Ab welchem Alter alleine ins Bett gehen?

    • (1) 08.04.18 - 22:11

      Hallo,

      mich würde mal interessieren, ab welchem Alter Eure Kinder alleine ins Bett gingen.

      Unsere Tochter (10) geht immer noch nicht alleine ins Bett. Sie sagt immer, dass Sie Angst hat, da wir die Schlafräume eine Etage höher haben.

      Jeden Abend muss einer von uns mit ihr hoch, in ihrem Bett noch etwas lesen. Nach dem Lesen, lege ich mich unter ihr Hochbett (hier haben wir eine Matratze liegen) und warte bis sie eingeschlafen ist. Wenn ich Glück habe, dauert es nur 10-15 Min, wenn ich Pech habe (so wie heute), dauert es fast 2 Std.

      Es nervt tierisch, aber wir haben keine Idee, wie wir das ändern können. Wir haben es schon probiert, dann kommt sie ständig heulend nach unten ins Wohnzimmer, was sich dann so hochschaukelt, dass Sie wieder hellwach ist.

      Habt ihr eine Idee?

      LG Nina

      • (2) 08.04.18 - 22:52

        Hallo,

        ganz ehrlich, bei einer 10jährigen würde ich nicht mehr im Zimmer bleiben bis sie eingeschlafen ist. Kaufe ihr ein Nachtlicht wenn es ihr zu dunkel ist, lasst die Tür auf, macht ein Hörspiel an etc. und gut ist. Ich habe 3 Kinder und so etwas wäre hier nie möglich gewesen. Meine Kinder wurden zwar lang einschlafbegleitet, aber ab einem bestimmten Alter war Schluss. Ich glaube meine waren 3 oder sogar noch jünger. Unser Haus geht über 3 Etagen und die Schlafräume sind in der 1. u. 2. Etage. Das Wohnzimmer ist im Erdgeschoss. Deine Tochter ist 10, geht in die 4. oder 5. Klasse und die Mama liegt noch mit im Zimmer bis sie schläft. Dass das Verhalten seltsam ist, merkst du selbst, oder? Fährt sie nie auf Klassenfahrt, übernachtet bei Freundinnen oder bleibt allein zu Hause? Ich gehe einmal wöchentlich 1 1/2 Stunden zum Sport. Im Winter ist es da auch schon dunkel und meine bleiben in der Zeit allein daheim. Zumindest die Großen auch einzeln ohne Geschwister. Ich würde deiner Tochter klar sagen, dass das nicht mehr sein muss, sie alt genug ist und fertig. Hier blieben alle Türen auf, im Flur das Licht an und wer wollte bekam ein Nachtlicht. Mit 10 sind meine sogar schon selbständig ins Bett gegangen ohne, dass ich sie hinbringen musste. Sie haben uns Gute Nacht gesagt, den Gute Nacht Kuss abgeholt und sind nach oben in ihre Zimmer verschwunden.

        LG
        Michaela

        Hallo!
        Ich würde sagen, ihr habt schlichtweg den Zeitpunkt verpasst, wo man sein Kind langsam ans alleine Einschlafen gewöhnen sollte.
        Wobei ich dazu sagen muss, dass sich unsere Große mit dem alleine Einschlafen auch schwer tut. Das liegt aber daran, dass der Papa sie diesbezüglich gerne verwöhnt. Allerdings reicht es ihr Gott sei Dank, wenn der kleine Bruder im gleichen Zimmer ist - wobei der mittlerweile auch lieber alleine schlafen möchte... aber gut.
        Ich würde das Spiel aber so langsam mal beenden. Dass einer mit hoch geht, ist OK, gemeinsames Lesen auch, aber dann muss sie alleine bleiben. Vielleicht wäre ein erster Schritt, dass ihr nur auf der Etage bleibt. Das ist zwar auch nicht so prickelnd, aber sicher besser als im Dunkeln im Kinderzimmer zu bleiben. Und dann würde ich immer früher runter gehen. Wobei ich einer 10jöhrigen durchaus auch mal sagen würde, dass ihre Angst albern ist. Sie wird sich ja tagsüber auch nicht Non-Stopp in Eurer Nähe aufhalten, oder?

