Kann-kind Einschulung gefährdet

Kann-Kinder einschulen oder nicht?

    • (1) 18.01.18 - 15:20

      Hallo zusammen, schon mal Sorry für den längeren Text aber ich bin total gefrustet

      Meine Kleine ist am 08.08.2012 geboren und somit "kann-kind", wobei sie 2 Tage nach der Einschulung eh 6 wird.. Aber naja

      Sie ist kognitiv topfit und schon sehr sehr weit, kennt alle Buchstaben, kann schreiben, teilweise lesen, rechnen etc also topfit.
      Sie liebt die Schulzeit im Kindergarten (Vorschulprogramm in Kooperation mit der zukünftigen Schule) und freut sich riesig auf die Einschulung.

      Nun waren wir heute zur schulärztlichen Untersuchung und sind beide total fertig... Sie hat alle Tests mit Bravur gemeistert, malen, sehtest, Dinge benennen, Männchen malen usw
      Jedoch beim hörtest war es bei ihr vorbei, sie bekam grosse Kopfhörer und sollte die Hand heben wenn sie einen Ton hört. Erst tat ihr der viel zu grosse Kopfhörer am Zopf weh und dann hat sie verweigert weil sie nichts hörte... Die Frau brach dann den Test ab, ließ uns auch nicht mehr zur schulärztin und ich musste mir ein Gespräch anhören das man "kann-kinder" Nicht früher schickt, selbst Lehrer, die kann-kinder haben, würden diese nicht in die Schule schicken weil sie einfach emotional noch nicht so weit sind etc

      Jedoch bin ich völlig anderer Meinung. Zu Hause erzählte mir meine Tochter das sie den Ton wirklich nicht hörte und der Kopfhörer so schwer war, das er weh tat, deshalb wollte sie das auch nicht machen.
      Meine Kleine ist in ihrem Willen sehr stark, und schwer umzustimmen...
      Sie hatte auch nach diesem Test nicht mehr mit ("der bösen") Frau reden wollen 🙈

      Ich musste mit der Sekretärin diskutieren um einen Wiederholungstermin zu bekommen. Jedoch sagt meine kleine das sie den Hörtest definitiv nicht macht (Und davon geh ich auch aus...)


      Habe nun extra noch einen Termin beim HNO vereinbart um lieber vorsichtshalber zu testen, jedoch bekam ich erst einen Termin einen Tag vor der Wiederholungsuntersuchung.

      Meine Kleine UND ICH haben nun natürlich totale Angst das sie nicht in die Schule darf dieses Jahr. Das würde ihr das Herz brechen :(
      Nicht mit ihren Freunden gehen zu können, im Kindergarten nochmals das Programm durchlaufen zu müssen, doch kein "Grosses Mädchen " zu sein.
      Ausserdem wurde sie auf einer privatschule angenommen, von knapp 100 Bewerbern haben sie 25 ausgesucht und meine kleine ist dabei :)
      Das wäre alles hinfällig, auch der gesicherte Platz für ihre Schwester in Zukunft wäre weg. Es hängt so viel dran an der Einschulung :(

      Was kann ich denn nur tun jetzt? Es kann doch nicht alles an einem blöden hörtest scheitert?? Die ganze Vorfreude auf die Schule hinüber? Ich würde sie total demotivieren wenn das schief geht ...

      • Mach Deinem Kind klar, dass sie den Hörtest machen muss, sonst kann sie (noch) nicht in die Schule.
        Es liegt doch in ihrer Hand, ob sie zur Schule kommt oder nicht.

        Hallo,

        mal ehrlich. Du erzählst die ganze Zeit, wie reif deine Tochter ist und findest für ihre Verweigerung tausend Ausreden. Aber offensichtlich ist sie emotional eben doch noch nicht so reif wie du denkst. In der Schule wird sie immer wieder Dinge machen müssen, die sie aus irgendwelchen Gründen nicht mag und wird nicht verweigern dürfen. Da nützt es auch nichts, wenn du auf ihren "starken Willen" verweist.

        Gruß, Lena

        Hallo,

        wenn Dein Kind nicht in der Lage ist, sich zusammen zu reißen und diesen Hörtest nochmal zu machen, ist es offenbar nicht schulreif. Denn zur Schulreife gehört auch, etwas zu tun, wozu man keine Lust hat, wenn es verlangt wird.

