1 Klasse Materialanschaffungen nicht abgesprochen

    • (1) 22.01.18 - 12:24

      Hallo zusammen :-)

      unsere Tochter besucht die 1 Klasse einer öffentlichen Grundschule.
      Desöfteren bin ich nun schon mit Ihrer Klassenlehrerin angeeckt.

      Punkt 1:
      Beim 1 Elternabend teilte Sie uns mit, welche Materialien Sie bereits besorgt hat und das diese in der Anschaffung sehr Kostenintensiv seien. Im Anschluss daran mit der Bitte um Zahlung!

      Dies wiederholte sich kürzlich. Wir bekamen von Ihr eine Mail, in der darauf hingwiesen wurde, den Kindern in den nächsten Tagen 35 Euro verschlossen in einem Umschlag mitzugeben. Für eine Pentatonische Flöte, die Sie und die Schulleitung selbst getroffen haben - wieder ohne Absprache der Eltern. (Die Kinder haben noch keinen Musikunterricht, ferner dient diese Flöte der pädagogischen Erziehung von Merkfähigkeit, Fingerfertigkeit usw. eingesetzt in Waldorf Schulen)

      Mir geht es nicht um den Beitrag, sondern vielmehr um das wie.

      Als wir unsere E-mailadressen beim 1 Elternabend hinterließen, folgten unzählige E-Mails von Ihr. Teilweise bis zu 4 Stück in der Woche.

      DIese Mails beinhalten Aufforderungen und Ratschläge.

      Ich zitiere mal aus der Rundmail:

      Liebe Eltern,

      in den Ferien brauchen die Kinder nicht zu schreiben/lesen, es reicht, wenn dies nach den Ferien in der Schule gemacht wird, Unterstützen Sie Ihr Kind in folgender Hinsicht:

      gehen Sie mit Ihrem Kind raus, gehen Sie auf den Spielplatz, lassen Sie Ihr Kind so wenig wie möglich Fernseh schauen usw usw....

      Sie bekam von mir nur schon einige Mails zurück, weil ich absolut unzufrieden bin.
      Ferner versucht Sie ganz klar pädagogische Ansätze nach Rudolf Steiner (Waldorf) umzusetzen.


      Wie geht man damit um?

      Liebe Grüße

      • Hallo,

        also ihre so tollen Ratschläge würde ich einfach überlesen. Ich denke jeder weiß, das frische Luft besser ist als Fernsehen :-p.

        Was die Anschaffungen angeht, würde ich mit den anderen Eltern sprechen, wie dieses das sehen. Ich denke bei kleinen Beträgen sagt keiner was, aber 35 € finde ich schon heftig. Bei uns wird bei Elternversammlungen darüber abgestimmt, ob dies oder jenes angeschafft werden soll.

        Was für pädagogische Ansätze sind das denn?

        Lg Annika

        • Huhu,

          Natürlich weiß ich das frische Luft besser ist :-) Aber Sie ist nunmal nicht in der Position, uns als Eltern zu belehren.

          ferner legt Sie die Tonfeld Therapie nahe, um das geistige Innere der Kinder zu animieren. Es wird dabei vor einer mit Ton befüllten Kiste, Dinge mit verschlossenen Augen geformt. Dabei würde anschließend das rauskommen, was die Kinder aus Ihrem Innersten fühlen.

          Handarbeit...Zahlenfest nach erlernen kompletter Zahlen, mit anschließendem Zahlen backen aus Ausstechteig.

          Kunst hat einen sehr hohen Stellenwert, alle Aufgaben (auch Mathematik) werden von ihr zuvor künstlerisch auf einem Blatt vorgefertigt.

          Arbeiten mit Klangschale mit vermehrtem Singen und Tanzen....


          Wie schon erwähnt, habe ich mit dem Betrag kein Problem. nur damit, dass Dinge angeschafft werden und wir zur Kasse geben werden. Das wäre so, als wenn ich meiner Freundin für Ihren Sohn ein Schaukelpferd besorge, weil ich der Meinung bin , dass er dieses Benötigt und im Anschluss meiner Freundin sage, so ich bekomme jetzt 30 Euro von dir.

