1 Klasse Materialanschaffungen nicht abgesprochen

    • (1) 22.01.18 - 12:24

      Hallo zusammen :-)

      unsere Tochter besucht die 1 Klasse einer öffentlichen Grundschule.
      Desöfteren bin ich nun schon mit Ihrer Klassenlehrerin angeeckt.

      Punkt 1:
      Beim 1 Elternabend teilte Sie uns mit, welche Materialien Sie bereits besorgt hat und das diese in der Anschaffung sehr Kostenintensiv seien. Im Anschluss daran mit der Bitte um Zahlung!

      Dies wiederholte sich kürzlich. Wir bekamen von Ihr eine Mail, in der darauf hingwiesen wurde, den Kindern in den nächsten Tagen 35 Euro verschlossen in einem Umschlag mitzugeben. Für eine Pentatonische Flöte, die Sie und die Schulleitung selbst getroffen haben - wieder ohne Absprache der Eltern. (Die Kinder haben noch keinen Musikunterricht, ferner dient diese Flöte der pädagogischen Erziehung von Merkfähigkeit, Fingerfertigkeit usw. eingesetzt in Waldorf Schulen)

      Mir geht es nicht um den Beitrag, sondern vielmehr um das wie.

      Als wir unsere E-mailadressen beim 1 Elternabend hinterließen, folgten unzählige E-Mails von Ihr. Teilweise bis zu 4 Stück in der Woche.

      DIese Mails beinhalten Aufforderungen und Ratschläge.

      Ich zitiere mal aus der Rundmail:

      Liebe Eltern,

      in den Ferien brauchen die Kinder nicht zu schreiben/lesen, es reicht, wenn dies nach den Ferien in der Schule gemacht wird, Unterstützen Sie Ihr Kind in folgender Hinsicht:

      gehen Sie mit Ihrem Kind raus, gehen Sie auf den Spielplatz, lassen Sie Ihr Kind so wenig wie möglich Fernseh schauen usw usw....

      Sie bekam von mir nur schon einige Mails zurück, weil ich absolut unzufrieden bin.
      Ferner versucht Sie ganz klar pädagogische Ansätze nach Rudolf Steiner (Waldorf) umzusetzen.


      Wie geht man damit um?

      Liebe Grüße

      • Hallo,

        also ihre so tollen Ratschläge würde ich einfach überlesen. Ich denke jeder weiß, das frische Luft besser ist als Fernsehen :-p.

        Was die Anschaffungen angeht, würde ich mit den anderen Eltern sprechen, wie dieses das sehen. Ich denke bei kleinen Beträgen sagt keiner was, aber 35 € finde ich schon heftig. Bei uns wird bei Elternversammlungen darüber abgestimmt, ob dies oder jenes angeschafft werden soll.

        Was für pädagogische Ansätze sind das denn?

        Lg Annika

        • Huhu,

          Natürlich weiß ich das frische Luft besser ist :-) Aber Sie ist nunmal nicht in der Position, uns als Eltern zu belehren.

          ferner legt Sie die Tonfeld Therapie nahe, um das geistige Innere der Kinder zu animieren. Es wird dabei vor einer mit Ton befüllten Kiste, Dinge mit verschlossenen Augen geformt. Dabei würde anschließend das rauskommen, was die Kinder aus Ihrem Innersten fühlen.

          Handarbeit...Zahlenfest nach erlernen kompletter Zahlen, mit anschließendem Zahlen backen aus Ausstechteig.

          Kunst hat einen sehr hohen Stellenwert, alle Aufgaben (auch Mathematik) werden von ihr zuvor künstlerisch auf einem Blatt vorgefertigt.

          Arbeiten mit Klangschale mit vermehrtem Singen und Tanzen....


          Wie schon erwähnt, habe ich mit dem Betrag kein Problem. nur damit, dass Dinge angeschafft werden und wir zur Kasse geben werden. Das wäre so, als wenn ich meiner Freundin für Ihren Sohn ein Schaukelpferd besorge, weil ich der Meinung bin , dass er dieses Benötigt und im Anschluss meiner Freundin sage, so ich bekomme jetzt 30 Euro von dir.

          LG Jessica

      (4) 22.01.18 - 12:37

      Die Ratschläge würde ich einfach überlesen. Wobei es sicher nur gut gemeint ist. Wir haben hier eine Menge ubermotivierter Eltern, die ihre Kinder trotz lauter 1en die Ferien und das Wochenende über pauken lassen. Deswegen werden hier die Schulsachen mittlerweile in den Ferien in der Schule gelassen. Manche brauchen leider den Hinweis...

      Den Rest würde ich bei einem Elternabend ansprechen und diskutieren, das wird ja sicher auch andere Eltern stören.

    • Darüber ob die Flöte nun sinnvoll ist oder nicht, kann man streiten, aber dass Materialien in der Schule ohne Absprache und Zustimmung der Eltern besorgt werden, ist doch normal. Das ist doch immer so.
      Mich würde eher die Höhe des Kostenbeitrags aufregen und da würde ich auch durchaus etwas sagen. 35€ einfach mal so sind kein Pappenstiel, da sollten Lehrer doch nicht ganz so leichtfertig mit dem Geld derEltern umgehen.

      Was so schlimm an den e-mails sein soll erschließt sich mir nicht. Die einen Eltern erwarten genau solche e-mails, die anderen sind empört...ja, da haben es die Lehrer aber wirklich nicht leicht.
      Wir haben auch schon wirklich doofe e-mails und Elternbriefe von Lehrern erhalten. Ja mei, im Zweifelsfall denke ich mir halt "die kann mich mal..."und vergesse den Schmarrn ganz schnell#schein

      Man freut sich über eine engagierte und Kommunikationsfreudige Lehrerin mit Konzept und Hingabe.

