Zahnspange - Abbruch der Behandlung

    • (1) 15.12.17 - 23:53

      Hallo zusammen,

      meine Tochter (13) trägt seit ca einem Jahr eine lose Zahnspange, Zuerst hatte sie etwa ein halbes Jahr zwei lose Spangen, eine oben und eine unten. Im Spätsommer wurde umgestiegen auf eine weitere lose Spange, die eine Art Klotz ist mit Drähten oben und unten.

      Damit kommt meine Tochter gar nicht zurecht. Seit Monaten verläuft die Behandlung so ab, dass ihr die Spange irgendwo weh tut, ich kurzfristig einen Temin ausmache, mit ihr hinfahre, ein paar Drähte o,ä, gerichtet werden, wir schmerzfrei nach Hause fahren und meine Tochter dann, 1-2 Tage später, wieder über Schmerzen klagt. Dann geht das Spielchen wieder von vorn los.
      Heute waren wir mal wieder da und die Kieferorthopädin sagte, dass wir im Zweifelsfall die Behandlung abbrechen müssen, da die KK sicher keine dritte Spange, egal wie geartet, bezahlt.

      Heute abend war es gleich auch wieder so weit. Von jetzt auf gleich starke Schmerzen im Unterkiefer. Spange rausgenommen. Ich habe langsam keine Lust mehr und habe mich mit Kind und Kindsvater darauf geeinigt, die Behandlung abzubrechen. Dann muss sie später, wenn sie noch eine Spange wünscht, das selbst bezahlen. Es bringt einfach nichts, so weiter zu machen.

      Meine Frage ist, welche Konsequenzen hätte ein Abbruch? Muss ich noch etwaqs zahlen? Bekomme ich bisher gezahlte Raten für die feste Spange erstattet?

      Über eine Rückmeldung freue ich mich!

      LG
      bruchetta

      • Hallo!
        Als ehemalige Klammerträgerin (90ger Jahre) kann ich so etwas nicht nachvollziehen. Wie wäre es mit einer Zweitmeinung? Vertraust du der Kieferothopädin? Für mich hört es sich so an, dass es an ihr liegt... Was du beschreibst hört sich nach 80ger Jahre an. Oder der Fall deiner Tochter ist echt kompliziert. Kennst du auch andere, die dort in Behandlung sind?
        Zu der finanziellen Sache kann ich dir leider nichts sagen.
        LG

        • Es handelt sich um eine Gemeinschaftspraxis, in der mehrere Kieferorthopäden sind, Insgesamt haben alle schon mal an der Spang rumgedoktort. Ich kenne sonst niemanden dort, hätte aber im Mai einen Termin in einer anderen Praxis.
          Weiß aber nicht, ob man einfach bis dahin pausieren kann....

          • "an der Spang rumgedoktort"

            Hört sich nicht gerade kompetent an.

            Ruf die Mai-Praxis an und schildere deine Situation. Oder noch eine 3. Praxis. "Klotz mit Drähten" klingt nicht gut.

            LG

                • (7) 18.12.17 - 10:45

                  Hey,

                  nee so "AUA" ist das Ding gar nicht. Klar wird der Kiefer "umgebaut" und das geht nun mal nicht ohne das man es merkt.

                  Unser Sohn trägt diese Spange jetzt ein 3/4 Jahr, überwiegend nachts. Auf die empfohlenen 14 Stunden kommt er nicht regelmäßig. Aber der Erfolg ist trotzdem top. Die KFO ist immer super zufrieden.
                  "Schmerzen" in dem Sinn hat er immer alle 14 Tage nachdem die Spange wieder verstellt wurde von uns. Er spürt dann wieder mehr Druck auf den Zähnen, das ist morgens aber nach 10 min. verschwunden.

                  LG
                  Tanja

                  • (8) 18.12.17 - 19:34

                    Hallo!
                    Also so wie bei meiner festen Spange damals...
                    Wenn es täglich wehtut, stimmt da irgend etwas nicht...

                    Ganz interessant euch zu lesen, als ehemalige Klammerträger haben mein Mann und ich wenig Hoffnung, dass unser Kind ohne auskommt.

                    LG

                    • (9) 19.12.17 - 08:00

                      Moin,

                      ja wir hatten damals auch beide eine. Unser Sohn hat meinen schmalen Kiefer geerbt. Leider wurde bei mir damals der Fehler gemacht und ich hatte nach der losen Klammer keine feste.
                      Daher hat sich alles wieder verschoben und ich habe fast keine Lücken zwischen den Zähnen. Wenn ich nicht eine so super Zahnpflege betreiben würde, hätte ich wohl etliche Füllungen. So sind es nur Wenige.