          LG Jessica

      (4) 22.01.18 - 12:37

      Die Ratschläge würde ich einfach überlesen. Wobei es sicher nur gut gemeint ist. Wir haben hier eine Menge ubermotivierter Eltern, die ihre Kinder trotz lauter 1en die Ferien und das Wochenende über pauken lassen. Deswegen werden hier die Schulsachen mittlerweile in den Ferien in der Schule gelassen. Manche brauchen leider den Hinweis...

      Den Rest würde ich bei einem Elternabend ansprechen und diskutieren, das wird ja sicher auch andere Eltern stören.

    • (5) 22.01.18 - 13:19

      Darüber ob die Flöte nun sinnvoll ist oder nicht, kann man streiten, aber dass Materialien in der Schule ohne Absprache und Zustimmung der Eltern besorgt werden, ist doch normal. Das ist doch immer so.
      Mich würde eher die Höhe des Kostenbeitrags aufregen und da würde ich auch durchaus etwas sagen. 35€ einfach mal so sind kein Pappenstiel, da sollten Lehrer doch nicht ganz so leichtfertig mit dem Geld derEltern umgehen.

      Was so schlimm an den e-mails sein soll erschließt sich mir nicht. Die einen Eltern erwarten genau solche e-mails, die anderen sind empört...ja, da haben es die Lehrer aber wirklich nicht leicht.
      Wir haben auch schon wirklich doofe e-mails und Elternbriefe von Lehrern erhalten. Ja mei, im Zweifelsfall denke ich mir halt "die kann mich mal..."und vergesse den Schmarrn ganz schnell#schein

      Man freut sich über eine engagierte und Kommunikationsfreudige Lehrerin mit Konzept und Hingabe.

    • Hallo!

      Geh den vorgsehenen offiziellen Eskalationsweg:

      1. Elternvertrter ansprechen und animieren hier nach dem Gesprächsbedarf / Kläruingsbedarf auch anderer Eltern nachzufragen.
      Zumindest im Thema 35,- spontan Beschaffung wirst Du Erfolg haben. Die seltsamen pädagogischen Ansätze, die sie vermitteln will könnten durchaus bei manchen Eltern nicht auffallen. Und die email-Bomban - na ja manche Eltern werden das sehr gut finden ....
      2. Solltet ihr mit Elternvertrter und Lehreirn nicht weiterkommen, dann auch noch die Schulleitung mit einbeziehen.
      3. Solltet ihr trotzdem zu keinem Ergebnis kommen, dann auch an das Schulamt gehen. - Die seltsamen pädagogischen Ansätze von Steiner sioillten da zumindest "Interessant" erscheinen.
      4. Solltet ihr da auch nicht weiter kommen, würde ich mal mit der Presse drohen / wahrmachen - die freuen sich über solche Artikel udn die Schule hat Respekt davor.

      LG, I.

      menno, da gibt sich mal ein Lehrer richtig mühe und dann ist es auch nicht richtig...

      • (9) 23.01.18 - 08:08

        Naja zwischen Mühe geben und jemandem ein Konzept "aufdrücken" das so nicht gewählt wurde, liegt ein großer Unterschied.

        Wenn die TE das Steiner-Prinzip gut finden würde, hätte sie es wohl an einer entsprechenden Schule angemeldet.

        An unserer GS mussten alle Sonderausgaben auf dem Elternabend einstimmig beschlossen werden. So eine Aktion hätte es also gar nicht gegeben. Klingt eher so als wollte die Lehrerin das durchführen, ohne eine Erklärung für das Warum abgeben zu müssen.

    Hallo,

    ich glaube, als Lehrer trifft man immer auf eine Bandbreite Eltern und kann es immer nur einem Teil Recht machen. Umgekehrt ist es auch so, dass man eben nie alle Lehrer toll findet.

