Widerspruch gegen Klassenleiterverweis

    • (1) 23.03.18 - 22:02

      Hallo
      Ich wieder... also ich rede auch mit ner Freundin drüber, aber mir tut es sehr gut, wenn ihr mir eure Sicht der Dinge erzählt.

      Anfang märz rief mich die klassenleiterin meines sohnes an und sagte, es habe einen vorfall gegeben und wir müssten einen termin machen und reden.
      Mag ich ja, solche Andeutungen. #aerger Ich hab ihr dann noch aus der Nase gezogen, dass mein sohn einanderes kind mehrfach mit dem kopf gegen ne wand geschlagen habe, auch noch den besten freund und auch nicht von ihm abgelassen habe, als dieser um hilfe rief. Ein anderes kind habe den vorfall gesehen und bestätigt.
      Als ich mir die namen nennen ließ, klärte ich die lehrerin erst mal darüber auf, dass ich die beiden jungs dafür kenne, dass sie meinem sohn auch schon vor unserer wohnung schon öfters streiche gespielt haben. Unser sohn hat ein eingreifen von uns abgelehnt und nur gemeint "die sind eben blöd". Also nix mit "bester freund"!
      Ich hab meinen sohn gleich nachmittags darauf angesprochen. Wie erwartet hat er von dem vorfall auch nur erzählt, dass es ein spaß war und der andere einfach blöd sei. Ich schlug vor, dass wir das opfer mal anrufen und uns mal persönlich entschuldigen. Mein sohn versuchte dann ne woche lang seine nummer zu bekommen (ausgerechnet der ist nicht in der whattsapp-gruppe!) Und ich habe in den whattsapp verläufen, in denen er klassenkameraden um die nummer bat, gesehen, dass ihm die keiner geben wollte. Irgendwie auch verständlich, wenn die jungs in so nem angespannten verhältnis zueinander stehen.

      Mein Mann und ich sind dann zum Gespräch gekommen und sie erläuterte uns die Situation. Dass das opfer im unterricht gesessen habe und sich den kopf gehalten habe. Dass sie fragte, was ist und er meinte, dass unser sohn ihn mehrfach gegen die fliesen geschlagen habe. Sie sah eine gerötete stelle und schickte ihn ins sekretariat zum kühlen. Uns sagte sie, sie habe angst gehabt, er könne eine Gehirnerschütterung haben.
      Unser sohn habe ausgesagt, er habe mit dem schüler spaß gemacht und ihn versehentlich gegen die wand geschubst.
      Wir argumentierten, dass das opfer vielleicht nicht ganz die wahrheit gesagt habe. Außerdem argumentierten wir, dass der zeuge nicht im besten verhältnis zu unserem sohn steht und ihn öfters mal in die pfanne haut.

      Unser sohn sagte uns später auch, dass der junge gar nicht alles sehen konnte, weil er mit dem rücken zu ihm und dem opfer stand.
      Wir sind immer sehr entgegenkommend zu der lehrerin gewesen und haben sie auch über unsere bemühungen informiert unserem sohn bei seinen verhaltensproblemen zu helfen. Wir informierten sie auch über die ads-diagnose, die wir ende februar erhielten.
      Im Gespräch war es schon so, dass sie auf nichts von unseren argumenten einging. Sie sagte, es folge ein verweis, auch wegen seines schlechten verhaltens im unterricht. Wir waren auch bereit den anzunehmen. Dass unser sohn kein engel ist, wissen wir.
      Auf die ads-diagnose sagte sie, dass sie das nicht berücksichtigen könne, da müsse er erst nen i-status bekommen.

      Am 21.03. Kam der verweis an und ich habe jetzt allein auf grund der formulierung doch widerspruch eingelegt. Zum einen hat sie unsere argumente dargestellt, als wären wir total uneinsichtig, desweiteren nutzte sie die formulierung "sie räumten ein, dass es zu einem vorfall gekommen sei" - was soll ich denn einräumen? Ich war doch nicht dabei #kratz
      Den "vorfall" beschrieb sie auch weiterhin so, als wäre das faktisch so passiert.
      Glaub ich aber nicht. Dafür weichen die versionen der kinder zu sehr voneinander ab. Mein sohn hat untertrieben und der andere junge hat übertrieben.
      Wir haben unseren sohn noch mal befragt und ihn die Situation im rollenspiel nachstellen lassen. Was wahrscheinlich passiert ist, war, dass das opfer meinen sohn beleidigt hatte, so wie er es schon oft getan habe. Üblicherweise reagiere mein sohn mit nem rempler auf sowas und das opfer finde das normalerweise lustig. An dem betreffenden tag stand er aber blöd an der wand. Durch den rempler stieß er sich den kopf. Er habe dann gesagt "ey lass mich in ruhe", und nicht geschrien.
      Die version kommt dem ganzen vermutlich am nächsten.