        LG

        (4) 08.04.18 - 23:38

        Anders als meine Vorrednerinnen finde ich es schön, dass du dem Bedürfnis deiner Tochter "trotz ihres Alters" so lange nachgekommen bist.

        Zimmer tauschen nicht möglich?
        hast du mal gemeinsam mit deiner Tochter nach Lösungen gesucht und sie nach Ideen gefragt, wie es ihr leichter fallen könnte einzuschlafen?

      • (5) 08.04.18 - 23:45

        Hallo Nina,
        im Gegensatz der anderen Meinungen muss ich Partei für Deine Tochter ergreifen.
        Angst vor dem Alleinesein in der Nacht kommt auch in diesem Alter gar nicht so selten vor. Meine Töchter haben kein Problem mit dem Schlafen, mein Sohn schon. Er schafft es definitiv nicht, alleine in einem anderen Stockwerk zu schlafen. Alleine bei uns im Bett, wo er uns hören kann ist es mittlerweile kein Problem einzuschlafen. Später wird er auch in sein Bett gebracht und schläft weiter, aber ohne dass er uns hören kann einschlafen - Never ever.
        Er kann auch nicht wo anders schlafen, da wird er richtig krank mit spucken, Kopfschmerzen und sogar Fieber.
        Wir sind dran dies über eine Verhaltenstherapie anzugehen, da es ihn ja selbst ziemlich stört, dass er nicht bei Oma und Opa oder nem Freund schlafen kann. Der baldigen Klassenfahrt wird schon sehr skeptisch entgegen geschaut.
        Aber für mich ist es auch nicht erklärlich, warum jemand Angst vor Spinnen oder Flugangst hat, und dass betrifft ja oft erwachsene Menschen, die durchaus was mit ihrer Intelligenz anzufangen wissen. Ängste haben nichts mit Verstand oder Alter zu tun und Deine Tochter möchte Dich damit bestimmt nicht ärgern, aber vielleicht könnt ihr ja zusammen einen Weg aus der Angst finden, vielleicht ja auch mit ein bisschen Hilfe von außen.
        Liebe Grüße,
        Yvonne

        (6) 09.04.18 - 01:03

        Hallo,

        Versucht es doch mal mit einem WalkieTalkie. So kann deine Tochter dich direkt erreichen und du ihr antworten und so die Bestätigung geben, dass du da bist.

        Viele Grüße,
        lilavogel

      • (7) 09.04.18 - 06:23

        Meinen Sohn habe ich bis 4 einschlafbegleitet, das fand ich schon sehr lange. Jetzt ist er 12 und es brennt halt immer noch das Licht im Flur und seine Tür ist auf. Wäre das eine Option?

        Wenn bei einer 10 jährigen bis zum Einschlafen noch bei ihr bleiben muss, dann würde ich mal erforschen wo die Angst herkommt oder es nur ein Vorwand der Gewohnheit ist.
        "Schlaf"begleitung hatten wir nur vom Babyalter bis max. Kleinkindalter, anschließend nur noch Zubettgehbegleitung mit Lesen, Kuschel und reden etc.ließen dann zum Einschlafen das Licht im Zimmer und später im Flur an.
        Ab der Schulzeit, wo sie selber das Lesen begann, ließ ich mir immer etwas von ihr vorlesen, in ihrem Bett#schein.
        Ab Mitte der GS Alter, geh ich nur noch mit zum Gute Nacht sagen mit ins Zimmer und wenn sie noch Redebedürftig ist, lege ich mit rein und wir reden noch etwas, über ihren Tag, wenn nicht, dann liest sie oft noch etwas.
        Es gab schon Nächte, wo sie Alpträume hatte, dann kam sie halt zu uns mal nachts rüber zum schlafen.
        Ich würde sie mal etwas stärken, um ihr die Angst rauszunehmen, alleine einzuschlafen.

