Welche elektrische Zahnbürste?

    • (1) 04.12.17 - 21:17

      Hallo Ihr Lieben,

      Meine Mädels (8 Jahre) wünschen sich elektrische Zahnbürsten. Wir haben alle keinerlei Erfahrung damit, daher meine Frage an Euch, was Ihr da so für das Alter empfehlen könnt? Die Zahnbürste muss eigentlich nichts können außer putzen :-) und vielleicht mit genügend Vorlauf darauf aufmerksam machen, dass der Akku alle wird, nicht dass dann mitten im Putzvorgang stoppt....

      Vielen Dank und viele Grüße!

      • Erst mal Rücksprache mit dem Zahnarzt halten. Würde ich zumindest empfehlen. Wenn der Zahnschmelz weich ist sind elektrische Zahnbürsten nämlich überhaupt nicht zu empfehlen.

        Gar keine. Nicht in diesem Alter.

        *augenroll* Mein Gott Leute wir leben im 21. Jahrhundert. Die E-Zahnbürsten gibt es schon ewig und die haben sich auch weiterentwickelt. Sie sind doch nicht einfach gesundheitsschädlich.

        Wie immer ist es vor allem eine Frage der Putztechnik, ob die Zähne a) ordentlich sauber und b) einseitig belastet werden. Auch bei Handzahnbürsten kann man sehr wohl falsch putzen und zu viel Druck ausüben und Zahnfleisch und Zahnschmelz schädigen. Ein stuchhaltiges Argument sieht daher für mich anders aus.

        Wichtig ist einfach, den Kindern die richtige Putztechnik zu vermitteln. Und beim Kauf würde ich nicht das einfachste Model nehmen, sondern auf sowas achten, wie, dass ein Timer vorhanden ist und ein Kontroll-Lämpchen, dass aufleuchtet, wenn man mit mit zu viel Druck putzt und was was verschiedene Putzgeschwindigkeiten hat, wo man also auch die Geschwindigkeit zurück schrauben kann.

        Ansonsten ist bei den meisten Kindern der Zahnwechsel in dem Alter ja schon bei den Frontzähnen vorbei. Das heißt vorne sind sowieso die bleibenden Zähne und das einzige was halt noch hinzukommt sind einige Backenzähne.

        Ich kann jedenfalls sagen, dass unser eines Kind im Schnitt jetzt höchstens 1x pro Jahr noch einen Zahn hat, wo was gemacht werden muss, seit sie elektrisch mit Timer putzt. Das sah vorher ganz anders aus. Da mussten wir 4-6 x im Jahr was machen lassen. Sie hat erstens leider nicht so die besten Zähne und zweitens trickst sie auch gerne mit Zeit. Die Sanduhr würde einfach vor dem Putzen schon umgedreht und sowas. Dann hört sie früher auf und so. Seit dem Timer der hörbar Theater macht wenn die Zeit erreicht ist (und weil meine Jüngste mit putzt und nun akribisch aufpasst) geht das viel besser. Für manche Kinder ist es generell eine Putzmotivation.


        Ein Argument zu warten, ist dass man mit 11,12 ... gleich ne Erwachsenenbürste kaufen kann. So wirst du halt vermutlich in ein paar Jahren wieder neu kaufen. Wobei meine jetzt mit 10 auch schon ne Erwachsenenbürste hat. Bisher ohne Probleme.

        Von den Kinder-Bürsten her, wir hatten ein Model von Braun Oral B und eins von Perlodent, hat mir das von Oral B etwas besser gefallen.

        Aber jetzt letztens soll wieder getestet worden sein und da soll die Lidl Zahnbürste hervorgestochen sein. Ich weiß jetzt aber nicht, ob die auch ein Kindermodell haben.

        • (5) 05.12.17 - 09:41

          Ich bin auch deiner Meinung, dass nichts gegen die elektrische Zahnbürste spricht. Bei meinem Sohn benutzen wir eine elektrische seit er ungefähr 4 Jahre alt ist. Sein Zahnarzt hatte nie was dagegen, er meinte nur, wenn er das mitmacht sollen wir sie ruhig benutzen und ein befreundeter Zahnarzt empfiehlt das sowieso.

          Wir haben die Oral b, eine Kinderversion davon war nie nötig. Es gibt dafür Kinderaufsätze, die auf das Gerät passen, ich glaube da sind die Borsten etwas weicher. Wir benutzen alle das gleiche Hauptgerät. Das Gerät was wir haben, leuchtet auf, wenn man zu fest aufdrückt und gibt ein akkustisches Signal, wenn man fertig ist. ABER was viele nicht wissen ist, dass dieses Signal nicht erst nach 3 Minuten kommt, sondern früher. Der befreundete Zahnarzt hat uns erklärt, dass viele viel zu kurz putzen und dieses Signal immerhin etwas später kommt, als die Leute im Normalfall putzen würden. Dennoch kommt es zu früh, eigentlich müsste man noch ein wenig länger putzen. Das stimmt auch! Wenn ich meine Zähne wirklich gewissenhaft und ordentlich putze, brauche ich mindestens eine Minute länger. Viele denken, das wäre nicht nötig, weil die elektrische gründlicher putzt, aber das ist nicht der Grund für das frühere Signal, um wirklich ordentlich zu putzen braucht man auch mit der elektrischen mindestens seine 3 Minuten.