    Mitunter gehen die Meinungen auch sehr auseinander. Bekannte haben einen Sohn in der 4. mit meinem Sohn ... dem fällt alles zu und die Eltern sind begeistert, über Kind und den Lehrer und die Schule. Meine Begeisterung hält sich mitunter sehr in Grenzen. Man sollte gar nicht glauben, dass die Kinder in der gleichen Klasse sind - für das eine Kind passt alles und für das andere nicht und wir Eltern nehmen das auch völlig unterschiedlich war. Der Lehrer erklärt nicht kleinschrittig, davon profitieren einige Kinder, weil sie selbst mitdenken ... und mein Kind ist überfordert und ich muss immer alles aufdröseln, dass es dann doch noch was kapiert.

    Ich bin eher der Typ Mensch, der sich über Infos freut. Und die Ratschläge ... meine Freundin ist Lehrerin und es gibt wirklich Kinder, die die Ferien überwiegend vor dem Fernseher verbringen. Ob man das alles so in die "Steiner Ecke" abtun sollte. Ich würde auf die Mails gar nicht reagieren, sondern sie einfach zur Kenntnis nehmen und vergessen.

    Bei uns gibt es mitunter sehr bedenkliche Entwicklungen: Es gibt z.B. eine pensionierte Grundschullehrerin, die "Grundschulvorbereitungskurse" für das letzte Kindergartenjahr anbietet ... die nimmt dann viel von der 1. Klasse vorweg und dann jammern die Eltern "mein Kind ist ja soooooooooooooo unterfordert". :-p Dann gibt es Eltern, die ehrlich in der 1. Klasse schon alle in Frage kommenden Gymnasien besuchen und völlig aufs Gymnasium fixiert sind. Den Eltern tut es wahrscheinlich gut, zu hören, dass das Kind Ruhe braucht, auch wenn sie dann die Mama von Amelie-Franziska-Leonie an der Gemüsetheke treffen und die ihnen sagt, dass das Kind gerade das 87. Buch liest. Dann ist es gut, zu wissen, dass es "illegal" ist und dass sich auch Amelie-Franziska-Leonie lieber in der bunten Hängematte unter dem Apfelbaum entspannen sollte.

    Die Anschaffung ist ärgerlich ... gibt es auch immer mal wieder. Wir haben auch über 30€ in Instrument und Heft investiert und dann gab es eine Umstrukturierung und es wurde nie gespielt. Nervig. Oder das Kind kotzte auf dem ersten Tag einer viertägigen Klassenfahrt. Wir fuhren 100 Kilometer (musste 1/2 Tag unbezahlten Urlaub nehmen) und das Geld war futsch.

    Ich denke, gerade auch in der Pädagogik führen viele Wege nach Rom. Wenn die Lehrerin für sich ein System gefunden hat, das gut funktioniert und es den Kindern nicht schadet, würde ich mich ehrlich gar nicht einmischen.

    GLG
    Miss Mary

    (13) 22.01.18 - 23:27

    Hallo,

    der Schulbesuch und die benötigten Materialien (exkl. Schreibmaterialien) sind laut Gesetz kostenlos. D. h. die Schule muss für Unterrichtsmaterialien aufkommen. Dies betrifft die Bücher genaus wie Musikinstrumente und auch solche Materialien, wo die Kinder in Lückentexte reinschreiben.
    Und genau das würd ich der Lehrerin unter die Nase halten.

    Und was sonstige Materialien betrifft, würde ich sie höflich bitten, Dir zu zeigen, wann Du diese bestellt hättest.
    Pureheart

    • (14) 23.01.18 - 05:09

      Hast du dazu einen Link?

      (15) 23.01.18 - 06:28

      Huhu,

      das kommt ganz aufs Bundesland an. Es gibt auch Bundesländer in denen man seine Schulbücher etc. selbst kaufen muss.

      LG

      Isabel

      also in Niedersachsen muß man Bücher selber kaufen oder gegen eine Leihgebühr ausleihen, Arbeitmaterialien usw. werden mit dem 2 X im Jahr eingesammelten "Kopiergeld" bezahlt.