        (9) 09.04.18 - 07:51

        Hallo, oh je, das wäre auch nichts für mich, habe ich aber (außer in besonderen Situationen) nie gemacht, bei keinem der Kinder. Unsere 10Jährige geht bestimmt schon 2-3 Jahre "alleine" ins Bett. Sie sagt uns unten gute Nacht, geht nach oben, hört noch bis 20/20.30 Uhr CD, liest oder malt und schläft dann. Sie lässt meist ihre Tür einen Spalt offen, dann hört sie uns im EG herumwurschteln. Manchmal gucken wir noch nach ihr, kuscheln sie ein, geben einen Kuss und sie schläft.
        Unser 4Jähriger wird ins Bett gebracht, Küsschen, Lied und dann gehe ich (bzw. mein Mann).
        An deiner Stelle würde ich das begleitete Einschlafen ausschleichen. Setz dich auf einen Stuhl vor ihre Tür und lies vielleicht etwas. Im Dunkeln ausharren, bis meine 10Jährige schläft - nö, da hätte ich keine Lust zu, schon gar nicht täglich.
        Alles Gute!

        (10) 09.04.18 - 07:53

        Meine Kinder konnten immer alleine einschlafen und wurden nie regelmäßig einschlafbegleitet.

        Trotzdem kam es immer wieder mal zu Phasen, in denen sie schlecht eingeschlafen sind bzw wirklich Angst hatten. Und eine dieser Phasen war immer so zwischen 9 und 10. Bei mir selbst war das als Kind übrigens genauso.
        Ich glaube, es liegt daran, dass die Kinder in dem Alter schon alles wahrnehmen und nicht mehr so abgeschirmt sind, wie die Jüngeren. Sie verstehen aber nicht alles, können nicht alles sofort verarbeiten bzw einordnen und machen sich so ihre eigenen Gedanken. Dazu kommt noch die beginnende Pubertät...

        Wir haben bei unseren Kinder dann immer die Tür aufgelassen und im Gang das Licht brennen. Und wir haben uns so aufgehalten, dass die Kinder uns hören konnten, also zB mit offnener Tür ferngesehen.

        Jetzt wird auch unsere Tochter bald 12 und die Türen müssen jetzt unbedingt zu sein;-), aber da sind wir ja flexibel...

        (11) 09.04.18 - 08:35

        Naja,
        alleine ins Bett gehen meine Jungs (fast 14 und 9) auch nicht.
        Einer von uns geht mit, betet mit ihnen und geht dann aus dem Raum. Selbst der Große besteht da noch drauf. Ich denke, wenn die erste Freundin mal bei uns übernachtet, wird das dann wohl tabu sein ;-). Allerdings bringen wir auch den Großen gegen 20 Uhr ins Bett und er schläft nicht sofort. Meist sieht er dann noch im Bett fern.
        Aber: Wir müssen nicht dabei bleiben, bis sie eingeschlafen sind. Das haben wir aber auch noch nie gemacht, auch nicht zu Baby- und Kleinkindzeiten. Da hatten wir aber immer ein Babyphone bzw. vorrübergehend auch zwei im Einsatz.
        Und wenn wir mal abends nicht da sind, geht das auch prima ohne uns.
        Ich würde auch, wie schon vorgeschlagen, ein WalkieTalkie nutzen. Ins Bett bringen ist ja soweit o.k., aber das dabei bleiben müssen, würde mich doch sehr stören. So könnte Eure Tochter Euch im Notfall rufen und ihr seid ruckzuck bei ihr. Evtl. könnte man auch parallel dazu ein Nachtlicht nutzen oder ggf. solange, bis Ihr ins Bett geht, das Licht im Treppenhaus/Flur anlassen.
        LG
        Elsa01

