Meine Tochter (15) sieht den Ernst der Lage nicht....

    • (1) 26.12.17 - 07:47

      Hallo zusammen,

      wie geht es euch so mit euren Kindern die in ihrer motzigen Pupertät stecken und zu dem nicht den Ernst der Lage in der Schule sehen, dass es in der 9. Klasse um das Bewerbungszeugnis geht? Kurz zu meiner Lage:
      Meine Tochter wechselte vor einem Jahr von der Realschule auf die Hauptschule. Dort ist sie im M-Zweig, also ist das Ziel der Abschluss der Mittleren Reife. Der Wechsel fand statt, da sie in den Fächern Mathematik, BWR und Französisch auf eine 5 stand. Alle anderen Fächer waren ok in Englisch hatte sie sogar eine eine 2. Der Kampf, die Schule zu wechseln, zog sich ein halbes Jahr hin. Wir hatten ihr eine Nachhilfelehrerin besorgt, nichts half. In der ersten Zeit nach dem Schulwechsel War alles super, die Lehrerin sehr zufrieden. Im Frühjahr ging es dann los, das sie ihr ganzes Verhalten (schulische Leistungen und ihr Verhalten allgemein) furchtbar wurde!!! Die Lehrerin sagte, sie hätte sich wunderbar den übrigen Klassenkameradeln angepasst😣....
      Jetzt möchte sie aber Polizistin werden...Momental steht sie in Mathematik und Deutsch auf 4, in den Fleissfächern teilweise 3 und 4!!!! Ich rede mir den Mund fusselig und weiß irgendwie nicht mehr weiter....
      Was habt ihr für Erfahrungen ???
      Viele Grüße

      • (2) 26.12.17 - 08:17

        Hallo,

        meiner Mutter ging es mit mir früher ähnlich. Ich war zwar auf dem Gymnasium und wechselte in der 9. auf die Realschule, vom Verhalten war es aber das gleiche. Ganz ehrlich, bei mir hat die ganze Rederei nichts gebracht. Ich hatte auf meinem Realschulzeugnis die gleichen Noten wie ein Jahr zuvor am Gymnasium. Teilweise Dreien und Vieren. Begriffen habe ich den Ernst der Lage erst, als es ans bewerben ging und die ersten Absagen auf die Bewerbungen kamen. Ich habe lediglich eine Lehrstelle zur Einzelhandelskauffrau bekommen. Da hab ich erst mal dumm geguckt. Die 10. Klasse wurde nicht besser, ich hatte ja nun eine Lehrstelle. Ich schaffte zwar die Prüfung der Mittleren Reife mit eigentlich recht gutem Ergebnis, aber das Zeugnis darf ich keinem mehr zeigen. Die Lehre zog ich zwar durch, wirklich glücklich war ich aber nicht in dem Beruf. Von meiner Mutter kam nur: "Selbst Schuld!" Die IHK-Prüfung machte ich dann mit sehr gut und sah erstmals einen Erfolg wenn ich lernte. Ich holte dann mein Fachabi in Abendschule nach und arbeitete weiter im Handel, machte anschließend den Handelsfachwirt und hängte daran den Handelsbetriebswirt.

        Was ich damit sagen will, du kannst soviel predigen wie du willst, deine Tochter muss es selbst begreifen. Lass sie sich mit den schlechten Zeugnissen bewerben. Wenn sie keine Lehrstelle bekommt, wird sie es sehen. Mit 16 werden noch nicht die Weichen fürs spätere Leben gestellt. Da ist noch alles offen.

        LG
        Michaela

        • (3) 26.12.17 - 09:25

          Vielen Dank Michaela, ja wahrscheinlich kann ich nichts dagegen unternehmen....es ist halt furchtbar zuzusehen, daß jemand den ganzen Tag auf dem blöden Handy spielt und die Noten besser sein könnten, wenn man nur ein bißchen lernen würde....ich habe ihr das Handy auch schon weggenommen, aber ehrlich gesagt, möchte ich nicht andauernd diesen Ärger haben....

      Ich glaube als Mutter kannst du nicht mehr viel machen. Ich würde sicherlich versuchen einen "Berufsberater" aufzusuchen in der Jobagentur (für den Eindruck), dass er meiner Tochter nochmal sagt, wenn du nicht, dann...

