Update zu "ich weiß mir keinen Rat mehr"

    • (1) 22.03.18 - 15:06

      Update: Am 14.3. waren wir bei der Röntgen- und Gipskontrolle. Ein anderer Arzt hat meine Tochter an diesem Tag behandelt. Er zeigte mir die Röntgenbilder und mich traf der schlag, der Knochen hat sich etwas dumm verschoben (war ja wie gesagt komplett schräg durchgebrochen) und er meinte, er müsse hierzu dringend Rücksprache mit dem Chefarzt halten, das sähe nicht so gut aus…
      Ich habe auch ihn nun gefragt, wie er meint, dass so etwas passieren kann… Selbe Antwort wie bei allen Ärzten, D-Ärzten… „Starker Schlag dagegen“ Habe ich von ihm auch schriftlich bekommen, dass sich die Verletzung mit der Aussage meiner Tochter eindeutig deckt. So, das der Schule zugespielt. Keine Reaktion. Nichts! Für die ist das so nicht passiert und für die Schule das Thema damit erledigt. Das hat man aber nicht mir, sondern meiner Tochter so gesagt.
      Nun ja. Am nächsten Morgen bekam ich einen Anruf vom Chefarzt der Unfallchirurgie hier vor Ort, wir müssen schnellstmöglich zum D-Arzt-Handchirurgen um eine Operation abzuklären, anderenfalls wird sie den Finger nicht mehr in ursprünglicher Form ganz bewegen können. Na Prima. Ganze Arbeit geleistet also…
      Wir bekamen direkt am nächsten Morgen einen Termin und ich rief in der Schule an um denen mitzuteilen, dass sie an besagtem Tag nicht den Unterricht besuchen wird und warum. „Ach was, so schlimm?“ kam am anderen Ende. „Ja, dafür, dass Ihrer Meinung nach nichts passiert ist, ist es SO SCHLIMM!“ Ja, ich wurde etwas energischer…

      Also waren wir am Nächsten Morgen in der Klinik. Der Arzt hatte ja im Vorfeld sämtliche Unterlagen bekommen und Rücksprache mit der Unfallkasse gehalten und war ziemlich ungehalten darüber, dass die Schule es allen Ernstes verweigerte, die Unfallmeldung ihrerseits einzusenden. Das hat dann das Krankenhaus gemacht. Auch der Arzt bestätigte, dass solch ein Bruch NUR durch einen massiven Schlag gegen den Finger passiert sein kann und beim kurzen abnehmen des Gipses zur Begutachtung zeigte er mir sogar die „blauen Flecken“ die belegen, dass es eine Faust war. Er hat sie also direkt mit den Fingerknöcheln getroffen, das sah man sogar. Wurde dokumentiert und fotografiert, Finger wieder geschient und verbunden und nach Sichtung der Röntgenbilder sagte er klipp und klar „Eine Operation würde es noch schlimmer machen, aber den Finger wird sie nicht mehr komplett mit zur Faust ballen können, wie stark die Einschränkung sein wird, lässt sich aber erst nach Abschluss des Heilungsprozesses und der anschließenden Physiotherapie mit Gewissheit sagen“ Der Tag war gelaufen…
      In der Schule wird derweil erzählt, sie sei gestürzt. Unsinn! So kann es nicht passiert sein! Weder zeitlich, noch den Verletzungen nach. Alle reden sich raus… Meine Krankenkasse und private Unfallversicherung haben sich, gemeinsam mit der Unfallkasse und Berufsgenossenschaft nun der Sache angenommen, Anzeige hat das Krankenhaus erstattet, endlich passiert hier etwas, auch wenn es ihr nicht viel hilft. Alle stellen sich dumm, die Schule agiert nicht. Fein, dann sind jetzt eben andere Instanzen dran. Hauptsache ist jetzt, dass alles daran gesetzt wird den „Schaden“ so gering wie möglich zu halten und dass alles gut verheilt.

      • (2) 22.03.18 - 15:15

        Es tut mir leid, dass das für euch solche Konsequenzen hat... Aber ich finde gut, dass ihr vom Arzt bestätigt wurdet und von der Seite aus nun endlich was unternommen wird... Es kann nicht sein, dass solche Leute immer mit allem durchkommen und andere das Nachsehen haben, weil niemand in der Lage ist, was zu unternehmen, aus welchen Gründen auch immer...