          • (6) 05.12.17 - 11:29

            Doch, es spricht bei Kindern viel dagegen:

            1. Sie lernen die richtige Putztechnik nicht, und dadurch auch nicht die dafür notwendige Motorik.
            2. Für den empfindlichen Schmelz der Kinderzähne sind die eZahnbürsten ebenfalls nicht empfehlenswert, da die mechanische Beanspruchung bei einer eZahnbürste stärker als bei einer Handzahlbürste ist.
            3. Beim Putzen können Essenreste "einputzt" werden, was dann auch häufiger zu Zahnfleischentzündungen führt, als bei Handzahnbürsten.

            Meine beiden hätten gerne auch eine, aber die gibt es bei uns erst mit 15/16 Jahren, vorher sicher nicht, und das obwohl ich selbst eine habe.

            Im Übrigen sparst Du eine Unmenge Geld für die Zahnbürstenaufsätze, die mehr als unverschämt teuer sind...

            • (7) 05.12.17 - 12:47

              zu 1. Als mein Sohn noch kleiner war, hat er sowieso nicht alleine geputzt, das haben wir gemacht. Später, wenn er alleine geputzt hat, hat er mit der Handzahnbürste geputzt und wir mit der elektrischen nachgeputzt. Jetzt putzt er mal mit der elektrischen, mal mit der Handzahnbürste, abends putzen wir oft noch nach, morgens nicht mehr.

              zu 2. Da halte ich mich an den Ratschlägen von zwei verschiedenen Zahnärzten, wobei einer davon ein Freund von uns ist. Beide teilen deine Ansicht nicht. ;-) Wobei ich mit meinem Sohn zu einer Gemeinschaftskinderzahnarztpraxis gehe und allein wegen der Termine nicht immer beim gleichen Zahnarzt sind. Jeder der Zahnärzte dort, bei denen mein Sohn schon war, weiß dass wir mit der elektrischen putzen und KEINER von ihnen hält es für nicht gut, oder gar für gefährlich. Im Gegenteil! Was aber die meisten angemerkt haben ist, dass man länger putzen muss, als das Signal es angibt.

              Was die Kosten angeht, das muss jeder für sich entscheiden, wir haben uns für die elektrische entschieden trotz höherer Kosten, wobei mein Sohn zusätzlich eine Handzahnbürste hat, die er immerwieder auch benutzt.

              • (8) 05.12.17 - 13:04

                Wie in jedem Berufszweig gibt es auch bei Ärzten Gute, Informierte, Engagierte etc. pp, aber leider auch das Gegenteil. Leider sind die ersteren sehr selten...

                Andrea

                • (9) 05.12.17 - 13:13

                  Also unser Sohn benutzt auch eine elektrische Zahnbürste. Er ist neun und geht in regelmäßigen Abständen zum Zahnarzt und ist in kierferorthopädische Behandlung. Er hat sehr weichen Zahnschmelz. Aber keine der Ärzte (Kieferhorthopäde oder Zahnarzt) haben sich gegen eine elektrische Zahnbürste ausgesprochen. Ich soll nur kontrollieren, ob alles ordentlich geputzt wird, besonders die Backenzähne.

            (10) 05.12.17 - 13:37

            Hallo!

            Diese Meinung kann ich auch nicht teilen.
            1. Man kann mit den Kids vereinbaren, dass sie morgens mit der Hand- und abends mit der elektrischen Zahnbürste putzen, dann lernen sie die richtige Technik durchaus. Abgesehen davon kenne ich als Zahnärztin etliche Teenager (und auch Erwachsene), die nie mit der elektrischen Zahnbürste geputzt haben, regelmäßige Prophylaxetermine haben und trotzdem keine adäquate Putztechnik anwenden können, während ich durchaus Kids kenne, die eine elektrische Zahnbürste zuhause haben, und trotzdem mit der Handzahnbürste ihre Zähne sauber putzen können. Die langfristige Nutzung einer Handzahnbürste ist also genauso wenig ein Garant für die Entwickelung einer guten Putztechnik, wie die elektrische Zahnbürste das verhindert.
            Auf der anderen Seite sind die Kids der TE genau in dem Alter, wo man dazu übergeht, dass die Eltern nicht mehr nachputzen. Und vom Reinigungseffekt her ist eine elektrische Zahnbürste der Handzahnbürste oftmals überlegen.
            Ganz davon abgesehen, dass die meisten meiner Patienten, denen eine elektrische Zahnbürste zur Verfügung steht, diese nicht dauerhaft und immer nutzen. Meistens haben die Kids Phasen, wo sie eher elektrisch putzen und Phasen, wo sie eher mit der Hand putzen.

