Schulabschluss absichtlich nicht schaffen?

    • (1) 04.02.18 - 09:12

      Hallo, bin gerade völlig ratlos. Gleich vorweg, ich brauche keine Vorwürfe. Damit ist mir nicht geholfen...

      Mein großer Sohn ist 14 und wird seine Schule im Sommer verlassen. Leider war er schon immer ein schlechter Schüler. Durch Üben und Nachhilfe haben wir zwar teilweise ganz gute schriftliche Arbeiten erreicht. Durch seine schlechte mündliche Mitarbeit hat es aber nie zu mehr als einer 4 in den Zeugnissen gereicht. Sein Zeugnis bestand also hauptsächlich aus Vieren und Fünfen und das obwohl er wirklich nicht blöd ist.

      Mittlerweile ist er total schulmüde und möchte seine Gemenschaftschule auf jeden Fall verlassen. Er selber meint, das er auf der Schule keine Chance mehr hat weil die Lehrer sich über ihn ein Urteil gebildet haben. Er möchte auf einem RBZ weiter zur Schule gehen und dort einen Neustart machen.

      Da er noch sehr jung ist, möchten wir nicht das er direkt in diesem Jahr eine Ausbildung startet. Er will auf jeden Fall etwas handwerkliches machen und die Firmen wo er Praktikum gemacht hat haben auch gesagt das er noch sehr jung ist und es sinnvoll wäre ihn noch reifen zu lassen. ( Manche Baufirmen würden ihn in dem Alter auch noch garnicht nehmen. )

      Nun habe ich ihn natürlich wieder geimpft das er wenigstens den Abschluss schaffen muss. Aber weit gefehlt....

      Wir hatten einen Infotag im RBZ. Lange habe ich dort mit den Lehrkräften gesprochen. Wenn er keinen Abschluss hätte, würde die Schule ihn auf jeden Fall nehmen und er könnte dort einen Neustart machen und seinen Abschluss nachholen. Natürlich hätten wir auch die Hoffnung das er da die Kurve bekommt und vielleicht sogar einen guten ESA Abschluss bekommen könnte. Im RBZ wird ja auch viel Praktisches gemacht. Da war er immer sehr interessiert und auch gut.

      Mit einem Abschluss würde die Schule ihn vielleicht auch nehmen, das wäre aber nicht zu 100% sicher. Außer dem würde ihm sein schlechter ESA-Abschluss natürlich nachhängen. Er würde zwar auch vom RBZ ein Zeugnis bekommen, zur Bewerbung gehört aber auch das Abschlusszeugnis.

      Unter vorgehaltener Hand wurde mir also dazu geraten das es sinnvoller wäre für ihn, wenn er den Abschluss an seiner jetzigen Schule nicht schaffen würde.

      Für mich ist das jetzt eine sehr schwierige Situation. Ich möchte auch das er an dem RBZ einen Neustart macht und erhoffe mir etwas davon. Ich weiß das mein Sohn kann wenn er will. Aber soll ich ihm jetzt dazu raten den Abschluss zu vermasseln???

      Ich weiß auch nicht ob ich mit seinen Lehrern darüber sprechen sollte. Man weiß ja nicht wie die darüber denken. Die haben mir zwar auch alle dazu geraten meinen Sohn auf ein RBZ zu schicken aber das er dort ohne Abschluss viel bessere Chancen hat, hat naturlich keiner gesagt.

      Danke und LG

      Kann er nicht eine Schule wählen, auf der -im Prinzip- klar ist dass er den Abschluß nicht schafft?

      Oder auf eine Schule wechseln, auf der er sich auf das "Abitur" vorbereitet, um dann ohne Abschluss zu gehen? Da würde ich mal an einem Berufskolleg fragen, welche Optionen er mit 14 schon hat.

      Er muß ja seine 10 Jahre Schule absitzen...

    • (5) 04.02.18 - 11:02

      Hallo,

      wenn er auf dem RBZ genommen wird, braucht er später das alte Zeugnis nicht bei Bewerbungen vorlegen.
      Wenn er den Schulabschluss vermasselt, welche Möglichkeiten hat er dann vom RBZ abgesehen? Und ich bezweifle , dass es irgendwo in Deutschland eine 100% Platzgarantie für eine Schule gibt.

      Ich weiß das es manchmal einfacher ist Hilfe zu bekommen, wenn die Karre an die Wand gefahren ist. Dennoch fällt es mir sehr schwer genau das jemanden zu raten.