        Alles Gute für deine Tochter, ich drücke euch die Daumen, dass der entstandene Schaden möglichst gering bleibt... #liebdrueck

        • (3) 22.03.18 - 16:30

          Danke #liebdrueck
          Und genau das ist es, die Schule wäre doch in der Lage etwas zu unternehmen und tut es nicht.
          Ich bin mal gespannt, wie die sich nach der Faktenlage, die auch ich anhand von Befunden und Bildern nachweisen kann, rausreden wollen, wenn die Berufsgenossenschaft und im schlimmsten Fall auch noch die Polizei da einmarschiert um den Unfallhergang zu prüfen. Dann ist nicht mehr mit "das war sie selbst".
          Und wer nicht einmal auf eine Forderung der Unfallkasse eingeht, sich dort zu melden, der hat auch all das verdient, was dem jetzt nachfolgt. Es reicht. Maßlos.

          Vielen lieben Dank für deine Wünsche, das können wir momentan wirklich gebrauchen.
          Ganz liebe Grüße

      (4) 22.03.18 - 15:57

      Hallo, ich hab Deinen ersten Post still mitgelesen und war (und bin es noch) schockiert über das Verhalten der Schule! Unglaublich!
      Ich drücke euch ganz fest die Daumen für die weitere Genesung eurer Tochter, auch wenn es grad echt nicht gut aussieht mit der Hand. Mann...Ich bin richtig sauer, wie mag es euch erst gehen.
      Wünsche Euch das allerbeste, hoffentlich folgen endlich Konsequenzen!
      🤗 fühl Dich unbekannterweise gedrückt.
      Ella

      • (5) 22.03.18 - 16:24

        Vielen Dank für deine Worte. #liebdrueck

        Sauer bin ich nicht mehr. Das war ich, aber mittlerweile bin ich einfach nur noch maßlos entsetzt über soviel Ignoranz, so viel Aus-der-Affäre-ziehen, so viel Geschichten-erzählen-damit-die-Schule-raus-ist und am Allerschlimmsten finde ich, dass keiner mit mir redet, Keiner! Die Schule will kein Gespräch, weil für die das Thema erledigt ist (gut, was soll mit der Einstellung auch ein Gespräch noch bringen), die Mutter des Jungen interessiert es nicht, die macht nicht einmal die Tür auf, Gespräch also auch nicht möglich...
        Die Schule lässt alles über meine Tochter ausrichten, statt einmal mit mir zu reden, es ist einfach nicht mehr feierlich.
        Ich muss sagen, ich halte mich da jetzt auch zurück, da sind jetzt wie gesagt andere Instanzen dran, wir gehen sonst ja noch kaputt. Und dann ist ihr auch nicht geholfen...

        Liebe Grüße!

        • (6) 22.03.18 - 16:37

          Auweia....Ich verstehe Dich. Ich drücke die Daumen, dass sich jetzt etwas bewegt. Gut, dass sich da jetzt andere drum kümmern und Du erstmal ein bisschen runter komnen kannst.

        • Da fällt mir wirklich nur das Wort Riesenschweinerei ein und ich würde mich ganz sicher anwaltlich beraten lassen. Ganz sicher würde ich auch die nächsthöhere Schulbehörde einschalten. Alles Gute für euch und dass man die Hand bestmöglich in Ordnung bringen kann. LG Moni

    Unfassbar. Aber gut, dass jetzt alles dokumentiert ist. Auch für Spätfolgen wird gehaftet und zwar durch die Schule. Das ist total wichtig.
    Auf die Prognosen der Ärzte würde ich allerdings nicht viel geben--wenn es nach denen ginge, würde ich sabbernd im Heim vor mich hin vergitieren.

    • Momentan gibt es glaube ich nichts, was ich ihr mehr wünsche, als dass du Recht hast mit der Aussage zu den Prognosen, aber ich kenne die Bilder, die Spitze des Bruchs ist knapp vors Gelenk gerutscht (bisschen Platz ist schon noch), also von der Logik her wird der Arzt wohl leider Recht behalten. :-( Ich hoffe nur, die Einschränkung ist nur minimal. Hier hilft uns momentan allerdings nur abwarten... Frühestens Ende Mai werden wir es wissen. :-(

(11) 22.03.18 - 17:32

Hast du mal überlegt den Jungen anzuzeigen? Dann wird hoffentlich das Jugendamt involviert. Dir bleibt bro der Ignoranz von Kind, Mutter und Schule ja eigentlich nichts anderes übrig!