      Es gibt hier keine Lehrmittelfreiheit!

      besondere Musikinstrumente kann man gegen eine Leihgebühr ausleihen, ansonsten selbst anschaffen...

      (17) 23.01.18 - 08:19

      Das stimmt so aber nicht (zumindest nicht generell). Die Lernmittel Freiheit ist m.W. Ländersache. In Bayern ist hier nachzulesen, was die Lernmittel Freiheit umfasst: http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BaySchFG-21?AspxAutoDetectCookieSupport=1
      Mitnichten sind Arbeitshefte, Übungshefte und sonstige Materialien von der Schule zu stellen.
      Wir haben zu Schuljahresbeginn 60 EUR für die Arbeitsmaterialien gezahlt und noch mal 7 EUR Klassenkasse für sonst. Anschaffungen im Schuljahr und 8 EUR Kopiergeld kommt im 2. HJ.
      Ich war zuerst auch etwas angefressen. Aber inzwischen bin ich froh, mich nicht mit Linieaturen, Heftstärken, Übungsheften einschlagen zu müssen. Das geht nicht nur ebenso ins Geld sondern kostet auch noch viel Zeit. Ich musste bisher nur 2x ein Heft nachkaufen, weil das erste voll war und 2 oder 3 Buch- und Heftumschläge, weil ich die an den Bücher von der Schule wirklich grabbelig fand. Aber das hat die örtliche Papeterie alles für ein paar cent da.
      Die Mails würde ich einfach ignorieren. Sowas gibt's bei uns nicht. Allerhöchstens Mal ein richtiges Brieflein an Weihnachten oder Schuljahresende.

      • Hier Nds. Bücher wurden hier gekauft 7. Klasse Gym 180 EUR und dazu noch die Arbeitshefte insgesamt auch noch mal um die 60 EUR. Die Hefte, Ordner, Arbeitsmaterial für Kunst (nicht zu unterschätzen....bestimmte Bleistifte, Farben etc. für die Fremdsprachen entsprechende Grammatikübungsbücher (nur wer wollte)) kamen hinzu und dann wurde für das 1/2 Jahr noch Kopiergeld eingesammelt. Natürlich hätten wir die Bücher ausleihen können (Kosten wäre dann 90 EUR gewesen und man hätte nicht markern können etc.
        Ärgern tut es mich nur, wenn Bücher oder Arbeitshefte nicht genutzt oder nur 2 Seiten beschrieben sind (Mathearbeitsheft in der Grundschule 2. Seiten.....Kosten 11,90).

        • An die Liste mit den speziellen Stiften, Scheren, Klebern, Farbkasten, Zeichenblöcken, Setzkasten und was da sonst noch so drauf stand, darf ich gar nicht denken. Das hat mir schon gereicht (und war auch nicht billig), da war ich froh, nicht auch noch die Hefte und Bücher besorgen zu müssen. Bis jetzt haben sie alles gut in Gebrauch und manches wird fortgeführt. Unsere Tochter ist erst in der 2. Klasse, da werden sich die Ausgaben bis zum Gym sicher noch deutlich steigern. Da werden wir die Bücher und Arbeitsmaterialien aber sicher auch kaufen, allein schon, um vernünftig damit arbeiten zu können und ggf. die Schlepperei etwas einzudämmen.

Die Ratschläge sind ja gut gemeint und betreffen vermutlich auch nur diejenigen, die es nicht machen......und ehrlich, es gibt doch viele Eltern die darauf nicht achten und Ihre Kinder mit der Konsole beschäftigen und dann rüttelt es evtl. auf. Ich würde bei Nichtbetroffenheit dieses einfach ignorieren.
Bzgl. des Materials - kenne ich ebenfalls. Hat mich manchmal geärgert.....und es wird immer Dinge geben, die angeschafft und dann kaum benutzt werden. Z.B. Erdkunde der Weltatlas 5. Klasse 1/2 in Nutzung danach nicht mehr. War schon zu meiner Zeit so.