      Wie gesagt, den verweis hätte ich wohl hingenommen, aber ich fühlte mich durch die formulierung und die verfälschung unserer Argumente wie betrogen.
      Wir haben jetzt einen widerspruch eingelegt und um ein erneutes Gespräch gebeten. Den brief habe ich heute morgen bei der schule eingeworfen.
      Heute kam mein sohn heim und erzählte, dass er wieder angezählt wurde. Sie hatten wandertag und waren in nem sportpark. Mein sohn muss wohl auf den Schiedsrichterstuhl geklettert sein. Er sagte, es habe keiner gesagt, dass er da nicht drauf darf (sollte man sich denken können, aber naja..) Jedenfalls habe die Klassenlehrerin angekündigt, dass es konsequenzen gebe. Mixh hat keiner angerufen und ich sitze momentan auf heißen kohlen und fühle mixh wahnsinnig hilflos.
      Was ist denn, wenn sie das Gespräch ablehnt?
      Was passiert denn bei nem zweiten verweis?
      Was mache ich denn überhaupt in der ganzen Geschichte. Sonst war sie ja wenigstens halbwegs zugänglich in den gesprächen. Auch wenn sie schon manchmal arg übertrieben hat (sie erzählte mal, dass unser sohn auf eine konsequenz von ihr sehr wütend reagiert hat und sie angst vor ihm hatte und befürchtete, er ziehe ein messer - der junge ist 11!!! 1, 50m groß und wiegt 40kg!!!) War ich stets verständnisvoll und gab ihr auf ihre anfrage hin vorschläge, wie wir besser miteinander auf unseren sohn einwirken können. Aber weder ruft sie an, schreibt keine mails und in sein "muttiheft" schreibt sie auch nicht. Es kommt einfach irgendwann ein batzen und die bitte, ihm zu sagen, dass er sein verhalten ändern soll. Unser sohn ist inzwischen hochgradig frustriert und sagt ganz offen, dass er alles drum geben würde, wenn er das einfach so könne. Inzwischen sieht er ja auch keine aussicht mehr darauf, dass sich benehmen lohnt, weil sie gutes verhalten von ihm ignoriert. Als wir sie um eine positive Rückmeldung nach einer wirklich guten woche baten (sogar sie mathelehrerin ließ ein lob im muttiheft), meinte sie, dass sich unser sohn nur "normal" benommen habe. Seit dem gabs keine gute woche mehr.
      Jedenfalls macht sie komplett dicht und ich weiß nicht, was ich tun soll. Inzwischen kann ich mich auch nicht mehr gegen den Eindruck wehren, dass sie mein kind auf dem kieker hat. Das ist doch dem jungen gegenüber nicht fair!
      Sie weiß von unseren bemühungen, die situation zu verbessern und geht jetzt erst recht auf ihn los! Was soll das denn??? :-(
      Helft mir bitte mal, die Situation klarer zu sehen. Ich reg mich da ganz schön auf. Was bedeutet so ein klassenleiterverweis denn?.

      • "Sie weiß von unseren bemühungen, die situation zu verbessern" und geht jetzt erst recht auf ihn los!

        Davon lass ich jetzt im Text nichts heraus, ausser mit dem Hinweis, das Opfer könnte evtl nicht ganz die Wahrheit gesagt haben, sowie den Zeugen anzweifelt habt und den Hinweis, dass euer Sohn doch ADS hätte. Da sieht eine Lehrerin "nur die Bemühung", euren Sohn in Schutz zu nehmen und anderen (inkl.ADS) die Schuld zuzuweisen.

