Wie viel Unterrichtsausfall findet ihr "tolerierbar"?

    • (1) 22.11.17 - 22:22

      Hallo,

      mein Sohn besucht die 6. Klasse eines G8 Gymnasiums. Schon im letzten Schuljahr fielen einige der Lehrer längerfristig aus, es gab massiv Druck von Seiten der Eltern. Die Lösung war dann, einige Lehrerinnen aus dem Mutterschutz stundenweise zu "aktivieren", da diese nur mittags konnten, hatte er dann im 2. Halbjahr an allen vier Nachmittagen Mittagsunterricht und ging oft um 6.30 aus dem Haus und kam gegen 16.00 Uhr heim - und hatte immer noch Hausaufgaben etc ... (die Freistunden in der Schule wurden dafür auf dem nahen Spielplatz verbracht - der Klassengemeinschaft hat es gut getan).

      Nun hat es wohl die Englischlehrerin erwischt. Gerüchteweise ist sie schwanger - sie ist seit drei Wochen nicht mehr da, bisher ist der Unterricht komplett entfallen. Da es ein Hauptfach ist macht mir das schon Sorgen, v.a., weil wohl gar nicht absehbar ist, ob sie nochmals wiederkommt. Mit der Lösung letztes Jahr war ich nicht so glücklich ... aber der Ausfall dauerhaft kann ja auch nicht aufgenommen werden. Der Elternbeirat holt nun ein "Stimmungsbild" bei den Eltern ein, zumal einige Lehrer noch kurzfristig erkrankt sind. Es gab die Woche ein Tag, da waren von sechs Stunden fünf Vertretungsstunden.

      Wo liegt denn da euer "Toleranzbereich"?
      GLG
      Miss Mary

      • Wenn die Kids viel Nachmittagsunterricht haben, hätte man es auch irgendwie so regeln können, dass der Unterricht am Tag später anfängt. Das waren ja richtig lange Arbeitstage :-(.

        Bisher ist bei uns noch kein wesentlicher Unterricht ausgefallen (Kl. 6), höchstens mal Meditation oder tanzen, was zum Unterrichtsende am Nachmittag stattfindet. Die Kids gehen dann entweder nach hause oder in die Hausaufgabenbetreuung in der Schule.
        Wenn ein Lehrer ausfällt, übernimmt ein Erzieher oder Lehrer die Betreuung der Klasse mit Aufgaben und macht auch den normalen Stoff weiter. Oder die Stunden (englisch z. B. 5 Stunden pro Woche) werden mit Mathe gefüllt, dafür gibts dann in der Folgewoche kein Mathe, aber 10 Stunden englisch. Den Ausfall merkt man also nicht so sehr.

        Einen Toleranzbereich konnte ich bei mir also noch nicht erproben.

        Ich würde mir aber auch ziemliche Sorgen machen, wenn so viel Unterricht ausfällt und kein, wenigstens halb-, vernünftiger Vertretungsunterricht geleistet wird. Es kann doch nicht so schwer sein, wenigstens Wochenaufgaben für die Kinder aufzugeben, dass sie z. B. in englisch eigenständig etwas weiter arbeiten.

        Wie stellt sich die Schule das denn vor? Gibt es da wirksame "Notfall"-Pläne für wenn Lehrer krank und insbesondere länger krank sind? Die Orga im letzten Jahr dürfte ja alle so ziemlich abgeschreckt haben #kratz.