(21) 23.01.18 - 09:02

Hallo,
bei unserer Tochter (5. Klasse NRW) wurde auf dem Elternsprechtag gesagt, dass es eine gesetzliche Obergrenze gibt, wieviel Geld die Schule den Eltern für Material abnehmen darf. Bei uns ging es darum, dass für 40 Euro mehrere Workbooks von den Eltern angeschafft werden sollten bzw. darum, dass die Kinder von Eltern, die das nicht können oder wollen Kopien vom Lehrer erhalten würden.

Dazu muss es irgendwo einen Gesetzestext geben.

An Deiner Stelle würde ich mal mit der Direktorin sprechen oder Euren Elternsprecher dahin schicken. Die Direktorin sollte das wissen.

Da sollte man auch diese Waldorf-Fixierung der Lehrerin ansprechen. Auf einer Nicht-Waldorf-Schule hat dieses Konzept nichts zu suchen. Waldorf ist nicht "ein bisschen alternativ angehaucht", sondern geht in Richtung einer Religion. Ich würde mir verbitten, dass meine Kinder auf einer staatlichen Schule danach unterrichtet werden. Wer das will, schickt seine Kinder auf eine Waldorf-Schule.

LG

Heike

(22) 23.01.18 - 11:32

Das geht gar nicht.
Ich arbeite an einer Schule und bei uns muss jeder noch so popelige Betrag mit den Eltern abgesprochen werden und zudem muss ausführlich das pädagogische Konzept dahinter vorgestellt werden, damit die Eltern eine Ahnung haben, wofür bzw. wogegen sie abstimmen.
An einer staatlichen Schule ohne ausgeschriebenes Waldorf-Konzept ist die Forderung 35 Euro für das Flöten-Dings auszugeben UNMÖGLICH. Ich würde die schlichtweg nicht bezahlen.
Aus dem E-Mail-Verteiler würde ich mich streichen lassen und bezüglich des Walddorf-Haus der Kollegin würde ich zunächst die Elternvertreter und wenn das nichts bringt die Schulleitung informieren und mich auch nicht davor scheuen, mich, sollten diese Schritte wirkungslos bleiben, an die zuständige Behörde zu wenden.
Ich möchte auf keinen Fall, dass mein Kind, dass ich an einer staatlichen Schule angemeldet habe, irgendeiner esoterischen Kopfwäsche ausgesetzt wird.
Nicht falsch verstehen: Ich finde nicht alles am Walddorf-Konzept schlecht. Mir rollen sich aber die Zehnägel beim esoterischen Überbau hoch. Ich möchte nicht, dass sich das Innnere meines Kindes durch Musizieren in ein Tongefäß offenbart... Ich will nicht, dass mein Kind glaubt, dass sei möglich. Uaähhh, nee. Mich schüttelt es gerade.
Da könnte man ja gleich das Hogwart-Fach "Wahrsagen" anbieten und 35 Euro für die Anschaffung von Kaffeesatz und Glaskugeln verlangen.

  • (23) 23.01.18 - 13:52

    Hihi,

    beim lesen habe ich mich köstlich amüsiert.#rofl

    Mail Auszug von Ihr:

    Es ist richtig, dass bisher noch nicht über das Flöten gesprochen wurde, da die Schulleitung und ich die Entscheidung dazu erst jüngt gefällt haben. Es ist eine pädagogische Entscheidung der Lehrkräfte und der Schulführung, inwiefern das Instrumentenspiel im Unterricht praktiziert werden kann und wird. Beim pentatonischen Flöten wird keinerlei Festlegung darüber getroffen, welches Instrument ein Kind längerfristig erlernen kann und wird. Jedoch ist diese Art des Musizierens in jeglicher Weise förderlich, sowohl was Gehör als auch Fingerfertigkeit, Zungenmotorik, erste grundlegende Instrumentalerfahrungen, Merkfähigkeit, Zusammenspiel in der Gruppe etc., etc. betrifft.