        Ich würde mal neutrale Schüler fragen, ob euer Sohn wirklich so schlimm ist, wie die Lehrkraft sagt..im Enddefekt, bist du in der Schule nicht dabei, dein Sohn wird automatisch alles verharmlosen .......da sollte man beteiligte Personen vom Unterricht mal befragen ;)

        • Das ist auch mein eBefürchtung, dass die Lehrerin glaubt, wir nehmen unseren sohn nur in schutz.
          DAss unser Sohn in der Schule schwierig ist, ist fakt. Da brauch ich nicht dran zweifeln.
          Er macht geräusche, er vergisst sich manchmal komplett und schreibt nciht mit, er genießt seine rolle als klassenclown, er kann ncith mit anderen kindern spielen, es endet immer in einer rangelei. Er rükt anderen kindern immer zu nah auf die Pelle. Ist alles wahr. Ist alles schon 100000 mal angesprochen. Ist alles schon in den 7 Jahren, in deden die Probleme bestehen bearbeitet worden.
          Seine Art und weise, mit anderen kindern umzugehen konnten wir nicht ändern.
          Zumindest hat er Freunde. Das ist schon mal viel wert. In der Grundschule stand er mal weinend vor uns und meinte "wisst ihr, warum ich so scheiße bin? Weil ich aus ner anderen stadt komme!" (wir waren damals kurz vor schuleintritt umgezogen). Da kommt einem das kalte grausen, wenn das eigene kind so von sich spricht.

          Wahr ist auch, dass ihm bewusst ist, dass er durch sein verhalten von der schule fliegen kann. von einer ist er ja schon geflogen.
          Wahr ist auch, dass er sich tageweise benehmen KANN - ihn das aber auch anstrengt.
          Mir ist es lieb, wenn er sich in der schule anstrengt und daheim dann am rad dreht. Klar geht nicht alles, aber ich versuche momentan meine prioritäten anders zu setzen, um ihn zumindest daheim zu entlasten.
          nach den letzten ferien habe ich gemerkt, dass sein schlechtes verhalten auch schlicht stressbewältigung ist. in den ferien war er ein freundlicher, zuvorkommender junge, der seinen tagesablauf selbst geregelt bekam, selbst gekocht hat und auch mit dem kleinen bruder sehr schön spielen konnte.
          Wenn schule ist, hat er stress und zwar mehr, als er in seinem alter mit der schule haben sollte. ich muss auch ehrlch sagen, das ich inzwischen nichts dagegen hätte, ihn auf die oberschule zu geben. Die kennen das mit dem ads ja eher als die gymnasien.

          ich wollte mein kind nciht entschuldigen. ich wollte, dass die lehrerin weiß, dass wir wirkich was tun. Er soll medikinet bekommen. es hat halt bis vergangenen mittwoch (22.03.) gedauert, bis wir einen kinderarzttermin bekommen haben, um überhaupt abzusprechen, dass er das bekommen soll. kommenden mittwoch wird er untersucht und dann kanns los gehen.
          dazu kommt ja, dass wir die lehrerin bitten müssen, sein verhalten einzuschätzen, da er erst mal die kurzzeitwirkende medikation kriegen soll. ICH krieg von dem veränderten verhalten dann nichts mit. ich hab sogar gehört, dass es nach abfall des wirkstoffes zu stärkere verhaltensproblemen kommen soll. Also muss uns die lehrerin da helfen. Und genau DAS tut sie NICHT. Sie hat uns bis heute den Fragebogen nicht ausgefüllt, mit dem sie die ausgangssituation festhalten soll.

          ich weiß im moment nicht, wie ich vorgehen soll, damit es eben nicht so aussieht, als würden wir sein verhalten auf äußere umstände schieben.
          Ich meine: prinzipiell kann er für einige dinge nichts. DAs ist ja Fakt. Du müsstest meinen großen Bruder sehen. Der hat das mit sicherheit. Er ist jetzt 38, lebt bei unserer mutter, hat keine familie, arbeitet seit 20 jahren in einem beruf den er nicht mag und lebt komplett als einsiedler. Er ist nicht glücklich. Droht regelmäßig sich umzubringen. Droht regelmäßig unserer mutter, sie fertig zu machen und demoliert ihre wohnung. ich habe ihn seit 2 jahren nicht gesehen, weil er zu keiner familienfeier mehr kommt und kinder hasst (weil er gern selbst welche hätte).
          Das wird aus unserem sohn, wenn wir nicht in die spur gehen. er hat schon extreme ähnlichkeit zu unserem bruder. gerade was den kontakt zu anderen menschen angeht. das ist nun mal auffällig. Er KANN anders. aber nur, wenn er ausgeruht ist.
          Und das ist nun mal fakt. Da kann ich reden strafen und tun was ich will. Ein komplett normales sozialverhalten kriegt er nicht hin. zumindest nicht dauerhaft.

