Klassenlehrerin zur Konfirmation einladen???

Soll ich sie einladen

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    • (1) 01.01.18 - 20:30

      Hey, Leute die Frage ist vielleicht etwas ungewöhnlich....aber bitte helft mir. Und zwar: ich weiß das die Klassenlehrer ja zu dieser Feierstunde zur Jugendweihe gehen. Und nun zu meiner Frage. Gehen diese dann auch in die Kirche zu Konfirmation??? Oder müsste man sie dann einladen??? Mich würde es schon sehr freuen, wenn sie kommen würde, da sie ein wichtiger Mensch für mich ist. Versteht mich nicht falsch nur in die Kirche, nicht mit nach Hause zur privaten Feier. Und ich möchte mich damit auch wirklich nicht ein schleimen bei ihr, und das weiß sie auch. Wir verstehen uns wirklich sehr gut und reden auch öfters über private Sachen. Also ist meine Frage ob ich sie einladen kann?? Und wie, wo und wann könnte ich sie fragen??? Bitte helft mir ich mache mir da wirklich viele Gedanke drüber. Und ich bin auch nicht die einzige, die da aus meiner klasse Konfirmation hätte, es sind noch 3 andere (Jungs) dabei.

              • Die Konfirmationstermine sowie die Namen der Konfirmanden werden in der Kirchengemeinde bekannt gegeben. Wenn die Lehrerin Gemeindemitglied ist, wird sie Bescheid wissen und kommen wenn sie möchte. Falls nicht, bringst Du sie mit Deiner 'Einladung' in die Kirche in eine eher peinliche Situation, weil sie dann auch kein gesteigertes Interesse daran haben dürfte, einen Gottesdienst zu besuchen.

                Also: Lass' es.

                Grüsse
                BiDi

      Hallo,

      bei uns (dörfliche Grundschule) ist es so, dass die katholischen Religionslehrerin nach Möglichkeit zur Kommunion der Kinder in die Kirche kommen (uneingeladen). Das ist allerdings ein Termin im Jahr (d.h. die Kinder der Schule haben alle am gleichen Sonntag Erstkommunion).

      Eine Einladung "nur in die Kirche" finde ich unabhänging vom Kontext "doof". Die Kirche ist ja sozusagen ein "öffentlicher Raum" wo ohnehin jeder hindarf und kann. Bei uns auf dem Dorf ist es so, lass sagen, es heiratet eine ehemalige Schulfreundin, dass man auch uneingeladen in die Kirche gehen kann und es für solche Gratulanten draußen einen kurzen Sektempfang und eine Kleinigkeit gibt. Da bringt man aber auch ein kleines Geschenk.

      Nun zur speziellen Konstellation. Die Lehrerin einzuladen finde ich aus mehrerer Hinsicht unglücklich. Zunächst mal haben das Kind und die Lehrerin ja eine "Geschäftsbeziehung", d.h. die Lehrerin wird dafür bezahlt, zu unterrichten und das Kind per Gesetz verpflichtet, diesem Unterricht beizuwohnen. Teil dieser Geschäftsbeziehung ist es schon, dass die Lehrerin versucht, alle Schüler gleich zu behandeln. Nun im privaten Rahmen einer Feier beizuwohnen, auch wenn es "nur die Kirche" ist, sprengt diesen Rahmen m.E. schon. Überspitzt gesagt: Was macht die Lehrerin, wenn das jüdische Kind Barmitzva hat oder das muslimische Kind sie zum Zuckerfest einlädt?

      Dann ... aus Sicht der Lehrerin - sie kennt das Kind und vermutlich euch vom Elternabend. Als Lehrerin hätte ich ehrlich wenig Lust, mich in einen Gottesdienst zu setzen, wo ich von mir unbekannter Verwandtschaft umgeben bin ... Vielleicht ist sie ja aus der Kirche ausgetreten?

      Also kurz: Nein. Es ist lieb gedacht, aber ich würde es nicht machen.
      GLG
      Miss Mary

      • Ich weiß dass es öffentlich ist, aber ich meine eben, ob sie in die Kirche kommen würde

        • Es kann ja sein, dass es bei euch anders ist ... aber bei uns in der Gegend ist es einfach so, dass es völlig unüblich ist, in die Kirche und dann nicht wenigstens zum Kaffee etc. eingeladen zu werden.

          Beispiel. Meine Arbeitskollegin heiratet, kommuniziert schon im Vorfeld, dass sie komplett darauf verzichtet, jemand aus der Arbeit einzuladen, da es da sehr schwierig ist, eine vernünftige Grenze zu ziehen und sie daher die "alles oder nichts" Regelung gefunden hat.

