mal wieder Real- oder Gymnasiumsempfehlung

    • (1) 25.01.18 - 20:20
      Inaktiv

      wie würdet Ihr gewichten, was die Lehrer zum persönlichen Menschen sagt?

      Man nehme den Fall an, ein Junge schreibt in Arbeiten nur 2en und besser - 1- oder 1,5 ist oft dabei ...

      aber aufgrund "Jungentypisch öfter unordentlich im Heft", "ruhig", "oft langsam und abgelenkt" "mündlich zu wenig beteiligt" wurde uns trotz dieser schriftlichen Noten beim Empfehlungsgespräch Noten 2 und 2- 2,5 (also Schnitt 2minus) mitgeteilt und aufgrund des Menschen und der Beobachtung eine Realschulempfehlung geben.

      Mein Sohn lernt nicht, -- kann Gedichte schon von einmal im Unterricht auswenig, -- muss nicht auf Arbeiten lernen, -- kann nur aufgrund des Mitschriebes oder Unterricht die Gebutsdaten von Luther etc..... auswenig.... englisch Vokablen alle....

      tja: da finde ich obwohl ich ihn schon auf dem Gymnasium sehen würde und vielleicht aufgrund seiner noch nicht gelernten "lernen-lernen" oder ruhigen Art mit Notenabstiegen zu rechnen ist .... finde ich das Anraten auf Real doch schon echt weit entfernt von dem Kind, wie ICH es wahrnehme...

      Tja. End vom Lied ... wir wissen überhaupt nicht, auf welche Schule er nun soll ....

      wie würdet Ihr "Noten" versus "Lehrermeinung über Verhalten" gewichten?

      • (2) 25.01.18 - 20:47

        Du beschreibst dein Kind zwar sehr genau, dennoch kann ich es schlecht einschätzen.
        von dem wie du dein Kind wahrnimmst, würde ich auch zu Gymnasium tendieren.
        Mein Kind kommt erst im Sep in die Schule, wir sind also noch sehr weit von dieser Entscheidung entfernt. Ich weis aber, dass ich für meine Kinder ein relativ entspanntes Schulleben möchte. Ich bin keine Mutter, die ihr Kind unbedingt auf dem Gymnasium haben möchte. Mir würde es so wehtun, wenn meine KInder nur am Lernen wären und ihre Freizeit nicht mehr haben geschweige denn, genießen können.
        Ich war in der 4. Klasser auch sehr gut. Nur 1 oder 2er. Trotzdem bin ich froh, dass ich "nur" auf der REalschule war. Allerdings bin ich nicht wie dein Sohn, dass ich mir Dinge so schnell merken kann. Ich war sehr ruhig im Unterricht und auch die Hausaufgaben haben relativ lange gedauert. Ich habe die REalschule ohne groß Lernen recht gut hinter mich gebracht, hätte auch, so wie mein Bruder danach durch die FOS das allgemeine ABI nachholen können. Will damit sagen, dass auch mit Realschule alles möglich ist.

        Auch solltest du dir evtl Gedanken darüber machen, dass dein Sohn es nicht gewohnt ist wirklich zu lernen, da ihm wohl recht viel Zugeflogen ist. DAs wird sich sicherlich schnell ändern und dann ist die Frage ob er dann damit zurechtkommt und glücklich dabei wird.

        Hallo!

        Bei unsere Tochter ist es ähnlich, sie schreibt gute Noten (2,0 Schnitt) hat aber von ihrer KL nur eine bedingte Gymnasialempfehlung bekommen- mit dem Hinweis dass sie von ihrem Lerntypus aber besser aufgehoben sei!

        In Gesprächen mit Eltern die Kinder schon auf der weiterführenden Schule haben, sagen dass die Empfehlung in den meisten Fällen schon passt 😉 es zählt bei uns zwar Elternwille, aber es muss die Empfehlung trotzdem vorgelegt werden.

        Wir haben uns, zusammen mit unsere Tochter, für die Realschule entschieden! Jetzt müssen wir uns nur noch für eine der der entscheiden 😉
        Das Abitur kann sie nach der 10. auch auf einem Beruflichen Gymnasium mit entsprechenden Zweig/Profil machen!