          und ich mag einfach nur, dass das ads als behinderung erkannt wird. mir hilft es doch auch, wenn ich in ner klasse weiß "der hat ads" oder "er ist ein heimkind". Das macht das verhalten nicht besser. Aber ich kanns besser für mcih verarbeiten. dann fühle ich mich halt nicht beleidigt, wenn ein junge, der seit 10 jahren in den heimen rumgereicht wird und zwishendurch von seinem alkoholkranken vater verprügelt wird Kotzgeräusche macht, wenn er mich sieht. Dann konzentriere ich mich eben darauf, dass der junge hochintelligent ist und das potential hat, vielleicht doch nen handfesten beruf zu erlernen. Gut, ich hab die kinder nur 2 mal in der woche und auch nur 10 - dafür aber 10 mal so kinder wie meinen sohn und schlimmer. Die klassenlerherin hat unseren sohn täglich, und 24 kinder in der klasse. aber der rest der kinder ist ziemlich sozial. ich staune im whattsapp-chatt sehr, wie sozial es da zu geht. wie wenig blödsinn da drin steht.

          Ich würde mir eben wünschen, dass sie sein verhalten nciht so persönlich nimmt. Man kann doch als lehrer die kinder nicht so nah an sich ranlassen und jedes Verhalten dann so moralisieren. Das macht sie ja nicht nur mit unseren sohn so. vor 2 wochen war elternabend, da hat sie es tatsächlich gebracht, die gesamte elternschar auszuschimpfen, weil die kinder nicht 100% passen und in den pausen rumrennen. Ja?? Sind 5.klässler??? Die rennen???!. #kratz
          Wenn man ihren worten glauben schenkt, hat sie ne horde assoziale bekommen.
          hat sie noch nie 11jährige erlebt?
          Zugegeben, es ist ihre erste klasse, aber lernt man im studium nicht, wie man mit kindern umgeht???

          • Ich denke, Euch kann nur noch eine Psychotherapie helfen, um die Ursache seiner Verhaltens zu ergründen. ADHS allein löst nicht so eine EXTREME aus....ich denke das da auch eine Aufmerksamkeitsdefizit dahintersteckt.

            • Die Abkürzung ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität. Was genau soll das jetzt sein, wenn zu ADHS noch ein Aufmerksamkeitsdefizit hinzukommt? #kratz

      Naja ehrlich gesagt bedeutet es erstmal, dass ihr eurem Sohn nicht immer wieder erzählen solltet, an seinem Verhalten seien andere Leute oder unglückliche Umstände schuld.

      Es ist jetzt passiert, was passiert ist. Er sollte sich einsichtig zeigen und ihr Eltern solltet nicht ständig bei den Lehrern auf der Matte stehen, sondern einfach mal bei eurem Sohn.
      Ihm erklären, dass er schon Ärger genug hat und sich besser erstmal unsichtbar macht.
      Im übrigen finde ich es Wahnsinn, von den Lehrern zu verlangen, dass sie ein Kind für normales bis gutes Verhalten noch über den grünen Klee loben sollen. Wo kommt man denn da hin bei 24 von 28 , die das ohnehin tun?

      Ich sage das übrigens als Mutter eines kleinen Rabauken, der auch mitunter gern denken will, er sei zu seinen Schandtaten "genötigt" worden. Das muss man denen AUSTREIBEN. Nicht es UNTERSTüTZEN.

      Viel Erfolg

      • Mit "Austreiben" hab ich aufgehört, als mein sohn mir erklärte, wann er sich wo das Leben nehmen will.

        Ich finde, 11jährige sollten nicht von selbstmord reden. Beim letzten mal haben wir ihn eingepackt und wollten ihn zur psychiatrie fahren. Ich geh doch nicht normal auf arbeit, wenn ich mein kind abends 20:00 im flur erwische, weil er sich rausgeschlichen hat und grad drauf und dran war, sein rad zu holen um zu verschwinden. Bei -15°C.
        Wir haben bis 23:00 gesessen und mit ihm geredet. Dann gings wieder. Er hat sowas auch nicht noch mal gemacht.
        Aber ich werde auch ganz bestimmt nicht mehr so nen druck auf ihn ausüben. ich KANN sein verhalten in der schule nicht beeinflussen. und er WEISS, was er falsch macht und ist VERZWEIFELT, dass es nicht anders geht.
        Du müsstest ihn beim hausaufgaben machen zusehen. Es ist der absolute graus. er würfelt in mathe alles wild durcheinander. er kämpft regelrecht, wenn er geografie machen muss. er schlafwandelt - hat sich in der nacht mit dem haarschneider ne große ecke haare abrasiert. Und ja, er schlafwandelt tatsächlich.

