Whatsapp - wie reagieren?

    • (1) 02.01.18 - 13:55

      Hallo!

      Meine Kind geht in die 6. Klasse und hat whatsapp, wie alle in der Klasse.

      Mein Kind zeigt mir von sich aus, was so im Klassenchat los ist. Vor allem, seit sie sich damit sehr unwohl fühlt - und ich mich auch! Daher meine Frage, wie ihr reagieren würdet.

      1. Es kommen eindeutige sexuelle Aufforderungen von Jungs an die Mädchen. :-[
      Ich habe meinem Kind gesagt, daß sie das ganze unkommentiert lassen soll und es am besten gleich löscht.

      Aber das, was mir am meisten Bauchschmerzen bereitet:

      2. Was mache ich, wenn Kinder mit selbstverletzendem Verhalten drohen? #schock

      Kennt ihr das auch? Ist das heutzutage wirklich schon normal?#zitter
      Anscheinend bin ich die einzige Erziehungsberechtigte, die sich ansieht, was ihr Kind schreibt und liest!
      Ich werde mich an die Klassenlehrerin wenden. Natürlich sind jetzt Ferien..:-[

      Was würdet ihr machen?

      Danke und liebe Grüße!
      krokant

      • (2) 02.01.18 - 15:01

        Hallo, meine Älteste ist in der 7. und wir sprechen über Chatverläufe, wenn meine Tochter sie seltsam findet. Kürzlich hat ein Klassenkamerad Selbstmord angekündigt im Klassenchat. Da waren nachher Schulleiter, Eltern, Sozialarbeiterin, Klassenlehrer involviert. Ich finde es wichtig, als Eltern da ein grobes Auge drauf zu haben und mit den Kinderm drüber zu sprechen.
        VG

        (3) 02.01.18 - 15:02

        ersteinmal ganz geneell. Wennd ein kidn sich ind er Gruppe unwohl fühlt, dann solle seinen Account löschen. MAn MUSS nict in so einer Klassengruppe sein.

        Das mit den Autoaggessionen würde ich Klassenlerherin oder auch dem Sozialarbeiter/Schulpsychologen melden. Ebenso die sexuellen Anspielungen.
        Bei uns ist der Schul- Sozialarbeiter Ansprechpratner für so was, sowohl für Schüler als auch für Eltern.
        So konnte er z.B. ganz schnell reagieren, als ein Bild von einem nackten Po in der Gruppe auftauchte,. Zwei Schüler hatten in der Freizeit mit gegenseitigem Einverständnis jeweils ein Foto vom Po des anderen gemacht. Einer der Jungs hat das dann in der Whats App Gruppe gepostet.
        Die Eltern des "Pobesitzers" sprachen mit dem Sozialarbeiter, der sofort alle Eltern anrief und darum bat, dass jeder Schüler das aus seinem Account löscht. Die Kids sollten es in Gegenwart der Eltern machen.

        Ich denke uch,dass da mit Lehrerin geredet werden sollte, die auch diesen Chat etwas kontrolliert; evtl. selber Mitglied sein. Ansonsten echt den Account des eigene Kindes löschen.

        • Ich nehme mal an, dass ist ein privater Klassenchat.
          Wieso sollte die Lehrerin da Mitglied sein?

          An die TE: wenn dein Kind unter 13 ist, würde ich kein WhatsApp erlauben.

          LG

          • Es werden auch mal Lehrer o.a. eingeladen. außerdem war das nur ein Vorschlag. Den Sozialarbeiter haben z.B. die Schüler eingeladen in die Gruppe, was er aber nicht annahm, weil er nicht vtl. in allen Klassengruppen mitreden wollte; und den Schülern auch ihre Privatsphäre lassen. wo sie auch z.B.über Laehrer lästern können.

            Was hat das Alter von 13 mit Whatsap zu tun? Völlig sinnfrei sein Kind von vornherein auszuschließen. Vor Kindern etwas zu verstecken bringt nichts, besser ist es doch sich aktiv mit solchen Dingen auseinanderzusetzen.

      • (8) 02.01.18 - 23:11

        Bei uns ist es den Lehrern strikt verboten, an Klassenchats teilzunehmen, weil sie die Verantwortung für das, was da läuft, gar nicht übernehmen können.