        Lg

      (6) 25.01.18 - 20:49

      Ich kann dir nicht direkt weiterhelfen, möchte dir aber kurz erzählen wie es bei uns in Österreich funktioniert, weil ich hier immer wieder Beiträge zu diesem Thema finde:

      Bei uns gibt es solche Empfehlungen nicht. Weder offiziell noch in irgendeiner mündlichen Form vom Lehrer aus. Man hat einfach das Semesterzeugnis des Kindes und damit bewirbt man sich bei den Schulen. Ob das ein Gymnasium oder eine NMS (wohl eurer Realschule ähnlich) ist bleibt ALLEIN den Eltern und dem Kind (!) überlassen. Natürlich behält sich jedes Gymnasium hier das Recht auch Schüler aufgrund von schlechten Noten abzulehnen.

      Dh bei uns wird auf das Bauchgefühl gehört, das sich meist bewahrheitet. Und wenn's im Gymnasium gar nicht klappt, kann immer noch gewechselt werden...

    • (7) 25.01.18 - 21:36

      Hallo,

      bei uns gibt es eine Orientierungsstufe. Wenn im 5. oder 6. Schuljahr auffällt, dass das Kind auf der falschen Schulform gelandet ist, kann es noch wechseln. Allerdings geht nur der Wechsel vom Gymnasium runter leicht, Hochwechseln ist mit sehr viel Arbeit verbunden, weil der Schüler den verpassten Stoff nacharbeiten muss.

      Also auf deine Frage: ich würde unabhängig von der Lehrermeinung entscheiden, und falls sich herausstellen sollte, dass ich doch falsch liege, kann es korrigiert werden.

      LG

      • Hallo,

        so ist es hier auch, die Empfehlung (im November) der Lehrerin ging zur Förderstufe (so heißt das hier, Orientierungsstufe fände ich besser ;-)).

        Nicht wegen der Noten, sondern weil sie der Meinung sind, dass unsere Tochter (10) noch etwas kindlich ist (was auch sonst!?) und manche Kinder "eben einfach etwas länger brauchen".

        Das ist mir persönlich nicht ausreichend als Erklärung dafür, mein Kind nicht auf´s Gymnasium zu schicken. Runter gehen kann sie immer noch.
        Aber wie du richtig schreibst: andersherum ist es viel schwerer.

        Wir tendieren daher auch sofort zum Gymnasium und es ist ja auch noch ein halbes Jahr hin. Kinder entwickeln sich so schnell, also wer weiß, ob die Empfehlung dann nicht anders ausgefallen wäre. Versuch macht klug ;-)

        • Hallo,

          bei uns gibt es die Orientierungsstufe an jeder Schulform. Das sind die ersten zwei Jahre, bei denen der Stoff irgendwie genormt sein soll. Aber im Gymnasium wird trotzdem viel mehr gemacht, im 6. Schuljahr kommt die zweite Fremdsprache dazu, es gibt andere Methoden sich den Stoff zu erarbeiten. #kratz

          Unser Gymnasium nimmt alle Kinder an, die angemeldet werden. Nach der Orientierungsstufe gehen ein paar wieder, manchmal auch schon vorher. Orientierungsstufenleiter, Klassenlehrer und Eltern arbeiten bei Problemfällen eng zusammen. Die Klassenstärke ist in diesen zwei Jahren relativ klein, so dass keiner durchrutschen kann. Ab dem 7. Schuljahr werden dann die Klassen neu zusammengesetzt mit hoffentlich überwiegend Kindern, die jetzt richtig sind.

          Also mir gefällt unser System, da kann man nicht viel falsch machen, wenn man sein Kind im Zweifel beim Gymnasium anmeldet.

          LG

          • (10) 26.01.18 - 11:42

            Genauso in etwa funktioniert das hier (wobei die Klasse meines Sohnes seit der 5. besteht. Jetzt 8. Also nichts mit neu zusammensetzen)

            Mir gefällt das auch so ganz gut.

            LG,
            Natalia

    Hallo,

    bei meiner Tochter war es auch so ... die Lehrerin meinte, es gäbe immer mal wieder Fälle, wo sie unsicher sei ... und das wäre einer davon. Da war allerdings Mathe das "Problem", alle anderen Fächer zwischen 1 und 2.