      Tut mir leid, wenn ich nicht hilfreich sein sollte.

      Gruß Sol

      • (6) 04.02.18 - 12:04

        Hallo,
        also mir wurde von allen Lehrkräften gesagt das er sein Abschlusszeugnis (Hauptschulabschluss) auf jeden Fall bei einer Bewerbung mit einreichen muss. Egal ob es gut oder schlecht ist. Das Zeugnis vom RBZ ist ja quasi nur ein Zusatz. Ein berufsvorbereitendes Jahr. Außer er würde seinen Abschluss dort nachholen, denn zählt natürlich dieses Zeugnis.

        Beim RBZ hatte ich Glück und wurde direkt an den zuständigen Herren übergeben der für die Anmeldungen zuständig ist. Ihm habe ich auch direkt die Anmeldung mit sämtlichen Zeugnissen u.s.w. übergeben.

        Er hatte mir das so erklärt das das RBZ hauptsächlich Schüler hat die ihren Abschluss dort nachholen und halt gleichzeitig ins berufsleben schnuppern. Und da hat er mir schon versichert das mein Sohn angenommen werden würde. Klar ich habe nichts schriftlich aber im März bekommen wir bescheid.

        Die haben zwar auch Klassen wo Schüler mit Abschluss unterkommen die keine Lehrstelle gefunden haben. Die Plätze sind allerdings begrenzt. Allternativ gibt es da ja auch Maßnahmen vom Jobcenter und anderen Trägern wo diese Schüler unterkommen können.

        Aber auch wenn die Ihn trotzdem nehmen, in dem Fall könnte er aber sein Abschlusszeugnis nicht mehr verbessern. Und müsste sich schön im nächsten Jahr mit einem miesen Hauptschulabschlusszeugnis bewerben.

        Ich tue mich auch schwer meinem Sohn dazu zu raten....Damit bestärke ich Ihn ja nicht sich anzustrengen.

        Das RBZ hat sehr gute Quoten. Sehr viele schlechte Schüler haben sich dort enorm verbessert und einen guten Haauptschulabschluss hingelegt. Auch diese Berufsvorbereitung soll sehr gut sein. Gerade wenn die Kids sich noch nicht sicher sind welchen Beruf sie erlernen möchten.

        LG

        • (7) 04.02.18 - 12:13

          Könnte er nach dem berufsvorbereitendem Jahr einen erweiterten Hauptschulabschluss an diesem RBZ oder an einer VHS machen? Dann fällt das miese weg...

          • (8) 04.02.18 - 17:20

            Nein, es gibt da nur noch den Hauptschulabschluss(ESA) oder eben die mittlere Reife (MSA heißt das jetzt wenn ich mich nicht irre). Soetwas wie den qualifizierten Hauptschulabschluss gibt es jedenfalls bei uns nicht mehr. Ich kenne den noch aus meiner Zeit.
            Wenn er jetzt einen guten Hauptschulabschluss hätte könnte er z.B auch am RBZ weiter zur Schule gehen und den mittleren Schulabschluss machen. Aber mit einem schlechten Hauptschulzeugnis können wir das natürlich vergessen. Da gibt es nur zusätzliche Kurse, die zwar auch benotet werden aber am Abschlusszeugnis natürlich nichts ändern. Da wird denn auch sehr viel Praxis gemacht.

            Regulär brauch er auch keinen mittleren Schulabschluss. Er will auf jeden Fall etwas Handwerkliches machen und da würde der Hauptschulabschluss reichen. Klar setzen die Betriebe in denen er Praktikum gemacht hat aber auch ganz gute Noten vorraus. Gerade Anlagenmechaniker hatte ihm z.B gut gefallen. Die nehmen auch einen Hauptschüler, sogar gerne. Setzen aber einen Durchschnitt von 3 voraus. Also bräuchten wir da z.Zt garkeine Bewerbung hinschicken.

            Klar könnte er vielleicht auch mit schlechtem Abschluss irgendwo eine Lehrstelle finden wenn er im RBZ z.B. ein tolles Zeugnis hat. Ich habe nur Angst das ihm das schlechte Abschlusszeugnis zum Verhängnis wird bei einer Bewerbung.

            • (9) 04.02.18 - 18:10

              "Regulär brauch er auch keinen mittleren Schulabschluss. Er will auf jeden Fall etwas Handwerkliches machen und da würde der Hauptschulabschluss reichen. "
              Da wäre ich vorsichtig.