    • Hallo!

      Geh den vorgsehenen offiziellen Eskalationsweg:

      1. Elternvertrter ansprechen und animieren hier nach dem Gesprächsbedarf / Kläruingsbedarf auch anderer Eltern nachzufragen.
      Zumindest im Thema 35,- spontan Beschaffung wirst Du Erfolg haben. Die seltsamen pädagogischen Ansätze, die sie vermitteln will könnten durchaus bei manchen Eltern nicht auffallen. Und die email-Bomban - na ja manche Eltern werden das sehr gut finden ....
      2. Solltet ihr mit Elternvertrter und Lehreirn nicht weiterkommen, dann auch noch die Schulleitung mit einbeziehen.
      3. Solltet ihr trotzdem zu keinem Ergebnis kommen, dann auch an das Schulamt gehen. - Die seltsamen pädagogischen Ansätze von Steiner sioillten da zumindest "Interessant" erscheinen.
      4. Solltet ihr da auch nicht weiter kommen, würde ich mal mit der Presse drohen / wahrmachen - die freuen sich über solche Artikel udn die Schule hat Respekt davor.

      LG, I.

      menno, da gibt sich mal ein Lehrer richtig mühe und dann ist es auch nicht richtig...

      • Naja zwischen Mühe geben und jemandem ein Konzept "aufdrücken" das so nicht gewählt wurde, liegt ein großer Unterschied.

        Wenn die TE das Steiner-Prinzip gut finden würde, hätte sie es wohl an einer entsprechenden Schule angemeldet.

        An unserer GS mussten alle Sonderausgaben auf dem Elternabend einstimmig beschlossen werden. So eine Aktion hätte es also gar nicht gegeben. Klingt eher so als wollte die Lehrerin das durchführen, ohne eine Erklärung für das Warum abgeben zu müssen.

    Hallo,

    ich glaube, als Lehrer trifft man immer auf eine Bandbreite Eltern und kann es immer nur einem Teil Recht machen. Umgekehrt ist es auch so, dass man eben nie alle Lehrer toll findet.

    Mitunter gehen die Meinungen auch sehr auseinander. Bekannte haben einen Sohn in der 4. mit meinem Sohn ... dem fällt alles zu und die Eltern sind begeistert, über Kind und den Lehrer und die Schule. Meine Begeisterung hält sich mitunter sehr in Grenzen. Man sollte gar nicht glauben, dass die Kinder in der gleichen Klasse sind - für das eine Kind passt alles und für das andere nicht und wir Eltern nehmen das auch völlig unterschiedlich war. Der Lehrer erklärt nicht kleinschrittig, davon profitieren einige Kinder, weil sie selbst mitdenken ... und mein Kind ist überfordert und ich muss immer alles aufdröseln, dass es dann doch noch was kapiert.

    Ich bin eher der Typ Mensch, der sich über Infos freut. Und die Ratschläge ... meine Freundin ist Lehrerin und es gibt wirklich Kinder, die die Ferien überwiegend vor dem Fernseher verbringen. Ob man das alles so in die "Steiner Ecke" abtun sollte. Ich würde auf die Mails gar nicht reagieren, sondern sie einfach zur Kenntnis nehmen und vergessen.

    Bei uns gibt es mitunter sehr bedenkliche Entwicklungen: Es gibt z.B. eine pensionierte Grundschullehrerin, die "Grundschulvorbereitungskurse" für das letzte Kindergartenjahr anbietet ... die nimmt dann viel von der 1. Klasse vorweg und dann jammern die Eltern "mein Kind ist ja soooooooooooooo unterfordert". :-p Dann gibt es Eltern, die ehrlich in der 1. Klasse schon alle in Frage kommenden Gymnasien besuchen und völlig aufs Gymnasium fixiert sind. Den Eltern tut es wahrscheinlich gut, zu hören, dass das Kind Ruhe braucht, auch wenn sie dann die Mama von Amelie-Franziska-Leonie an der Gemüsetheke treffen und die ihnen sagt, dass das Kind gerade das 87. Buch liest. Dann ist es gut, zu wissen, dass es "illegal" ist und dass sich auch Amelie-Franziska-Leonie lieber in der bunten Hängematte unter dem Apfelbaum entspannen sollte.

    Die Anschaffung ist ärgerlich ... gibt es auch immer mal wieder. Wir haben auch über 30€ in Instrument und Heft investiert und dann gab es eine Umstrukturierung und es wurde nie gespielt. Nervig. Oder das Kind kotzte auf dem ersten Tag einer viertägigen Klassenfahrt. Wir fuhren 100 Kilometer (musste 1/2 Tag unbezahlten Urlaub nehmen) und das Geld war futsch.

    Ich denke, gerade auch in der Pädagogik führen viele Wege nach Rom. Wenn die Lehrerin für sich ein System gefunden hat, das gut funktioniert und es den Kindern nicht schadet, würde ich mich ehrlich gar nicht einmischen.

    GLG
    Miss Mary

    Hallo,

    der Schulbesuch und die benötigten Materialien (exkl. Schreibmaterialien) sind laut Gesetz kostenlos. D. h. die Schule muss für Unterrichtsmaterialien aufkommen. Dies betrifft die Bücher genaus wie Musikinstrumente und auch solche Materialien, wo die Kinder in Lückentexte reinschreiben.
    Und genau das würd ich der Lehrerin unter die Nase halten.

    Und was sonstige Materialien betrifft, würde ich sie höflich bitten, Dir zu zeigen, wann Du diese bestellt hättest.
    Pureheart

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