    Wir haben es dann von den angebotenen Fächern abhängig gemacht. Sie kocht liebend gerne und als es auf der Realschule dann Hauswirtschaft als Fach gab ... fand sie das viel spannender als das, was am Gymnasium so angeboten wurde.

    Heute sechs Jahre später steht sie kurz vor dem Realschulabschluss und wird mit sehr guten Noten auf ein berufliches Gymnasium wechseln ... hätte sie -sagt sie- auch gemacht, wenn sie auf dem allgemeinbildenden Gymnasium wäre. Von daher führten viele Wege nach Rom.

    GLG
    Miss Mary

    (12) 26.01.18 - 04:58

    Das Problem ist, das Du nur einen kleinen Aspekt von Deinem Kind als Schüler wahrnimmst, nämlich die schriftlichen Noten. Und die machen (auch auf dem Gymnasium) i.d.R. maximal 50% der Gesamtnote aus. Wenn Dein Sohn schriftlich auf 1.5 steht und mündlich auf 3.5, geht die Gesamtnote von 2.5 schon in Ordnung. Und damit auch die Realschulempfehlung (ist natürlich auch bundeslandabhängig). Und das mal ganz unabhängig von den 'Softskills':

    Was jetzt die richtige Entscheidung ist? Das wird Dir keiner sagen können. Sprich' mit Deinem Sohn über die Bedenken der Lehrerin, mach' ihm klar, das er mündlich auf dem Gymnasium einen Schlag 'ranhauen muss und falls ihr Euch für's Gymnasium entscheidet, hab' einen Plan B. Nach meiner Erfahrung liegen die Lehrer mit ihren Einschätzungen oft ganz gut. Wobei man natürlich berücksichtigen muss, das sie über 10jährige 'richten'. Niemand weiss, in welche Richtung die sich weiter entwickeln.

    Grüsse
    BiDi

    • (13) 26.01.18 - 09:11

      Hi,
      dieses "mündliche Noten" auf dem Gym ist mehr als überbewertet.
      Meine Kids sind z.B. im mündlichen sehr stark - auch Aussage aller Lehrer- und wenn sie auf der Kippe stehen wird niemals die mündliche Note Ausschlaggebend sein, die bessere Note zu bekommen.

      Und es gibt bei 32 Kinder in der Klasse ist das mündliche eher Nebensache geworden, die Lehrer müssen ihren Stoff durchziehen, die Klassen sind oftmals unruhig, da gibt es nicht mehr wirklich mündliche Mitarbeit.
      Die mündliche Mitarbeit wird durch "abfragen" oder Referate erzeugt und das ist auf wenige Schulstunden reduziert.

      lg
      lisa

      • (14) 26.01.18 - 09:15

        Das ist aber vorallem bei uns in Bayern so. Da zählt das wirklich kaum.
        In anderen Bundesländern macht das Mündlich aber wohl wirklich die halbe Note aus...

        • (15) 26.01.18 - 10:36

          Hallo,

          naja, das war früher bei mir (in NRW) offiziell schon so, aber es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

          Ich war auch immer sehr ruhig auf dem Gymnasium. Wenn man schriftlich gut ist, gehen die Lehrer davon aus, dass man den Stoff beherrscht und geben häufig mündlich noch 3en, obwohl man nicht viel sagt.
          Wer konstant schriftlich schlecht ist und nicht nur mal daneben gegriffen hat, hat den Stoff dagegen nicht wirklich verstanden. Da hilft es auch nicht, wenn man gut schwafeln kann. Die meisten Lehrer können das unterscheiden.

          Blöd ist es, wenn man sehr ruhig ist, nur in den rein mündlichen Fächern.

          Ich habe ein 2er-Abi gemacht, obwohl ich zu ruhig war. Ruhig sein ist, meiner Meinung nach, kein Grund nicht auf's Gymnasium zu gehen.

          LG

          Heike

          (16) 26.01.18 - 10:43

          Genauso ist das.

          Hier in NRW ist die mündliche Note schon sehr wichtig. Bei meinem Sohn in der Klasse sind mehrere sehr ruhige Mädchen. Die sind alle im Zeugnis eine Note schlechter als in den Arbeiten.

          Bei meinem Sohn dann andersrum. Durchschnitt der Arbeiten so eher 2+. Auf dem Zeugnis dann eine 1.