    Ich habe Ihr ja eine Mail zurück geschrieben, in der ich ganz klar und deutlich meine Meinung geäußert habe. Daraufhin schrieb sie nochmals eine Rundmail an alle Eltern, dass diese Anschaffung für uns ja wahrscheinlich sehr unerwartet kommt usw bla bla. Jedenfalls hat meine Mail gefruchtet, ferner wies ich sie darauf hin, doch bitte das Mundstück der Flöte bestehend aus Plastik, zu sterilisieren und zu reinigen, anstatt jedes Mal ein neues Mundstück zu besorgen. Bezogen auf Vermeidung von Plastikmüll, Nachhaltikeit.

    (Meine Mail, kurzer Auszug:
    Statt dem Ersatz der Mundstücke und damit ggf. auch der Produktion von Plastikmüll (Mundstück ohne Korpus sind wertlos), wäre es sicherlich sinnvoller über die Sterilisationsmöglichkeiten der Mundstücke nachzudenken und dies zu praktizieren. Dies noch als Einwand und Anregung zum Thema Nachhaltigkeit.


    Dieses Denken, machte Sie dann auch schließlich zu Ihrem Eigen. In der Mail hieß es :

    Liebe Eltern,
    inzwischen habe ich mich bei Mollenhauer direkt kundig gemacht, ob und wie die Kunststoffmundstücke der pentatonischen Flöten evtl. doch gründlich genug gereinigt und desinfiziert werden können, um sie guten Gewissens weiterreichen zu können: Das ist tatsächlich der Fall, indem man sie mit Desinfektionsmittel besprüht und dann in warmes Wasser mit Spülmittel legt.Und wir hätten etwas zur Kunststoffmüllvermeidung beigetragen, was ja sehr zu begrüßen wäre.

    Noch ein paar Worte zum geplanten Einsatz der pentatonischen Flöten: Diese werden sowohl in der Schule gespielt, als auch soll zunehmend zuhause das Spielen darauf geübt werden. Aus diesem Grund ist jedem Kind persönlich eine Flöte zugeordnet und daher rührt auch die Bitte, die Anschaffungskosten für die Flöte in der Schule zu hinterlegen.
    Alle Lieder, die wir lernen werden, spielen die Kinder übrigens ausschließlich nach Gehör.


    Vielleicht kommt die Ankündigung dieses Vorhabens für Sie etwas kurzfristig und unerwartet. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Schulleitung und ich erst jüngst den Entschluss dazu gefasst haben.

    Falls bei Ihnen Fragen zum pentatonischen Flöten auftauchen sollten, melden Sie sich bitte wie immer gern bei mir.



    Ich hätte natürlich eine Rundmail zurück schreiben können, in der ich erwähne wie toll es ist das Sie mit meinem Vorschlag zufrieden ist :-D ich wollte Sie aber dennoch nicht auflaufen lassen.

    Mit der Religion und Esoterik hast du gar nicht so unrecht.

    Wir hatten vor etwa einem Monat ein erstes Gespräch, einfach nur um uns mal persönlich näher kennen zu lernen und den Entwicklungsstand zu besprechen. Sie sagte mit voller Hingabe, wie schön Sie es doch findet, wieviel Vertrauen Ihr meine Tochter entgegen bringt, dabei hatte Sie jedes Mal tränen in den Augen. Ich fand das sehr befremdlich, weil es auf mich einen eher sehr emotionalen/sensilblen, labilen? Eindruck machte. Ich war mir nicht sicher, ob Sie kritikfähig ist oder direkt anfängt zu weinen.

    Ich jedenfalls bringe Ihr konstruktive Kritik entgegegen und wenn mich was stört, spreche ich es an. Es gibt viele Eltern in der Klasse ( hatte gestern ein Telefongespräch mir einem Vater, um mir seinen Eindruck erzählen zu lassen) die Ihre Methoden super finden. Dann gibt es welche, die es nicht gut finden und zweifel haben, es aber nicht ansprechen weil sie vermutlich eingeschüchtert sind.

    Bei vielen ist es ja leider so, dass der Lehrer hinterm Arzt steht und es Eltern, sobald sie eine Schule betreten, fast die Sprache verschlägt, weil sie noch aus der eigenen Schulzeit einen immensen Respekt vor der Schule/dem Lehrer oder Schulleiter haben.

