • (25) 21.11.17 - 18:07

          HSU und deutsch kann sie gut vermitteln, da ist sie durchstrucktiert. Das hat sie Jahre lang gemacht. Wenn meine Tochter da eine 3 Bekommt, liegt es daran, dass sie keine Lust auf Rechtschreibung hat. Mathematik kommt dirch eine personeller Umstrukturierung in der Schule neu dazu.

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