          Aber von dem was ich hier gelesen habe, läuft das in Bayern wirklich ganz anders (und nur da. Denn alle sonst reden über die mündliche Arbeit)

          LG,
          Natalia

          • (17) 26.01.18 - 12:36

            Ich bun im Norden aufgwachsen und da wurde immer gesagt "mehr mündliche Mitarbeit" aber für die Noten war es damals dort nur ausschlaggebend, wenn man suuuuper knapp auf der Kippe zwischen zwei Noten stand.

(19) 26.01.18 - 06:49

Ich kann dir Mal von unserer Großen berichten. Sie hat die Grundschule (hier regulär 6 Jahre) nun endlich hinter sich!

Sie ist ebenfalls sehr ruhig und unordentlich (aber ein Mädchen ;-)). Sie ist begabt und interessiert an naturwissenschaftl. Themen. Nicht so ihr Ding sind Sprachen.

Sie hat die Grundschule in Klasse 4 mit 1,3 abgeschlossen. Daher hätte sie auch in eine Begabtenklasse gehen können. Hier werden allerdings Gutachten mit Kompetenzrastern ausgegeben. Während die meisten Schulen bei 1er-Schülern (fast) alle Kreuze in die beste Kompetenzstufe packen, würde meine Tochter eben hier "abgestraft".

In die naturwissenschaftl. Begabtenklasse wurde sie daher nicht aufgenommen (60 Bewerber auf 28 Plätze).

2 Jahre später das gleiche Spiel. Immernoch Top-Noten (die ich selbst gar nicht für gerechtfertigt fand. Das Niveau war einfach unterirdisch). Immernoch "schlechtes" Kompetenzraster". Ich bin dagegen vorgegangen und habe die Wunschschule informiert. Sie hat den Platz "trotzdem" bekommen.

Und ja, es kam der große Absturz. Eingestiegen ist sie mit 5en und 6en. Nicht etwa, weil sie doch nicht geeignet war. Sondern weil sie keinen Plan von Arbeitsweisen usw. hatte.

Da arbeitet sie sich jetzt langsam Ran. Und siehe da, nach einem halben Jahr ist es ein solides 3er-Zeugnis mit Tendenz zu 2en. Es wird. Und sie hat endlich Lust auf Schule und WILL leisten.

(20) 26.01.18 - 06:58

Hallo,

Ich würde ihn aufs Gymnasium schicken. Vermutlich werden seine Noten in 5 und / oder 6 einbrechen, aber danach lernt er das lernen. Das braucht man sein Leben lang, es ist besser man lernt es früh.
Es kann natürlich auch sein das er bis zur Oberschule nicht aufwacht, dann wäre er auch nicht das erste Kind.

Wenn du ihm auf die Realschule schickst, könnte er massiv unterfordert werden und dann dicht machen. Dann brechen die Noten auch ein.

Runter wechseln ist in Deutschland immer noch einfacher als hoch.