        (12) 09.04.18 - 08:35

        Ihr sitzt bis zu 2 Stunden jeden Abend und wartet, dass ein 10 jahre altes Kind eingeschlafen ist? #gruebel Soetwas habe ich nichtmal bei unseren Kindern gemacht, als sie noch Babys waren.
        Wenn ein Kind 2 Stunden zum einschlafen braucht, dann ist es einfach nicht müde. Also als erstes die Einschlafzeit verlegen!
        Müde Kinder schlafen auch innerhalb von max. 30 min ein. Und das finde ich schon viel.
        Bei meiner kleinen Tochter (damals 2 Jahre) haben wir nach dem Gute-Nacht-sagen anfangs noch immer die Tür aufgelassen, Nachtlicht eingeschaltet und ein paar Minuten vor der Tür gewartet. Sie hat sich dann durch 1-2 mal fragen versichert, dass wir noch da sind und dann ist sie eingeschlafen.
        Mit 10 Jahren würde ich dieses Theater bei euch definitiv nicht mitmachen.
        Nachtlicht an oder kleine Nachttischlampe anschalten, Tür offen lassen und nur schlafen bringen, wenn sie wirklich müde ist. Ins Bett bringen, Gute Nacht sagen und rausgehen. Fertig.
        Ihr müßt euch halt mal entscheiden, ob ihr das konsequent durchziehen wollt oder immer wieder nachgebt und euch 2 Stunden neben sie legt.
        Wenn das für euch OK ist, dann macht es so weiter. Meins wär´s nicht.

        (13) 09.04.18 - 09:24

        Unser Großer wird 6 und kann seit er 3,5 ist alleine einschlafen. Aber wir gehen schon mit ihm hoch, lesen noch was und wenn wir abends beide da sind kuschelt auch noch einer etwas länger mit ihm. Ansonsten wenn ich alleine bin, knuddel ich ihn nochmals und bringe dann die Kleine im Zimmer neben an ins Bett. Sie kann noch nicht alleine einschlafen (zumindest bei mir nicht). Meist schläft unser Großer schnell ein. Aber es muss immer die Tür einen Spalt offen bleiben und das Licht im Flur an sein. Ist für ihn inzwischen aber auch ein Zeichen wo er uns suchen muss. So lange das Licht im Flur an ist, sind wir noch wach und unten und wenn alles aus ist sind wir im Bett.

        Ich würde mal versuchen, ob Du raus gehen kannst und z.B. auf dem gleichen Stock Wäsche wegräumen, in einem anderen Zimmer lesen etc. kannst als erster Schritt und danach runter, aber alle Türen offen, ...

        Beim Lesen würde ich bleiben. Und ansonsten liebevoll und konsequent wieder ins Bett bringen. Sie ist 10 und nicht 2.

        (14) 09.04.18 - 09:45

        Hallo.

        Einige hier schreiben, dass sie das nicht mitmachen würden, weil es ihnen stört. Ist auch ok. Wenn es dich aber nicht stört, dann mach es weiter so. Ich finde es jetzt auch nicht schlimm, wenn das Kind auch mit 10 noch nicht selbständig einschlafen/durchschlafen kann/möchte. Unser Sohn macht sich auch damit schwer. Er kommt auch noch nachts in unser Bett. Er sagt immer, er muss alleine schlafen und wir nicht.#schein Hm Recht hat er ja. Wir hoffen auf die Zeit, wo er zu müde ist rüber zu kommen. Aber wir schicken ihn auch nicht wieder weg. Auf Klassenfahrten oder bei Freunden klappt es ja auch. Also haben wir noch Hoffnung.

        LG

        (15) 09.04.18 - 10:18

        Hallo liebe Nina,

        mein Sohn hat auch erst mit ca. 5 Jahren alleine einschlafen können, allerdings war das nie wirklich unproblematisch, da er schon immer sehr wenig geschlafen hat und nur sehr schwer einschlafen konnte. Mit sehr viel Mühe haben wir das aber irgendwie geschafft.
        Jetzt ist er 9 Jahre alt und es kommt trotzdem immer wieder vor, dass er uns anbettelt bei ihm zu bleiben. Manchmal kommt er ins Wohnzimmer und meint er hätte schlechte Gedanken und könne deswegen nicht alleine einschlafen.

        Je nachdem wieviel Zeit wir haben, legen wir uns immer mal wieder für ein paar Minuten zu ihm, das reicht dann meist aus damit er sich wieder wohl fühlt, auch wenn er noch nicht eingeschlafen sein sollte in dieser Zeit. Manchmal darf er auch zu uns ins Schlafzimmer kommen und dort schlafen, das funktioniert dann auch sehr gut. Scheinbar reicht ihm da der Gedanke, dass wir uns irgendwann zu ihm legen aus um besser einschlafen zu können.