        Und ICH steh nicht ständig auf der Matte. Ich werde einberufen.
        Und ihm mal ein nettes wort sagen, wenn er sich benommen hat, finde ich schon angebracht. Die mathelehrerin hats auch hingekriegt und frau klassenlehrerin wischt das alles weg, als wärs ncihts. Unser sohn war so stolz auf sich!

        • "Mit "Austreiben" hab ich aufgehört, als mein sohn mir erklärte, wann er sich wo das Leben nehmen will."

          Ja, ich weiss, was ich jetzt sage, ist heikel, aber ich habe zwei Jungs von 12 und 14 und ich habe (ich dachte jedesmal, ich höre nicht richtig) diesen Spruch schon von BEIDEN mal so versuchsweise um die Ohren gehauen bekommen. Erschrockene Rücksprache mit anderen Eltern haben ergeben, dass auch deren kleine Pappnasen es natürlich raus haben, eine keifende Mutti auf diese Weise sofort und für immer zum Schweigen zu bringen.
          Ich will damit nicht sagen, dass man nicht hellhörig werden sollte. Aber wenn ein Kind immer "Selbstmord" brüllt, wenn es Ärger bekommt, dann halte ich das für Taktik.

          "Austreiben " klingt ja irgendwie immer so brutal. Irgendwie, als würde man das Kind anbrüllen und vermöbeln. Ich meinte eher sowas wie standhaft bleiben gegen die Versuchung, das Kind besser dastehen lassen zu wollen, wenn es Mist gebaut hat. Ich glaube, wenn man wirklich will, dass es im Leben klar kommt, dann, indem man ihm beibringt, dass gewisse Verhaltensweisen einfach nicht gehen und nicht akzeptiert werden. Auch nicht von liebenden Eltern.

          Ich habe noch einen Tipp, mit dem ich sehr gut fahre: Ich vermitteln meinem Sohn, dass ich mit den Lehrern an einem Strang ziehe. Es gibt nicht "Wir gegen die ". Es gibt "baust du Shice, hast du mit ALLEN Ärger".

          (9) 24.03.18 - 12:13

          Warum hatte er bisher keine Verhaltenstherapie? Warum fangt Ihr erst jetzt mit Medikinet an????? Warum muss das Kind so lange leiden? In der Psychiatrie wäre er wahrscheinlich besser aufgehoben gewesen, da dann die Therapien einfach schneller greifen!
          Nur mit Reden kann man einem ADS oder ADHS-Kind NICHT helfen, das belastet nur immer mehr!

          • (10) 24.03.18 - 13:13

            Im textvsteht, dass wir seit 7 jahren in therapie sind.
            Er war auch schon 6 monate in der tagesklinik und die haben uns das ads immer wieder ausgeredet. Wir hatten damals auch drumherum ganz viele probleme und wir haben alle sehr von der tagesklinik profitiert.
            Wir sind inzwischen wirklich gut eingespielt.
            Es ging jetzt erst mit dem schulwechsel wieder richtig los. Und ich bin eben erst vor kurzem auf die idee gekommen, dass das extreme verhalten meines bruders eben keine bindungsstörung ist sondern vielleicht was ist, was ich an mein kind vererbt habe.
            In den konzentrationsteyts hatte unser sohn ja immer überdurchschnittliche ergebnisse. Jetzt weiß ich wieso: er ist überdurchschnittlich intelligent und kann damit die konzentrationsprobleme in den tests kompensieren. Im spz hat er tests beim logopäden, ergotherapeuten und psychologen gemacht und das gesamtbild ist deutlich aussagekräftiger als die konzentrationstests allein.
            Interessant daran ist, dass ich schon vor 5 Jahren gesagt habe, dass er probleme beim hören hat und siehe da: sein hauptproblem ist die auditive wahrnehmung.
            Wir haben die letzten 7 jahre viel gemacht und wir haben davon alle profitiert. Aber es war eben nicht 100% das Richtige.
            Und jetzt fangen wir von vorn an. Tippeltappeltour.

        Dein Sohn braucht ganz dringend Hilfe.

