Bitte um Rat und Hilfe, Lehrerin stellt sich quer...

    • (1) 15.01.18 - 12:06

      Hallo,

      ich brauche mal einen Rat bzgl. der Lehrerin meines Sohnes.

      Folgendes ist passiert:

      Mein Sohn ist recht gut in der Schule ohne viel zu lernen, nicht sehr gut, aber das muss ja auch nicht sein. Sein Zeugnisdurchschnitt am Ende der dritten Klasse lag bei 2,0.

      Wenn es mal auf das Thema kam, hieß es von der Lehrerin immer: "Ja, wenn er dann später auf's Gymnsium geht...blabla"

      Jetzt kam auf der Weihnachtsfeier seiner Klasse im Dezember die Sprache auf die spätere Schulwahl und ich habe erwähnt, dass wir unseren Sohn auf das Gymnasium im Nachbarort schicken möchten anstatt auf das Gym bei uns im Ort. Darauf hat sie sehr heftig mit Ablehnung reagiert und wahre Lobeshymnen auf "unser" Gymnsium gesungen und uns eindringlich geraten, unseren Sohn dorthin zu schicken. Ich (im Nachhinein sehr dumm) habe aber gesagt, dass unsere Entscheidung feststeht, da auch unsere Tochter schon das Gymnasium im Nachbarort besucht (was die Lehrerin bis dahin offensichtlich nicht wusste).

      Am Freitag kam dann der Schock: Ich hatte das offizielle Gespräch zur Schulempfehlung und da sagte die Lehrerin plötzlich, dass sie unserem Sohn in allen Hauptfächern eine 3 geben müsste (trotz 2en in den Arbeiten Deutsch und Mathe, auch in den mündlichen Fächern Sachunterricht und Englisch hätte er sich um eine ganze Note nach unten verschlechtert). Sie müsste ihm daher nun eine Realschulempfehlung geben.

      Im nächsten Satz betonte die Lehrerin aber, dass ja in NRW der Elternwille zählt und wir unseren Sohn ja immer noch am Gymnasium vor Ort anmelden können, wenn wir dies möchten, und sie wäre sich sicher, dass die ihn auch annehmen würden trotz anderslautender Empfehlung.

      Sie weiß aber genau, dass wir im Nachbarort dadurch keine Chance haben.

      Ich bin so sauer. Das ist doch die reine Willkür!

      Ich hab schon das ganze Netz durchforstet, aber es gibt scheinbar nichts, was wir dagegen tun können! :-[

      Hat vielleicht jemand von Euch einen Rat, wohin ich mich wenden kann?

      LG Svenja

      • (2) 15.01.18 - 12:17

        Oje...

        Noch ein Gespräch mit der Lehrerin suchen.
        Nochmals die Noten erklären lassen und auch hinterfragen warum sie so für das eine Gymi ist. Euch nochmal erklären.

        Ansonsten über die Direktion gehen.

        Das ist ja wirklich eine doofe Situation... :-(

        (3) 15.01.18 - 12:22

        Wie kann sie ihm denn lauter 3er geben, wenn er immer nur 2er geschrieben hat? Und das auch noch in allen hauptfächern?
        Das muss man doch irgendwie belegen können, bzw die Lehrerin muss euch doch erklären können warum und wieso...

        • (4) 15.01.18 - 12:27

          Das war natürlich auch meine erste Frage. Sie sagte daraufhin, dass seine sonstige Mitarbeit sehr nachgelassen hätte und sie das nicht außer Acht lassen darf.

          Das ist ja das Problem... ich muss ja alles gleuben, was sie sagt.

        • (5) 15.01.18 - 13:18

          Das hat sie getan: die mündliche Arbeit hätte sie so verschlechtert.

          Und wenn das so ist, wie bei uns, ist das schwer zu belegen- Über mündliche Noten haben wir keine Infos, außer am Elternsprechtag .Und das ist oft so eine vage Äußerung wie "er könnte sich mehr beteiligen".

          Hier ist eindeutig "unser" Schulsystem das Komische ;-)

          Bei unseren Sohn hieß es: er liegt schriftlich überall auf einer 2. Da er sich zu wenig beteiligt könnte aber eine 3 auf dem Zeugnis kommen. Jetzt sind wir gespannt, was am 2.2. für ein Zeugnis kommt.

          Schriftlich hat er sich etwas gebessert und die letzte Arbeiten waren immer 2+. Und er versichert, er würde besser mitmachen. Mal schauen!

