Zahnfreilegung - jemand Erfahrung?

    • (1) 17.12.17 - 19:00

      Hallo, bei meiner fast 13Jährigen fehlen noch die 3er oben. Diese wachsen Richtung Gaumen und sollen bald freigelegt und per Kette an den richtigen Ort gezogen werden. Kennt sich jemand mit sowas aus? Kommen dann Brackets an die 2er und 4er? Irgendwo muss due Kette ja befestigt werden.
      Wer kann mir von sowas berichten? Danke!

      • Bei meinem jetzt 19-jährigen Sohn läuft gerade die Behandlung. Bei ihm lagen oben auch die beiden Eckzähne quer im Kiefer. Er bekam erst eine feste Zahnspange, um schon mal Platz zu schaffen für die größeren bleibenden Eckzähne. Dann wurden die Milchzähne gezogen und die Eckzähne freigelegt und eine Kette dran befestigt. Diese Kette wurde in die feste Zahnspange eingehängt und immer wieder nachgezogen. Mittlerweile sind die Eckzähne schon fast ganz draußen und müssen noch richtig in die Reihe integriert werden. Bei ihm ging das alles schneller als erwartet, kann aber auch mal schief gehen, dass sich die Zähne nicht rauslocken lassen.

        • Danke für deinen Bericht. Wie lange seid ihr schon dabei?
          Eine feste Zahnspange hat meine Tochter noch nicht, alle Backenzähne sind noch Milchzähne und der KFO sagte, an Milchzähne kommt keine feste Spange.
          War der Eingriff selber schlimm? Bei meiner Tochter werden beide Seiten oben gemacht...

          • Wir hatten erst mit 17 1/2 angefangen. Wobei der Kieferorthopäde eigentlich schon mit 16 anfangen wollte, aber wir mussten dann den Arzt wechseln, da mein Sohn ins Internat kam und wir dort einen Neuen brauchten. Aber auf jeden Fall sollte die Behandlung bei uns erst beginnen, als alle bleibenden Zähne ansosnten schon da waren.
            Ja, es wurden beide Zähne gleichzeitig freigelegt, in örtlicher Betäubung. Für meine Sohn war das kein Problem, aber er war ja auch schon deutlich älter als Deine Tochter.

      Hallo!

      Ich kann Dir nur raten, den Kollegen zu fragen, der die kieferorthopädische Behandlung macht. Wie überall gibt es auch hier viele Wege, die ans Ziel führen. Wenn ich Deine Tochter behandeln müsste, würde ich warten, bis im Oberkiefer alle Milchzähne draußen sind und die bleibenden Zähne weitestgehend nachgewachsen sind. Dann würde ich im Oberkiefer eine feste Spange einsetzen, alle Zähne soweit gerade richten und die Lücken für die Eckzähne öffnen. Erst nach der Lückenöffnung würde ich Euch zur Freilegung schicken.
      Es gibt aber auch Kieferorthopäden, die die Freilegung schon mit Einsetzen der festen Spange machen lassen, andere versuchen sogar eine Einordnung über Gummizüge, die zur losen Spange getragen werden... Man könnte auch nur auf die großen Backenzähne und die Schneidezähne schon einmal eine feste Spange einsetzen und dann weiter machen.

      LG

    • Eine Frage aus eigenem Interesse: wenn die Lücke geöffnet ist, rutschen die Eckzähne von alleine nach?

      Meine Lücken waren groß genug. Die Milchzähne waren bis auf die Eckzähne ausgefallen und eben diese Milchzähne hatten noch riesige Wurzeln, fast zweimal so lang wie der Zahn. Hätte das trotzdem wie von dir geschildert funktioniert? Denn meine neuen Eckzähne waren auch mit dem Kiefer verwachsen, wurden frei gelegt und abgemeißelt.

      Danke für eine Antwort.

Hallo!

Ich hatte das auch. Die Eckzähne mussten freigelegt werden. Das geschah unter Vollnarkose. Außerdem waren die Zähne auch am Oberkiefer angewachsen und mussten abgemeißelt werden.

Einige Tage danach wurden beim Kieferorthopäden Brackets auf die Eckzähne draufgeklebt. Ich bekam eine lose Zahnspange, die Gummis wurden am Bracket befestigt, um die Klammer vorne gelegt und retour Richtung Zähne gezogen, dort war ein Häkchen an der Gaumenplatte. Die Gummis gibt es in verschiedenen Stärken, so kann der Zug verändert werden.
Musste 24 Stunden am Tag getragen werden, leider war es schwer damit zu sprechen.

Meine Zähne waren sehr stur, sie bewegten sich praktisch nicht von der Stelle; mein Arzt behauptete, ich würde das Ding nicht tragen, was nicht stimmte. Ich bekam nach zwei Jahren eine feste Klammer, weil ich ja angeblich keine Disziplin hatte. Meine Zähne waren weiter stur. Das Ganze zog sich von Alter 12 bis 22. Sowas hatte mein Arzt noch nie erlebt. Danach habe ich noch sehr diszipliniert meine lose Spange getragen, nachts, damit es so bleibt. Meine Freundin hatte dasselbe, fing nach mir an, war in drei Jahren fertig, das ist wohl auch normal.

Heute mit 41 sind meine Zähne da wo sie hin sollten und ich denke, es hat sich gelohnt.

LG tischbeine

  • Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht :-)! Interessant, welchen Weg die Gummis bei dir genommen haben. Ich bin gespannt, was da auf uns zukommt und hoffe, der Weg wird nicht ganz so lang sein.
    VG & guten Rutsch!

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