Schulleistungstests

    • (1) 27.02.18 - 08:16

      Hallo,

      wie ich ja hier (https://www.urbia.de/forum/6-kids-schule/5033483-tests-beim-schulpsychologen) schon mal geschrieben habe, hat mein Sohn letzte Woche beim Schulpsychologen einige Tests absolviert.
      (das gesamte "Warum" steht nochmal hier: https://www.urbia.de/forum/6-kids-schule/5021341-bitte-um-rat-und-hilfe-lehrerin-stellt-sich-quer)

      Der Psychologe hat gesagt, dass mein Sohn vom ihm die Empfehlung fürs Gymnasium bekommt, da er die gesamten 3 Stunden konzentriert und motiviert mitgearbeitet hat, in Deutsch und Mathe die erforderlichen Leistungen gebracht hat und im IQ Test einen Wert von 123 erreicht hat (im Vorgespräch hatte er gesagt, dass mind. 115 erreicht werden müssten für Gym).

      Jetzt ging es uns ja aber im zweiten Schritt auch darum, dass wir gerne irgendwie bewiesen hätten, dass die Zeugnisnoten schlichtweg falsch sind.

      Hierzu meinte der Psychologe, dass die Schulleistungstests nicht eindeutig genug ausgefallen sind, sprich mein Sohn hätte eine extremere Abweichung gebraucht. Er hat aber z.B. im Mathetest einen Teilbereich nicht bearbeitet, weil sie das Thema schlichtweg in der Schule noch nicht durchgenommen haben. Da das nunmal im Lehrplan steht, dürfe das aber aus dem Test nicht rausgelassen werden. (In dem Fall ging es um Längenmaße, es wurden Umrechnungen in Dezimeter gefordert. Diese Maßeinheit kennt mein Sohn nicht. Er hätte sich das also auch nicht durch Nachdenken erarbeiten können.)

      Jetzt frag ich mich gerade, was das denn über die Leistung eines Menschen aussagt?

      Wenn der Lateinlehrer meiner Tochter in der Arbeit Konjugationen fordert in einer Zeitform, die im Unterricht noch nicht behandelt wurde, und meine Tochter würde dann 0 von 6 Punkten dafür kommen, dann würde ich auch bei dem auf der Matte stehen und fragen, ob er noch alle Latten am Zaun hat. (rein hypothetisch... meine Tochter hat gsd einen tollen Lateinlehrer)

      Aber in diesem Fall müssen wir das jetzt einfach so hinnehmen?

      Der Psychologe hat das natürlich im Gespräch mit uns schon relativiert und gesagt, dass mein Sohn ja einen super Mathertest abgeliefert hat, wenn man das mit den Dezimetern mal außer acht lässt. Aber auf der Ergebnisseite ist das halt kumuliert und da steht dann der Prozentrang, der mit jedem "Fehler" direkt rapide abnimmt.

      Kann mir das mit den Prozenträngen hier vielleicht nochmal jemand erklären? Das ist ein Thema, welches sich mir überhaupt nicht erschließt. Zum Beispiel hat mein Sohn im Teilbereich "Ordnungsstrukturen" die volle Punktzahl erreicht, hat aber einen Prozentrang von 79. Wie hätte man denn 100% erreichen können?

      (Ich weiß, dass ich auch beim SPZ nochmal nachfragen kann, da die sich aber für uns extra Zeit genommen hatten, die sie eigentlich gar nicht hatten, möchte ich nur im Notfall da noch mehr "stören". Also falls es jemand weiß...)


      LG
      Svenja

      • Hallo,

        kann der Psychologe nicht einfach einen Bericht schreiben und fertig? Er sagt, dass der IQ bei 123 liegt und er die Empfehlung fürs Gymnasium gibt. Jetzt verstehe ich das Problem nicht. Mit dem Bericht kannst du es dann bei der Wunschschule versuchen. Ich würde das Kind jetzt nicht mit noch mehr Tests quälen. Ihr setzt euch dadurch massiv unter Druck.

        LG
        Michaela

        (3) 27.02.18 - 08:30

        Aber weshalb sind die Zeugnisnoten so wichtig, wenn das Schulamt doch eine Gymnasial Empfehlung ausspricht - das hebelt doch das Übertrittszeugnis aus.

        Als ich mit meinem Sohn damals auf dem Schulamt war zur Testung wurde mir auch, auf meine Nachfrage hin wg. Gymnasium oder Hochbegabten-Klasse wenn die Eingangsnoten mies sind wegen Leistungsverweigerung etc, gesagt, dass das Schulamt dies empfiehlt und das Kind dann auch mit unterdurchschnittlichen Leistungen weiter kann. Eben weil die Testung vorliegt.

        Noten sind doch sowieso Schall und Rauch.


        Wichtig ist, dass der Weg geebnet wird. Und das wird er durch die richtigen Leute.

        Du hast jetzt die Empfehlung und gut ist .... somit solltet ihr euch bei einem Gym anmelden können.

        Diese ganze Geschichte drumrum ist einfach im Grenzbereich zwischen Real und Gym ...