Gruß Sol

(21) 26.01.18 - 08:15

Hallo,

ich habe bei meinem Großen damals den Fehler gemacht und habe auf die Lehrer gehört, die dringend vom Gymnasium abgeraten haben. Er war unkonzentriert, schnell abgelenkt, oft nicht bei der Sache, unordentlich bis schlampig, chaotisch und wenig selbstorganisiert. Die Noten waren zwar top und er hat auch nie irgendwas lernen müssen, trotzdem hat mich die Panikmache vom Gymnasium sehr verunsichert. Ich selbst hatte die gleiche Einschätzung von meinem Sohn. Die oben genannten Fakten waren offensichtlich und ich hielt ihn mit der Arbeitsmoral definitiv nicht gymnasialtauglich und er ging auf die Realschule. Da waren die Noten zwar genauso gut und er schrieb in fast allen Fächern nur Einser, AAAAAABEEEER die oben stehenden Fakten wurden noch schlimmer. Hausaufgaben wurden nicht mehr erledigt, Heft wurde kaum mehr geführt und er hatte auch ziemlich viel Blödsinn im Kopf. Ich wagte ab Klasse 6 den Schritt, ihn aufs Gymnasium zu schicken und das war definitiv die richtige Entscheidung. Faul und chaotisch ist er immer noch, die Unkonzentriertheit verwächst sich mit zunehmenden Alter und er kommt prima zurecht. Was ich feststellen musste, so gut wie alle Jungen in der Klasse weißen die gleichen Eigenschaften auf. Der Mittlere ist jetzt in Klasse 5, ebenfalls Gymnasium. Bei ihm habe ich mich nicht mehr beeinflussen lassen und nur auf die Noten geachtet. Auch er kommt super zurecht. Er ist zwar wesentlich schüchterner als der große Bruder und hat somit auf Mitarbeit in den meisten Fächern nur eine 3. Er gleicht es aber durch gute und sehr gute schriftliche Leistungen aus.
Wenn du dein Kind auf dem Gymnasium siehst, dann schicke es hin. Runter gehen kann er immer noch. Bei meinem Mittleren hat nur 1 Schüler die absolute Empfehlung der Lehrer bekommen. Notendurchschnitt 1,0, fleißig und nur am lernen. Dieser Junge hat nun massive Probleme und steht in den meisten Fächern auf 4. Er hatte in der Grundschule seine Noten nur durch extremes und fleißiges lernen und üben erreicht. Den Chaoten flog es zu. Während der arme Kerl das Lernpensum nun nicht mehr schafft und daran verzweifelt, fangen die anderen nun an sich auch mal hinzusetzen und zu lernen um gute Noten zu bekommen. Wie schon beim Großen gehören, die von dir beschriebenen Merkmale, zu dem Großteil der Jungen. Ich kenne auch kaum fleißige und strebsame.

LG
Michaela

  • (22) 26.01.18 - 08:41

    danke, dass Du so viel geschrieben hast : GENAU so sehe ich meinen Sohn.
    Mitschüler (meist Mädchen) in der Klasse erreichen 1-2er NOten durch eine Woche lang jeden Abend 15-30 minuten Abfragen und lernen mit den Eltern... und erhalten Gym.Empfehlung.
    --- genau so ein Verhalten halte ich nicht für ein Gymi-Kind. -- Aber was daheim für Druck ausgeübt wird und wie viel daheim gemacht wird, sehen die Lehrer nicht.

    Sie sehen meinen Sohn z.B. nebenher malen oder aus dem Fenster sehen (er hört ALLES und kann immer alle Fragen beantworten, wenn die Lehrerin ihn "vorführen will" ... das hat sie schonmal versucht, und sagt selber: sie hat ihn mit seinem augenscheinlichen desinteresse nicht mal "vorführen" können, um ihm zu zeigen, dass mündliche Mitarbeit und eigenes Engagement gefordert ist, --- .... er hat immer alles gewusst, was um ihn herum passiert. tja .... so kenne ich meinen Sohn.... (Vater ist Asperger und ich geb meinem Sohn einen winzigen Schlag Aspeger ebenfalls ) ....

    Mein Mann meint exakt dies: er wäre in der Real unterfordert. Er braucht die Forderung. Kann jetzt schon wissenschaftlich denken, hat ein perfektes Gedächtnis etc....

    Tja: "Ich" sehe einen Zeitungsartikel, indem mal wieder thematisiert wird, wie akademische Eltern ihre Kinder hochloben und trotz Realempfehlung aufs Gymi schicken, weil das deren Ansprüchen sonst nicht genügen würde.

    ICH neige dazu, meinen Sohn zu schonen und auf die Lehrerin zu hören. Mein Mann gibt keinen Deut auf die Argumentation der mündlichen Aspekte der Lehrerin, weil Sie diese die Kinder erst seit Ostern kennt (Sie ist eine Krankheitsvertretung).
    Mein Sohn ist sehr zart, sehr klein .... sehr süss und ein Charmeur auf ganzer Linie, wenn er etwas will.
    Er weckt bei den Lehrern evtl. auch deshalb bei den Lehrern eher die Gedanken, ihn schützen zu wollen.

    Die Lehrerin sagte schon auch so Sachen: wie "Kindheit nicht nehmen" "malt so viele Lego-Pläne in den Pausen, plant das Mittagspielen mit Freunden und Spielen ist ein großes Thema" usw.... Deshalb hält sie ihn nicht für Gymnasiumtauglich.
    Äusserungen, die laut meinem Mann inhaltlich nicht so viel wiegen, wie die Lehrer wohl meinen....