Meinem Sohn wurde mal vor lauter Dämlichkeit was ins Ohr gesteckt. Erst am nächsten Tag kam raus, dass das Trommelfell durchstochen wurde. Ich hab das dann im Hort aufnehmen lassen, die Familie hat sich entschuldigt und es hatte keine gesundheitlichen Konsequenzen - SO muß die Einrichtung und die "Täterfamilie" reagieren! Die Freundschaft besteht weiter.

Gute Besserung und viel Kraft,
Hermiene

  • (12) 22.03.18 - 18:52

    Hallo!
    Die Anzeige hat das Krankenhaus schon gemacht, das Jugendamt werde ich zusätzlich über den Vorfall informieren.

    Dass bei deinem Kind bei eurem Vorfall nichts zurückgeblieben ist ist bei einer solchen Verletzung nicht alltäglich, ein Glück, dass es so gekommen ist. Das freut mich wirklich. :-)

    Ich wünsche mir einfach, dass Menschen, denen ich täglich mein Kind anvertraue, auch alles tun um sowas zu vermeiden und ist es nicht vermeidbar, wenigstens so lange dran bleiben, bis es aufgeklärt ist und es Konsequenzen gibt. Wie soll man da vertrauen? Das ist bei uns komplett weg. :-(

    Liebe Grüße

    • (13) 22.03.18 - 21:40

      Ich verstehe dich gut! Bei uns lief es vorbildlich und so konnte auch die Freundschaft zwischen den Kindern weiter bestehen, ich trinke mit der Mutter weiterhin ein Bierchen und den Hort kann ich wärmstens weiter empfehlen. Hätte aber auch nur eine Seite doof reagiert, ist das Vertrauen hin.
      Eure Schule kann ja nix für das schwierige Kind, aber sie muß adäquat reagieren und nicht einfach abstreiten. So wird weder deinem Kind noch dem Täter geholfen (der ja auch irgendwie Opfer ist).
      Ich drück deiner Tochter die Daumen, dass die Finger wieder beweglich werden. Kinder haben eine unglaubliche Heilkraft!
      LG

Oh je, das arme Kind :-(
Schön, daß es jetzt voran geht und ich drücke Euch ganz fest die Daumen!

Alles Gute Deiner Tochter #klee

(15) 23.03.18 - 16:25

Hi,

sei mal kurz #liebdrueck. Vor allem hoffe ich für deine Tochter, dass es keine bleibenden Schäden gibt, sondern alles sich zum Guten wendet.

Und du machst es richtig! Keine persönlichen Kontakt mehr mit der Schule, den Eltern des unerzogenen Rüpels, egal ob mündlich oder schriftlich. Dieses würde ich nur noch über einen Fachanwalt laufen lassen.

Achte darauf, dass alles wirklich hieb und stichfest ist, abgesichert von der KK und bei der Gemeindeunfallversicherung WEGEN der evtl. bleibenden Schäden - und sei es, dass deine Tochter wenn sie mal 50 ist chronische Schmerzen in diesem Finger aufgrund der Verletzung bekommt. Ganz davon abgesehen, dass sie vielleicht doch den einen ober anderen Job deswegen nicht ausführen kann (vorausgesetzt, dass wirklich bleibende Schäden da sind). Und da die Tragweite des Ganzen enorm sein kann, würde ich wirklich nichts mehr selbst machen etc., mich auch nicht auf Krankenhaus usw. verlassen, sondern alles durch einen Anwalt dokumetieren und abwickeln lassen.

Und, wie gesagt, Anzeige erstatten, auch hier alles über einen Anwalt laufen lassen. Das spart euch definitiv Nerven und ihr könnt sicherer sein, dass nichts übersehen wird, als wenn ihr alles quasi "privat" mit den Institutionen regelt. Ich gehe aber jetzt mal stark davon aus, dass ihr genau das macht, euch nämlich anwaltschaftlich vertreten lassen.

Ich wünsche dir gute Nerven und deiner Tochter, dass alles wieder gut wird!

VG
Gael

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