Entscheidung für öffentliche oder private Schule. Was ist wichtiger/besser. Weiss doch auch nicht.

    • (1) 25.01.18 - 08:53

      Mein Sohn hat die Realschul Empfehlung bekommen. Ich informiere mich seit ein paar Wochen über die Schulen in der Umgebung.
      Zwei öffentliche und eine private Jungen Schule eines kirchlichen Trägers, die mir am besten gefällt.
      In den nächsten Wochen sind die Termine zur schulbesichtigung sowie ein Termin der Jungen Schule für ein Auswahl Gespräch.
      Mein Sohn stellt an seine Schule den Anspruch das es Mittagessen gibt:-p ich koche wohl zu schlecht#sonne
      Das gibt es an allen Schulen.
      Ich weiss aber das von seinen Freunden kaum jemand Interesse an der Jungen Schule hat. Ganztagsschule geht wohl gar nicht hier. Auch kostet es extra. Mir würde das nix ausmachen, meinem Sohn auch nicht, aber jetzt hat er von seinen Freunden erfahren, das sie die öffentlichen besuchen.
      Er möchte natürlich möglichst mit den Kumpels in die Schule.
      Nur.... Ich mag das Konzept der Realschulen nicht. Auch Schüler und Eltern sagen ,das Niveau sei sehr zurück gegangen, seit ein Hauptschüler Zweig mitgezogen wird.

      Natürlich soll mein Sohn ein Mitsprache recht haben. Zwingen will ich ihn nicht. Aber was denn nun. In der privaten Schule kennt er auch Kinder, wäre auch nicht alleine.

      Vielleicht werde ich von der Entscheidung befreit, wenn er an der privaten nicht aufgenommen wird. Die nehmen nur 28 Kinder pro Jahr. Aber er hat gute Chancen. Die Schule ist im Umkreis bekannt und nach bestehen hat er die besten Voraussetzungen für eine Lehrstelle oder auf weiterführende Schulen. Die jungen werden bevorzugt eingestellt, das sagen fast alle Firmen hier in der Gegend. Die lecken sich nach den Absolventen wohl die Finger.

      Ach Mensch. Ich hätte nie gedacht das es soo schwer ist zu entscheiden. Er soll ja glücklich sein#blume

      • Na erst mal hast Du es ja gut, dass Du Dich entscheiden kannst und nicht nehmen musst, was Du kriegst.

        Ob private oder staatliche Schulen besser sind, kann man gar nicht sagen. Bei beidem gibt es sone und solche.

        Und auch auf der besten Schule kann Dein Sohn kläglich scheitern, wenn die Chemie mit dem Lehrer nicht stimmt. Da wäre dann die richtige Wellenlänge mit dem Lehrer auf der "schlechteren" Schule besser für ihn.

        Insofern würde ich mich da zu großen Teilen am Wunsch meines Kindes orientieren. Wenn Du - wie es ja scheinbar ist - eine bevorzugte Schule hast, dann kannst Du ja noch Überzeugungsarbeit leisten. Die Entscheidung wird bei mir aber mein Kind treffen. (Bei uns die Entscheidung, wo sie sich bewirbt, denn dass sie an der Schule auch genommen wird, ist dann völlig unklar)

        Hallo,

        ich kann dir deine Entscheidung nicht abnehmen, aber ich gebe zu bedenken, dass eine private Schule natürlich nicht damit werben wird wie unwohl sich die Kinder mit dem Konzept fühlen, dass alle keinen Ausbildungsplatz etc. bekommen. Das macht keine Schule in privater Trägerschaft.
        Andererseits machen die öffentlichen Schulen gar keine wirkliche Werbung, die müssen halt alles nehmen, was so kommt.
        Nach schlechten Erfahrungen mit einer privaten Grundschule, kann ich dir nur sagen, dass ihr sehr genau hinsehen müsst, ob euer Kind auch wirklich da rein passt. Leider bekommt man das erst im Laufe des Schuljahres raus, man muss es tatsächlich ausprobieren. Trotz allem bin ich den privaten Schulen nicht negativ eingestellt, ziehe auch in Betracht, dass mein Kind wieder auf eine private Schule gehen könnte, wenn es die Grundschule verlässt, aber ich muss gestehen, ich bin vorsichtig geworden. Auch bei privaten Schulen gilt nach wie vor: Es ist nicht alles Gold, was glänzt!
        Ich wünsche euch viel Glück bei der Wahl.