            ad 2: Der Schmelz der Kinderzähne ist nicht empfindlicher als der von Erwachsenen. Und bei 8jährigen ist die Verweildauer der noch vorhandenen Milchzähne auch absehbar. Wenn man in dem Alter anfängt, mit der elektrischen Zahnbürste zu putzen, dürfte es schwerfallen, sich die Milchzähne noch kaputt zu putzen (ich hab ohnehin noch nie gehört, dass ein Kinderzahn vom Putzen kaputt gegangen ist, vom nicht Putzen gehen allerdings eine ganze Reihe von Zähne kaputt!). Und bei den bleibenden Zähnen unterscheidet sich der Schmelz eines 8jährigen nicht von dem eines 80jährigen. Außerdem kommt es bei der Abnutzung der Zähne durchs Zähneputzen viel weniger auf die Art der verwendeten Zahnbürste als vielmehr auf die in der Zahnpasta enthaltenden Schleifkörper an. Da gibt es deutliche Unterschiede, was aber den wenigsten bekannt sein dürfte.
            ad 3: Bei der Verwendung einer rotierend-oszilierenden Zahnbürste werden normalerweise keine Essenreste "eingeputzt", allenfalls können einmal Essenreste tiefer in den Zahnzwischenraum gedrückt werden. Hier sollte man aber ja ohnehin noch mit Zahnseide rangehen - auch bei Kindern schon!

            Der einzige Punkt, der aus Zahnmedizinischer Sicht gegen die Verwendung einer elektrischen Zahnbürste spricht, ist die Aggressivität im Hinblick auf das Zahnfleisch. Durch die schnellen oszilierenden Bewegungen wirken die Borsten einer elektrischen Zahnbürste nämlich härter, und das kann das Zahnfleisch schädigen. Diese Schädigung lässt sich aber durch die Verwendung weicher Aufsätze vermeiden. Und bei Kindern ist das Zahnfleisch ohnehin noch regenerativer als bei Erwachsenen.

            Und was das Geld angeht: Ich hab gerade geschaut: Original Oral-B Aufsätze bekommt man im Internet schon für 20€ im 10er-Pack. Für unter 2€ bekommt man auch bei Handzahnbürsten nur Eigenmarken.

            LG

            • (11) 05.12.17 - 14:15

              Das genau ist das Problem, es werden Informationen weitergegeben, die schlichtweg nicht (mehr) stimmen!

              Und ja, natürlich kommt es auch auf die verwendete Zahncreme an, aber in diesem Post ging es nicht um Zahncreme!

              Im übrigen zahlt man für eine gute Kinderzahnbürste deutlich weniger als 2 €. Generell gilt, Informationen aus dem Netz sollte man immer vorher prüfen, bevor man sie wahllos verwendet.

              • (12) 05.12.17 - 15:04

                Deine Argumentation hast Du ja nun noch gar nicht mit entsprechenden Quellen belegt. Einfach nur dagegen sein und die eigenen Meinung über alle Stellen, ist ganz schön arrogant.
                Ehrlich gesagt, vertraue ich da lieber auf meine ZÄ, die KinderZÄ und den KFO meiner Tochter, die die Verwendung der elektrischen Zahnbürste ausdrücklich befürworten. Meine Tochter kann übrigens durchaus gut mit der Handzahnbürste umgehen und tut das auch immer wieder mal. Und obwohl oder gerade weil ich ihr schon seit sie 3 ist mit der elektrischen die Zähne putze, und noch heute abends nachputze, sind ihre Zähne, zumindest was die Reinigung angeht, in bestem Zustand.

                (13) 05.12.17 - 17:58

                Ich frage mich, wer hier falsche Informationen weitergibt?

                Was die Zahnbürstenpreise angeht: Natürlich gibt es Zahnbürsten, die deutlich unter 2€ kosten. Aber es gibt eben auch Handzahnbürsten (auch für Kinder), die deutlich über 2€ kosten. Ich hab grad noch einmal bei DM geschaut. Klar, die Eigenmarken sind allesamt günstiger, aber es gibt eben auch Zahnbürsten für über 4€.
                Wenn Du keine 2€ für eine Zahnbürste ausgeben möchtest, ist das ja Dein gutes Recht, aber ich halte 2€ für eine Zahnbürste nun nicht für überteuert. Und was die Reinigungswirkung der elektrischen Zahnbürste angeht: Da gibt es mehr als genug Studien, die eine effektivere Reinigung durch elektrische Zahnbürsten belegen. Um Kosten ging es der TE nämlich vorrangig auch nicht.

