so langsam, keine konzentration, 7 Jahre

    • (1) 28.11.17 - 10:07

      Hallo ihr Lieben!

      Mein Sohn wurde im September eingeschult. Es hat von Anfang an eigentlich prima geklappt. Er tut sich beim lesen sehr leicht, die Tests bis dato sind alle mit 1 und 2 in Rechnen und Mathe.

      Jetzt kommt das große ABER:
      Es fing an mit vergessenen Hausaufgaben. Zuerst nur eine, danach plötzlich immer mehr. Zum einen vergisst er sie wirklich, zum anderen versteckt er die Hausaufgaben weil er einfach keine Lust dazu hat. Es ist ihm zu langwierig, er hat Angst, danach keine Zeit mehr zum spielen zu haben...
      Und plötzlich fehlten auch Schulübungen!

      Gestern war Elternsprechtag. Die Lehrerin ist gottseidank eine ganz liebe einfühlsame, die versucht auf die Schüler so gut als möglich einzugehen. Sie sagt, unser Sohn ist sehr klug, sehr charmant, sprachlich sehr begabt, die Tests alle toll. Aber er scheint im Unterricht sich nicht konzentrieren zu können. Er ist so langsam beim schreiben das er oft nicht mit den anderen mitkommt.
      Nun soll er in Mathe und Deutsch Förderung gehen, damit er schneller beim schreiben wird und so hoffentlich den anderen hinterherkommt. Ich befürworte das! Aber das ändert doch nichts an der Unkonzentriertheit!

      Er geht 2x in der Woche zum Sport, weil er das auch einfach braucht. Ich lasse ihn auch am Nachmittag so viel als möglich raus an die Frische Luft weil er das einfach braucht. Konzentrationsmäßig hatte ich persönlich nie das Gefühl er würde nachhinken oder nicht altersgemäß sein. Legobauen, lesen bzw. Bücher anschauen... funktioniert teilweise STUNDENLANG! Er ist halt ein Wirbelwind, er viel Bewegung braucht. Das hab ich auch der Lehrerin gesagt. Diese zeigt Verständnis, könne jedoch an 2 Stunden Sport pro Woche auch nichts ändern, was ich natürlich verstehe.
      Die Schule ist ihm aber wohl zu langweilig. Ihm fallen auch 5000 andere Sachen während der Stunde ein.

      Die Lehrkraft meint, wenn es nicht besser würde bis zum Halbjahr, müsse er wiederholen. Aber wenn der Stoff sitzt, und das nehme ich an wegen der 1 und 2en auf Tests, dann kann das doch nicht der Sinn sein?
      Wie kann ich meinen Sohn fördern, das er sich mehr konzentriert?
      Was kann ich tun, damit er die Hausaufgaben endlich mal beisammen hat?

      Meine Überlegung waren Hausaufgabenbuch. Laut Lehrerin nicht möglich, weil die Kinder ja noch nicht alle Buchstaben schreiben können.
      Nun habe ich meinen Sohn aufgefordert, er solle bitte kontrollieren lassen von der Lehrerin ob er alle Hausaufgaben eingepackt hat. Aber das fördert doch nicht die Selbstständigkeit, oder liege ich falsch?

      Konzentrationsübungen wollen wir auch machen. Habe mir da auch schon einige Sachen herausgesucht. Auch möchte ich vermehrt Schwungübungen mit ihm machen, damit er nicht mehr so fest aufdrückt und dann evtl. schneller schreibt.

      Habt ihr noch irgendwelche Anregungen? Hat hier jemand Kids mit dem selben Problem?Ich will ihm die Wiederholung wirklich ersparen. Das würde ihm in seinem Selbstvertrauen extrem runterdrücken. Alle seine Freunde sind doch in dieser Klasse. Er kennt sie alle seit dem 2. Kindergartenjahr und anscheinend versteht er doch den Stoff.

      Sorry das es so lang wurde, aber ich bin echt ratlos!