        Hallo!

        Unsere Tochter bekam eine „bedingte Gymnasialempfehlung“ besser die Realschule (mündliche Empfehlung, schriftlich folgt am 07.02.) und haben uns für die Realschule entschieden 😉 So nun haben wir auch die Wahl zwischen 3 staatlichen Realschulen und einer privaten Realschule mit kirchlichen Träger. ABER 1 der staatlichen fiel wegen sehr schlechten Ruf von vorneweg raus... die Private hat einen ausgezeichneten Ruf, aber die Fahrstrecke ist weit mit 45 Minuten einfach und so ganz begeistert ist unsere Große noch nicht 🤔 (es geht wohl 1 Kind aus ihrer Klasse dorthin) schauen sie Anfang März aber dennoch an! Dann sind da noch die 2 anderen staatlichen Schulen, beide bekommen positives Feedback von den den Eltern & die Entfernung mit je 7 km auch positiv und 1 Schule bietet pro neuen Jahrgang einen bilingualen Zug an, was meiner Tochter gefallen würden 😉 Ich denke es wird am Ende die Schule mit dem bilingualen Zug, da die Oma im gleichen Ort wohnt (für eventuelle Notfälle) und die Schule ist relativ klein (550 Schüler) und es wechseln wohl noch 3-4 Kinder auf diese Schule! Aber jetzt schauen wir uns die Schulen an und ich denke am Ende darf unsere Tochter entscheiden wohin sie möchte 😉

        Das Realschulkonzept ist hier im übrigen an allen 4 Schulen dasselbe 😉 nur dass eben 1 Schule eine Bilingualklasse hat!

        Lg

        • Bilingual bietet eine der staatlichen auch an. Und einen Musik Zweig. Kommt für ihn beides nicht in Frage.
          Noten zu schlecht für bilingual, Musik nur mit blasinstrument, er spielt Schlagzeug.
          Entfernung sind die Schulen gleich.

      Hallo, in welchem Bundesland lebst du? Gibt es bei euch in der Nähe ggf Gesamtschulen die alle 3 Zweige, oder eben Gymnasial- und Realschulzweig anbieten? Wäre das ggf. eine Möglichkeit. Im Rahmen meines Lehramtstudiums habe ich an einer Berufsschule ein Semester lang hospitiert und Unterrichtet. Jedes Gymnasium, sei es Wirtschaftsgymnasium, Agrargymnasium, technisches Gymnasium führt zur Allgemeinen Hochschulreife. Aus meinem Praxis kann ich sagen, dass so ein TG z.B auf ein Physikstudium und ein WG auf ein Wirtschaftsstudium viel besser vorbereitet, als das ein allgemeinbildendes Gymnasium jemals leisten könnte. Deswegen finde ich die Realschule eig. super, weil man sich dannach mit seinen mitinteressierten Mitschülern nach der 10. Klasse Richtung Studium spezialisieren könnte. Ich würde auch Gymnasiasten raten, in die Oberstufe an ein TG zu wechseln, wenn man z.B. Physikstudium anpeilt. Das sag ich als Physikerin, die am allgemeinbildenden Gymnasium ihr Abitur gemacht hat und jetzt arbeitet, aber im Rahmen des Studiums Berufsschulen kennengelernt hat

      • Gesamtschule wurde mir von der Lehrerin abgeraten.
        Anscheinend würde mein Sohn da untergehen, weil in den Dingen, die sie machen meiner nie mitmachen würde. Z.b lernbüros. Das verweigert er.
        Natürlich kann er von allen Schulen aus weitermachen. Doch die Voraussetzungen sind nicht in allen Schulen gleich.

        • Ich hab keine Ahnung, was bei Euch "Lernbüros" sind, aber es gibt wohl keine Schule auf dieser Welt, in der er erfolgreich sein könnte, wenn er einfach nur verweigert, worauf er keine Lust hat. In diesem Fall brauchst Du Dir über die Art der Schule nun wirklich keine Gedanken zu machen.

    (9) 25.01.18 - 10:31

    Hallo,

    kennst Du Leute, die ihr Kind auf dieser privaten Schule haben? Was haben die für einen Eindruck?
    Wenn nicht, würde ich versuchen, welche zu finden.

