Lehrerin weiß plötzlich nichts mehr von Empfehlung

    • (1) 14.12.17 - 18:00

      Hallo brauch mal eure Meinung. Wir hatten vor zwei Wochen Elternsprechtag bei unserem jüngsten Kind. Bei diesem Gespräch ging es hauptsächlich um die Empfehlung für die weiterführende Schule. Vorab mussten wir noch einen Elternfragebogen ausfüllen, auf dem wir auch begründen sollten warum wir uns für die jeweilige Schule entscheiden wollen. Wir haben uns ganz klar für das Gymnasium entschieden, da die Noten unseres Sohnes einfach dafür sprechen. Seine Klassenlehrerin sagte dann wortwörtlich zu uns als sie auf unsere Wahl schaute, so sieht sie das auch. Sie hat uns anschließend seine aktuelle Mathematikarbeit mitgegeben, wir mussten die Empfehlung unterschreiben und sie erzählte uns nochmal wie schwer es doch auf dem Gymnasium ist.

      Jetzt hatte unser Sohn gestern plötzlich einen Zettel im Ranzen auf dem stand, dass das Gymnasium alle Kinder die nur eingeschränkt für das Gymnasium geeignet sind nochmal einlädt und die Eltern über andere Möglichkeiten beraten will. Ich bin aus allen Wolken gefallen, da nie davon die Rede war, dass er nur eine eingeschränkte Empfehlung bekommt. Das heißt ja im Umkehrschluß er bekommt eine Realschulempfehlung und davon ist kein Wort gefallen.

      Jetzt versuche ich seit gestern seine Lehrerin zu erreichen, habe es ihr geschrieben und angerufen. Sie hat heute zu meinem Sohn gesagt, was seine Eltern denn nicht verstanden hätten.

      Ich muss dazu sagen, mein Sohn ist wirklich ein sehr guter Schüler. Ich kenne natürlich nur die Noten die er mit nach Hause gebracht hat.Er hat in Deutsch alle Arbeiten mit sehr gut geschrieben, lediglich das angefertigte Lapbook wurde mit gut bewertet. Mathematik waren zwei Arbeiten gut und eine sehr gut und in Sachkunde waren alle sehr gut. In Englisch hatte er eine sehr gute, der Rest gut. Er hatte lediglich im dritten Schuljahr in einem Test mal eine Drei.
      Ausserdem besucht er einmal die Woche eine andere Schule für zwei Stunden, da dort ein Begabtenkurs in Deutsch stattfindet.

      Ich verstehe die Lehrerin einfach nicht und ärgere mich über diese Aussage.
      Darf man mit diesen Noten eigentlich die Gymnasialempfehlung verweigern?
      Ich dachte bisher eigentlich immer ich hätte nen guten Draht zur Lehrerin aber mittlerweile verstehe ich die anderen Eltern die meinen, dass sie oft verplant ist.
      Wir wohnen übrigens in NRW, daher ist es eigentlich egal welche Empfehlung er bekommt. Das Gymnasium allerdings hat für die Kinder ohne volle Empfehlung andere Anmeldezeiten und irgendwie möchte man ja auch sicher sein einen Platz zu bekommen.

      Würdet ihr das so hinnehmen?
      LG und danke

      • (2) 14.12.17 - 18:28

        Und was ist an der eingschränkten Empfehlung so schlimm?
        Zählt bei euch letztendlich nicht der Elternwille? Er wird seinen Platz schon bekommen.

        Davon abgesehen, so eine Empfehlung kommmt doch nicht nur durch die Noten zustande, da spielen ja auch nocht Dinge wie Arbeitsverhalten, Mitarbeit usw eine Rolle. Und da sieht die Lehrerin vielleicht noch Verbesserungsmöglichkeiten, obwohl sie im Großen und Ganzen auf dem Gym sieht.

        • (3) 14.12.17 - 19:44

          Danke für deine Antwort.
          Ich persönlich finde die eingeschränkte Empfehlung jetzt nicht so toll, weil das so nicht abgesprochen war und das meinen Sohn nicht widerspiegelt. Sein Arbeitsverhalten ist gut, das hat sie auf dem Beurteilungsbogen (Die Lehrer mussten diesen ebenso ausfüllen) auch so angekreuzt.
          Außerdem finde ich es doof dass es ja dann eben nur eine volle Realschulempfehlung ist und unser Gym für diese Kinder andere Anmeldungen hat bzw nur mit extra Terminen.

