Einheitliche Benotung Klassenarbeit Grundschule Klasse 4 Baden-Württemberg?

    • (1) 05.12.17 - 22:16

      Hallo zusammen,

      ich hätte da mal eine Frage zur Notengebung Grundschule in BW - ich google jetzt schon geraume Zeit, finde aber nicht genau das was ich suche #augen Vielleicht kann mir ja hier jemand helfen der die passende Verordnung, Gesetze etc. kennt.

      Kurz die Fakten:
      4. Klasse einer Grundschule (Primarstufe einer Gemeinschaftsschule) in BW

      Sachverhalt:
      Klassenarbeit in Deutsch, für alle Schüler die gleichen Aufgaben. Kurz vorm Test wird noch ein neues Thema an der Tafel erklärt. Dieses Thema wird in der Klassenarbeit unmittelbar danach mit abgefragt (mögliche erreichbare Punkte der Aufgabe 10). Den Kindern gegenüber betont die Lehrerin, dass es alle probieren sollen zu lösen, es aber niemandes Schaden sein soll wenn man es noch nicht kann und die Aufgabe nicht bewertet wird.

      Nach Rückgabe der KA stellt sich heraus, dass die Aufgabe doch bewertet wurde, auch wenn nicht die volle Punktzahl erreicht wurde! Dazu kam noch heraus, dass die Aufgabe nur bei den "guten" Schülern bewertet wurde (auch wenn nicht alle Punkte erreicht wurden!), bei den "schlechteren" Schüler wurde sie einfach gestrichen und nicht bewertet.

      Im Falle meines Sohnes bedeutet das, dass er inklusive dieser Aufgabe eine 2+ bekommen hat (was toll ist!), aber OHNE Bewertung der Aufgabe, hätte er 45 von 47 Punkten gehabt und somit mindests eine 1- oder 1-2. Das ist für mich schon ein Unterschied in einem Hauptfach!

      Für mein Empfinden ist das unfair. Wir reden hier über eine Grundschule und keine weiterführende Schule wo es dann G und M-Niveaustufen gibt. Mein Sohn hat sich total geärgert, als er mitbekommen hat, dass es bei anderen nicht bewertet wurde. Er meint eh die Lehrerin kann ihn nicht leiden und hätte das mit Absicht bei ihm gemacht... Da steht man als Mutter natürlich doof da :-( Wie soll man denn das erklären?!

      Kennt sich jemand aus mit so etwas? Ist das überhaupt rechtens innerhalb einer Klasse, die gleiche Arbeit unterschiedlich zu benoten, damit am Ende der Schnitt angepasst/geschönt ist? Am besten mit Rechtsgrundlage. Nächste Woche bin ich deswegen zum Elterngespräch geladen und würde dafür gerne etwas vorbereitet sein.

      Vielen Dank und LG
      Nano

      • (2) 05.12.17 - 23:39

        Hallo,

        dein Sohn wurde bewertet, das heißt er gehört zu den guten. Darüber solltet ihr euch freuen.
        Bei anderen wurde die Aufgabe nicht bewertet, sie sind also schlechter. Und dein Sohn ist jetzt worauf genau neidisch? Das andere schlechter sind als er, ernsthaft?

        In einer Klasse egal welcher Jahrgang und egal welche Schulform es existieren immer unterschiedliche Niveaustuffen.

        Aber da du ja unbedingt Links willst , bitte 1 Minute gegoogelt
        https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Bildung/Schulleitung/Schulrecht/Seiten/Notengebung-und-Versetzung.aspx

        Gruß Sol

        • (3) 06.12.17 - 00:19

          Hallo,
          weil der Sohn der TE dadurch eine schlechtere Note bekommen hat, als wenn die Zusatzaufgabe wie bei den schlechteren Schülern nicht gewertet worden wäre. Bei deinem Link kann ich nirgendwo herauslesen, dass das so in Ordnung ist. Aber vielleicht kennt sich da jemand besser aus und kann es erklären..

          LG

        (5) 06.12.17 - 09:22

        Hallo und danke für Deinen Beitrag. Viel bringen tut er leider nicht.

        In meinem Post stand nirgends, dass er neidisch auf iwen ist. Er hat sich einfach geärgert, dass ungleich behandelt wurde.

        Es existieren in der Grundschule normalerweise keine Unterschiedlichen Niveaustufen! Von Berlin habe ich eine Verordnung gefunden, die beschreibt, dass es untersagt ist ein und die selbe Klassenarbeit unterschiedlich zu bewerten. Nur für BW habe ich das nicht gefunden.