    Hier gibt es eine private Gesamtschule, und da sind mindestens genauso viele Kinder, die den Unterricht stören, wie in den öffentlichen Gesamtschulen. Für diese Schule würde ich kein Schulgeld bezahlen.

    Diese Realschulen mit Hauptschulzweig heißen hier Sekundarschulen und sind im Prinzip erweiterte Hauptschulen mit dem entsprechenden Publikum...
    Die gehen hier für die meisten Mittelschicht-Eltern gar nicht. Die wählen lieber eine Gesamtschule oder die eine verbliebene echte Realschule mit gutem Ruf in der Nähe. (Es ist schwerer sein Kind da unterzubringen, als auf einem Gymnasium...)

    Was die Freunde angeht, ergeben sich auf der weiterführenden Schule neue Kontakte, und die alten Freunde sind nicht aus der Welt. Man kann sich ja nachmittags noch treffen.
    Unsere Tochter (5. Klasse) ist als einzige aus ihrer Klasse auf ein bestimmtes Gymnasium gegangen. Sie fühlt sich in ihrer Klasse wohl und trifft sich nachmittags mal mit alten und mal mit neuen Freunden.

    LG

    Heike

    • (10) 25.01.18 - 12:04

      Ich kenne mehrer Leute die auf die besagten Schulen gehen.
      Die zwei staatlichen sind von naja und so lala bis Katastrophe. Je nachdem den man fragt.
      Gut ist der Musik Zug und der bilinguale Zug, was daran liegt das gewisse Kriterien erfüllt werden müssen. Da kann nicht jeder Hinz und kunzstein mitmachen.
      Aber diese beiden Fällen bei meinem Sohn weg, in deutsch zu schlecht, er braucht für bilingual ne 2, hat aber ne 3. Und Musik ist eine bläserklasse er spielt aber Schlagzeug, das wird nicht berücksichtigt.
      Von der privaten Schule sind die Feedbacks von super bis Oberklasse und genial.
      Auch die Lehrerin meint in einer jungen Schule wäre er gut aufgehoben. Er kann mit Jungs auffallend besser als seine klassenkameraden mit Mädels.

      • (11) 25.01.18 - 12:36

        Greif zu!

        Freundschaften formieren sich neu. Bei 27 Mitschülern ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er dort schnell neue Freunde findet. Wenn er es selbst nicht schade findet, dass da keine Mädels sind, umso besser. Das kann sich zwar schnell ändern ;-), aber die lernt man/Mann ja nicht nur über Schule kennen.
        Mein Sohn (5.Klasse) trifft sich mit alten und neuen Freunden, kein Problem.
        Ich kenne auch jemanden, der nicht auf seine Wunschschule durfte von den Eltern aus (gleiche Schulform), aber das war in der ersten Schulwoche schon vergessen, weil er da gleich neue Freunde hatte. Ich selbst durfte mit meiner Grundschulfreundin nicht auf die dieselbe Schule (gleiche Schulform), aber das war gar kein Problem.

        Alles Gute!