        (9) 03.01.18 - 00:29

        Pobesitzer #rofl

        Die Eltern haben hoffentlich mit den Kindern geklärt, dass man seine Körperteile nicht fotografieren lassen sollte #aerger!

        (10) 03.01.18 - 01:41

        Nur mal so als Hinweis, hier (in SH) ist es den Lehrkräften untersagt über what’s app mit Schülern oder Eltern zu kommunizieren, da darf die Lehrkraft gar nicht Mitglied in so einer Gruppe sein.
        Aber schon wichtig, dass die Lehrkraft informiert wird, damit das besprochen und geklärt werden kann.
        Gruß Petra

        (11) 04.01.18 - 21:07

        Ich denke nicht, dass Lehrer auch das noch kontrollieren müssen. Erziehung ist Aufgabe der Eltern, WhatsApp hat nichts mit der Schule an sich zu tun. Was sollen die Lehrer denn noch alles machen? 😀

        >>Ich denke uch,dass da mit Lehrerin geredet werden sollte, die auch diesen Chat etwas kontrolliert; evtl. selber Mitglied sein. Ansonsten echt den Account des eigene Kindes löschen. <<
        Das ist nicht richtig, es ist die verdammte Pflicht der Eltern, denn die Kinder sind minderjährig und müssen durch die Eltern kontrolliert und aufgeklärt werden, nicht durch die Leherer, die Armen....

        (13) 05.01.18 - 18:00

        Ein Klassenchat, wird von den Schülern selbst im privaten Sinne zum Austausch erstellt und nicht über die Schule.Da liegt die Verantwortung und Kontrolle bei den Eltern und nicht beim Lehrer.

    (14) 02.01.18 - 15:03

    Ich würde das 1. mit meinem Kind besprechen und ihm dann vorschlagen, ob er sich nicht vorstellen könnte eine Gruppe nur mit seinen Freunden aufzumachen und den Klassenchat zu verlassen (weil die hoffentlich nicht die Kinder sind, die sowas machen). Oft will mann ja gar nicht wirklich in solchen Gruppen mit jedem Schreiben.

    2. Würde ich auch das Gespräch mit der Lehrerin suchen. Mir ein paar bedenkliche Aussagen heraussuchen und Mal mit ihr darüber reden, ob man nicht als Projekt den Umgang mit sozialen Medien in der Klasse thematisieren kann. Und die Kinder dann für bestimmte Aspekte sensibilisiert. Und ob man es nicht einmal beim Elternabend ansprechen kann. Ich wette viele Eltern trauen sich nicht zu kontrollieren und haben vermutlich keine Ahnung, was da abgeht.

    3. Halte ich das nicht für normal. Und selbst wenn sie sowas testen und nur virtuell über die Strenge schlagen, sollte man ihnen doch irgendwie eine Grenze aufzeigen. Sexuelle Belästigung ist ein paar Jahre weiter eine Straftat.

    (15) 02.01.18 - 16:38

    Hi,
    Sreenshots machen und dann zum Lehrer und Vertrauenslehrer gehen.
    Meistens sind die Sekretariate auch schon auf, so das der schulpsychlogische Dienst evtl. erreichbar ist.

    lg
    lisa

    (16) 02.01.18 - 17:02

    Ich schließe mich den anderen Kommentaren hier an. Da du anscheinend eine gute offene Beziehung zu deinem Kind hast, würde ich dir auch raten es mit dem Klassenlehrer zu besprechen, sodass dieser es beim nächsten Elternabend ansprechen kann, ohne zu sagen, von wem er diese Infos hat. So kommt deine Tochter auch nicht in Schwierigkeiten, weil ihre Mama "gepetzt" hat. Der Lehrer kann sich dann auch auf eine Diskussion mit anderen Eltern auf dem Elternabend einstellen und ist nicht gleich überrupelt. Bitte ihn niemandem zu sagen, woher er von diesem Chat weiß. Deine Tochter soll sich von niemandem drängen lassen, es ist gut, dass sie dir das mitgeteilt hat und ihr darüber offen redet. Pubertät ...