        Deine Tochter ist 10 Jahre alt, mittlerweile versteht sie schon eine Menge, versuch mit ihr auszumachen, dass du dich immer 10-15 Minuten dazu legst und dann aber rausgehst. Ich habe bei meinem Sohn den Eindruck, dass er einfach nur für eine Weile unsere Nähe braucht um vom Tag erstmal runterzukommen und sich vom Kopf her auf das Schlafen einzustellen. Danach klappt es auch mit dem alleine einschlafen. Wie gesagt, diese Phasen haben wir nur noch selten. Wenn deine Tochter allerdings 2 Stunden braucht, dann ist sie einfach zu wach, oder es beschäftigt sie irgendwas. Da würde ich ihr eher erlauben, dass sie im Bett noch eine halbe Stunde alleine was liest.
        An solchen Tagen schicke ich meinen Sohn gleich zu uns ins Schlafzimmer, weil ich dann weiß, dass er dort schneller einschlafen wird, als bei sich im Zimmer.

        Ich versuche auch immer auf das jeweilige Bedürfnis meines Sohnes einzugehen, als etwas übers Knie zu brechen, nach meiner Erfahrung hat das einen größeren Erfolg, zumal ich mein Kind auf diese Weise etwas leichter zum Schlafen bringen konnte/kann. Wie gesagt, er ist ein Kind was generell wenig Schlaf braucht, da war mir immer jedes Mittel recht, was ihn zum Schlafen brachte ;-)

        Rede mit deiner Tochter, macht eine Zeit aus, die du maximal bei ihr bleibst und falls es für euch eine Option ist und deine Tochter es auch gerne macht, lass sie eine Weile bei euch im Bett schlafen, falls sie damit eher zu Recht kommt.
        Ansonsten, wenn mein Sohn über "schlechte Gedanken" klagt, dann helfe ich ihm seine Gedanken umzulenken. Dann reden wir über etwas was ihm gefällt und ihm spaß macht und er soll das dann weiter denken, bis er eingeschlafen ist. Das funktioniert oft auch ganz gut.

        Ich drücke dir die Daumen, dass du den richtigen Weg bei deiner Tochter findest!

        #winke

        Hallo,

        unsere damals 10-jährige Tochter haben wir natürlich noch ins Bett gebracht, ein Küsschen gegeben, vielleicht noch ein wenig geredet, aber vorgelesen haben wir nichts mehr.
        Das Kind ist 10 und sollte verstehen, warum Du nicht mehr bei Ihr bleiben musst/ kannst oder willst. Wenn Du das aber schon eh und je so machst, musst Du jetzt anfangen raus zu gehen. Wenn sie ins Wohnzimmer kommt, bring sie zurück, ruhig bleiben, nicht schimpfen.
        Alles Gute!

        LG

        Hi,

        auch wenn gleich Steine fliegen--meine Großen haben bei mir im Bett geschlafen, bis sie 10/11 waren--mein Jüngster (8) schläft noch bei mir im Bett.
        Die Großen haben irgendwann beschlossen, dass sie zu alt für Mamas Bett sind und sind ins eigene Bett gezogen, sogar auf dem Dachboden. Völlig unspektakulär.

        lg

        • Aber du bist nicht neben ihnen liegen geblieben bis sie eingeschlafen waren, oder?

          • Nein, der Kleine geht auch alleine ins Bett und ich komme irgendwann nach ;-)

            • Das ist was anderes. Mein Großer hatte auch gefühlt ewig eine Matratze bei uns im Schlafzimmer weil er alleine schlafen nicht mochte. Da habe ich auch Verständnis für. Nur würde ich mich nicht allabendlich neben ein so großes Kind legen bis es schläft.

              • Ne, ich auch nicht. Aber ihm hilft es schon, dass ich nachkomme. Wie gesagt, die beiden Großen haben auch lange bei mir im Bett geschlafen, teilweise sogar zeitgleich und waren dann plötzlich verschwunden.
                Interessanterweise habe alle 3 bis sie 5/6 waren problemlos in ihren Betten geschlafen ohne viel Heckmeck. Es waren/sind auch keine ängstlichen Kinder, im Gegenteil. Auch woanders schlafen ist für den Kleinen überhaupt kein Problem.