(12) 25.01.18 - 11:15

Hallo,
unser Großer (8. Klasse) geht auf ein kirchliches Gynmasium. Wir haben vor Ort auch noch ein städtisches Gymnasium. Wir haben uns beide Schulen angesehen, haben uns umgehört und die Entscheidung fiel bei meinem Sohn eigentlich schon bei der Besichtigung der ersten Schule (kirchlich). Nur der Form halber haben wir uns das zweite Gymnasium noch angesehen.
Hier ist es so, dass an seiner Schule nur ca. 750 Schüler sind, an der städtischen 1400. Es fallen an seiner Schule wesentlich weniger Stunden aus als an der städtischen Schule. Klar, es sind mal Lehrer krank oder auf Klassenfahrten. Aber es wird versucht, eine adaquäte Vertretung zu finden. Wenn ein Lehrer auf Klassenfahrt ist, gibt er den Schülern vorher Aufgaben, die während seiner Abwesenheit zu erledigen sind. Die werden kontrolliert und benotet! Faulenzen ist nicht.
Am städitschen Gymnasium (was nur noch Ganztag anbietet) hat sehr viel Stundenausfall, die Schüler in der Oberstufe haben an manchen Tagen nur 2 Schulstunden. Da ist die Versuchung, diese Stunden zu schwänzen schon sehr groß.
Die kirchliche Schule ist einfach viel persönlicher. Die Lehrer kennen wirklich noch alle Schüler, die Damen vom Sekretariat sind wie "Mutti" und verhätscheln "ihre" Kinder ;-).
Diese Schule wählt auch seine Schüler aus, Kinder mit eingeschränkter Empfehlung haben es da schon schwer, auf die Schule zu kommen (es sei denn, sie haben den Geschwister-Bonus....).
Das Städtische nimmt alle Kinder auf, deren Eltern wünschen, das das Kind zum Gymnasium geht.
Wie gesagt, wir haben uns beide Schulen angesehen, ich habe mit Eltern gesprochen, die ihre Kinder auf den Schulen haben. ein Großteil der Eltern des städtischen Gymnasiums hätte seine Kinder nie nochmal dorthin geschickt.....
Davon ab, wir finden es auch ganz nett, dass sich die kirchliche Schule nicht an alles, was das Schulministerium rausgibt, halten muss. Klar, sie muss die Kinder schon so vorbereiten, dass sie ihren Abschluss schaffen, die Prüfungen sind ja an allen Schulen gleich, aber nicht alles, was das Schulministerium vorgibt, ist sinnvoll.
Unser Sohn wollte, so der Stand in der 3. Klasse, mit seinen besten Freunden zusammen bleiben. Das war sein Wunsch in Bezug auf Schulwechsel. Die beiden wollten aber auf die Sekundarschule gehen (sie sind es letztendlich auch). Unser Sohn hatte aber eine ganz eindeutige Gymnasialempfehlung und es wäre eine Schande gewesen, ihn woanders hin zu schicken. Er ist dann ohne seine Freunde (allerdings mit 3 anderen Mitschülern bzw. Mitschülerinnen) zum Gymnasium. Heute ist er sehr froh, dass wir und seine Klassenlehrerin ihm mehr oder weniger überredet haben, zum Gymnasium zu gehen. Er hat auch dort Freunde gefunden, er hatte direkt in der 2. Schulwoche eine Verabredung und ist auch jetzt oft mit seinen Schulkollegen unterwegs. Mit den anderen Jungs aus der GS hat er aber auch immer noch Kontakt.
Uff, das ist lang geworden.
Was ich eigentlic h sagen will, Freunde sind bei der Schulwahl erstmal zweitrangig. Freundschaften gehen eigentlich nicht auseinander, nur weil man auf unterschiedliche Schulen geht. Wartet erstmal die Tage der offenen Tür ab. Als unser Sohn beim ersten Tag der offenen Tür an seiner jetzigen Schule war, war er sofort begeistert und das Thema "ich will mit xy zusammen bleiben" kein Thema mehr.
LG
Elsa01

Auch unsere Tochter besucht ein privates Gymnasium, ebenfalls kirchlich ohne Schulgeld. An diesem Gymnasium sind knapp 1.300 Schüler, während am städtischen unter 700 Schüler sind. Unübersichtlich wird es aber dadurch nicht.

Ich höre immer wieder "Was? So eine große Schule? Da kennen sich doch Lehrer und Schüler gar nicht mehr!"

Ein Lehrer kann nur so viele Schüler unterrichten und "kennen", wie er in seinen vorgeschriebenen Wochenstunden nun mal eben hat. Alle anderen Schüler der Schule kennt er trotzdem nicht, egal ob es jetzt mehr oder weniger sind.

Dank der hohen Schülerzahl gibt es an der Schule wirklich zahlreiche AGs, da sich einfach zu jedem Thema genügend interessierte Schüler finden, so dass fast immer alles zustande kommt.

Weiteres Pro: Die Schule kann sich ihre Lehrer selbst aussuchen und muss nicht nehmen, was zugeteilt wird. Durch das Angestelltenverhältnis wird man auch unpassende Lehrer wieder los... (soll kein Angriff auf die Beamten sein, ich kenne auch wirklich tolle, engagierte, verbeamtete Lehrer!!)

Wir haben hier aber auch eine private Gesamtschule, an der man als Eltern (nicht gerade wenig) Schulgeld bezahlt. An diese Schule würde ich meine Kinder niemals schicken, denn es ist leider so eine Art "Förderschule" für verhaltensgestörte Kinder von Eltern mit dickem Geldbeutel.

Privat ist halt nicht gleich Privat, und nicht alle staatlichen Schulen sind immer die schlechtere Alternative.