      Ärgere dich nicht! Mein Ältester hat auch nur ne eingeschränkte Empfehlung bekommen, obwohl er nur 1en und 2en geschrieben hat.
      Bei ihm war und ist das Problem, dass er sich mündlich zu wenig beteiligt und die Lehrerin hatte damals einfach Angst, dass er überfordert wird.
      Nun ist er in der 9. Klasse auf seinem Wunsch-Gymnasium und ist ein sehr guter Schüler--schweigsam, aber die Lehrer wissen, dass er immer zuhört und nehmen in einfach mal so zwischendurch dran. Das klappt ganz gut.

      • Danke für deine Antwort.

        Das Problem haben wir so nicht. Er sagt er meldet sich häufig, das bestätigt sie aber auch. Das einzige was sie bemängelt hat war, dass er mehr den anderen Kindern helfen könnte bzw. er sich gezielt Kinder in Gruppenarbeiten aussucht denen er hilft. Dazu habe ich ihr aber schon oft gesagt, dass sie ihn nicht immer neben ein vermeintlich schwaches Kind setzen soll. Das Problem in der Klasse ist, dass es da leider kein Mittelfeld (O Ton der Lehrerin) gibt. Es gibt nur sehr gute und weniger gute Schüler. Und alle Guten sitzen neben den Schwächeren. Er möchte das aber schon lange nicht mehr, sondern sich auch mal aussuchen neben wem er sitzt. Es ist also gut möglich, dass er da nicht mehr hilft, da er z.B.in Deutsch die Partnerarbeit jedes Mal allein macht und trotzdem beide die gleiche Note bekommen etc. und er das einfach unfair findet.

    Eine eingeschränkte Gymnasiale Empfehlung bedeutet noch Realschulempfehlung. Bei der Empfehlung sind die Noten nicht das Hauptkriterium, sondern auch das Verhalten ,die Mitarbeit etc.
    Was wirde denn auf dem Bogen, den Ihr unterschrieben habt angekreuzt?
    Was dort von allen Beteiligten unterschrieben wurde ist letztendlich die Empfehlung.
    Lg

    • Auf dem Bogen stand Gymnasium. Ich weiß ja nicht ob da später noch was eingefügt werden kann. Von wegen nur mit Einschränkungen etc. Ich finde ihre Aussage meinem Sohn gegenüber einfach nicht ok. Dann müssen deine Eltern besser zuhören. Mein Kind ist jetzt auch total verunsichert.

      • Das kann ich verstehen, dass dein Sohn verunsichert ist.
        Was ihr unterschrieben habt, kann eigentlich nicht mehr geändert werden.
        Bei uns war Realschule angekreuzt und es wurde dann um eingeschränkte gymnasiale Empfehlung ergänzt, da ihm alle auch den G9 der nun wieder kommen wird zutrauen.
        Gymnasium ist aber nur der Plan B.
        Wir haben eine sehr gute Realschule hier, jedoch mit vielen Bewerbern auf wenig Plätzen.
        Lg

Du machst jetzt aber nicht das Theater wegen den anderen Anmeldezeiten.... oder ?

Sorry, das ist regelrecht lächerlich, Du wohnst in NRW, also zählt der Elternwille.

  • Wobei Elternwille relativ ist.

    Viele Schulen (gerade die Privaten) wollen trotzdem eine uneingeschränkte haben. Andere vergeben zuerst die Plätze an die reinen Gymnasialkinder und nur wenn noch Plätze da sind, kommen die Kinder mit der uneingeschränkte dran.

    LG,
    Natalia

    • Das kann ich nur bestätigen.
      Viele Gymnasien, die gute Anmeldezahlen haben, richten sich sehrwohl nach den Empfehlungen. Dafür gibt es bei uns auch Gymnasien mit schlechten Anmeldezahlen, die auch Kinder mit nicht passenden Empfehlungen nehmen, um
      die Klassen zu füllen.
      Lg

Nun ja, das Gymnasium wird den Elternabend nicht ohne Grund veranstalten. Sie ziehen in erster Linie die Kinder mit einer uneingeschränkten Empfehlung vor und empfehlen allen anderen es doch besser auf der Realschule zu probieren. Wenn es genug Platz gibt, bekommen die Kinder natürlich auch einen.

(13) 14.12.17 - 21:41

Zumindest hier in Bayern hängt eine Empfehlung nicht nur von den Noten ab. Die Lehrer bewerten auch das Lernverhalten des Kindes, seine Sozialkompetenz, etc etc. und ja, ich kenne ein Kind, dass in Deutsch eine 1 und in Mathe und hsu eine 2 hatte. Sie Bekam eine realschulempfehlubg. Die eltern waren sehr brüskiert und haben das Kind natürlich aufs gymi gegeben. - nach 2 Jahren ist sie doch auf die Realschule und ist dort tatsächlich glücklich. Die Schule entspricht ihrem lerntyp.

Kann es vielleicht sein, dass die Information einfach an alle Schüler ausgeteilt wurde?

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