              "Gerade Anlagenmechaniker hatte ihm z.B gut gefallen."
              Da braucht er gute Mathekenntnisse. nur mit Praxis gibt es keinen Berufsabschluss.
              Aber mit einem Praktikum gibt es vielleicht die Ausbildung. Das Praktikum sollte nur nicht zu lange dauern.

              Wenn der schlechte Hauptschulabschluss zu über 90% fest seht, würde ich ihm tatsächlich dazu raten, seelisch Luft zu holen um dann mit mehr Energie neu zu starten. Aber nur dann wenn man davon ausgehen kann, dass er dann auch neu startet.
              Das deutsche Schulsystem ist nicht umsonst in der Kritik.

              Aber ein ESA plus Berufsgrundbildungsjahr sieht doch immer noch besser aus als ein ESA über ein berufsvorbereitendes Jahr - denke ich zumindest.
              Aus welchem Bundesland kommt ihr eigentlich? Hört sich ziemlich bekannt an, bin mir aber nicht ganz sicher, wenn es stimmt, könnte ich vielleicht noch mehr sagen.
              Gruß Petra

              • Wir kommen aus Schleswig Holstein.
                Vielleicht hast du recht....Ich weiß es nicht :-(.

                Ich hätte da jetzt eigentlich anders drüber gedacht. Wenn er den ESA Abschluss hat muss er ja regulär nur noch 1 mal in der Woche die Schulbank drücken und diese Berufsgrundbildungsjahre machen ja hauptsächlich Praxis und Praktikum. Da wird er bestimmt gut abschneiden. Die hatten in der 8ten Klasse so eine Berufsvorbereitung über die Schule (3 Wochen) die wirklich echt bewertet wurde mit einem umpfangreichen Zeugnis. Da war er super.....
                Da hätte ich aber Angst das ihm nachher für die Berufschule etwas fehlt. Er hat ja Defizite in Mathe die ja auf jeden Fall noch aufgebessert werden müssen. Außerdem haben die Lehrherren denn Angst das er die Berufschule nicht schafft. Quasi im Praktischen gut aber in der Berufaschule keine Sonne.

                Aber vielleicht sehe ich das auch falsch ????

        (12) 05.02.18 - 14:54

        Irgendwie hast du einen "Denkfehler" da drin.
        Du möchtest gern, dass dein Sohn einen Hauptschulabschluss schafft. Auf der aktuellen Schule würde er den wohl gerade so schaffen, aber du erhoffst dir vom RBZ wie durch ein Wunder einen sehr guten Hauptschulabschluss.
        Dir ist aber schon klar, dass die Prüfung am Ende die Gleiche ist, oder? Er wird in den selben langweiligen, verhassten Fächern geprüft. Klar darf er im Wahlpflichtbereich vielleicht eher die praktischen Dinge tun, aber soviele Fächer sind das auch nicht.
        Dein Sohn muss sich ändern. Das RBZ gibt ihm nur ein zusätzliches Jahr. Wenn er dort weiterhin "Null Bock" hat, dann ist der dortige Abschluss sogar eher schädlich im Lebenslauf.
        Wäre es nicht ein viel besseres Ziel, ihn vielleicht sogar bis zu einem Realschulabschluss zu bringen? Deine Ansichten, dass man in Handwerksberufen nur Hauptschule braucht, sind zwar theoretisch (lt. Handwerkskammer) richtig, aber leider nehmen heutzutage die Unternehmen lieber immer einen Abschluss höher. Es kann durchaus sein, dass dein Sohn ohne entsprechendes Vitamin B keinen Ausbildungsplatz bekommt mit "nur" einem Hauptschulabschluss.

        • (13) 05.02.18 - 15:36

          Hallo, du hast natürlich recht. Mein Sohn muss aus dem Quark kommen. Sonst bringt ihm das RBZ garnichts......Dem bin ich mir total bewusst.
          Das ist ja die Hoffnung die ich habe, das er es auch macht. Ob dem so ist kann ich natürlich auch nicht sagen. Es wäre aber vielleicht eine Chance.....

          Das mit dem Realschulabschluss ist allerdings überhaupt nicht realistisch. Mit einem schlechten Hauptschulabschluss kann er nicht weiter zur Schule gehen um eine Realschulabschluss zu bekommen. Das gibt es hier bei uns in SH jedenfalls nicht. Er müsste einen Notendurchschnitt von mindestens 3 (kann auch 2 sein in den Hauptfächern, da bin ich mir nicht ganz sicher) haben um da überhaupt an einer Schule angenommen zu werden. Die nehmen keine Hauptschüler mit Vieren und Fünfen.....Und auch an seiner Schule (Gemeinschaftsschule) könnte er nicht bleiben um das 10. Schuljahr zu machen. Und wiederholenh könnte er da nur wenn er durchfällt. Das steht fest....