      (22) 09.04.18 - 17:51

      Woher kommt die Angst, was ist das Grundproblem?

      Entsprechend daran könnt ihr nach Lösungen suchen ;-)

      Bei mir als Kind waren es mehrere Faktoren
      1. anderes Stockwerk, alleine
      2. alle anderen durften noch Fernsehen, sich vergnügen etc. ich wurde ausgeschlossen
      3. ungünstig gelegenes Zimmer
      4. kaum Vertrauen. Nachts durfte ich auf keinen Fall zu den Eltern etc. selbst, wenn sie dann auch im Stockwerk waren.

      Besser wurde es, wenn ich hörte, dass sie auch ins gleiche Stockwerk wechselten.
      Ergo: ich war zwar brav im Bett/Zimmer. Aber schlafen konnte ich erst, wenn andere auch da waren. Mich früher schlafen schicken, hat meine Schlafdauer also nicht erhöht!

      Im Gegenteil. Da ich wusste, dass ich allein sein MUSSTE, egal was war, konnte ich umso schlechter schlafen. Wenn ich nachts wach wurde, blieb ich halt wach.


      Bei meinem Kind ist es völlig anders. Sie ging schlafen, wenn sie müde war. Egal wann, egal wie. Manchmal fragte sie, ob ich noch was vorlese, aber wenn sie müde war, geht sie seit sie laufen kann von selbst. Oder schlief auch schon mal bei mir ein. Hin und wieder ging sie auch in mein Bett und schlief direkt dort.

      Die Situationen sind aber in nichts vergleichbar.
      Mein Kind hat andere Bedürfnisse, als ich damals.
      Sie weiß, sie darf jederzeit nachts zu mir kommen. Bedigung ist: leise sein.
      Wenn sie krank ist, klar. Aber auch sonst, gerne.
      Wenn ich nachts noch wach bin, darf sie auch zu mir kommen. Aber leise!
      Wenn sie nicht müde ist, muss sie nicht schlafen. Andere wecken oder wach halten ist tabu. Kuscheln, neben mir leise lesen etc. ist.
      Ihr Schlafbedarf ist anders als meiner!
      Wir sind meistens im gleichen Stockwerk.
      Wenn ich zum Elternabend gehe, darf sie noch wachbleiben. Meist schläft sie vorher. (ich war immer wach, bis meine Mutter vom Elternabend wieder kam)
      Wir ziehen uns abends beide um und machen uns Bett fertig. Selbst wenn ich doch mal 2 Stunden länger aufbleibe. Das bringt bei uns beiden Ruhe rein.
      Was ich vorher außerhalb der Wohnung erledigen muss, erledige ich vorher z.B. Müll rausbringen.

      Was bei uns gar nicht hilft, sind Hörspiele beim Einschlafen.
      Mir hilft es zu lesen (nicht zum Einschlafen, nur zum abschalten), mein Kind liest lieber nach dem Aufwachen

      Ich brauche das Fenster zu (Lärm), meinem Kind ist es egal. Wenn sie müde ist, schläft sie.

      Ich wache oft auf bei Gewitter. Mein Kind schläft dann weiter. Bekommt aber das Schaudern, wenn es morgens noch stark regnet.

      usw.

      Phasenweise kam sie häufiger zu mir. Dann hat sie was beschäftigt.
      Danach ging sie von sich aus wieder in ihr Bett.
      Je unruhiger ich wurde und innerlich! wollte, dass sie wieder bei sich schläft, desto mehr klammerte sie nachts, vergewissterte sich auch mal, dass ich nachts noch da bin.
      Als es mir wieder egal war, dauerte es keine 24 Stunden und sie zog wieder in ihr Zimmer um.
      Hätte ich nur einmal das Angebot gehabt bei meinen Eltern zu schlafen, hätte man mich da nicht mehr rausbekommen. Das nicht dürfen saß zu tief. Mitnehmen was geht, es könnte ja nie wieder kommen.
      Sie darf jederzeit nachts zu mir kommen, wenn sie mich braucht.


      Wie sind die Zimmer sonst belegt?
      Gibt es in Elternschlafzimmerstockwerk noch ein anderes Zimmer? Und wenn es noch so klein ist? Dort ein Bett reinstellen und das Zimmer oben ist eben für tagsüber?