    (17) 02.01.18 - 18:45

    Hi,
    hast du nicht die Kontaktdaten der Eltern der Kinder, die diese seltsamen Dinge gepostet haben? Ich würde als Eltern schon gerne erfahren, wenn unsere Jungs solche Dinge posten (abgesehen davon checken wir regelmäßig den Klassen-Chat unseres Großen). Wenn ja, würde ich die Eltern direkt, ansonsten nach den Ferien die Klassenleitung kontaktieren.

    vlg tina

    (18) 02.01.18 - 21:18

    Nein Du bist sicher nicht die einzige Mutter, die das Handy samt WA des Kindes regelmäßig kontrolliert. Meine Enkelin durfte sich WA nur unter dieser Bedingung einrichten bzw. hat nur unter dieser Voraussetzung ein Smartphone bekommen.. Ich bin sicher, meine Tochter würde sexuelle Anspielungen sofort unterbinden = blockieren. Bei "Gefahr im Verzuge" für ein Kind würde sie sicher mit jemandem Kontakt aufnehmen und es nicht auf sich beruhen lassen. Einen Klassenchat gibt es allerdings bei Leonie nicht. Ihre Kontakte sind auch sehr übersichtlich, ca 10-12 - und meine Tochter kennt jeden. LG Moni

    (19) 02.01.18 - 23:16

    Habt ihr keine Nummer, unter der ihr die Lehrer erreichen könnt? Keine Emailadresse?

    Ich würde mich so zeitnah wie möglich beim Lehrer und beim Schulsozialarbeiter melden und den Chatverlauf zeigen.

    Ansonsten würde ich meine Tochter fragen, ob sie den Chat verlassen möchte oder wir vorerst täglich das Gepostete durchgehen und nachbearbeiten.

    Wenn Kinder Straftaten begehen/ankündigen oder mit Selbstverletzung drohen/ankündigen, dann würde ich je nach Gewicht entweder
    - bei Vorhandensein einer Klassenliste die Eltern anrufen oder
    - den Lehrer/Schulsozialarbeiter informieren oder
    - ggf, wenn es mir wirklich Sorge bereitet und ich keinen anderen Weg finde, auch notfalls die Polizei einschalten, damit sie dem nachgehen.

    Was die sexuellen Aufforderungen angeht, würde ich auch je nach Situation entweder selbst ein paar Takte mit dem Bürschlein reden oder das Gespräch mit Eltern/Lehrern/Schulsozialarbeitern suchen.

    (20) 03.01.18 - 00:13

    SO ein

    (21) 03.01.18 - 00:24

    SO ein Klassenchat ist alles andere als produktiv.

    Zum Schutz meines Kindes würde ich Whatsapp löschen.

    Gleichzeitig würde ich diese Inhalte herausschreiben (Screenshots sind super) und in einem offenen Elternbrief die Eltern aufmerksam machen. WhatsApp würde ich dem Kind trotzdem nicht installieren.

    Die Lehrerin würde ich auch detailliert über diese Inhalte informieren und bitten, Medienumgang und Umgang mit Drohungen nochmal zu thematisieren, wenn es passt. Eventuell ist auch eine Klassenkonferenz mit Eltern und Schülern ein guter Weg dazu.

    Eindeutige Aufforderungen zu sexuellen Handlungen würde ich an die Eltern weiter geben.

    Ja, da bin ich total uncool. Mediennutzung wird immer selbstverständlicher, ist aber gefährlicher, weil es gespeichert wird und eine Dummheiten als Kind mir noch als Erwachsener meine Karriere zerstören können oder mein Leben.

    Das muss man Kindern auch mal beibringen.

    Je nachdem wie konkret die Drohungen bezüglich selbstverletzendem Verhalten sind, würde ich sogar erwägen, in Akutfällen die Eltern sofort anzurufen bzw. das Jugendamt oder sogar die Polizei zu verständigen. Das müsste je nach Fall entschieden werden. Klar reden Kids in dem Alter mehr, aber auch Hilfeschreie muss man erkennen und darf sie nicht als Gerede abtun.

    In erster Linie würde ich aber mein Kind schützen, erklären und mindestens den Klassenchat verlassen - sollte man sie immer wider hinzufügen, würde ich die Nr. wechseln und diese nicht mehr rausgehen lassen an die Klassenkameraden.