        "Meine Kleine ist in ihrem Willen sehr stark, und schwer umzustimmen... "

        Na, und? Kein Hörtest, keine Einschulung. Das liegt bei Deiner Tochter. Das würde ich ihr ganz klar so sagen.

        LG

        Heike

      • Die kognitive Reife sagt nichts über die sozial-emotionale Reife aus.
        Die Verweigerung zeigt deutlich, dass es ihr hieran noch mangelt.
        Schon die Tatsache, dass sie bereits an den Vorschulaktivitäten teilnimmt, zeigt deutlich, dass die vorzeitige Einschulung eher dein Plan ist, denn für gewöhnlich werden Kannkinder nur auf Wunsch der Eltern inkludiert.
        Ihr jetzt auch noch die Last der Verantwortung für den schulischen Weg eines Geschwisterkindes aufzubürden, zeigt das umso mehr.

        Ich hoffe mal, dass schöne Grüße nach Regensburg passt.

        (6) 18.01.18 - 17:10

        Deine Tochter hört sich kognitiv in der Lage an, die Schule zu besuchen, aber meine persönliche Erfahrung ist, dass das nicht die entscheidende Kompetenz ist. Ich kenne eigentlich keine Kinder, die im Vorschuljahr nicht das Alphabet kannten, einfache Rechnungen beherrschen, einfache Wörter schreiben etc. - insofern ist das also nichts außergewöhnliches.

        Die große Herausforderung für einen Erstklässler sind meiner Meinung nach alle sozial-emotionaler Art: Konzentrieren, auch wenn man keine Lust auf das Thema hat, integrieren, auch wenn man die Lehrerin nicht super sympathisch findet, den eigenen Willen der Lehrstunde unterordnen, Hausaufgaben machen auch wenn man lieber spielen möchte etc.

        Laut Deiner kurzen Beschreibung hat Deine Tochter hier noch nicht den Reifegrad eines Schülers erreicht. Ich persönlich würde einen Wiederholungstermin in ein paar Monaten vereinbaren und danach eine Entscheidung treffen.

        Über den Aufnahmetest in der Privatschule würde ich mir da auch keine Gedanken machen, den darf man doch bestimmt nächstes Jahr wiederholen.

      • Wow, Wahnsinn dass Haier viele meinen nur weil sie eine. Hörtest verweigert ist sie nicht schulreif.
        Meine Tochter hat diese Hörtest s auch verweigert. Sie hasst es einfach wenn ein Arzt irgendwie an ihr was macht. Dabei hatte sie nie schlechte Erfahrungen.
        Sie hat den Hörtest nicht gemacht und von der Ärztin kam dann nur ein " das kommt immer wieder Mal vor!"
        Da sie aber sehr gut sprechen konnte sah sie kein Problem.

        Wenn die schule sie nehmen würde, dann wird das auch klappen!
        Vielleicht erklärst du ihr nochmal wie wichtig dieser Hörtest ist und machst ihr das nächste Mal keine Zöpfe! Der Reithelm drückt auch wenn meine Tochter Zöpfe hat.

        Bis zur Einschulung ist noch ein halbes Jahr Zeit! Und ein starker Wille ist keine Ausrede, ich finde es gut wenn ein Kind "Nein!" sagen kann sobald es nicht möchte, dass jemand an ihr was macht was sie nicht möchte.

        Sie ist erst fünf und wird mit der Zeit schon lernen dass es in der Schule trotzdem mal was gibt wo sie durch muss. Sie jetzt noch ein Jahr mehr daheim lassen mir wegen eines Hörtests würde ich nicht tolerieren und wie gesagt mit der Schule Kontakt aufnehmen.

        Ich finde auch dass ein Kind in der Schule "Nein" sagen darf wenn ihm etwas nicht passt. Mit den Konsequenzen muss es dann halt leben.

        • Danke für deine hilfreiche unterstützende und vor allem sinnvolle Antwort, bis jetzt die einzige, die ich hier lese 🙈

          Meine Tochter hasst Ärzte durch schlechte Erfahrungen... wir haben nach Jahren nun den Arzt des Vertrauens für sie gefunden mit dem sie auch redet und von dem sie sich alles machen lässt.. Und von fremden Ärzten lässt sie sich normalerweise hat nichts machen.
          Deshalb war sie eh auf Distanz zu der guten Frau, und als sie dann aufgrund eines hörtests alles abgebrochen hat und sagte sie sei nicht schulfähig VOR IHR, da war es einfach rum... aber ganz ehrlich verständlich.