        Meiner (fast 14) leidet auch an ADS und er hatte bis zur 5. Klasse ähnliche Probleme.
        Problematisch ist dabei, dass "solche Kinder" sich meist immer zum Problemmagneten machen. Sie suchen auf der einen Seite Anerkennung und "ein gemeinsames Miteinander" mit anderen Kindern, ecken aber dabei meist an - eben durch ihre Art und Weise.#zitter

        Bei meinem Sohn wurde es ganz rapide bessern, nachdem er eine Bioresonanztherapie gemacht hatte. Seitdem ging alles steil bergauf. Er ist seit diesem Schuljahr aufgrund Auswahl der Wahlpflichtfächer in eine komplett neue Klasse gekommen, was für ihn perfekt war. Er konnte nochmal ganz von vorne anfangen, versteht sich suuuuper mit den neuen Klassenkameraden. Er wurde sogar zum Klassensprecher gewählt und trifft sich auch außerhalb der Schule mit seinen Kameraden. Einfach nur perfekt - ich hätte es mir nie so zu erträumen gewagt.

        Alles Gute!

        • Hi!
          Kannst /willst du mir genaueres zur Bionanztherapie schreiben? Gerne als PN.
          Welche Probleme haben sich verbessert? Welche Art Bioresonanz habt ihr gemacht? Anzahl Sitzungen?
          Ich habe schon positive Erfahrungen bei Neuro und Asthma gemacht.
          Wir denken grad über Neurofeedback nach. Aber das Kind ist sehr besonders und ob da Neurofeedback das Richtige ist weiß ich nicht.
          LG,
          Hermiene

(13) 24.03.18 - 00:45

Hallo,

ich weiß nicht, was ein Klassenleiterverweis bedeutet. Ich weiß nur eins, es steht Aussage gegen Aussage. Du weißt auch nicht, was genau vorgefallen ist. Wenn Du deinen Sohn auf dieser Schule halten willst, brauchst Du bzw. dein Sohn den Rückhalt von Lehrern und anderen Schülern. Gibt es keine Sozialarbeiter oder Vertrauenslehrer an der Schule, die da "vermitteln" können?

Alles Gute! 🍀

  • (14) 24.03.18 - 07:09

    Nein. Leider nicht. Ich würde mir sehr wünschen, wenn die einen hätten. Aber die Sozialarbeiter gibts hier nur an den Oberschulen.
    Aber auch nur einen. Für alle.
    Meine Firma stellt die sozialarbeiter im Landkreis. Wäre mein sohn auf einer dieser schulen, ginge sicher einiges einfacher.
    #aha
    ich glaub, ich hab ne idee... #kratz

(17) 25.03.18 - 10:12

"Ich weiß nur eins, es steht Aussage gegen Aussage."

Was soll das denn jetzt bedeuten? Sollen die Lehrer jedes Mal die Hände in den Schoß legen, wenn "Aussage gegen Aussage steht"?

Dann ist bald Hauen und Stechen auf dem Schulhof. Kein Kind ist so blöd, ein anderes gegen die Mauer zu schubsen, wenn der Lehrer daneben steht.

Mein Kind hätte für "ich hab den versehentlich geschubst" einen deftigen Einlauf kassiert. Und wenn er dann gemeint hätte, das Opfer habe übertrieben, hätte er zur Antwort bekommen: "Schubs kein Kind gegen die Wand, dann passiert dir sowas nicht."

Punkt, Feierabend.

Kinder brauchen nach solchen Vorfällen KLARE Signale der Erwachsenen und kein "dein Verhalten war zwar falsch, ABER..."

LG

  • (18) 25.03.18 - 14:27

    Wir wissen nicht ganz genau, was und wie es passiert ist. Aber die TE weiß es auch nicht. Sie weiß nicht, ob das Opfer provoziert hat oder nicht, aber sie vermutet es. Es kann also sein, dass das Verhalten des Sohnes verharmlost wird. So oder so, sein Verhalten ist im Allgemeinen problematisch, das liegt auf der Hand.
    Hauen und Stechen gutheißen? Ich nicht!

    • (19) 25.03.18 - 19:48

      Mir wäre es als Mutter völlig hurz, ob das Opfer vorher provoziert hat oder nicht. Ich würde sogar noch weiter gehen: Die wenigsten Kind hauen andere mit dem Kopf gegen die Wand, ohne dass vorher etwas gewesen ist. Ich würde tatsächlich sogar davon ausgehen, dass vorher etwas war!

      Es ist aber völlig egal, was vorher vom Opfer gesagt wurde - das Kind hat massiv Gewalt ausgeübt, statt sich verbal zu wehren oder die Hilfe der Erwachsenen einzuholen. Und es muss ihm klargemacht werden, dass das ein No Go ist.