          LG,
          Natalia

          • (6) 16.01.18 - 08:51

            Das ist allerdings komisch.
            Da ist man ja dem Willkür des Lehrers total ausgeliefert... #zitter

            Ist das nur in der Grundschule so oder später auch noch?

            • (7) 16.01.18 - 09:01

              Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich es nicht weiß.

              Ich musste mich noch nie darum kümmern, es rauszufinden, da der Große der absolute Überflieger ist. Ich frage da nicht großartig nach.

              Mir kommt es aber vor, es ändert sich auch auf dem Gymnasium nicht so viel. Zumindest kriegt man das nicht ohne Weiteres mitgeteilt, wie es aussieht und wie diese Noten zustande kommen. Besonders transparent ist das System also nicht. Klassenarbeiten kriegt man immer zu Gesicht und müssen unterschrieben werden, aber die mündliche Mitarbeit höchstens beim Elternsprechtag (wobei ich in der 6. Klasse das letzte Mal auf einen war).

              Ich gehe aber schon davon aus, dass es irgendwo eine schriftliche Aufzeichnung geben muss, falls die Eltern dagegen klagen.

              LG,
              Natalia

              • (8) 16.01.18 - 09:12

                Danke:-D

                Haben wir da Glück, in Bayern bekommt man ab der weiterführenden Schule in einem Schuljahr 3. Leistungsstandberichte und dann noch das Jahreszeugnis.
                1.LN Anfang Dez. / 2.LN anstatt Zwischenzeugnis Feb. / 3. LN April und dann halt am Schulende das Jahreszeugnis.
                Da stehen alle Noten von Schulaufgaben/ Exen /mündliche Abfragen / Mitarbeitsnote und da wir Marchthaler Plan haben die FSA Teste. Transparenter geht es nicht.

            (10) 16.01.18 - 12:31

            Das ist natürlich später auch noch so.

            Auch auf der weiterführenden Schule können die Lehrer behaupten, dass der Schüler sich mündlich schlecht beteiligt, oder dass er selten richtige Antworten gibt, oder was auch immer.
            Niemand kann dem Lehrer nachweisen, dass es nicht so ist.
            Mitschülern glaubt im Zweifel niemand. Da wird unterstellt, dass sie ihren Freunden helfen wollen, oder dass sie das nicht beurteilen können.

            Leider gibt es niemanden, der einem Lehrer wirklich auf die Finger schaut. Die können schlechten Unterricht machen und ungerecht sein, wie sie wollen, bis es so weit kommt, dass sich jemand darum kümmert, dauert es. Wenn sich gekümmert wird, setzt sich jemand von der Behörde in den Unterricht, was dazu führt, dass der Lehrer sich in dieser Stunde korrekt verhält, und sich Mühe mit seinem Unterricht gibt. Der ist ja nicht blöd.

            Meistens passiert daher letztendlich gar nichts, oder der Lehrer wird lediglich an eine andere Schule versetzt, wo er weiter sein Unwesen treiben kann.

            Ich habe das selbst schon als Schülerin erlebt und auch von vielen anderen Leuten gehört.

            LG

            Heike

            • (11) 16.01.18 - 12:46

              Das kann ich bestätigen, nur wird den Lehrern auf die Finger geschaut, aber aufgrund des Lehrermangels nichts unternommen. Bei uns war es der alte Bio-Lehrer und Geschichte gab es auch eine überalterte Dame. Zum Glück gibt es einen Lehrplan für jedes Fach, der hängt für jedes Fach im Ordner und muß zu Anfang des Schuljahres besprochen und ausgehändigt werden, da steht die Notenverteilung und -zusammensetzung drin, damit haben wir den Bio-Leherer gestellt. Eine Note 2 und seine ungerechtfertigte Note 4 haben also nicht zusammen gepasst, das ging sämtlichen Klassen so, die Noten mussten dann korrigiert werden und bis der Lehrer gegangen wurde, ist einige Zeit verstrichen, allerdings musste er erst einen Schüler schlagen, bis es so weit war #aerger

    (12) 15.01.18 - 12:25

    Vielleicht noch zur Info:
    Zum Schuljahresbeginn teilte die Lehrerin uns noch mit, dass mein Sohn im Fach Englisch nur knapp an einer 1 vorbeigesegelt ist. Falls er sich nur ein bisschen mehr beteiligt, könnte er es spielend auf eine 1 bringen.