                      Daher, lieber ein paar Jahre Klammer tragen, dafür aber schöne Zähne am Ende bekommen.
                      Bei unserem Sohn ist der Unterschied in den 6 Monaten mit dem Bionator gewaltig. Am Donnerstag ist der nächste Termin und da wird entschieden ob er sogar schon am Jahresanfang seine feste Klammer bekommt.

                      LG
                      Tanja

      (10) 16.12.17 - 05:19

      Hallo,
      Ruf bei eurer Krankenkasse an frage nach, was sie empfehlen. Eine 2. Meinung ist bestimmt auch hilfreich.
      Bevor der ganze vorherige Erfolg für die Tonne war, zahlen sie vermutlich lieber nochmal.
      Ich hatte als Kind auch mehrere Spangen- die ganze Palette durch- und würde da nicht einfach abbrechen.
      Viele Grüße

      (11) 16.12.17 - 05:36

      Hallo,

      bei einem Abbruch der Behandlung bekommst du die Raten nicht mehr zurück.
      Weitere Kosten kommen nicht auf dich zu.

      Ich hab dies mit meinem Sohn durch.
      FG

    (13) 16.12.17 - 08:32

    Hallo,

    In dem Alter hatte ich auch Zahnspangen. Erste feste Spangen, danach über einen längeren Zeitraum eine lose Spange. Insgesamt über einen Zeitraum von 4 Jahre.

    Dass man bis zu einem gewissen Grad Schmerzen und einen unangenehmen Druck verspürt, dass ist normal. Das gibt sich nach zwei oder drei Tagen wieder. Bei mir war das nach jeder Behandlung, also dem neuen Einstellen der Spangen, so und ich finde das auch logisch, denn die Zähne werden ja nun mal mit Druck im Kiefer verschoben. Das "Anschieben" ist halt immer etwas mühsamer.

    An eurer Stelle würde ich die Behandlung auf keinen Fall abbrechen und so hart das jetzt auch klingt: Deine Tochter muss einfach ein Stückchen weit durchhalten. Zähne und Kiefer sind oft sehr schmerzempfindlich und das sind auch keine Schmerzen von denen man sich leicht ablenken kann. Aber das unangenehme Gefühl geht nach kurzer Zeit und von geraden Zähnen hat sie später ein Leben etwas.

    Viele Grüße,
    lilavogel

    Hallo! Unsere Tochter (fast 10) trägt seit 2 Jahren lose Spangen. Zuerst eine für den Oberkiefer, die hat sie vorwiegend nachts getragen, manchmal auch am Tag. Die nächste war für den Unterkiefer, dasselbe Spiel wie oben 😉 bis hier her alles gut und sie hat die Spangen ohne murren getragen! Nun die 3. Spange, die trägt sie nicht gerne und jammert somit sehr viel und beschwert sich sie täte weh... haben wir mehrfach kontrollieren lassen! Ergebnis: sie hat keine Lust mehr auf Spange und somit tut sie „eben weh“ 😉 Wir haben mit ihr darüber gesprochen, dass es doch sehr blöd wäre jetzt die Behandlung abzubrechen, da sie diese Spange nur noch ein halbes Jahr tragen müsste! Denn dann hat sie wohl 1-2 Jahre Pause bis zur festen Spange! Hat sie auch eingesehen, und oh Wunder- es schmerzt gar nicht mehr 😉

    Was ich sagen möchte: dass sie vielleicht auch schlichtweg keine Lust mehr auf die Spange hat???

    Lg

    • Hallo,

      wer hat gesagt sie hätte dann 1-2 Jahre Pause ? Das wäre fatal, denn dann schieben sich die Zähne wieder in die alte Stellung.

      Unser Sohn wird direkt im Anschluss an die lose Spange die Feste bekommen und anschließend nochmal eine lose, bis das Wachstum abgeschlossen ist.

      So kenne ich es auch von allen anderen Kindern die wir kennen.

      Bitte informiere dich da nochmal, nicht das dann alles umsonst war.