          Mit einem guten Hauptschülabschluss hätte er hier bei uns garkeine Probleme eine Lehrstelle zu finden.Gerade im Bereich Bau sind so viele Stellen unbesetzt. Aber die wollen natürlich ein gutes Zeugnis. Bzw. Dreien in den Hauptfächern würden schon reichen.

          LG

          • Um in die 10. Klasse zu kommen, darf er auf MSA-Niveau nur eine 5 haben, sprich im ESA-Zeugnis nur eine 4. Das Gleiche gilt für die Aufnahme in die Berufsfachschule, eine 4 auf ESA-Niveau.
            Er kann schon mit 4er in die 10.Klasse kommen, um Durchschnitt geht es dabei nicht, ob es mit so einem Zeugnis ratsam ist in die 10. Klasse aufzusteigen, ist eine andere Sache
            Was du anstrebst ist das AVSH, das geht mit und ohne ESA. Mit ESA ist mehr Praxis im Stundenplan, was deinem Sohn ja entgegen kommen sollte. Er kann dann in den Betrieben zeigen, dass er anpacken kann, ein Team-Player ist und sich anstrengen will, damit hat er doch viel bessere Karten, als wenn er über das AVSH erst noch den ESA bestehen muss. Dann hat er nur 1 Tag pro Woche Praxis und der Rest ist Unterricht, um die ESA-Prüfung vorzubereiten.

            • Hallo, das ist genau das was ich meine......AVSH

              Ich sehe das ein wenig anders, kann ja vielleicht auch falsch sein.....Belehre mich eines besseren :-)

              Wenn er seinen schlechten Abschluss hat, ist ja erstmal nicht sicher ob er einen Platz am RBZ bekommt weil die Plätze mit ESA sehr begrenzt sind. So wurde es mir letzte Woche vor Ort gesagt. Alternativ landet er denn bei irgendeiner komischen Maßnahme vom Jobcenter oder ähnlich.

              Und bewerben muss er sich ja denn trotzdem mit dem schlechten ESA Zeugnis. Vom RBZ würde er denn zwar auch ein Zeugnis bekommen , das ändert doch aber nichts an den Schulnoten im ESA. Und da legen die Lehrbetriebe doch auch wert drauf. Der fleißigste und teamfähigste Lehrling bringt denen ja auch nichts wenn er die Berufschule nicht schafft. Und das sagt ein schlechter ESA doch aus....

              Mein Sohn ist ja auch noch sehr jung mit seinen 14 Jahren. Wenn er nächstes Jahr noch nicht genau weiß was er machen will kann er ja immer noch etwas Berufsvorbereitenden machen wenn es mit dem ESA klappen würde. Gerade auf dem Bau sind die meisten Lehrlinge ja schon wesentlich älter.

              Oder sehe ich das wirklich falsch????

              VG

              • Ein Lehrherr sieht doch aber auch: der hat nicht mal den ESA an der GemS geschafft!
                Das sind echt die absolut schwächsten Schüler, Schüler mit Förderbedarf, Schulverweigerer, die ohne ESA abgehen.
                Meinst du nicht, dass da die Frage kommen könnte: warum musstest du den Weg über das AVSH nehmen, um zum ESA zu kommen? Was lief an der GemS schief?

                • Nicht falsch verstehen, es ist toll, dass es das gibt, für die, die länger brauchen, aber doch nicht, wenn der Abschluss normal geschafft werden könnte!

                  • Nein, nein, ich verstehe das nicht falsch. Ich bin ja dankbar für jeden Rat den ich bekomme.

                    Ich weiß ja selber nicht was der beste Weg ist. Ich versuche halt für meinen Sohn eine Möglichkeit zu finden das doch noch alles gut wird.

                    Meinst du denn wirklich das ein schlechter ESA-Abschluss an der Gemeinschaftschule mehr wert ist als ein "vielleicht" mittelmäßiger bis guter Abschluss am RBZ???? Mit schlecht meine ich wirklich nur vieren und bestimmt auch eine fünf.