          Reaktion Kollegen: Wir sammeln einen Betrag X. Einige Kollegen, die der Kollegin nahe stehen, gehen in den Traugottesdienst = öffentlicher Raum (bei uns im Dorf gibt es auch einige alte Frauen, die einfach aus "Hobby" zu Traugottesdiensten gehen, weil es so schön ist ;-)). Brautpaar steht nachher vor der Kirche, nimmt Glückwünsche entgegen. Die Kolleginnen gratulieren in unser aller Namen, überreichen das Geschenk, trinken einen Sekt, essen einen Happen ... gehen heim. Alles gut.

          So läuft es ja auch bei Beerdigungen. Es steht in der Zeitung, wo und wann. Man geht hin, wenn man sich nahe fühlt ... wegen des Vorstorbenen. Oft wird man aus Höflichkeit noch zum Leichenschmaus eingeladen - das wird immer mit Dank ausgeschlagen. Fertig. Man lädt ja auch nicht zur Beerdigung ein und nicht zum Leichenschmaus hinterher.

          Stell dir mal vor, die Kollegin, die heiratet, hätte die anderen Kollegen "nur" in die Kirche eingeladen, die Freunde und Verwandte brechen dann zum Essen auf. Das geht meiner Meinung nach nicht. Wenn du einlädst, dann zu einer Feierlichkeit. Aber "nur" zum Gottesdienst einladen und zum "Rest" nicht mehr - das ist doof und degradiert den Eingeladenen. Bei uns wird oft zwischen großer Einladung (Mittagessen und Kaffee) und kleiner (nur Kaffee) unterschieden - aber zu nichts einladen, das geht nicht. Zumal die Kirche ja ein öffentlicher Raum ist. Da kann jeder hin.

          Zudem ... wie gesagt - ich würde die Lehrerin einfach gar nicht einladen. Das bringt die Frau nur in die Situation, dass sie eine unangemessene Verpflichtung bekommt.

          GLG
          Miss Mary

    (11) 01.01.18 - 21:50

    Hi,

    es ist schön wenn das Verhältnis gut ist.

    Und genau aus dem Grund würde ich nichts dazu sagen. Entweder sie kommt von sich aus, sonst hat sie ihre Gründe es nicht zu tun.

    Ausserdem finde ich es unglücklich zur Kirche einzuladen. Wie schon gesagt, dahin lädt man nicht ein, der Kirchbesuch steht jedem frei. Ausserdem müsstest du höflicherweise dann auch zu Kaffee laden.

    Gruß Ornella

    • Denkst du es wäre in Ordnung sie dann auch zur privaten Feier einzuladen???

      • (13) 13.01.18 - 18:59

        Hi,

        wie bereits gesagt, ich würde gar nicht einladen.

        Zwischen einer Lehrerin und einem Schüler darf zwar gerne Sympathie herrschen, aber es sollte, meiner Meinung nach, auch professioneller Abstand gehalten werden.

        Besucht die Lehrerin eine Feier, dann müsste sie die Bereitschaft allen ihren Schülern entgegen bringen.

        Es ist auch für die anderen Schüler der Klasse befremdlich wenn die Lehrerin einen Schüler privat besucht. Da kommt schnell das Gefühl auf, dass einer bevorzugt wird.
        Gruß Ornella

Hallo,

an unserer Grundschule ist es so, dass die ganze Klasse bei einer Kommunion am zweiten Tag (=Montag) mit in die Kirche geht. Also die anderen Kinder mit Lehrer. Wer nicht will, hat in einer anderen Stufe Unterricht. Ich würde also einfach mal fragen, ob es auf eurer weitergehenden Schule auch so einen Brauch gibt. Da wirst du sicher raushören, was sie davon hält, bei ihren Schülern zu so einer kirchlichen Veranstaltung zu gehen. Vielleicht ergibt es sich dann im Gespräch, dass du sie zum Gottesdienst "einlädst".

LG

Ich würde die Klassenlehrerin nicht in die Kirche einladen... Schon deshalb nicht, weil man nicht so genau weiß, wie die Einstellung gegenüber der Kirche usw. ist. Also wenn dann überhaupt die Religionslehrerin, aber auch das ist denk ich nicht ganz so passend. Wenn es aber ein gutes Verhältnis gibt, dann kann man die Klassenlehrerin eventuell zur privaten Feier einladen. Vor allem dann, wenn wie in eurem Fall auch andere Kinder aus der Klasse dabei sind.

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