Tochter will nicht gern zur schule

    • (1) 08.01.18 - 15:36

      Hab heut früh schon mal in einem anderen Forum geschrieben. War glaub ich nicht so das richtige.

      Meine Tochter geht zur Zeit ungern in die Schule. Sie sagt sie hat Heimweh.
      Das Heimweh kommt Aber eher daher, dass sie sich mit zwei Mädchen aus der klasse nicht wirklich gut versteht.
      Die drei sticheln sich gegenseitig immer an. Die sind zu zweit und meine Tochter darf sich meistens keine Hilfe dazu holen.
      Die Lehrerin sagt sie bekommt kaum was mit und wenn dann sind aber die anderen zwei schneller zum Petzen. Ob die zwei oder meine Tochter die Wahrheit sagen kann irgendwie niemand rausfinden.

      Fakt ist, meine Tochter geht deshalb nicht gern zur schule.

      Vorhin war ich bei einer ergotherapeutin. Sie meinte entweder meine Tochter ist schon so extrem in der Pubertät (Sie ist 10) das sie sich alles so zu Herzen nimmt oder sie will so Aufmerksamkeit. Ich glaube auch meine Tochter stichelt hin und wieder. Wenn auch manchmal unbewusst.

      Die Therapeutin meinte wir sollen daheim nur noch drüber reden wenn sie selber redebedarf hat. Ansonsten kann es sein das wir sie in der opferrolle zu sehr bestärken und sie sich immer mehr als Opfer sieht. Ob sie ihr jedoch helfen kann muss sie erst rausfinden. Sie meinte wenn wir zum Psychologen gehen denkt meine Tochter mit ihr stimmt was nicht und derweil ist sie wegen der beginnenden Pubertät so.

      Die Lehrerin sagt sie versteht sich eigentlich mit den andere , regt sich aber über Kleinigkeiten zu sehr auf und darauf werden die anderen wieder sauer auf sie.

      Hatte schon mal jemand so ein Problem?

      • ...du warst doch gerade bei einer Fachfrau. Setz doch mal um, was sie sagt.

        Für mich klingt das plausibel. Wer geht schon gerne (gerade nach den Ferien) in die Schule?
        Wenn du dann der Sache so eine Beachtung schenkst, dass du in der Schule, bei der Lehrerin, dem Kinderarzt und der Ergotherapeutin desswegen vorsprichst, kommt sie sich natürlich sehr wichtig vor - und das "Problem" scheint ihr gerechtfertigt...

        Gut ist, dass du durchaus siehst, dass die Sache gegenseitig ist. Wer auch immer beginnt - damit fertigwerden muss sie schon alleine. ... Und du bist ja dran - wenn es echt mehr als Sticheleien wären, merkst du das sicher. Ihr scheint ja ein gutes Verhältnis zu haben.
        Auch finde ich es gut, dass du nicht gleich MOBBING schreist, wenn weder dein Kind noch die Lehrerin davon reden. Ist zur Zeit gerade gross in Mode...

        Im anderen TE sagst du, dass sie über Bauchweh klagte und daher nicht immer zur Schule musste. Und das hattet ihr in den Griff bekommen, indem sowohl du als die Lehrerin "streng" blieben. Schule ist Pflicht, da geht man hin. Punkt.

        Bleib weiterhin offen, wenn sie mit dir reden will - aber schneide das Thema nicht selber an. Schliess aus, dass mehr dahinter ist (Schulweg, etc.). Da muss man durch. Im Winter ist Schule meist doof ...

        • Ja es ist halt schwer als Mama zuzusehen. Das andere Mädchen ist mir auch bekannt. Stammt aus einer ziemlich asozialen Familie und dementsprechend ist auch der Umgang. Und da sie auch weiß wie meine Tochter dauernd reagiert hört auch sie nicht auf.
          Meine Tochter wiederrum steigert sich da so rein, versteht oder deutet auch vieles falsch und stichelt dann hintenrum auch wieder

          für schulunlust ist doch eine ergotherapeutin keine fachfrau.