      Aber ganz ehrlich glaube ich nicht, dass es hilft, sondern dass sich deine Tochter für den harten Weg entschieden hat. Das mußt du aber akzeptieren. Lass sie eine Lehre machen. Was sie lernt ist eigentlich egal, es geht um die Erfahrung, die sie dabei macht. Vielleicht hat sie danach ja nochmal den RICHTIGEN Nerv den Realschulabschluss zu machen (Berufkolleg oder VHS) um ihren Weg zu gehen.

    • (5) 26.12.17 - 09:10

      Hallo, sie möchte Polizistin werden, da würde ich ansetzen. Weiß sie, wie in eurem Bundesland die Kriterien sind, um sich überhaupt bewerben zu können? Rechtschreibung ist z B. superwichtig (Deutschnote), ein Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Ausbildung bzw. ein Realschulabschluss. Schlechte Noten im Zeugnis verleiten niemanden dazu, sie einzuladen.
      Sie hat ein Ziel vor Augen - hat sie das wirklich?
      VG

      • (6) 26.12.17 - 09:28

        Vielen Dank für deine Antwort, ja ich War auch schon bei der Berufsberaterin, sie hatte auch versucht meiner Tochter die Augen zu öffnen...leider vergeblich....Sie sagt immer, sie will sich bessern....hält es aber nicht....vielleicht muss ich sie wirklich lasSen. ..auch wenn es mir furchtbar schwer fällt.....

        • (7) 26.12.17 - 17:49

          Meine Mutter hat mich auch nicht gelassen und sich den Mund fusselig geredet. Es hat aber nix gebracht. Richtig reif im Kopf wurde ich erst mit 18. Erst dann habe ich begriffen worum es geht und worauf es ankommt. Und aus mir ist auch noch was geworden 😉. Mein Sohn ist nun genauso wie ich früher. Und ich predigen auch. Obwohl ich weiß, dass es nichts bringt. Aber es beruhigt mein Gewissen wenigstens zu predigen.

      Hier in NRW ist der Polizeiberuf ein Studium, mit Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss braucht man überhaupt nicht anzukommen.
      Andererseits ist sie vielleicht noch nicht so weit-soll sie erstmal überhaupt einen Abschluss machen und eine Ausbildung beginnen, Abschlüsse kann man nachholen.
      Mein Mann z.b. ist nach der 7. Klasse vom Gym runter auf die Hauptschule, hat dort seinen Abschluss gemacht, hat dann eine Ausbildung gemacht, hat dann mit 20 festgestellt, dass er durchaus in der Lage wäre, sein Abi zu schaffen und hat sein Abi nachgemacht und studiert...alles ist möglich, sie ist noch jung.

      • Das ist Ländersache. In manchen Bundesländern muss man mind. 1,60m sein, in anderen 1,68m. In einigen darfst du zu Beginn der Ausbildung nicht älter als 25 sein, in anderen nicht älter als 37.
        In NRW ist das Abitur übrigens nicht zwingend notwendig. Ein Hauptschulsbschluss+Ausbildung+Meisterbrief erfüllt auch die Kriterien.
        VG

(10) 26.12.17 - 09:38

Um ehrlich zu sein, erschreckt mich in Deutschland das Schulsystem. Ich ging in 3 Ländern zur Schule und überall erlebte ich, dass die Lehrer immer alles tun, damit du gute Noten hast. Erst in Deutschland erlebte ich, wie man mir in mündlichen eine 5 gab, weil ich eine 1 geschrieben habe. Ich sollte einfach keine 1 auf dem Zeugniss haben. Nach ein Paar solcher Fälle, habe ich die Schule einfach hingeschmiessen unter Depressionen. Zum Glück konnte ich in einer schulischen Ausbildung mein Fachabi neu machen und von 4,0 auf 1,5 korigieren. Danke an die Lehrer, die sehr jung waren und wahrscheinlich mal selber in so einer Situation gesteckt haben. Was ich damit sagen will, du sollst nicht die ganze Schuld nur an deine Tochter geben und versuchen ihr mit Verständnis entgegen zu kommen. Man kann alles nachholen und korigieren. Es ist nocht ok, dass Kinder von klein an auf Haupt, Real und Gymnasium verteilt werden. Die schreiben damit einem direkt die Zukunft. Man kann von einem Kind oder Teenager nicht erwarten, dass er schon so früh anfängt den Ernst der Lage zu verstehen.
Meine Meinung ...