        Wenn es denn mal unterschiedliche Niveaustufen in einer Schulform gibt, i.d.R.erst ab der weiterführenden Schule, dann wissen die Kinder das und wissen auch in welche sie eingestuft sind. Dann ist es auch ok und legitm unterschiedliche Schwierigkeitsstufen anzubieten etc. Aber so wie in unserem Fall eben nicht. Zumal der Stoff erst morgens vorm Test neu an der Tafel erklärt wurde. Der hat für mich schon mal gar nichts in der KA zu suchen. Da gehören nur abgeschlossene Themen rein, die auch geübt werden konnten. Alles auch in 1 Min. gegoogelt! Trifft eben alles nicht zu.

        Sie hätte die Aufgabe aus der Wertung rauslassen müssen und zwar für die ganze Klasse und nicht nur bei den schlechten Schülern. Sie hätte sie allenfalls als Zusatzpunkte nehmen dürfen wenn jemand evtl. zwischen 2 Noten steht oder so.

        Gruß
        Nano

        • (6) 06.12.17 - 10:17

          Hallo Nano,

          ich finde das auch: #augen#augen#augen

          würde mich ebenfalls total ärgern. Als Tipp wenn du im Gespräch bist: sag der Lehrerin das doch genauso, wie es jetzt eben in deinem Post steht.

          Viel Erfolg#klee

          • (7) 06.12.17 - 10:20

            Huhu,

            ich danke Dir. Ja, dass werde ich versuchen...

            Und ich bin nicht die einzige in der Klasse die sich darüber ärgert. Ein Wunder wir tolerant hier alle zu sein scheinen und nie die Kompetenz des Lehrers anzweifeln würden #nanana

            Danke und LG
            Nano#winke

            • (8) 06.12.17 - 10:26

              Das ist ein ganz falscher Ansatz! Auch Lehrer machen Fehler und müssen auf Dinge aufmerksam gemacht werden, sind ja schließlich auch Menschen.

              Meine Daumen sind fürs Gespräch gedrückt!

              • (9) 06.12.17 - 10:40

                Richtig. Eben die gleiche Lehrerin hat bei meinem Sohn jetzt zum 3. Mal vergessen alle Punkte zusammenzurechnen und es war jedes Mal ne andere Note danach... Das kanns halt auch nicht sein, dass ich da immer nachzählen muss #augen aber wenns einmal durch Zufall aufgefallen ist, dann guckt man automatisch beim nächsten mal wieder drauf.

                Und dann wundert sich hier jemand, dass die Kinder den Eindruck bekommen könnten, ein Lehrer könne etwas persönlich gegen sie haben, wenn das immer wieder passiert?! Naja.

                Vielen Dank, ich kann ja den Ausgang mal hier mitteilen #winke

        (11) 06.12.17 - 11:53

        Ich habe mir ein paar Antworten von dir durchgelesen du verwechselt Gleichheit mit Gerechtigkeit

        • (12) 06.12.17 - 11:56

          Der Aussage kann ich jetzt nicht ganz folgen?

          • (13) 06.12.17 - 12:01

            hilft das Bild?

            • (14) 06.12.17 - 12:06

              Ja, ich kann mir durchaus vorstellen was Du meinst.

              Es geht mir aber um das Verhalten der Lehrein in Summe in diesem Fall. Da gibt es zu viele Punkte die m.M. falsch gelaufen sind und das ist nicht gerecht. Mal abgesehen von den gleichen Bedingungen und allem drum und dran. Es geht auch darum, dass sich Kinder auf die Aussagen von Erwachsenen, auch Lehrern, verlassen können müssen. Und das können sie in dem Falle bei unserer Lehrerin öfter nicht, weil dann entgegen der bisherigen Aussagen gehandelt wird. Das können wir hin und her drehen wie wir wollen, ich finde das einfach nicht richtig.

              Wir können da auch unterschiedlicher Aufassung sein - macht ja nichts. Es kann nicht jeder alles gleich sehen.

              Schönen Tag Dir noch #winke

      (15) 06.12.17 - 12:15

      Zitate aus dem Link
      kommt dem Fachlehrer bei der Notengebung ein Beurteilungsspielraum zu, der nur eingeschränkt rechtlich überprüfbar ist.

      Die NVO unterscheidet bei den schriftlichen Arbeiten zwischen Klassenarbeiten und schriftlichen Wiederholungsarbeiten. Schriftliche Wiederholungsarbeiten beziehen sich auf die unmittelbar vorangegangenen Unterrichtsstunden und dauern in der Regel bis zu 20 Minuten, typisches Beispiel sind die Vokabelarbeiten, Kurztests. Im Text der NVO ist daher stets darauf zu achten, ob sich eine Regelung auf Klassenarbeiten, auf schriftliche Wiederholungsarbeiten oder auf schriftliche Arbeiten (also beides) bezieht.