        LG
        monkiwi

        Hallo
        Eine 1:1 Vertretung für Lehrer zu organisieren geht nicht einfach so, mich wundert es aber doch dass bei euch auch nach 3 Wochen der Unterricht einfach komplett ausfällt. Kenne ich so gerade aus der Unterstufe nicht. Das gibt es hier irgendwie ,wenn überhaupt, bei Randstunden, ansonsten EVA (Eigenverantwortliches Arbeiten),Vertretung oder Aufsicht durch einen Lehrer im Nebenzimmer mit Aufgaben.
        Wie dem auch sei, fällt jemand länger aus wäre es natürlich wünschenswert wenn die Schule irgendeinen Notfallplan hat damit es irgendwie weiter geht. Ich kann es mir in eurem Fall gut vorstellen dass die Schule selbst vielleicht noch keine Ahnung hat wie es mit der Lehrerin weiter geht.
        Meine Tochter hatte mal in einem Hauptfach zu einer kritischen Zeit über Monate 3 Lehrer im Wechsel. Teilweise unterrichteten diese parallel. War für alle anstrengend, aber es ging.
        Meine jüngere Tochter hat gerade die Schule gewechselt. Auch dort sind viele Lehrer ausgefallen. Unterricht gab es größtenteils, aber eine Absprache oder Kommunikation untereinander nicht. In der Klasse geht es zu #zitter Keiner fühlte sich wirklich verantwortlich, keiner bekam es mit und #bla Sei froh wenn die Klassengemeinschaft bei euch gut ist.

        LG

        Hallo,

        bei uns am Gymnasium ist garantierter Unterricht. Hier ist der Stundenplan in diesem Schuljahr schon 3x umgestellt worden weil durch Schwangerschaft und Langzeiterkrankung Lehrer fehlen, aber ausgefallen ist bisher noch nichts. Freistunden gibt es hier nicht. Sollte es doch mal dazu kommen, dass eine Stunde nicht statt finden kann, haben die Schüler im Klassenraum zu bleiben und bekommen Aufgaben (Mathe, Deutsch, Englisch) und werden durch den Lehrer im Nebenraum beaufsichtigt. Die Aufgaben werden dann in der nächsten Stunde kontrolliert bzw. eingesammelt. Wir hatten neulich extra einen Elternabend bezüglich des Lehrermangels. Uns wurde trotzdem noch der Unterricht garantiert. Absoluter Notfall wäre dann verkürzter Unterricht. Dann geht die Stunde anstatt 45 Minuten nur 30 Minuten. Aber das nur im absoluten Notfall und nur für sehr kurze Zeit (max. 1 Woche und dann nur 1 Fach). In der hießigen Realschule sieht es auch bös aus. Da hatten die 5 Klässler schon 6 Wochen kein Mathe. Aber was will man machen wenn die Lehrer fehlen? Überall sieht es momentan schlecht mit Lehrern aus.

        LG
        Michaela

      • Was heißt Toleranzbereich? Darum geht es ja gar nicht.

        Wenn gerade eine Krankheitswelle rollt oder, schlimmer, Lehrer langfristig ausfallen, findet das keiner gut, auch die Schule nicht.
        Nur ist es eben nicht immer so einfach das auch aufzufangen und auszugleichen. Der Schule steht ja nur eine gewissen Anzahl an Lehreren zur Verfügung, da kann eben nicht alles aufgefangen werden.
        Und bis die Schule bei längerer Krankheit einen Ersatzlehrer bekommt, kann dauern.

        Sicherlich sind die schulen bei längeren Ausfall um Lösungen bemüht und dabei kommen dann so seltsame Regelungen wie bei euch heraus, oder, wie bei uns letztes Jahr, dass drei verschiedene Lehrer Englisch unterrichtet haben.
        Glücklich ist damit sicher niemand, aber die Möglichkeiten der Schule sind einfach auch begrenzt.

        • "dass drei verschiedene Lehrer Englisch unterrichtet haben. "

          Wir hatten das auch vor 2 Jahren. Gott sei Dank nur 4-5 Wochen lang, als Übergangslösung.

          Jede Schulstunde in der Woche bei einem anderen Lehrer.... Sie haben es überlebt.

          LG,
          Natalia

      Hallo,

      die 2 Punkte würden mich massiv stören. Unterricht kann mal ausfallen, aber 3 Wochen kein Englisch ?? Gibt es eine Aussage der Schule ? Was macht der Elternvertreter ?
      Da wäre ich sehr hinterher und mein Toleranzbereich lange überschritten.

      Das mit dem langen Tag und den HA gibt es hier nicht. Sohn geht eh auf eine Ganztagsschule (7.00 Uhr weg, 15.40 Uhr zu Hause) und HA bzw. Wochenpläne werden komplett in der Schule gemacht. Unterricht wird möglichst Fach nah vertreten oder die Kinder können an ihren Wochenplänen arbeiten.
      Zur Zeit ist eine Lehrerin länger krank, dies betrifft für die Klasse meines Sohnes "nur" Religion und Kunst. Dort waren binnen 1 Woche Ersatzlehrer gefunden die diese Fächer weiter unterrichten.