          Wenn mir früher einer eine schlechte Note gegeben hat wofür ich mich aber eigentlich richtig dolle angestrengt hab und ich dadurch mein Ziel nicht erreiche, dann hör ich den Erklärungen auch nicht mehr zu und Weine innerlich schon mal los.

          Als wir draussen wagen, war die kleine fix und fertig 😓

          • Na eben! Und wenn sie beispielsweise im nächsten Jahr die Untersuchung, die ja nicht lebenswichtig ist, wieder verweigert muss sie wohl auf die Sonderschule da sie ja, so klingt es bei den anderen Beiträgen, die gewisse Reife noch nicht hat....

            Bei meiner Tochter waren es ebenso schlechte Erfahrungen. Sie ist heute 15 und geht in die 9. Klasse Realschule....und hasst Ärzte noch immer!

            Die böse Frau war doch gar keine Ärztin und hat auch nichts an ihr gemacht- den Kopfhörer hättest doch sicher auch Du ihr aufsetzen können, wenn das Problem die "Ärztin" gewesen sein soll...

            Ja sicher ist sie fix und fertig, wenn offenbar die Existenz ihrer ganzen Familie von ihrer frühzeitigen Einschulung abhängt.

        Du schreibst es doch selbst - sie kann jederzeit Nein sagen, muss dann aber mit den Konsequenzen leben.

    Ich seh den Bezug zum "Kann-Kind" irgendwie nicht...

    Finde es eh total bescheuert, dass das jedes Bundesland selbst entscheiden kann.
    Bei uns in NRW wäre dein Kind überhaupt kein Kann-Kind, sondern ganz regulär schulpflichtig, da bei uns der Stichtag der 30.09. ist.

    Über das Verhalten deines Kindes lässt sich jetzt streiten. Wenn es sonst keine Beanstandung gab, finde ich es albern, aber ich war jetzt auch nicht dabei und hab nicht nicht gesehen, ob deine Tochter ganz ruhig gesagt hat: Nein, das mache ich jetzt nicht mehr! oder ob sie da einen Tobsuchtsanfall bekommen hat.

    Hing die Ablehnung ausschliesslich mit der Tatsache zusammen, dass sie ein Kann-Kind ist? Dann würde ich auch dagegen vorgehen. Denn wenn es die Prüfer bei einem Regel-Kind nicht gestört hätte, darf es auch bei deiner Tochter keine Rolle spielen...

    • Huhu. Der Termin begann schon mit der Aussage der Frau "naja dann schaun wir mal, sie ist ja ein kann-kind und die schickt man eigentlich nicht so früh. Selbst Lehrer schicken ihre kann-kinder nicht und lassen Sie lieber noch ein Jahr spielen" ...

      Also gehe ich davon aus das die Frau ihren Plan schon im Sack hatte bevor sie überhaupt angefangen hat

      • So eine Aussage ist ja schon Schwachsinn.

        Man kann doch nicht alle über einen Kamm scheren.

        In der Klasse meines Sohnes (4. Klasse) ist auch ein Kann-Kind, aber ein NRW-Kann-Kind, sprich 3 Monate nach der Einschulung im November erst 6 geworden. Und er ist durchweg ein guter Schüler und hatte nie Probleme.

        Ganz im Gegenteil dazu wollte meine Nachbarin ihren Sohn, der Anfang September Geburstag hat, gerne noch ein Jahr aus der Schule raus lassen, hat das aber nicht durchbekommen, da es hier nunmal vorgeschrieben ist, wer bis Ende September 6 wird und sich nicht saublöd anstellt, muss zur Schule. Tja, der arme Kerl hat dann direkt das erste Schuljahr wiederholt.

        Aber die anderen hier haben schon recht, mit dem was sie sagen... mach das deiner Tochter auf jeden Fall auch nochmal deutlich, dass so ein Verhalten in Zukunft nicht mehr geht. In der Schule wird sie auch nicht alles gut finden, aber da geht Nein sagen auch nicht. Da muss man dann mal die Zähne zusammenbeissen und durch.

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