                    Ich habe einfach die Hoffnung das es bei einem Neustart einfach "Klick" machen könnte.
                    An seiner jetzigen Schule fühlt er sich einfach nicht wohl. Das ist auch schon länger so. Er würde auch nie auf seiner Schule wiederholen wollen.
                    Er will da einfach nur weg...Er meint selber er hat da keine Chancen gute Noten zu bekommen. z.B. hat er im vorletzten Halbjahr viel für Mathe geübt und hat tatsächlich in den Arbeiten 2 mal eine 1mit 0 Fehlern geschrieben und eine 3. Trotzdem hat er im Zeugniss nur eine 4 bekommen . Da war er total enttäuscht. Seine mündliche Mitarbeit war wohl nicht gut genug. Er war der Meinung das das nicht stimmt. In Weltkunde war es ähnlich. Da hat er eine 2 geschrieben und trotzdem auch eine 4 bekommen. Danach hat er den Kopf völlig in den Sand gesteckt.

(19) 04.02.18 - 13:55

Hallo!
Meine Sichtweise auf Kinder in dieser Situation:
Ich würde ihn entscheiden lassen. Stell ihm die Möglichkeiten vor und zieh dich dann zurück.
Er weiß, wie er sich fühlt und das Empfinden, aus einer Schublade nicht mehr rauszukommen ist das Lähmendste und demotivierendste im schulischen Kontext in diesem Alter. Ich würde ihm auch nichts raten, denn das kann er später "gegen dich verwenden", wenn es nicht so läuft, wie er möchte. Absichtlich einen Abschluss nicht schaffen zu wollen, den man ggf. schaffen kann, würde ich als Idee nicht unterstützen. Jeder Abschluss ermöglicht den nächsten Schritt und es gibt überall Anschlussmöglichkeiten. Ein Abschluss ist immer etwas wert!

LG Judith

(20) 04.02.18 - 21:37

Was würde denn passieren, wenn er den Abschluss am RBZ nicht schafft?

Angenommen, er schafft den Abschluss dieses Jahr (absichtlich) nicht und geht weiter aufs RBZ und macht dort dann auch einen schlechten Abschluss oder u.U. gar keinen?

(22) 04.02.18 - 23:49

Ich kenne jetzt nicht genau den Zweck und das Klientel eures RBZ. Bei uns gibt es diesen Begriff nicht, um welches Land oder Bundesland geht es denn überhaupt? Nach deinen Angaben vermute ich aber mal, dass der Schultyp für absolute Problemfälle gedacht ist, die anderweitig keinen Schulabschluss und keinen Ausbildungsplatz bekommen können. Vergleichbares gibt es bei uns auch, heißt halt anders. Der Ruf der Absolventen ist aber nicht der Beste, so dass sich allein die Tatsache, auf so einer Schule gewesen zu sein, sehr nachteilig auswirkt. Ich würde einen Abschluss auf einer normalen Schule, selbst wenn er deutlich schlechter ist, auf jeden Fall einem solchen Sonderprogramm vorziehen.

Ist denn ein erfolgreicher Schulabschluss überhaupt Voraussetzung, um eine Berufsausbildung beginnen zu können? Kann er nicht einfach eine Berufsausbildung machen und den Schulabschluss ggf. im Rahmen der Berufsschule erhalten? Wenn er einen Ausbildungsplatz bekommen kann, würde ich einen solchen Weg, so er bei euch möglich ist, auf jeden Fall vorziehen. Das andere ist eher eine Notlösung für Jugendliche, die keine andere Chance haben.

  • (23) 05.02.18 - 15:45

    Hallo, ganz so schlimm ist es nicht.
    Am RBZ kann man alle Schulabschlüsse machen. z.B. wird ein Klassenkamerad von meinem Sohn auch an die Schule gehen um seinen Realschulabschluss dort zu machen. Auch das Abitur kann man dort machen. Also nach oben sind da keine Grenzen.....

    Es ist eine Schule die auf den Schwerpunkt Technik ausgerichtet ist.

(24) 05.02.18 - 10:19

Huhu!

Kann er nicht auch jetzt schon die Schule wechseln (muss ja nicht auf dieses RBZ sein) und ein Jahr freiwillig zurück gehen? Dann könnte er seine Defizite aufarbeiten und wäre raus aus der demotivierenden Situation an seiner jetzigen Schule.

LG

(25) 06.02.18 - 18:48

Wäre es möglich, das er seine jetzige Klassenstufe auf einer anderen Schule, nochmal freiwillig wiederholen könnte, um ein besseren Abschluss zu erreichen....er ist ja erst 14 J.

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