      Ihr versprecht ihr, nachts noch mal nach ihr zu schauen, wenn ihr selbst ins Bett geht?

      Habt ihr noch ein altes Babyfon? Eines, das man bei Bedarf anmachen kann?
      Altes Handy mit gleichem Netz oder ähnliches tut es auch?
      So dass sie euch erreichen könnte, falls was ist? Aber ohne dass sie schreien oder runterkommen muss. Zumal Schreien nicht in jedem Haus gehört wird. Die Nachbarn würden es schon hören, aber diejenigen im Stockwerk darunter nicht. Das hatten Freunde, sie haben dann ein Tastenhandy weitergegeben und das hat geklappt. In den ersten Tagen war es zwar öfter mal ein: ich wollte einfach mal hören, ob es funktioniert. Nach 1-2 Wochen war es wirklich nur noch ein "Mama, ich hab Bauchweh" oder ein "ich glaube, ich bekomme Fieber" was dann schon da war oder so.


      Findet raus, was los ist.
      Probiert Alternativen aus.
      Fühlt, was eure eigenen Grenzen sind und achtet darauf, was die Gefühle eurer Tochter sind.

      Wo BRAUCHT sie euch, wo ist es Gewohnheit.
      Wo könnt ihr Kompromisse eingehen, was braucht ihr selbst.
      Und daraus baut ihr euch eure Bausteine zusammen.

      Babyfon umgekehrt hatten andere Freunde auch schon.
      Kind konnte Eltern hören. Durch die ältere nicht mehr Qualität, war es so verzerrt, dass das Kind keine Gespräche als solches hören konnte. Jedoch so vertraute Sachen wie der Fernseher läuft, es wird noch gestaubsaugt, Eltern unterhalten sich (sind da). Nur eben verzerrt, da das Gerät schon ein paar Jahre und Geschwister hinter sich hatte.

      (23) 09.04.18 - 19:02

      Hallo,

      Oh Gott...also ich denke das ist eine Ausrede. Wir sind als mein Sohn 10 Jahre wurde in unser Haus gezogen und er hat als einziger seine Zimmer im 2 Stock. Ich hab ihm da noch nie Gute Nacht gesagt!Er geht seit Jahren alleine ins Bett. Das gleiche auch bei meiner Tochter, die ist nun 6 Jahre da bleibt Tür offen und mehr nicht.(Lesen, Kuschel mache ich auch aber dann ist Schluss)
      Ich wäre da ehrlich ganz offen zu ihr und würde sagen das ich dazu keine Lust mehr habe denn zu anderen Dingen braucht sie die Mama auch nicht mehr und will sicher als Grosse behandelt werden, dann soll sie sich auch so verhalten

      Klingt hart aber so ist es nunmal.

      lg

      • (24) 09.04.18 - 21:18

        Hallo,
        was ich nicht ganz verstehe ist, wie kann man denn immer von den eigenen Kinder auf andere schließen? Mein Kind springt von einer zwanzig Meter Schanze, Deins traut sich nicht? Alles eine Ausrede, Angst davor darf er nicht haben! Jeder Mensch ist anders und hat andere Ängste. Man muss eine individuelle Lösung für die Familie suchen und es hilft dieser Familie nicht, dass Deine Kinder sich leichter tun mit dem Bettgehen.
        Du weißt doch gar nicht, ob das Mädchen seine Mutter nicht doch ganz dringend braucht in der Situation. Dass man die Situation ändern kann ist klar, aber doch nicht indem man dem Kind seine Gefühle und Ängste nicht zusteht und sich über über die Empfindung der Kleinen stellt.
        Lg Yvonne

        • (25) 09.04.18 - 22:02

          Ich habe meine Meinung gesagt ... das wird wohl erlaubt sein.
          Und wenn ihre Tochter mit 10 Jahren nicht mit der Mama über Ängste oder Gefühle sprechen kann dann läuft meiner Meinung nach etwas falsch.
          Das war sicher wieder falsch was ich gesagt habe ...ist aber eben meine Meinung.

          Gute Nacht

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