      Wieso bestärkst Du Dein Kind in der Opferrolle, wenn Du mit ihm sprichst? Wenn dem so ist, sprichst Du falsch mit Deinem Kind.

      Und wieso denkt sie, dass mit Menschen etwas nicht stimmt, wenn sie psychologische Unterstützung bekommen? Auch da denke ich, dass ihr dem Kind etwas falsches vorlebt.

      Vielleicht gehst Du mal zu einer Beratungsstelle (kannst Du auch erst mal ohne Kind machen) und lässt Dich anständig beraten, damit da nicht so ein Unfug bei rauskommt.

      Ob sie nun tatsächlich ein Mobbingproblem hat oder sich einfach nur mit den anderen Mädchen anzickt, sie hat offenbar Schwierigkeiten, die gelöst werden wollen und nicht ignoriert.

      • Das sie mit einem Psychologen ein Problem haben könnte dachte nur die ergotherapeutin. Meine Tochter selber denkt sowas nicht.
        Irgendwie fehlt meiner Tochter das nötige selbstbewusstsein den anderen beiden mädls dagegenzureden. Und wie gesagt sie stichelt garantiert auch mit. Ob bewusst oder unbewusst. Weiß keiner. Ist ja keiner dabei

    Schwer dazu einen Rat zugeben...Mein Sohn hatte ein Mädchen in der Klasse die war auch bei ihm in der Kita die hat überhaupt keinen Anschluss gefunden und so ging es einigen Kindern es sind während der Grundschulzeit in den ersten drei Jahren mind. 3 Kinder aus der Klasse gegangen durch Umzug oder wechsel der Klasse. Das besagte Mädchen hat erst die Klasse gewechselt hinterher kam raus sie war bevor sie zu meinem Sohn in die Kita kam schon in der anderen Kita da hatte sie sich auch nicht wohl gefühlt. Danach bei uns in der Kita war alles gut nur ín der Schule nicht.
    Eine Mutter ist bewusst wegen ihrem Sohn weg gezogen weil er in der Klasse Schwierigkeiten hatte, eine Psychologin meinte das liege daran das er in eine Schublade gesteckt worden sei aus der er so nicht mehr raus käme. Mein Sohn und besagter Junge waren mit die Lieblingsopfer! Leider kam hinzu das die Lehrerin aus meiner Sicht absolut unfähig war! Beispielsweise hat mein Junge mit 7 Jahren gesagt er wolle nicht alt werden und eigentlich wolle er auch gar nicht mehr Leben#zitter

    In so einem Moment finde ich sollte man die Eltern ansprechen und fragen was da los ist! Das hat sie nicht statt dessen hab ich das Wochen später durch Zufall erfahren!Sie musste einen Bogen ausfüllen für einen Psychologen wegen eines Dyskalkulie Tests da stand dann drin lern und Lebensunlust unter sonstiges. Und selbst da musste ich nachfragen und da hinterher laufen was genau passiert sein bis ich das erfahren hab!

    Ich hab ihn absichtlich eine Klasse wiederholen lassen damit er die Schule wechseln kann, er geht seit dem auf eine Waldorfschule und ist sehr glücklich und geht wieder gerne zur Schule er freut sich sogar in den Ferien auf die Schule. Die Reaktion der Grundschullehrerin war: Was fällt Ihnen ein ihn auf eine Waldorfschule zu schicken!?!?

    Ganz einfach das staatliche Schulsystem ist auch nicht die optimale Empfehlung und wenn es ihm damit gut geht wüsste ich keinen Grund warum ich das nicht machen sollte!

    Hallo,

    ich sehe hier kein Problem, das sind ganz normale Entwicklungsschübe, die Kinder in dem Alter durch machen. Mit 10 Jahren ist man nicht in der Pubertät, das ist maximal eine Vorstufe. Mit 10 Jahren ist sie in der 5. Klasse auf der weiterführenden Schule? Dann hat sich die Klasse einschl. Kinder neu gemischt? Alles ganz normal und ein Fachurteil bzw. einen Fachrat hab ihr auch bekommen. Also, Kind bestärken, nicht zum Thema machen und alles gibt sich.