      Ich würde die Frage: "Was war vorher" nur aus EINEM Grund mit meinem Kind klären. Um es anschließend zu fragen: "Aha, und dann darfst du ihn mit dem Kopf gegen die Wand hauen?"
      Mit dieser Frage wird eigentlich jedem Kind sehr schnell klar, dass "der hat mich provoziert" zwar ein Grund ist, aber kein Argument.
      Kinder sind ja nicht doof.

      Anschließend würde ich mit ihm klären, wie er sich in einer solchen Situation RICHTIG verhält und dass er für sein falsches Verhalten jetzt die Konsequenzen tragen muss.

      Wenn DAS geklärt ist, kann man - falls das andere Kind öfter provoziert - mit den Lehrern auch hierüber sprechen. Allerdings NICHT, um "Argumente vorzubringen", sondern um zu klären ob das Kind IN ZUKUNFT Hilfe braucht, damit die Provokationen aufhören.

      • (20) 26.03.18 - 13:46

        Du hast ganz Recht. Gewalt geht nicht und wenn ein Schüler Gewalt anwendet, ist er untragbar. Zum Schutz der anderen muss dann dieser Schüler gehen.

        • (21) 26.03.18 - 16:54

          Es kann ein wichtiges Zeichen für die Mitschüler sein, ein Kind für einen oder mehrere Tage vom Unterricht zu suspendieren.

          Ob das im vorliegenden Fall notwendig ist, entscheidet die Schulleitung. Wenn ich die TE richtig verstanden habe, wurde es bei einem schriftlichen Verweis belassen.

          Ich kann die TE menschlich auch verstehen, darum geht es gar nicht. Ich weiß nur als Lehrerin, wie fatal es ausgeht, wenn man sich an diesen endlosen "was haben die anderen Kinder denn vorher gemacht und wissen Sie überhaupt zu 100%, dass..." Diskussionen aufreibt.

          Dadurch wird das Kind (werden GERADE ADHS Kinder!) vollends desorientiert (mein Verhalten war nicht in Ordnung, ABER...), wo eine klare Linie aller Erwachsenen in die gleiche Richtung unbedingt notwendig ist.

          Deshalb reite ich da so drauf rum. #schwitz

          LG :-)

          • (22) 26.03.18 - 18:24

            Das kann das System
            -Schule-Eltern- auch bei aller Konsequenz nicht alleine wuppen.

            Eine stark ausgeprägte ADS, die sich über Jahre ungestört manifestieren konnte und unter der die davon betroffenen Kinder in bestimmten Situationen vollkommen enthemmt agieren, gehört in professionelle, fachärztliche Hände.

            Ich bin immer wieder erstaunt, wie lange derartige Störungen innerhalb der Bildungseinrichtungen (unfreiwillig) toleriert werden und wie wenig Unterstützung die Schulen erhalten.

            Das zieht so einen immensen Leidensdruck und so viel Frustration bei allen Beteiligten nach sich.

            Viele Lehrer sind außerdem mit diesem Störungsbild nicht wirklich vertraut und fordern von den Kindern Dinge, die sie nicht leisten können. So werden diese dann nachfolgend ständig mit ihren Schwächen konfrontiert und reagieren, je nach Naturell, irgendwann mit Aggression oder mit komplettem Rückzug.

            • (23) 26.03.18 - 19:16

              Im Prinzip bin ich da ganz bei dir.

              Möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir Lehrer die Eltern nur beraten können, zum Arzt zu gehen. Die Eltern zu beraten, ob und welche außerschulischen Therapien notwendig sind liegt im Aufgabenbereich des Arztes.

              Ich persönlich gebe den Eltern immer einen Förderplan mit, in dem beschrieben ist welche Auffälligkeiten das Kind zeigt und welche Maßnahmen die Schule trifft. Falls das Kind länger bei mir ist, zusätzlich eine Evaluation über den Erfolg vergangener Fördermaßnahmen.

              In gravierenden Fällen schreibe ich zusätzlich unter den Förderplan: "Die Eltern wurden darauf hingewiesen, dass die schulischen Maßnahmen alleine voraussichtlich nicht ausreichen, um ein erfolgreiches Lernen zu gewährleisten. Die Eltern wurden gebeten, vom Arzt abklären zu lassen, ob außerschulische Diagnostiken/ Therapien notwendig sind."