  • Ja da hast du recht. Es kommt immer drauf an.
    Die private katholische Schule verlangt Schulgeld. Das ist nicht so das Problem obwohl mein Mann da natürlich nach den kostenfreien Schulen linst.
    Ich freue mich drauf die Schulen in natura anzusehen. Ich kenne ja nur meine.
    Hoffentlich fällt die Entscheidung dann leichter.

Hallo,

basierend auf den Erfahrungen in unserer Gegend kann man sagen, dass private Schulen gar nicht so unbedingt besser sind als öffentliche.

Dennoch ergeben sich aus der Struktur per se ein paar Vorteile:

- die Privatschulen haben ein ziemlich klares Raster, wen sie aufnehmen, d.h. Grundschulzeugnisse werden sehr genau gelesen und Kinder, die in der Grundschule große Auffälligkeiten zeigen, gar nicht erst aufgenommen, d.h. massive Störungen von Anfang an minimiert.

- Es mag nun sehr verallgemeinernd klingen, aber Eltern, die bereit sind, einen gewissen Beitrag an Schulgeld zu bezahlen, sind ihren Kindern häufig sehr zugewandt und stellen das Kind und seine Bedürfnisse in den Vordergrund - ist nun doof ausgedrückt, du weißt aber, was ich meine. Mama Chantal mit fünf Kindern von sechs Typen, die sich nie um das Kind kümmert, investiert auch kein zusätzliches Geld. Mit dem Punkt habe ich auch so ein wenig meine Probleme ...

- Bei uns im B-W ist die Grundschulempfehlung weggefallen und seitdem melden Leute ihre Kinder kreuz und quer in Schulen an ... um dann zu merken, dass es doch nicht geht. Der Wechsel ist immens. Es gehen ständig Kinder ab, werden mit "Sitzenbleibern" aufgefüllt, neue Kinder kommen dazu ... da die Grundschulempfehlung nicht das Gelbe vom Ei war, aber doch eine gewisse Tendenz zeigte und Kinder vor den schlimmsten Fehlentscheidungen bewahrte, fährt die Privatschule da in einem ruhigeren Fahrwasser.

- Um einen groß genugen Bewerberpool anzulocken, gibt es auf privaten Schulen oft eine Art Alleinstellungsmerkmale (viele Aktivitäten, Schüleraustausch ....)

-Oft ist die Ausstattung der privaten Schulen besser und das Gebäude ansprechender

- Oft gibt es an den Schulen ein größeres Angebot an Arbeitsgemeinschaften, etc.


Dagegen spricht mitunter Folgendes:

- die Unterrichtsqualität ist vermutlich nicht besser als auf der staatlichen Schule. Es gibt überall gute und schlechte Lehrer.

- Privatschulen zeigen oft ein bestimmtes Profil, wenn man da nicht "reinpasst" wird es oft schwierig. Beispiel: die orgelspielende Ministrantin Clara-Sophie wird sich an einer kirchlich musisch ausgerichteten Privatschule oft besser zurechtfinden als der sportliche, aber unmusikalische Atheistensohn

- Bei uns in der Nähe gibt es mehrere Privatschulen mit "gutem Ruf" ... die scheinen alle so aufgebaut zu sein: 1/3 äußerst begabte Kinder, die sehr gefordert werden und "für den Ruf und die Schlagzeilen" sorgen. 1/3 Kinder, die einflussreiche Eltern haben. Es gibt sehr viele Gelegenheiten, Schlagzeilen für die Schule zu machen: Konzerte, Schülerwettbewerbe ... da gibt es mitunter sehr viel Druck

- Die Schülerschaft wohnt unter Umständen sehr viel verstreuter, gerade, wenn dann gemeinsame Referate und so anstehen, ist u.U. das Mamataxi sehr gefragt

-Gerade bei einer "nur Jungs" Struktur - Koedukation bietet halt auch viele Vorteile ...

P.S. Auf den "Ruf" würde ich gar nicht so viel geben, ganz ehrlich ... bei uns im Betrieb ist es nicht so, dass man sich sofort auf die Privatschulbewerbungen stürzt ... wir haben eine Realschule mit hundsmiserablem Ruf ... auch von dort bekommen wir gute Lehrlinge.

GLG
Miss Mary

GLG
Miss Mary

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