    Tja: Und im Gegenzug lese ich: im Gymnasium wird oft bis zu 50% der Note aus mündlichen Dingen und Mitarbeit bestehen. Dann denke ich wieder: ob mein ruhiger Junge, der sich eben nicht oft meldet dort mit dem mündlichen den Bach runter geht?

    tja .-... ich habe gedacht, ich lese hier auch bei den anderen Beiträgen viel Input, der mich im Denken weiter bringt .... aber leider bin ich noch genauso hin + hergerissen, wie vorher...
    Noch dazu ist mein Mann als FH-Dozent, Akademiker und Mathematiker halt echt dickköpfig mit SEINEM Standpunkt....

    Frage ich meinen Sohn: will er aufs Gymnasium .... kann aber nicht GANZ genau sagen, warum. (wichtig ist: Freunde sind es nicht, die gehen nämlich auf die Real -- es sind die inhaltlichen Erzählungen der Schulen, auf die er sich bezieht).
    Wenn ich ihn Frage: dann musst Du mittags auch länger lernen udn mehr schreiben und hinsitzen und lesen als bisher und auch mehr als auf der Real schreckt es ihn nicht. -- Aber ich bin mir absolut sicher, dass er sich dieser theoretischen Tragweite nicht bewusst ist.

    Ich sag ein Beispiel über die kleinere Schwester: sie wollte unbedingt Flöte lernen... "ja klar mama, -- dann übe ich jeden Tag...." und nun? ich blicke auf 1,5 Jahre zurück bei der sich NIE freiwillig geübt hat und IMMER motzt, wenn ich sage, sie soll 5 minuten üben... - sie sperrt.
    Genauso sehe ich das mit meinem Sohn: er sagt THEORETISCH er macht das und er will das ... und wenn es so weit ist, --- will er nicht, ist weiter faul, ich hab hier täglich ärger oder er kassiert schlechte Noten... --- genau das sind meine Bedenken...: ist mein Kind, das nach anfänglichem Coaching von Mama in Lerntechniken oder Reihenfolgen in der Lage sein wird, ab Ende 5. oder in der 6. eben auch auf Zuruf mittags seinen Stiefel zu machen OHNE echte grundlegende Kämpfe .... ......

(23) 26.01.18 - 08:21

Lernen muss er überall, auch auf der Realaschule. Ein Kind das so ist wie Dein Sohn, gehört da nicht hin, weil er sich garantiert langweilen wird. Hier lautet die Devise fordern statt fördern.

Hallo,

ich denke, da musst Du Dein Kind am besten einschätzen können. Meine Tochter war auf der GS ein 1-er Schüler, ohne lernen, Gedichte oder Vorträge hat sie aus dem Ärmel geschüttelt (bis heute ;-))Auf dem Gymnasium hat sie dann lernen müssen zu lernen und das funktioniert bis heute.
Ich glaube schon, daß Dein Kind auf ein Gymnasium passt.

LG

Wir hatten in der Grundschule folgenden Zusatz:

Es bereitet ihm oft Probleme, seinen Schulplatz in der erforderlichen Zeit in Ordnung zu halten und sine Unterlagen in entsprechender Weise vorzulegen...

Empfehlung: Uneingeschränkte Gym....

Fazit 7. Klasse Gym:

Unordentlichkeit - Veranlagung nach wie vor da. Hausaufgaben nebenbei....., Vokabeln inhaliert er kurz sowohl in Englisch als auch in Latein muss jedoch angehalten werden, diese auch ins Vokabelheft einzutragen und Hauptfächer an sich kein Problem. Viele Nebenfächer interessieren ihn nicht und trotz allem schriftliche Noten im 2er und 3er Bereich. Zeitaufwand hier: täglich höchstens 15-30 Minuten. Vor den Arbeiten kommt er dann in Wallung und absolviert ein Pensum, was mich kirre macht.

Ich habe mich jahrelang darüber aufgeregt. Mittlerweile lasse ich es zu, dass er so unordentlch ist und alles auf den letzten Drücker absolviert. Er ist einfach so ein Typ und ich kenne einige Erwachsene die ebenso sind.

Elternsprechtag: Ihr Sohn hat ein enormes Potential - allerdings sollte er sich mehr melden. Nicht einen Hinweis auf Unordentlichenkeit oder Zeitdifferenzen.

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