      LG
      Bunny

      • Hallo,
        unser Kleiner hat auch Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, obwohl er stundenlang lesen oder diverse Spiele spielen kann. Das sind halt Sachen, die ihm Spaß machen. Schule ist ja ein MUSS. Und da denke ich liegt vielleicht das Problem. Unser Sohn geht mitterlweile zur Ergotherapie. Das funktioniert gut und er hat auch gute Fortschritte gemacht.
        Und die Sache mit dem Hausaufgabenheft ist Quatsch. Unser Kleiner musste vom ersten Tag an seine HA's selber aufschreiben. Die Lehrerin hatte ein Blatt einlaminiert, wo auf der linken Seite durch Bilder zu erkennen war, um welches Fach es sich handelt bzw. auch um welches Buch (in Deutsch gibt es hier 3 verschiedene Bücher). Dann hat sie die gleichen Bilder an die Seitentafel gemalt und aufgeschrieben, was an HA zu erledigen ist und die Kinder haben das abgeschrieben bzw. am Anfang eher abgemalt. Das hat zwar auch mal dazu geführt, das das ein oder andere Kind "falsche" HA's gemacht hat, das war aber generell kein Problem. Es gab dafür aber dann k auch keine Mitteilung wegen nichtgemachter Hausaufgaben. Die Lehrerin war da am Anfang sehr tolerant.
        Als die Kinder allerdings alles lesen und schreiben konnten, war es mit der Toleranz aber auch vorbei. Wer dann etwas falsch aufgeschrieben hat, hatte leider Pech.
        LG
        Elsa01

        • Das mit den verschiedenen Symbolen finde ich eine ganz tolle Idee!
          Unsere Kleben Postits ins betroffene Heft. Wenn das Heft allerdings nicht da ist, hilft uns das nicht wirklich.
          Daher wäre so ein Hausaufgabenheft eine super Erleichterung. In der Hoffnung, das da wenigstens alles eingetragen wird von meinem Sohn. er ist so oft mit den Gedanken nicht da. #zitter

          • Was ich vergessen hatte:
            Die Kinder hatten das einlaminierte Blatt und haben das mit Folienstift beschrieben. Wichtig war, dass das Blatt zu hause ausgewischt wurde.
            Bei uns bekamen die Kinder immer kurz vor Ende der Stunde den Hinweis, dass sie bitte die Hausaufgaben abschreiben sollen.
            Du kannst das doch einfach mal vorschlagen....
            LG
            Elsa01

      Hallo,
      In unserer Grundschule gibt es von der ersten Klasse an ein Hausaufgabenheft. In der 1. Klasse eins, wo jeder Tag eine andere Farbe hat, so konnte die Lehrerin sagen in welche Farbe eingetragen werden soll.
      Die einzelnen Fächer haben unterschiedlichfarbene Schnellhefter, so dass ein Rechteck in der entsprechenden Farbe in HA-Heft eingetragen wurde. Z.B. Mathe ist immer blau, für Aufgaben aus dem Mathebuch gibt es einen doppelten blauen Rand. Das hatten die Kinder schnell raus und es gab keine Pribleme.
      Vielleicht könntest du so etwas vorschlagen.
      VG

      Ganz ehrlich, egal wie lieb eure Klassenlehrerin zu sein scheint, so richtig auf die Reihe bekommt sie es nicht!

      1. Unsere Kinder haben vom ersten Tag an ein Hausaufgabenheft geführt. Lehrerin hat die Symbole mit den Kids besprochen und somit war alles klar. Beim Elternabend wurden die Symbole uns Eltern erklärt und so konnten auch wir durchblicken, was auf war.

      2. Einem Kind, was scheinbar so gut mitkommt mit dem Stoff und in den Tests 1er und 2er schreibt, mit Sitzenbleiben zu drohen, finde ich schon ein starkes Stück!

      Mein Sohn ist auch jemand, der sich von einer Fliege sofort ablenken lässt. Obwohl er schon längst lesen und schreiben konnte, als er eingeschult wurde, war er wahrscheinlich der langsamste in der Klasse. Von seiner generellen Ordnung will ich garnicht erst sprechen! #augen
      Unsere Lehrerin hat mich zwar darüber informiert, aber im gleichen Atemzug sagte sie mir auch, dass sie das mit meinem Sohn hinbekommt.
      Mein Sohn ist jetzt in der 3. Klasse, der Schnellste ist er immer noch nicht und Hausaufgaben machen, hasst er nach wie vor, dennoch geht er gerne in die Schule, bekommt alles mit und schreibt super Noten.
      Was mein Sohn am Liebsten mag sind die Kopfhörer. Die bekommen sie immer mal wieder, damit sie sich nicht gegenseitig stören. Soweit ich weiß, arbeiten mittlerweile sehr viele Grundschulen mit Kopfhörern. Gerade für Kinder die sich sehr leicht ablenken lassen ist das ideal.