      LG
      Tanja

      Hallo,

      meine Tochter besucht auch ein G8-Gymnasium. Ich hatte jetzt persönlich nicht so den Eindruck, dass bei uns sonderliche viele Stunden ausgefallen sind. Natürlich merkt man, wenn die Grippewelle rollt, dass sie auch die Lehrer nicht verschont :-) Aber alles in allem würde ich sagen, liegt es im vertretbaren Bereich.

      Vor zwei Wochen allerdings bekam ich eine Mail von der Eltervertreterin, mit einem Link des Bildungsministeriums. Hinter diesem Link ist eine Datenbank hinterlegt bei der man als Eltern den Unterrichtsausfall eintragen soll. Dieser Link ist jetzt nur für Gymnasien. Angeblich, will man herausfinden, an welcher Schule wieviel Unterricht durch abwesende Lehrer ausfällt.
      Obs was bringt, weiß ich nicht - hatte bisher noch keinen Ausfall gehabt, den ich hätte eintragen können. Und selbst wenn, weiß ich nicht, ob etwas eintragen werde.

      Ein Lehrer ist schließlich auch nur ein Mensch und wenn der krank ist, ist er krank. Punkt.

      LG
      Tiffy

      Mein persönlicher Toleranzbereich wäre da überschritten. Nur: Was bringt es? Andern kann man es ja nicht. Ich muss aber anmerken, dass das Problem generell auf dem Gymnasium eher klein ist. Richtig schlimm ist es an den Grundschulen. Nicht der Ausfall, aber dafür der Umstand, wie viel da fachfremd unterrichtet wird und dass - überspitzt formuliert- da aktuell jeder ran darf. Da wird teilweise so händeringend gesucht, dass z.b Fachwissenschaftler unterrichten. Ohne Pädagogik- oder Fachdidaktik, ohne Referendariat. Das ist eigentlich ein Skandal. Je jünger und heterogener (jahrgangsubergreifend) die Zielgruppe umso besser sollten die Lehrer ausgebildet sein! Das Gymnasium kommt was das angeht noch ziemlich gut weg. Fachfremd ist da meiner Beobachtung nach die Notlösung, nicht die Regel. Lehrer werden jahrelang fachlich ausgebildet aus gutem Grund. Sind also Spezialisten. Da hilft es wenig sie fachfremd einzusetzen. Es bleiben zwar Methodik und Pädagogik, aber Fachwissenschaft und Fachdidaktik kann man eben nur zu seinen Fächern liefern. Englisch war unter meinen Kommilitonen ein häufiges Zweitfach (und vermutlich immer schon) Da wird bestimmt bald etwas geschehen.

      Eigentlich darf kein Unterricht ausfallen, es gibt Schulen, die das schaffen....

      Ich kenne aber dein Problem, mein Sohn hat im 5. und 6. Schuljahr am Gymnasium (G8-NRW) jede Woche mindestens 2-4 Stunden Unterrichtsausfall gehabt!!!

      Auch da haben wir Eltern versucht etwas "zu unternehmen", aber bis auf die Feststellung, dass die Situation unhaltbar ist nichts passiert. Weder von der Schulleitung, noch vom Schulamt.
      - Die Frage ist : Wie auch? Einen Pool an Vertretungslehrern, die KURZFRISTIG einspringen gibt es nicht mehr und jemanden einstellen, wenn die Stelle (durch einen kranken Lehrer) besetzt ist geht nicht.

      Aktuell in Klasse 8 werden die Nachmittagsstunden nicht unterrichtet.

      Hallo,

      wir hatten zwischen Sommer und Herbstferien eine Phase, in der eine Klassenlehrerin komplett ausfiel mit 27 Unterrichtsstunden, die somit fehlten.
      Damit nicht so viele Stunden ausfallen, wurden die 3 sechsten Klassen zu zweien zusammengelegt (wir haben allerdings bis Klasse 6 Grundschule und daher bis Klasse 4 auch alle ausfallenden Unterrichtsstunden zu vertreten, die dann sowieso bei Klasse 5 und 6 ausfallen...). Da saßen dann über mehrere Wochen 31 und 32 Kinder in den beiden Klassen. Schön ist anders. Alternative wäre ein massiver Ausfall von bis zu 11 Stunden pro Woche gewesen.