  • (11) 26.12.17 - 11:45

    Eine 2- mündlich hätte schon gereicht, um keine 1 mehr im Zeugnis zu bekommen. Ich vermute, dass eine 5 schon eine gewisse Berechtigung hatte bzw. die aktuelle Richtung aufzeigte. Man kann das für sich natürlich immer auslegen wie man möchte. Eine 5 im Mündlichen wird nicht einfach so aus Spaß erteilt.
    Bewertet wird - sofern es gerecht zugeht - die Leistung des Schülers. Da nützt auch keine wohlwollende 2 etwas, wenn es eigentlich eine 4 hätte sein müssen. Das wäre immens ungerecht allen anderen Schükern gegenüber und hat dann nichts mehr von Leistungsbeuteilung des einzelnen Schülers. VG

    • (12) 26.12.17 - 15:30

      Gerecht? Nein, die halbe Klasse war damals verwundert. Einer Schülerin, die sich mindestens 2 mal jede Stunde gemeldet hat, eine 5 zu verpassen, war ungerecht. Die Lehrerin konnte einer ausländischen Schülerin in Deutsch halt keine bessere Note, als eine 3 auf dem Zeugnis verpassen. Glaubt mir, es werden lange nicht immer gerechte Noten verteilt.

      • (13) 26.12.17 - 20:37

        Ich weiß ja nicht, wie es bei euch läuft, aber bei uns kommt die mündliche Note nicht nur dadurch zustande, dass man sich 2x pro Stunde meldet (was ja je nach Art des Unterrichts sehr wenig sein kann). Da kommt auch noch dazu, was man in den anderen 43 Minuten macht, welche Antworten man gibt, gerade in Deutsch werden sicher auch die Sprachkenntnisse eine Rolle spielen, dazu kommen Hausaufgaben, Referate etc.

        Nur weil Du die Note nicht als gerecht empfindest, kann sie aus Sicht des Lehrers trotzdem gerecht gewesen sein.

        (14) 27.12.17 - 14:08

        DAS Totschlagargument, wenn einem sonst nichts einfällt...
        Allein die Quantität der mündlichen Beiträge rechtfertigt doch keine gute oder gar sehr gute mündliche Note!
        Da muss auch die Qualität stimmen.
        Meine Schulzeit ist lange her, aber dass völlig willkürlich trotz sehr guter mündlicher Leistung eine 5 gegeben wird, um einer ausländischen Schülerin keine 1 geben zu "müssen", halte ich für absolut an den Haaren herbei gezogen.

(15) 26.12.17 - 12:27

Sie hat allerdings mit 14 schon die Schulstufe gewechselt, da sollte schon der Alarmknopf angehen, mit 15 immer noch nicht?
Mit 16 geht sie womöglich in die Ausbildung und dann? Immer noch zu jung?
Ab wann ist man denn alt genug zu denken?

aich würde der TE raten, das ihre Tochter in den nächsten Ferien ein Praktikum bei der Polizei macht, um dementsprechend vielleicht mehr Willen zu bekommen, wenn es ihr Ziel ist.

Und das Schulsystem in Deitschland wird immer durchlässiger.
Auf der Hauptschule kann man Realschulabschluss machen, von der Real kann man auf die VOS gehen und Abi machen, vom Gym kann man auf die Real und dort auf die Vos, oder oder oder
Abitur kann man nachmachen, berufsbegleitendes Studium mit Meister/Berufserfahrung ist ebenso auch ohne Abitur möglich....

Und ehrlich, eine mündliche Note von 5 wir bestimmt nicht wahllos verteilt.
Aber ich gebe Dir recht, vieles liegt auch am Lehrer, wie motiviert er ist oder ob er auch gerne unterrichtet.

lg
lisa

(16) 27.12.17 - 15:38

War bei mir genauso... lauter Einsen geschrieben, aber immer am Ende Diskussionen wegen der mündlichen Note. Die Qualität würde fehlen. Wobei das ja für eine schriftliche eins gereicht hat...
In Deutschland gibt es leider viel zu viele Lehrer , und auch Angehörige anderer Berufsgruppen, die einem Ausländer weniger zutrauen und auch weniger gönnen. Die Erfahrung habe ich gemacht. Natürlich sind nicht alle so! Aber es passiert, auch wenn deutsche das nicht glauben können /wollen.