    Wir wurden in keinster Weise darauf hingewiesen, dass Sie ein Konzept umsetzen möchte, welches auch gerne an Waldorfschulen praktiziert wird.

    Denn wie du schon sagst, hätte ich dies gewollt, wäre mein Kind auf einer solchen Schule.

    Ich persönlich kann mit dieser Art der pädagogischen Arbeit nichts anfangen und es kommt für mich nicht in Frage.

    Wir haben Anfang Februar ein weiteres Entwicklungsgespräch und ich werde Sie nochmal persönlich darauf ansprechen, in welche Richtung Sie da genau tendieren will/möchte.

    Einen Elterntreff, habe ich gestern dem Vater vorgestellt, einfach um mal zu schauen, wie die Eindrücke der anderen Eltern sind. Oder ob ich komplett alleine mit meinem Problem bin .


    übrigens ist Sie auf meinen Satz, dass mir bewusst ist, dass diese Flöte mit Vorliebe in Waldorfschulen eingesetzt wird, nicht eingegangen.


    LG

    (24) 23.01.18 - 14:04

    Übrigens!!!

    Der allererste Elternabend, wir Eltern kannten uns noch nicht untereinander, zuerst mussten wir Eltern uns in einen Kreis stellen und uns nach den Geburtstagen unserer Kinder sortieren, nachdem wir dies gemacht haben gings weiter, wir saßen dann im Kreis auf den kleinen Stühlen und in der Mitte stand ein kleiner Tisch mit einer Tischdecke, Klangschale und Kerze. Um die Unterhaltung der Eltern zu stoppen betätigte Sie die Klangschale und horchte, wie der Ton langsam erlisch #gruebel

    Nachdem es Totenstille war, bat Sie uns alles aufzustehen um uns zu zeigen, welches Ihr morgendliches Ritual mit den Kindern ist: Wir mussten ernsthaft mitsingen und die entsprechenden Bewegungen dazu machen #augen.

    Der Moment war gekommen, eigentlich schon beim sortieren der Geburtstage, an dem ich am liebsten sofort wieder gegangen wäre.

    Dieser Elternabend war mit einer bestimmten Zeitspanne angegeben. Zum Schluss waren es 3 Stunden!

    Ich habe Ihr im Anschluss ganz klar gesagt, dass dies nicht geht, ich will in die Schule, pro Thema vielleicht 20 min. Persönliche Anliegen NUR im Einzelgespräch.

    Beim letzten Elternabend war ich nicht dabei weil ich nicht konnte. Von einer Mutter erfuhr ich, dass dieser wieder deutlich überzogen war. Sie aber dennoch den Wunsch hatte mit den ELTERN im Anschluss Sterne zu basteln #kratz
    Bis einige Eltern Sie wirklich gebremst haben und sagten, dass hier jetzt echt Schluss ist, weils schon spät ist.

    Sie hat aufgrund Ihrer Elternzeit von 2 Kindern, lange nicht als Lehrerin gearbeitet, nach der Elternzeit mehrere Fortbildungen besucht und unterrichtet jetzt wieder.

    • (25) 23.01.18 - 15:10

      Oh Schreck!
      Ich kenne diesen Schlag Mensch.
      Da hilft nur eins: Abgrenzung und klar Position beziehen, mehrfach. Denn sagt man es nur einmal leise, dann dringt das oft in den räucherstäbchenbenebelte Hirn nicht vor.
      Das Gute an solchen Menschen, das mag jetzt hart klingen, ist, dass sie schnell Burnout bekommen, nämlich dann, wenn Kind A eben nicht mehr so vertrauensvoll ist und Kind B und C mal ein Trommelsolo von Slip Knot auf der Klangschale nachgespielt haben.
      Das verletzt sie nämlich so, ganz tief in ihren sensiblen Herzen und erschüttert ihr Weltbild.
      Das nächste Mal gehst du einfach, wenn die angesetzte Zeit für den Elternabend abgelaufen ist. Sollen doch die anderen ihren Namen tanzen...

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