    LG

    Hallo,

    wenn das Kind schon nicht mehr in die Schule will, würde ich die Sache ernst nehmen (im Gegensatz zu dem, was andere hier schreiben).

    Es gibt ärgern und ärgern. Ich hatte z.B. einen Klassenkameraden, der mich geärgert und fertig gemacht hat. Natürlich hat mich das belastet, und ich habe öfter deswegen geweint, aber es hat nicht dazu geführt, dass ich nicht mehr zur Schule wollte. Da hat das positive in Form meiner Freundinnen und der (meistens) guten Atmosphäre im Unterricht überwogen.

    Genauso gibt es Fälle, wo der eine den anderen ärgert und danach geht es andersherum. Aber auch da gilt, dass man hellhörig werden sollte, wenn einer der Beteiligten ernsthafte Schwierigkeiten deswegen hat.

    Mein Mann wurde in der Schule massiv gemobbt, und da hat kein Lehrer was von mitbekommen. Im Gegenteil war mein Mann häufig der böse Junge, der andere geschlagen hat, weil er sich gegen die Mobber nicht mehr anders zu wehren wusste. Als Jugendlicher hatte er einen Nervenzusammenbruch wegen der langjährigen Mobberei, und man merkt heute noch, wie sehr ihn das Thema belastet (hat).

    " Sie meinte entweder meine Tochter ist schon so extrem in der Pubertät (Sie ist 10) das sie sich alles so zu Herzen nimmt oder sie will so Aufmerksamkeit."

    Naja, das klingt eher nach "wenn mir nichts besseres einfällt, ist es eben die Pubertät"... #augen
    Du kennst Deine Tochter besser. War sie schon immer empfindlich? Dann es ein Charakterzug. (Ansonsten wäre ich heute noch in der Pubertät. ;-)) Vielleicht ist aber auch ihr Nervenkostüm von den Geschichten in der Schule in Mitleidenschaft gezogen.
    Oder bei Euch zu Hause hat sich etwas grundlegend verändert.
    Unsere Tochter (10) ist z.B. gerade auch anstrengend, weil sie meint, dass sie zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, weil wir gerade größere Schwierigkeiten mit ihrem Bruder (8) und der Schule haben, und der Kleine momentan ständig im Vordergrund steht.

    Ich würde Deiner Tochter raten, sich von diesen Mädchen komplett fern zu halten. Die sind nicht nett, egal, was sie sagen. Es gibt genug andere Kinder in der Klasse, mit denen sie sich beschäftigen kann.

    Wenn das nicht zu einer Entspannung führt, würde ich über einen Klassen- oder Schulwechsel nachdenken, falls Deine Tochter bereits auf der weiterführenden Schule ist. Ansonsten geht sie im Sommer ja eh auf eine andere Schule.

    LG

    Heike

    • Es heißt nicht dass nur weil man in der 5. Klasse ist auf eine weiterführende Schule geht. Sie ist auf einer Gesamtschule also grund- und mittelschule in einem

      • Meine Tochter ist auch noch nicht immer so. Im gegenteil. Eigentlich war sie schon immer sehr schlagfertig. Aber gegen diese Mädchen kommt sie nicht an. Wenn meine Tochter im Unterricht nur in ihre Richtung schaut heißt es von den anderen schon "man warum schaust du uns dauernd so blöd an"

        • Hallo,
          ich find´s gut, daß Du Dich kümmerst und Dir Gedanken machst. Ich finde es weiterhin gut, daß Du Dein eigenes Kind nicht unkritisch betrachtest. Letzlich würde ich aber meinem Instinkt als Mutter vertrauen, was dem Grund der "Schulunlust" zu Grunde liegt. Und wenn da sich der Umgang mit den besagten Mädchen aktuell nicht verhindern läßt, kannst Du Dein Kind nur stärken, z.B. gemeinsam überlegen, was sie auf solche Sprüche entgegnen kann. Ich denke, sie braucht Verbündete. Und sie zieht Dich ins Vertrauen, das würde sie in der Pubertät vielleicht nicht mehr tun. Ich denke, Du solltest das unbedingt nutzen.
          VG

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