              Damit bin ich am Ende meines Kompetenzbereichs. Ob die Eltern dann zum Arzt gehen und ob sie meinen Förderplan dort auch vorlegen, entzieht sich meinem Einfluss.

              Und auch auf den Arzt habe ich keinen Einfluss. Wir haben einen im Einzugsgebiet, für den ist es schon eine Kompetenzüberschreitung seitens der Schule, wenn unser Sonderpädagoge nach der Einschulungsdiagnostik sagt: "Lassen Sie bitte abklären, OB (!) eine logopädische Behandlung erforderlich ist" (und da ging es um ein Kind, das er kaum verstanden hat beim Einschulungsgespräch)
              Da kommen dann böse Anrufe vom Arzt, wie man es denn wagen könne... #augen

              Die meisten Ärzte sind natürlich nicht so, aber auch das gibts.

              LG

(24) 24.03.18 - 05:50

Hi,
in der Regel gibt es Sozialarbeiter, Psychologen, etc. die für die Schule oder den Schulberband zuständig sind. Die schreiten bei Konflikten ein, vermitteln zwischen Schülern und Lehrer.

Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Die Jungs scheinen sich eh schon nicht zu mögen aber es scheint ja was dran zu sein, das dein Sohn ihn körperlich angegriffen hat sonst hätte er sicherlich keine rote Stelle am Kopf gehabt.
Dieses "ausversehen schupsen" sorry, das scheint doch eher nach Ausrede zu riechen, denn davon schlägt der Kopf nicht gegen die Wand.

Di warst nicht dabei, wer jetzt übertrieben und wer untertrieben hat.
Suche das Gespräch und wenn die alehrerin icht will, gehst halt zur Svhulleitung.

Aber sei gewiss, , du schreibst selber, AHDS, I-Kraft, dein Sohn nicht immer unschuldig ist, er nicht auf Regeln achtet , ihr seid im Gespräch mit der Lehrerin, da dein Sohn Verhaltensprobleme hat etc.. etc.

Anstatt ihn jetzt ständig in Schutz zu nehmen, solltet ihr gewaltig einschreiten und zu Hause mal die Hosen stramm ziehen,. Du scheinst aber alles zu entschuldigen...der macht eigentlich was verbotenes aber solange es keiner zu ihm expliziet sagt, kann er es ja nicht wissen -also ist es wieder halb so schlimm.

In jeder Klasse gibt es diese Querschiesser. Und im "Muttiheft - sorry er ist 11!!!- muss nicht jeden Tag alles stehen, da reicht meiner Meinung nach mal eine Bestellung in die Schule, um über das Verhalten des Kindes zu reden.
Und ich vermute mal, das es die letzten Jahre auch nicht ohne war. Ihr seid schon im Gespräch wegen Verhaltensproblen mit Eurem Kind....

Jetzt scheint es eskaliert zu sein und da heisst es zu handeln. Als AHDS Kind ist er doch in Therapie, da würde ich eher mal ansetzen, ob man hier deinen Sohn helfen kann.

lg
lisa

  • (25) 24.03.18 - 07:16

    wie kann ich denn den eindruck abwenden, dass ich ihn nur entschuldige.
    Wir haben jetzt im letzten halben jahr den zirkus mitgespielt und "ihm die hosen stramm gezogen".
    Der arme kerl hat den wunsch zu sterben, weil ihn das alles überfordert.
    mir macht das angst.

    was tu ich denn als mutter eines kindes, das seine impulse nicht steuern kann? daheim kann ich ja mit seinem problem umgehen, aber was soll ich denn tun, wenn er in der schule ist? Wie man sich richtig benimmt, weiß er ja. Kann er aber stellenweise nicht. Wenn man ihn in der gruppe erlebt, merkt man schnell, dass er seine eindrücke nicht filtern kann. er nimmt alles auf einmal wahr. da sind die worte des lehrers genauso wichtig, wie das geschwatze drei bänke weiter.

    eine alternative zur 24-kinderklasse gibts hier nicht. Entweder gymnasium oder oberschule und große klasse oder lernförderschule und kleine klasse. Dazwischen ist hier nichts.
    Es gibt noch ein gymnasium in einem anderen landkreis, welches sich auf schüler mit sonderpädagogischen förderbedarf einstellt, aber da gibts keine verbindung mit öffentlichen verkehrsmitteln, die ich für zumutbar halte. ich schicke mein kind nicht völlig auf sich allein gestellt 40km durch die Pampa!

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