      Ich kann dir nur raten, versuche du mit deinem Sohn ein Hausaufgabensystem zu entwickeln, bzw. jetzt müsste er ja mittlerweile die Hausaufgaben von selbst aufschreiben können. Halte ihn dazu an, es zu tun! Notfalls bestimmt er zu den Fächern bestimmte Farben und macht einfach die entsprechende Farbe in sein Hausaufgabenheft. Ich kann wirklich nur mit dem Kopf schütteln, dass die Lehrerin kein Hausaufgabenheft führen will mit der Klasse!
      Lass ihn beim Förderunterricht teilnehmen, das kann nicht schaden und schau, dass er zuhause beim Hausaufgaben machen, keine Ablenkung hat. Leer geräunter Schriebtisch, kein Spiezeug in der Nähe.
      Ich weiß jetzt nicht, wie schlimm das bei deinem Sohn ist, aber die Tests scheint er ja alle sehr gut geschrieben zu haben. Mein Sohn bekommt auch alles mit, er ist eigentlich der Klasse um einiges voraus, da ist es mir persönlich völlig egal, ob er 3 oder 5 Arbeitsblätter in der Schule schafft, zumal es meist immerwiederkehrende Übungen sind. Da hätte ich auch wenig Lust dazu! ;-)
      Lass deinem Sohn einfach noch ein wenig Zeit, beobachte wie er sich macht, er soll den Förderkurs der Schule mitmachen und versuche du mit ihm ein System zu finden, wie er sich die Hausaufgaben notiert. Notfalls bestehe bei der Lehrerin darauf, dass sie darauf achtet, dass er sich alles notiert hat. Soweit ich es weiß, machen das die Lehrer meistens bei den Kindern, die regelmäßig ihre Hausaufgaben vergessen. Zumindest DAS sollte sie machen!

      #winke

      • Hallo Marinab!

        Danke für deine ausführliche Antwort.

        Direkt gedroht hat sie ja nicht. Nur gemeint, das es sein "Könnte" aber wir noch Zeit haben bis zum Halbjahr und bis dahin noch beobachtet wird. Sie würde es aber nicht ausschließen.
        Wenn keine Besserung, dann würde er zurückgestuft in die Vorschule mit dem Halbjahr. Bedeutet: Er bleibt in der Klasse, bekommt aber leichtere Aufgaben als der Rest und müsste nächstes Jahr die 1. nochmal wiederholen.
        Es wurde halt nur mal angesprochen.

        Das Hausaufgabenthema werde ich definitiv nochmal in die Hand nehmen. Ich denke aber, das ihr wichtig ist, das die Schüler eigenverantwortung übernehmen. Und das werden sie ja nicht, wenn ständig wer hinterherläuft und nachschaut ob alles da ist. was ich auch verstehe. Aber so kanns halt auch nicht weitergehen das ständig was fehlt.:-(

        • " Er bleibt in der Klasse, bekommt aber leichtere Aufgaben als der Rest und müsste nächstes Jahr die 1. nochmal wiederholen."

          DAS macht für mich noch weniger Sinn! Warum sollte ein Schüler, der ja anscheinend mitkommt, leichtere Aufgaben bekommen??? An deiner Stelle würde ich mich darauf nicht einlassen!
          Abgesehen, dass ich ein Halbjahr viel zu kurz finde, um ein "verträumtes" Kind schon in so eine Schublade zu stecken, überlege mal, wie es deinem Sohn gehen würde, wenn er wirklich das nächste Jahr wiederholen sollte. Er würde wahrscheinlich aus lauter Langeweile noch weniger machen, als jetzt.

          Zum Thema Hausaufgaben:
          “Ich denke aber, das ihr wichtig ist, das die Schüler eigenverantwortung übernehmen. Und das werden sie ja nicht, wenn ständig wer hinterherläuft und nachschaut ob alles da ist"

          Wenn die Klassenlehrerin das tatsächlich so sieht, finde ich das ziemlich daneben! Natürlich sollen die Kinder Eigenverantwortung übernehmen, aber das heißt doch nicht, dass man deswegen Kindern, die da etwas mehr Zeit brauchen, nicht helfen darf! Was ist das für eine Logik? Ich selbst kenne keinen Lehrer, bzw. keine Klasse, in der nicht 1-2 Kinder sind, bei denen der Klassenlehrer die Hausaufgabenheftführung kontrolliert. DAS nennt man Hilfe! Das soll ja nicht auf dauer so sein, sondern nur so lange bis es funktioniert.

          Ehrlich gesagt, wenn das tatsächlich die einzigen "Baustellen" deines Sohnes sind, dann würde ich mir Gedanken über die Lehrerin machen.