      LG
      Tanja

(18) 16.12.17 - 11:21

Hallo!
Kann es sein, dass deine Tochter da ein bisschen empfindlich ist und vielleicht etwas zu viel Drama macht?
Ich habe selbst jahrelang verschiedenste Spangen getragen (herausnehmbar und fix) und es ist nun mal so, dass sowas nicht ganz ohne Schmerzen geht! Natürlich tut deiner Tochter der Kiefer weh, wenn die Spange nachgestellt wurde. Die Zähne richten sich ja nach dem Druck aus und das spürt man eben.
Ich bin der Meinung, da muss man durch, wenn man schöne Zähne haben möchte ;-)

Sie soll die Spange weiter konsequent tragen, auch wenn sie Schmerzen spürt. Wenn sie die Spange jedesmal rausnimmt, weil es weh tut, kann der Schmerz auch nicht weniger werden.

Ich würde das Theater an deiner Stelle nicht mitmachen #cool Aber das ist eben meine Meinung...

Warum trägt sie mit 13 Jahren keine fixe Zahnspange?? Vielleicht wäre das für sie die bessere Lösung. Die kann sie nicht rausnehmen :-p

Lg Sandra

(19) 16.12.17 - 12:43

Warum bezahlt ihr jetzt schon Raten für eine feste Zahnspange, die sie vielleicht gar nciht tragen wird? Unsere Kinder hatten/haben verschiedenste Spangen, aber im Vorraus hatten wir nie etwas bezahlt!
Je nachdem, wie sich der Kiefer weiter entwickelt, kann es auch kurzfristig immer wieder zu Planänderungen kommen.
Zahnspangen tun weh und sind unbequem, sonst wirken sie nicht! Das scheint Deiner Tochter nicht so klar zu sein. Vielleicht fühlt sie sich aber auch in dieser Praxis nicht so wohl, nicht ernst genommen...Ich würde auf jeden Fall mir eine Zweitmeinung holen und nachfragen, ob ich in diese Mai-Praxis schon eher kommen kann...
Pause machen mit der Behandlung ist immer schlecht, dann bildet sich das jetzt erreichte wieder zurück! Mach das Deiner Tochter klar.

Hallo,

ich hatte in den 90ern eine Spange und echt zum Glück einen pragmatischen Kieferorthopäden!

Natürlich tut es weh. Der Kiefer wird ja verändert und ist empfindlich. Bei mir war nach einem Jahr Schluss! Ich war nicht so sehr behandlungsbedürftig bzw. stand seiner Ansicht nach Erfolg und Aufwand in absolut keinem Verhältnis!

Aus heutiger Sicht war das alles hochgradig überflüssig! Ein Jahr Schmerzen und eine Zahnlücke, wo vorher keine war und wo heute ständig Essen bleibt... Bei minimaler Verbesserung meines zwar individuellen, aber keinesfalls auffälligen Gebisses...

Ergo: Ich würde abbrechen und das Geld unter Lehrgeld verbuchen! Bei meinen eigenen Kindern fange ich das gar nicht erst an (gleiche Gebisslage wie bei mir!)

PS: Selbst wenn das alles erfolgreich läuft, haben viele Leute später Probleme mit den Zahnoberflächen. Da kommt dann auch keiner für die Behandlung auf!

Zu dem Thema kann ich folgendes beitragen. Unser Sohn hat mit 8! eine lose Zahnspange erhalten auf Sonderantrag und mit Gutachten wg extremen Kreuzbiss. 3 Jahre lang hat er dieses Ding getragen - seine Zahnfehlstellung hat sich nicht verändert. Dann mit 11 fiel dem Kieferchirurgen ein.....man müsste mal nachdenken (Behandlung war für 3 Jahre ursprünglich vorgesehen). Dann der Anruf....wir können ihr Kind nicht weiter behandeln....ist so schlimm......wir kommen da nicht weiter.....
ich war erst einmal geschockt. Man meinte dann ich solle mich an einen Prof. wenden.....eine Vermittlung zu diesem, dazu sei man nicht bereit.
Nun ich habe mir die Finger wundgewählt etc. Irgendwann ist mein Mann, es handelt sich um eine Fachklinik, hingefahren hat denen den Befund und alles übergeben und wir hatten sehr schnell einen Termin. Man hat sich dann unseren Sohn angesehen und war mehr als verwundert, dass man angeblich bei einem normalen Kieferchirurgen nicht helfen konnte und man hat dort auch angerufen aber dieser Arzt meinte, ihm seien die Hände gebunden, er könne nicht helfen....
Wir sind jetzt froh, in der Behandlung dieses Prof. zu sein. Es läuft alles ganz anders ab. Zunächst wurden viele Aufnahmen gemacht und dann gab es jetzt zur Gaumenerweiterung ein festes Teil und das ist erst einmal die Voraussetzung dafür, dass dann die feste Klammer kommen kann. Die erste Behandlung hat ca. 3500 EUR gekostet - Krankenkasse übernahm die Kosten. Jetzt übernimmt die Krankenkasse erneut die Kosten und die belaufen sich auf rd. 4000 EUR und wir zahlen ca 1000 EUR auch noch mal. und ich nehme stark an, dass eine zweite Behandlung wahrscheinlich nicht an den ersten Arzt bezahlt worden wäre....also waren wir nicht mehr interessant.....eine Vermutung - vielleicht auch falsch.
Auf jeden Fall kenne ich jetzt schon 2 Fälle, die wohl ähnlich gelaufen sind....
was ich damit sagen will, hol dir bloß eine 2. Meinung ein. Ich habe das Gefühl, manche Ärzte sind richtig Geldgeil.