                LG

                • (14) 06.12.17 - 09:03

                  Ich empfehle Dir dringend eine Weiterbildung zu diesem Thema. Leider lassen sich zu viele Ärzte vor den Karren die Industrie spannen. Wenn ich hier lese, dass es sogar 3-, 4jährigen empfohlen wird, haben die Pharmavertreter wirklich ganze Arbeit geleistet.

          (15) 05.12.17 - 18:51

          Das stimmt nicht. Elektrische Zahnbürsten werden von Experten vorbehaltlos empfohlen. Meine Tochter putzt seit ihrem 3. Lebensjahr auf Anraten der Kinderzahnärztin mit der elektrischen Zahnbürste.
          Ich weiß nicht, woher du deine Infos hast, sie scheinen mir aber sehr überholt

Wir verwenden die von OralB. Ich würde ein Erwachsenen-Modell nehmen, aber die weicheren Kinderbürstenköpfe dazu. So machen wir das inzwischen. Wir putzen schon seit unsere Tochter 3 war elektrisch, ohne Probleme oder gar Schäden durchs elektrisch putzen.
LG

  • (17) 05.12.17 - 18:04

    Ich denke auch, dass 8jährige keine spezielle Kinderzahnbürste mehr brauchen, allerdings rate ich mittlerweile lieber zu sensitiv-Aufsätzen, die sind noch weicher als die Kinderaufsätze. Und ich würde schauen, dass die Frequenz nicht zu hoch ist - je höher diese ist, desto härter werden die Zahnbürsten. Die Pro-Serie ist nicht schlecht und dabei auch verhältnismäßig günstig.

    LG

Unsere Kids sind knapp 11 u. 14 J. ,beide putzen mit einer normalen Zahnbürste u. jeder hat auch eine elektr. Zahnbürste von Oral B.
Die Kleine hat noch die für Kinder
http://www.mediamarkt.de/de/product/_oral-b-stages-power-kids-die-eisk%C3%B6nigin-2061876.html?uympq=vpqr&rbtc=%7C%7C%7C%7Cp%7C%7C&gclid=EAIaIQobChMIlIji7oXz1wIVwpUbCh0Ifw8fEAYYASABEgKcAfD_BwE&gclsrc=aw.ds

LG Kerstin

(19) 05.12.17 - 18:52

Meine Tochter (5) nutzt die Oral B für Kinder. Wichtig ist der Timer

Hallo Mädels,
vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten, das scheint ja wirklich eine Wissenschaft für sich zu sein. Ich werde Eure Hinweise bei der Auswahl beherzigen!
LG

Hallo,

also meine beiden haben seit sie 3 sind eine elektrische Zahnbürste und beide super Zähne, kein Karies... Beim Großen haben wir bis 6 geputzt und mit 7 noch nachgeputzt. Bei der Kleinen (5) putzen wir auch immer nach. Haben zwischendurch auch mit Handzahnbüste geputzt und putzen lassen und haben festgestellt, dass für uns das elektrische Putzen effektiver ist.

Wir hatten zuerst eine Oral B - die war aber von der Putzleistung nicht so gut. Sprich, die Zähne waren danach nicht wirklich sauber. Sind dann auf Anraten des ZA umgestiegen auf eine Schallzahnbürste (Philips Sonycare). Mit der sind wir superzufrieden. Vom ZA haben wir noch den Tipp bekommen, die kleineren Bürsten zu benutzen (gibt 2 Größen) - für beide Kinder. Mit dem großen Bürstenkopf kommen die Kinder schlecht im kleinen Kiefer um die Ecke hinten. Die großen sollte man also erst so ab 10 oder 12 nutzen.

Der Akku hält bei dieser übrigens ewig - sicher fast eine Woche und die Putzzeit ist auch ausreichend lang. Es gibt 2 Putzstärken, wobei wir die stärkere bevorzogen. Wenn der Akku zur Neige geht, lässt die Putzkraft nach (finde ich) das merkt man dann schon rechtzeitg vorher und kann wieder aufladen vorm nächsten Putzen.

LG
Nano

Hallo,
alle unsere Kinder putzen seit dem 3. Lebensjahr mit Oral B (einfaches Modell, ohne Schnickschnack aber mit der gleichen Geschwindigkeit und Rotation wie die teuren). Unsere Kinder sind nun im Schulalter bzw. Teenager. Alle drei hatten noch nie ein Loch. Mein Mann ist Zahnarzt und ist absoluter Befürworter der elektrischen Zahnbürste, da das Putzergebnis oft deutlich besser ist. Motorisch haben unsere Kinder keinerlei Defizite.
LG

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