          #winke

    Huhu!
    Schaut bitte auf jedenfall auch, ob er nicht unterfordert ist. Bevor irgendwas mit extra Förderunterricht oder gar Wiederholen angegangen ist bitte ausschließen, ob eine Hochbegabung vorliegt. Falls ja geht der Kerl ein wenn er den Stoff noch öfter üben soll.
    LG

    • Hochbegabung kann ich ganz sicher ausschließen. Ich habe auch schon an ADHS oder so gedacht, aber er ist ein ganz normaler Junge. Er hat einfach nur zu viel Energie!
      Der Kinderarzt sagt, keine Auffälligkeiten, nur sehr Aktiv und Lebendig. Aber so weiß man, das die Kinder gesund sind. Besser so, als ein Kind das still in der Ecke hockt und sich überhaupt nicht rührt.

      • 1. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen von ADHS von leicht bis extrem, somit gibt es auch verschiedene Therapiemethoden von Ergo über Verhaltenstherapie bishin zur Medikamtengaben - also auch eine große Bandbreite.

        2. Steht ADHS oft in Verbindung mit einer Hoch- bzw. Teilhochbegabung.

        Andrea

        Fakt ist, ihm ist langweilig und er beherrscht den Stoff. Er ist unkonzentriert und er fängt an, die Mitarbeit zu Verweigern. Du sagst selbst, dass er ein fittes Kerlchen ist.
        Angenommen, er verweigert die Mitarbeit, weil er innerlich dicht macht, weil es einfach alles so langweilig ist, weil er gefühlt gar nichts Neues mehr lernt und sich anders nicht ausdrücken kann. Wenn die Erwachsenen dann mit noch mehr Wiederholung kommen und ihn am Ende sogar wiederholen lassen macht ihn das kaputt.
        An deiner Stelle würde ich zumindest auch diese Richtung im Hinterkopf behalten. Kann sein, muss nicht. Aber schließe es nicht einfach aus ohne dich in die Richtung belesen zu haben oder mit jemandem darüber zu sprechen, der sich mit der Thematik auskennt.

        http://www.dghk.de/hochbegabung

Hallo, unsere haben vom 1. Tag an ihre HA selbst aufgeschrieben. Es gsb Symbole, z B. blaues Haus = Matheheft. Im Matheheft war dann ein Kreuz bei der zu erledigenden HA. War nie ein Problem.
VG

Ganz ehrlich, eure Lehrerin mag zwar lieb und nett sein, scheint aber bei der HH-Thematik keinen Plan zu haben.

Meine hatte ab dem 1. Tag die Hausaufgaben in das HH-Heft "geschrieben", obwohl sie auch noch nicht schreiben konnte.

Das Kinder in der 1. Klasse langsam sind, ist überhaupt nicht ungewöhnlich sondern eher die Regel. Meine ist in der 3. immer noch vergleichsweise langsam...

Meiner Meinung nach, ist die gute Damen mit ihrem Job überfordert. Einen 7jährigen bei sonst guter Leistung zurück in die Vorschule zu schicken, ist schlichtweg fahrlässig.

Was glaubst Du wie sich Dein Kind da fühlen wird? Ich würde Dir eher einen Klassen- od. Schulwechsel anraten.

Gruß, Andrea

  • (15) 28.11.17 - 13:09

    "Meiner Meinung nach, ist die gute Damen mit ihrem Job überfordert. Einen 7jährigen bei sonst guter Leistung zurück in die Vorschule zu schicken, ist schlichtweg fahrlässig."

    Sehe ich ganauso. Es ist erschreckend auf was für Ideen manche Lehrer kommen!
    Mir wird richtig bewußt, was für eine tolle Klassenlehrerin mein Sohn hat. Sie kümmert sich um jedes Kind, sorgt für entsprechenden Förderunterricht, versucht die Kinder mitzunehmen, ist wirklich unglaublich angagiert und hat so auch eine tolle Klassengemeinschaft geschaffen! Und das obwohl die Klasse sehr heterogen ist. In der Klasse sind von 1er - 6er Schüler, vom ruhigen zuverlässigen Kind bis zum totalen Chaot. Es ist wirklich alles vertreten und trotzdem werden ALLE Kinder mitgenommen und genau das hat auch auf die Kids abgefärbt. Ob sie Freunde sind, oder nicht ob sie sich mögen oder nicht, sie sind alle ZUSAMMEN die Eulen! ;-)

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