(22) 16.12.17 - 20:08

Hallo!
Ich bin Kieferorthopädin und arbeite sehr gerne mit der von dir gezeigten Zahnspange. Allerdings verstehe ich nicht, warum der Kollege vor einer festen Apparatur gleich 2 lose Spangen macht. Ich hatte dazu neulich ein Gespräch mit dem KFO-Vertreter bei unserer KZV, und der sieht es als unwirtschaftlich an, vor einer festen Spange mehr als 1 herausnehmbares Gerät einzusetzen (und eine Kassenbehandlung MUSS wirtschaftlich sein!). War deine Tochter denn mit den ersten Spangen gut klargekommen und hat sie auch gut getragen? Dann verstehe ich den Kieferorthopäden erst recht nicht. Es kommt immer mal vor, dass ein Kind trotz aller Bemühungen nicht zurecht kommt. Da muss man dann andere Wege finden. Einen Abbruch halte ich - sofern das Kind nicht mit dem 1. Gerät schon geschlampt hat - hier nicht für gerechtfertigt.
Wenn es aber tatsächlich zu einem Abbruch kommt, muss der Kieferorthopäde die Zuzahlung, die ihr für die feste Spange schon gezahlt habt, zurückzahlen. Da habt ihr ja quasi für Leistungen gezahlt, die noch gar nicht erbracht wurden. Aber erst einmal würde ich versuchen, die Behandlung fortzusetzen - notfalls in einer anderen Praxis.

LG

  • Meine Tochter hat/te einen Überbiss von 1 cm. Die erste Spange ging super, dann musste die neue her, da diese wohl Ding kann, die die alte nicht kann.
    Sie hat jetzt noch 7 mm Überbiss, von daher ist es zu früh für eine feste Spange. Der Unterkiefer muss weiter nach vorn.
    Das geht jetzt nur mit der Spange, aber damit haben wir solche Probleme, so dass sie sie fast nie trägt.

    • (24) 17.12.17 - 12:51

      Hi,
      Das will unser Kfo nur mit der festen hin bekommen.

      Als wir vor 2 Jahren das 1. Mal da waren, hieß es, 2 bis 3 Milchzähne raus und dann wiederkommen.

      Im März diesen Jahres ist der 1. Ausgefallen. Ich sofort angerufen..........8 November war dann unser Termin. Seit März sind jetzt 6 Zähne ausgefallen.

      1 cm Überbiss, das bezahlt die KK voll, Brackets und Gummis, ab Januar/Februar. So unsere Auskunft.

      Er wollte auch mit bionator anfangen, aber dafür ist es zu spät. Das wäre mit der Tragezeit auch kaum hingekommen. Ganztagsschule, nie vor 16 Uhr daheim, Hobbys und Termine.

      Mal schauen wie es bei uns wird, er ist eigentlich nicht empfindlich, ob er der ist, der am abend noch Schnitzel ist, oder nur Pommes lutscht, am Tag des einsetzens.

      Alles gute bei euch

      Bionator bei nem 13jährigen Mädchen - Puh...
      Darf ich fragen, ob deine Tochter eher frühreif ist oder eher ein Spätzünder? Hat sie ihren Wachstumsschub schon hinter sich?
      Je nachdem, wie weit entwickelt die Kids bei der Anfangsdiagnostik / Planung sind, mache ich bei dem Befund bei Mädchen ab ca. 12 Jahren eine Handröntgenaufnahme. Wenn der Wachstumsgipfel überschritten ist, plane ich erst gar keinen Bionator o.ä. mehr. Dieser macht m.E. nur Sinn, wenn der Wachstumsgipfel noch nicht überschritten ist.

      LG

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