  • (17) 27.12.17 - 17:31

    Ich glaube durchaus, dass es Einzelfälle gibt, in denen ausländische Schüler benachteiligt werden.

    Sehr viel häufiger erleben wir aber im Alltag, dass jedes "Nein" und alles, was den jungen Menschen gerade nicht passt kommentiert wird mit "das sagst Du nur, weil ich Ausländer bin". Manche ruhen sich darauf aus, dass sie alles, was sie nicht verstehen, ihrer Herkunft zuschreiben.

    (18) 27.12.17 - 20:49

    Ja und das glaubt am Ende keiner, wie man gerade hier im Forum sehen konnte. Ich wurde mehr oder weniger damit als Lügnerin dargestellt. Obwohl ich am Ende ja sagte, dass ich später auf gute Lehrer gestossen bin. Naja ich nehme es nicht persönlich... denn mitlerweile mit fast 30, weiss ich, dass es damals extra gemacht wurde und nicht weil ich schlecht war. Habe kein Grund mich selber zu belügen. Wäre ich so schlecht, hätte ich danach auf der anderen Schule keine Eins auf dem Fachabi gehabt. Das „nur weil ich Ausländer bin“ nutze ich nie aus. Habe das damals nur auf dieser Schule erlebt, sonst niergendwo!

    • (19) 27.12.17 - 21:44

      Du hast denkbar schlechte Argumente gegen die mündliche Zensur aufgeführt, das untermauert Deine Begründung nicht gerade. Ausserdem bist Du sicher mehr als nur nicht deutsch - woher nimmst Du die Gewissheit, dass das der Grund ist?
      Vielleicht könnte der Lehrer Dich nicht riechen oder mochte Deine Frisur nicht?

      • (20) 27.12.17 - 22:40

        Auch wenn das „nicht deutsch“ der Grund war, sondern meine Frisur, ändert es den Sinn meines Beitrags nicht ... Es bleibt trotzdem dabei, dass nicht immer die Schüler an den schlechten Noten Schuld sind.

(21) 26.12.17 - 11:04

Hallo,
aus Erfahrung von meiner eigenen Jugend und meine Motivation in Sachen lernen in dem Alter vermute ich, dass deine Tochter die Motivation selbst finden muss. Wie wichtig ist ihr der Wunsch zur Polizei zu gehen denn? Weiß sie, welche Voraussetzungen bestehen? Vielleicht gibt es eine Möglichkeit ein Praktikum zu machen oder ihr kennt einen Polizisten oder oder... Wenn sie ihren Wunsch abklopfen kann, wie wichtig er ihr wirklich ist, kommt das "Klicken" vll doch noch.
Du kannst ihr noch so sehr in den Allerwertesten treten, das wird ihr nicht helfen. Es gibt ja aber auch wenn es mit den ersten Schulabschluss nicht direkt klappt, aufbauende Schulen wo man Abschlüsse nachholen kann, wenn es klick gemacht hat. Nicht der Weg den man sich fürs Kind im ersten Moment wünscht, aber immerhin eine Mögluchkeit.
Liebe Grüße und alles Gute.

(22) 26.12.17 - 11:14

Je mehr meine Mutter redete, desto mehr machte ich dicht.

Was mir gefehlt hatte: lernen lernen. Denn das kann ich bis heute nur sehr schwer und lerne es jetzt so langsam. Durch die Ausbildung kam ich irgendwie durch.
Motivation das Lernen zu lernen kam mit meinem Kind. Lernen anzuwenden kam, als ich als Erwachsene noch mal die Schulbank drückte

Den ernst der Lage zu erkennen, ist das eine. Es dann sinnvoll umsetzen zu können, das andere.

Die Fragen sind für mich erst mal:
kann sie nicht oder will sie nicht?
Was fehlt ihr, damit sie lernen würde? Motivation, Selbstvertrauen (das Lernen was bringt), Überwindung des inneren Schweinehundes, tut sie sich bei etwas schwer?

Würde ihr Nachhilfe weiterhin was bringen?
Was war der Faktor, der bei der Nachhilfe was brachte? Feste Zeiten? Person, die nicht die schimpfende Mama war? Zeigen, dass es sich lohnt? Individuellere Erklärung?