    Ich habe meinem Sohn damals den ganzen Kram auch im Detail erklärt und auch, wenn der Klassenchat harmlos ist, gibt er seine Nummer nicht raus ;-).

    Insgesamt fände ich eine offene Klassenkonferenz mit Schülern und Eltern, in der nochmal aufgeklärt wird, am besten.

    Alles Gute
    nebelschnee

    (22) 03.01.18 - 06:49

    Bei uns in der Schule ist WhatsApp theoretisch verboten, das wird auch klar gesagt. Natürlich nutzen es die Kinder trotzdem. Mein Sohn ist aber so intelligent das er von sich aus nicht in den Klassenchat geht. Währe das nicht eine Option? Sonst der Schule melden, bei uns kann sowas zum Schulverweis führen.

    LG
    Visilo

    • Nicht das Verbot ist zielführend, sondern der Umgang mit den sozialen Netzwerken. Wer das aber nicht kann, bzw. sich nicht durchsetzen kann, es seinem Kind von Anfang an so zu erklären, wie es sich gehört und zu kontrollieren, dann ist das Verbot natürlich richtig.

      • (24) 03.01.18 - 12:56

        Naja, es nutzt ja nichts, wenn das eigene Kind sich vernünftig verhält, aber mit dem Mist belästigt wird, den andere verzapfen.

        Ich glaube, man muss als Kind schon ganz schön selbstbewußt und abgeklärt sein, um sich die Dinge, die da so geschrieben werden, nicht zu Herzen zu nehmen.

        Und ich glaube, es ist auch schwer, Kindern wirklich begreiflich zu machen, dass irgendwas, was sie da verzapfen, sie noch in 10, 15 Jahren verfolgen kann. Das ist nunmal sehr abstrakt, und je nachdem, finden sie die Nachricht in dem Moment des Verschickens auch gar nicht schlimm - aber vielleicht später.
        Man weiß ja, was für Peinlichkeiten man sich verbal oder auf Zettelchen in der eigenen Teenagerzeit erlaubt hat. Da ist man froh, dass das Zeug nicht noch irgendwo kursiert... #schwitz

        Von daher finde ich ein allgemeines Verbot für Jugendliche unter 16 oder so schon überlegenswert. Wenn es das gäbe, wäre auch niemand außen vor, der nicht im Chat ist. ;-)

        Interessanterweise will unsere Tochter (5. Klasse) schon von sich aus gar nicht den Klassenchat, weil sie bei älteren Freundinnen mitbekommen hat, wie das in solchen Chats läuft. Sie sagt, dass ihr das zu blöd ist.

        LG

        Heike

        • (25) 03.01.18 - 13:04

          >>Ich glaube, man muss als Kind schon ganz schön selbstbewußt und abgeklärt sein, um sich die Dinge, die da so geschrieben werden, nicht zu Herzen zu nehmen.<<
          Darum sind ja zum Glück die Eltern noch da. Wir hatten Kettenbriefe, die zu Dingen aufforderten...mir wird jetzt noch schlecht, aber wir haben unser Kind so erzogen, daß es damit zu uns kommt, bzw. wussten wir im Vorfeld schon, was gerade um geht und da kann man das Kind schon darauf vorbereiten. Natürlich ist nichts dabei, wenn das Kind selbst nichts damit zu tun haben möchte, aber besser ist es natürlich, daß Kind von Beginn an zu begleiten.
          Bei uns gibt es die Regel, keine Bilder zu versenden, klar wurde mal gegen gewirkt aber auch die gelöschten Dinge haben wir schnell wieder gefunden. WhatsApp war tabu für 2 Wochen, beim nächsten Verstoß noch länger und plötzlich klappt es. Auch haben wir viel geredet und Berichte verfolgt, was passieren kann, wenn man Bilder schickt, andere beleidigt oder mobbt. Alles schwarz auf weiß. Auch wissen die meisten Kinder in unserem Umfeld, an wen sie sich zu wenden haben, wenn gerade im Klassenchat diverse Dinge umgehen. Man kann ein Kind nicht vor allem behüten, aber man kann es stärken und ihm vermitteln, wie man richtig mit den moderenen Medien umgeht.
          Natürlich ist es nicht verwerflich, wenn Deine Tochter kein Interesse am Klassenchat hat ;-)

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