      Wir haben uns ans Schulamt gewandt (alle Eltern) und um Abhilfe gebeten - denn kurz darauf erkrankte auch der zweite Klassenlehrer.... - dann wurde in den Herbstferien eine neue Kollegin eingestellt (die Schule war bereits im Vorfeld mit 31 Lehrerstunden im Minus, da keine Lehrkraft vom Schulamt bereitgestellt werden konnte). Zum Glück war die Klassenlehrerin meines Sohnes nach den Herbstferien wieder da - jetzt hält es sich wieder in Grenzen mit dem Ausfall. Gegen 1-2 Stunden pro Woche sag ich ja gar nichts...alles über 5 finde ich bedenklich, besonders, wenn es dann auch noch nur ein Fach betrifft - wie soll sowas dann am Schuljahresende benotet werden?

      LG

      a79

      Toleranzbereich ist da schwierig. Natürlich möchte man, dass die Kinder gut lernen können. Dazu gehört, dass ein Fach kontinuierlich von derselben Lehrkraft unterrichtet wird. Dass das in der Praxis aber ganz anders aussieht, wissen wir glaube ich alle... Hier muss man auch zwischen der Grippewelle, Langzeiterkrankungen und planbaren Ausfällen unterscheiden. Bei den ersten beiden Fällen sind der Schule meistens die Hände gebunden. Weiß man, dass eine Lehrkraft in 1,5 Jahren in Rente geht, kann man das Schulamt schon mal "dezent" darauf hinweisen, dass man dafür gern eine*n Referendar*in hätte, um keinen plötzlichen Wechsel abfangen zu müssen.

      Bei den Vertretungsstunden wäre mir wichtig, was da gemacht wird. Schauen sie nur Filme und malen Bildchen, kann man das auch ausfallen lassen. Dann geht es wenigstens in die Statistiken ein, die die Schulen hier dem Ministerium melden müssen.
      In Mathe, Deutsch, Englisch und MNT gibt es ein Thema pro Jahr, dass für Vertretungsstunden vorgehalten wird. Da gibt es Tafelbilder, Kopiervorlagen etc. in einem Ordner im Lehrerzimmer. Da wird dann einfach markiert, was schon erledigt wurde und die nächste Lehrkraft kann einfach auf der nächsten Seite weitermachen. Und wenn es nicht gebraucht wird, kommt es eben in der Zeit vor den Sommerferien dran, wo die wichtigen Sachen schon durch sind.

      Wir haben aber auch generell Glück, dass wir einen Spezialschulteil haben und dadurch personell etwas besser aufgestellt sind. Zusätzlich nutzt die Schule schulscharfe Ausschreibungen, ist also was Neueinstellungen etc. angeht, nicht auf das Schulamt angewiesen, sondern darf das im Rahmen der generellen Vorgaben selbst erledigen.
      Am Nachbargymnasium fiel in den 5.Klassen zu Beginn des Schuljahres MNT völlig aus, es wird jetzt auch im 1. Halbjahr nicht benotet. An unserer Schule wurde selbst Musik damit vertreten... Da war mein Verständnis dafür, dass nicht einmal eine Abordnung an das andere Gymnasium möglich war, auch aufgebraucht. Im Endeffekt haben wir regelmäßig den Hefter kopiert, damit die Tochter von Freunden an besagter Schule wenigstens nen groben Überblick hat, was in dem Fach so gemacht wird.

      Wir haben übrigens eine mobile Reserve. Aber bis die zum Einsatz kommt, muss es wirklich schon 5 vor 12 sein. Eine langzeiterkrankte Lehrkraft reicht da noch nicht. Wir haben gerade in den wirklich abgelegenen Ecken Schulen, an denen schon lt. Plan kein Unterricht im Umfang wie in der Rahmenstundentafel vorgesehen, erteilt werden kann. Wenn da noch jemand krank wird, können die die Schulen dort eigentlich gleich dicht machen. Damit das nicht passiert, kommt dann die mobile Reserve zum Einsatz.

      lG, Kathrin

      Hallo,

      ähnliches gibt es hier auch.