    Und jetzt steht er angeblich bei einer 3!!!

    (13) 15.01.18 - 12:31

    Nicht lange rumeiern und das Gespräch mit Rektor und X, Y und Z suchen.

    Widerspruch einlegen gegen die Zeugnisnoten - ganz offiziell, wie es in der Rechtsbehelfsbelehrung auf dem Zeugnis vermerkt ist. Und die FRIST (1 Monat) einhalten. Wenn ihr lange rumfaselt, dann verstreicht diese und offiziell Stellung nehmen MUSS auch niemand. Wenn es den offiziellen Weg über die Bezirksregierung geht, dann muss schriftlich die jeweilige Note begründet, Klassenarbeiten eingereicht werden und wenn es so ist, wie du schreibst, dann käme sie in Erklärungsnot.

    • (14) 15.01.18 - 12:35

      Das Zeugnis bekommen wir ja erst am 02.02.2018 und der Anmeldeschluss am Gymnasium ist der 07.02.2018.

      Die Zeit für den "langen Weg" haben wir also gar nicht...

      Ich habe heute morgen schon beim schulpsychologischen Dienst angerufen, aber die haben eine Wartezeit von 10 Wochen!!! #heul

      • (15) 15.01.18 - 16:01

        Ich verstehe das Problem. So ein Widerspruch dauert auch Wochen bis eine endgültige Antwort der Bezirksregierung vorliegt.

        Aber wenn ihr nicht den offiziellen Weg geht, dann müssen weder die Lehrerin noch der SL tätig werden. Die können dich abbügeln und mit fadenscheinigen Erklärungen wegschicken und niemand Unabhängiges schaut da drauf. Machen kannst du sonst nichts gegen die Benotung. Und das nächste Zeugnis sollte doch die tatsächlichen Leistungen widerspiegeln und nicht wieder ein Desaster werden, oder nicht?

        • (16) 15.01.18 - 16:07

          Das nächste Zeugnis zählt aber für nix mehr. Das ist ja am Ende der vierten Klasse und da guckt nie wieder jemand drauf...

          Das jetzige ist wichtig für den Übertritt auf die weiterführende Schule!

(17) 15.01.18 - 12:36

Hallo
Lustig, erinnert mich an die nette Lehrerin meiner ältesten damals. Da gab es hier noch verbindliche Empfehlungen und die GS gehörte mit einer Hauptschule (stetig sinkende Schülerzahlen) zusammen.
Da änderten sich Noten drastisch und Schüler+Eltern wurden eingeredet die Hauptschule ist der einzige Weg (Kind so ruhig usw.).
Es gab tatsächlich gutgläubig Eltern die ihr das so glaubten und auch nicht wegen den Noten verwundert waren.
Bei unserer Tochter versuchte sie diese Nummer auch und siehe da, als wir nähere Erklärungen wollten, den Vorschlag machten mal die Rektorin zu befragen usw. war plötzlich alles beim Alten.

LG

  • (18) 15.01.18 - 13:10

    Rückläufige Schülerzahlen am örtlichen Gymnasium sind hier auch der Fall. Ich denke auch, dass es damit zusammen hängt.

    Auf dem Elternabend für die Schulwechsler hat die Rektorin den Eltern sogar erzählt, dass ihre Kinder nur dann eine Fahrkarte für den Nahverkehr bekommen, wenn sie das Gymnasium vor Ort besuchen. Ich war leider an dem Abend verhindert, bin aber von einigen Eltern gefragt worden, die wissen, dass unsere Tochter zur anderen Schule geht. Und es ist natürlich Quatsch, sie bekommt auch die Fahrkarte gestellt.

    Daher glaube ich aber nicht, dass wir von der Schulleitung viel Unterstützung erwarten können.

    • Aber das mit der Fahrkarte ist bei uns auch so, wer außerorts eine andere Schule besucht, zahlt selbst. Das kann schon stimmen.

      • Ja. Das ist bei uns in der Stadt (in NRW) auch so der Fall.

        Aber das ist sicher von der Stadt abhängig.

        LG,
        Natalia

        • Es ist hier sogar so, daß die Stadt von Jahr zu Jahr entscheidet, ob und wieviel sie zahlt. Die letzten Jahre lief es jedoch reibungslos. Allerdings sind Familien, die keine Platz auf der Wunschschule im Ort bekommen haben, hier sehr benachteiligt, das ist schon ungerecht.

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