      Bei Beschwerden oder Fragen zur Notengebung sollten die Eltern zunächst das Gespräch mit dem zuständigen Fachlehrer suchen. Nach § 41 Abs.2 Schulgesetz ist der Schulleiter verantwortlich für die Einhaltung der für die Notengebung allgemein geltenden Grundsätze. Der Schulleiter ist somit auch zuständig für Beschwerden gegen Einzelnoten oder gegen die Notengebung. Der Schulleiter darf eine Note nicht aufheben, weil er selbst eine bessere Note erteilt hätte. Unter Beachtung des dem Lehrer zustehenden Beurteilungsspielraumes darf der Schulleiter eine Note nur aufheben, wenn die Grenzen dieses Beurteilungsspielraumes überschritten sind.

      • (16) 06.12.17 - 17:18

        Danke :-) Das hatte ich auch gelesen. Ist halt alles etwas schwammig und auf gut Deutsch der Lehrer hat alle Rechte und der Schüler hat Pech...

        Ich werde ja sehen, was bei dem Gespräch mit der Lehrerin raus kommt. Das ist ja wohl schon mal der richtige Weg. Als nächste Instanz wäre dann der Schulleiter dran - was ich mir noch überlegen kann, je nachdem wie das Gespräch ausgeht. Das hatte ich mir auch schon so überlegt, bevor ich nachgelesen hatte. Das wäre denke ich der normale Weg.

        Wird sich schon iwie klären/regeln lassen.

        #winke

        (17) 06.12.17 - 21:42

        Der Beurteilungsspielraum ist nicht grenzenlos.
        "Einhaltung der allgemein geltenden Grundsätze" und "Grenzen des Beurteilungsspielraumes überschritten" ist das, worüber man sich hier streiten kann.

(18) 06.12.17 - 00:10

Hallo,

hier war schon mal so ein Post, wo bessere Schüler andere Aufgaben in den Klassenarbeiten bekamen oder so ähnlich. Auch BW, glaube ich. Schau mal in der Suchfunktion oder jemand kann sich noch daran erinnern?
Ich habe sonst noch nie davon gehört und finde das auch fraglich. Allerdings wird die unterschiedliche Behandlung bei der Zeugnisnote oder Empfehlung für die weiterführende Schule irgendwie positiv berücksichtigt?
Was ich aber nicht verstehe: Wenn es um die 4.Klasse Grundschule geht, wieso ist das Primarstufe Gemeinschaftsschule?

Viel Glück!

(22) 06.12.17 - 07:55

In BaWü wurde die Hauptschule abgeschafft. Früher waren viele GS den Hauptschulen zugeordnet. Das hieß dann z.B. Grund-und Hauptschule Walldorf. Nach der Reform , würde es dann Grund- und Gemeinschftsschule Walldorf heißen. Es ist eine ganz normale Grunschule, die mit der Gemeinschaftsschule an sich nichts zu tun hat. An TE: Ja, es gibt zwar ab 2018 wieder eine Schulempfehlung, diese ist jedoch nicht bindend!

  • (23) 06.12.17 - 09:32

    Hallo,

    danke für Deinen Beitrag.

    Bei uns gibts die GS seit 2 Jahren. Die Grundschule ist der iwie angegliedert und der Rektor legt Wert darauf, dass die Grundschule die Primarstufe der Gemeinschaftsschile ist (genannt wird). Was das für Auswirkungen auf die Unterrichtsinhalte hat, steht nirgends. Aber in der Grundschule gab es bisher keine Niveaustufen und wenn, müssen die KInder das wissen in welcher sie eingeteilt sind. So wie unsere Lehrerin das macht, geht das nicht.

    Grüße
    Nano

    (24) 06.12.17 - 10:19

    Echt jetzt? Gibt es wieder???? Was soll denn dieses Hin und Her#augen ich werds nie begreifen!!!

    Und für wen gilt die dann? Für die, die ab 2018 in die Schule gehen?

    lg und schönen Tag!

    • (25) 06.12.17 - 10:22

      Nein, wir bekommen Anfang des Jahres auch schon eine und mein Sohn wechselt zum nächsten Schuljahr. Sie ist wohl nicht bindend, muss aber vorgelegt werden bzw. begründet werden wenn man entgegen der Empfehlung handeln möchte...

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