      Das Gymnasium meiner Kinder scheint die fruchtbarste Schule im Umkreis zu sein :P

      Die haben zur Zeit ganz viele schwangere Lehrerinnen. Ein Mathelehrer ist ganz spontan in Elternzeit.

      Sport haben sie gerade 2 Stunden statt 4, weil sie einfach keinen neuen Sportlehrer bekommen, nachdem letztes Jahr 2 in Pension gegangen sind (die waren übrigens so alt, die hatten schon meinen Mann in Sport).

      Allerdings gibt es hier für 5. und 6. Klässler keinen Unterrichtsausfall, da die verlässlichen Unterricht haben. Aber ab Klasse 7 soll's dann sehr extrem werden mit dem Ausfall.

      Hallo,

      sorry, für mich waren "ausgefallene" Stunden auch solche, die leidlich vertreten werden, damit die Statistik stimmt also: Aufsicht vom Lehrer gegenüber, "macht mal Hausaufgaben und seid leise", "wollt ihr einen Film schauen?". Also Stunden, in denen inhaltlich nichts läuft.

      Ich bin aus der Grundschule ein gebranntes Kind. Da fiel die Mathelehrerin die letzten vier Monate des Schuljahres aus, und entgegen aller Beteuerungen "Stoff war schon fast durch", "bekommen wir hin" ... haben wir uns dann mal ein Heft aus der Parallelklasse ausgeliehen und sind aus allen Wolken gefallen und haben das selbst nachgearbeitet.

      Ich meine drei Wochen gar kein Englisch und kein Ende in Sicht finde ich schon eine "Hausnummer". Ich habe irgendwie Panik, dass das wieder Monate dauert ... und am Ende auf die Eltern abgewälzt wird.

      Ich halte es immer für eine Ausrede, dass Dinge nicht gehen. Das Problem in Schulen ist glaube ich, dass die Arbeitszeit so "klar" definiert ist und Lehrer dann keine Überstunden machen können/dürfen, weil kein Geld da ist. Wenn bei uns im Betrieb absolut Not am Mann ist, dann lässt der Chef Geld springen ... und es findet sich IMMER wer, der dann einspringt ... Würde es da eine angemessene Entlohnung geben, ich kann mir nicht vorstellen, dass so viele Stunden ausfallen würden. Am Ende regiert Geld immer die Welt.

      GLG
      Miss Mary

      • (15) 24.11.17 - 14:09

        Lehrer dürfen und können auch Überstunden machen. Alllerdings bekommen sie die nicht bezahlt, sondern irgendwann können diese abgebaut werden.
        Aber auch mit Ünderstunden reicht es nicht für die Unterrichtsversorgung. Einige Überstunden sind „geplant“. Man gibt also ein ganzes Schulhalbjahr oder auch Schuljahr wöchentlich mehr Stunden, als vorgesehen, weil sonst die Unterrichtsversorgung nicht gedeckt werden könnte. Das passiert häufig und dadurch kommt natürlich schon mal einiges zusammen. Dann gibt es natürlich noch diverse Vertretungsstunden, die dazu kommen. Viele Lehrer schleppen bereits seit Jahren dreistellige Überstundenzahlen mit sich rum. Eine Chance zum Abbau gibt es kaum. Schließlich kann ein Lehrer nicht während der Schulzeit einfach mal ein paar Tage zuhause bleiben. Man kann aber durchaus mal ein Schuljahr weniger Wochenstunden machen. Das geht aber natürlich nicht, wenn die Unterrichtsversorgung sonst nicht gewährleistet wäre.
        Die Situation ist also aktuell trotz Überstunden und obwohl an vielen Schulen gestrichen wird, was gestrichen werden kann, wirklich schlimm.
        Mehr geht oft wirklich nicht mehr. Selbst Geld würde nicht helfen. Stattdessen gibt es haufenweise offene Stellen, für die sich keine geeigneten Bewerber finden. Das trifft sowohl Grundschulen, als auch Gymnasien.

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