        (Mein Sohn hat mit schriftlichem Durchschnitt von 1,6 auch eine Realschulempfehlung, weil die Lehrerin die mündlichen Noten, Heftnoten und Mitarbeit sehr sehr stark wertet und er dann einen Durchschnitt von 1,9 hat. --- (nur Gestaltung+Heftführung 2-3), sonst nur eine 2-, 2en, 1- und 2+-Noten... also weit besser von den NOTEN her, als Dein Sohn... und es war trotzdem Realemfehlung.... --- die Lehrer beobachten halt auch das tägliche Arbeitsverhalten, Mitarbeit usw.... --- da kann schon eine Note tiefer drin sein.... aber gut .... wenn ihr meint, er packt es auf dem Gymnasium, dann soll es ja recht sein, ..... Ihr entscheidet zum Wohle eures Kindes und eures täglichen Ablaufs in der Zukunft... wenn ihr meint, er wird glücklich dort, dann habt ihr doch jetzt alle schriftlichen Voraussetzungen --

      • Hallo Svenja,
        ihr habt jetzt die Empfehlung fürs Gymnasium. Ich würde das jetzt gut sein lassen.

        Beweisen, dass die Noten im Zeugnis nicht korrekt sind, ist in eurem Fall sehr, sehr schwer. Denn der Psychologe gar nicht beurteilen kann, wie die mündliche Mitteilung deines Sohnes im Unterricht war und ob die Noten dann gerechtfertigt sind.

        LG,
        Natalia

        • Bin deiner Meinung, man kann , als Aussenstehender das Zeugnis von der Schule nicht anzweifeln, wenn keiner seine Mitarbeit, sowie hier und da mal eine Aufgabe durch Leichtsinn etc. versemmelt.
          Gestern ein paar Vokabeln nicht beherrscht, heut aber im Kopf ;)

          • Und in NRW ist das noch einen Tick komplizierter...

            Hier geht es viel weniger um eine einzige (oder mehrere) Vokalbelabfrage(n), und viel mehr um die alltägliche Mitarbeit. Tag für Tag werden die Kinder beobachtet und das wird alles dann bewertet.

            Es ist schier unmöglich, wenn man nicht Tag für Tag mit im Klassenraum gesessen hat.

            LG,
            Natalia

            • Bei uns fließt Mitarbeit auch als Note mit ein......aber verstehe deshalb nicht, wenn der Schulleistungstest besser ausfiel, als die bisherige Leistung aus der Schule, warum man die Schule gleich anzweifelt. 1. Bereiten sich Kinder voll auf einen Schulleistungstes vor, versuchen so gut wie möglich mitzumachen und alles zu geben, mündlich und schriftlich, als wie im Alltag in der Schule.5x6 Std. die Wo. bei 40 Wochen im Jahr ist kein Kind stets 100% durchgehend konzentriert und hier da mal was etwas verkackt, weil es doch das Thema erst beim nächstenal 100%kapiert hat....Da im Schulleistungstest eigentlich größtenteil nur eine Wiederholung des bisherigen Stoffes ist, muss er eigentlich besser ausfallen (Ausnahme dessen Dezimeter).

      Armes Kind :-(

      • Da gebe ich Dir Recht.

        Das in der Schule so viel Willkür möglich ist, finde ich auch erschütternd!

        • also mich hat es auch arg geärgert... Ich frage mich, wie ruhig oder sonstwie mein Sohn sein muss, wenn er in Reli eine 1- schreibt und eine 2- im Zeugnis bekommt... (und ähnliches in anderen Fächern).

          wobei: das ist nur bei der neuen Lehrerin so ... vielleicht ist die einfach so ....

          • Wenn er in Mitarbeit eine 3 bekommt#schein

            Hallo!

            Es reicht, wenn die schriftliche Arbeit 25% von der Endnote zählt und er eine 3 mündl. hat.
            Also eigentlich "normal"-ruhig.

            LG, I.

            • mag sein ... ich frage mich nur, warum "normal-ruhig" schon fürs Gymnasium disqualifiziert... (wobei das wirklich wohl die Sichtweise dieser Lehrerin ist, da diese sehr vielen 1komma Schülern eine Realschulempfehlung gegeben hat ...
              Sie hat erst zwei Jahre Lehr-Erfahrung und klingt in der Beurteilung sehr sehr anders als die langjährige Klassenlehrerin, für die Sie nun seit September eingesprungen ist.

              ich kann schwer glauben, dass es auf dem Gymnasium nur Kinder mit Ellenbogen, überzeugender Rhetorik und Dauer-Finger-oben geben soll (so die Meinung hier und das, was die Lehrer so an uns Eltern herantragen als Gym-Anpruch, dem man genügen sollte)
              ... -- aufgrund der Noten, die zu 90% 1komma waren hatten wir schon lange irgendwie den weiteren Weg auf dem Stadtgymnasium gesehen ... und dann kam vor 3 Wochen das "Gespräch" und man fängt schon zu denken an, ....., wenn sie REAL empfiehlt...

              • Und genau das hat der Beratungslehrer an der Schule meiner Tochter auch gesagt. Ich hatte ihn vor drei Jahren nämlich genau das gefragt, weil meine Tochter auch sehr still ist.

                Er meinte: Wieso soll ein schlaues, aber stilles (vielleicht schüchternes) Kind nicht zum Gymnasium gehen? Wenn ein Kind wenig mitmacht, weil es charakterlich "einfach so ist" (und nicht, weil es Dinge nicht weiß), dann wird dieses Kind auf einer Realschule doch nicht plötzlich besser im Unterricht mitmachen!

                Das ist totaler Irrsinn!

                Viele Kinder kriegen den "Dreh" mit 12-13 Jahren. Warum sollen die jetzt warten bis sie 16 sind, dass sie aufs Gymnasium gehen...

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