Sind ihr die Noten nicht so wichtig?
Hat sie eher die Einstellung "es bringt ja sowieso nichts" (das war bei mir lange so)?
Hat sie eher die Einstellung "wird schon irgendwie klappen"?

Sie möchte zur Polizei. Kann sie sich schon was darunter vorstellen?
Könnte sie dort mal ein Praktikum machen?
Wenn es ihr dort gefällt, könnte das die Motivation deutlich erhöhen, schon vorbereitend darauf zu lernen.

Dieses "tu was, damit du es später einfacher hast" ist für viele zu abstrakt.

Gibt es bei euch nur diesen einen Weg?
Schule und dann Ausbildung?
Manchmal nimmt es auch den Druck raus, Alternativen zu kennen. Was geschieht wenn...
schlechte Noten, gute Noten...

Das hat mir schon oft geholfen. In der Schulzeit nicht. Da gab es nur "wenn du das nicht schaffst, stehst du ohne alles da". Das hat mich so unter Druck gesetzt, dass ich es nicht geschafft habe, noch mehr blockiert habe. Hinterher habe ich erfahren, dass es SO gar nicht stimmte. Allerdings war ich dann auch zu alt für Alternativen, die ich gehabt HÄTTE, wenn ich sie gewusst hätte.

Welche Informationsstellen habt ihr?
Wenn Begleitung lernen nicht (mehr) klappt, würde ich Stellen raussuchen, mich selbst informieren um lockerer zu werden, Fristen zu kennen und wissen wo ich mein Kind hinschicken kann.

Alternativen suchen, Praktikum oder ähnliches.

Bei mir hieß es nur: wenn du es nicht schaffst, stehst du ohne alles da.
Zu blöd zum Arbeiten zu sein und sowieso keine Arbeit zu finden, demotivierte mich noch sehr viel stärker.
Bei einer Freundin hieß es: entweder du lernst und bringst die entsprechenden Noten, dann kannst du auch das arbeiten gehen, was du MÖCHTEST. Wenn deine Noten weiter sinken, wirst du trotzdem arbeiten gehen, nur eben etwas, das dir keinen Spaß macht. Das hat besser funktioniert. Nicht im ersten Anlauf, aber immerhin. Wer nicht für die Schule lernt, kann auch einen Job annehmen. Mit Wiederholung hat es geklappt und die Erfahrung wirklich zu arbeiten, was nur in den ersten Tagen toll war (mal was anderes als Schule) hat auf eine gewisse Zeit verteilt, Wirkung gezeigt. Arbeiten ist toll, aber die Wahl zu haben, WAS hat dann angespornt. Stress gab es, weil die Geschwister nicht arbeiten mussten. Da diese aber Zeit für's Lernen investierten, war das auch ok so.

Was ist denn für sie im Moment die Alternative?
Was passiert, wenn sie es nicht schafft?


Mit ihr reden ist das eine?
Was antwortet sie denn auf Fragen?
- Warum?
- Was stellt sie sich vor?
- Was würde ihr helfen?
Blockiert sie da komplett? Antwortet sie?

(23) 26.12.17 - 11:57

Mein Neffe war so drauf und er wollte auch zur Polizei. Ich hab nen guten Freund, der Ausbilder bei der Polizei ist. Ich hab die beiden dann zusammengebracht und der hat ihm mal das Leben erklärt (war beim Gespräch nicht dabei). Und siehe da, er steckt momentan in der Ausbildung bei der Polizei und hat die ersten Prüfungen hinter sich gebracht. Und zwar mit gut.

Alles quatschen von uns „Laien“ hat nix geholfen. Versuch doch mal bei der Polizei jemanden zu bekommen, der ihr die Abläufe erklärt.

Ruf bei der Polizei an, wer bei euch für Nachwuchswerbung zuständig ist. Termin vereinbaren und mit Tochter dort hingehen. Dort lässt Du sie aber ALLEINE reingehen. Ich würde dem Mann bei der Terminvereinbarung schon sagen, was auf ihn zukommt, die kennen das! Sie ist garantiert zugänglicher für den Mann, wenn Du nicht danebensitzt.
Wenn sie danach noch immer nicht einsichtig ist, tja dann....muss sie eben später dranhängen und nochmal dranhängen.
LG Moni

  • Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass als Einstellungsberater bei den deutschen Polizeien nicht ausschließlich Männer anzutreffen sind....

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