Nach der Realschule zum Gymnasium

    • (1) 09.04.18 - 12:11

      Such nach Erfahrungsberichten von Kindern /Jugendlichen, die nach der Realschule zum Gymnasium (nicht Berufskolleg) gegangen sind um das Abitur zu machen.

      • (2) 09.04.18 - 13:01

        Natürlich ist es Dir überlassen, aber ich find's schöner, wenn man den Hintergrund einer Frage (egal welches Thema) erklärt. Hast Du ein privates oder berufliches Interesse oder möchtest Du nur diskutieren?
        Und nein, ich kann nicht mit Erfahrungsberichten dienen. Vielleicht in ein paar Jahren.. ;-)

        Hallo
        meine Kids sind zwar noch jünger aber ich bin damals nach der 10. Klasse von einer Realschule auf ein Gymnasium gewechselt.
        Es war sozusagen ein normales Gymnasium. Die 11. Klasse war die Aufbaustufe ab der 12. War man mit den normalen Gymniasiasten im Kurssystem.
        Ich persönlich fand es grauenvoll.
        Bis zur 10. War ich Top in der Schule und hatte wirklich Spaß. Ich stand im Fächern wie Mathe und Physik problemlos 1.
        In der 11 hatte ich dann 4er und 5er in meinen Fächern...
        Ich wiederholte die 12. Klasse da ich in den Leistungskursen miserabel war und damit kein Abi schaffen würde. Also habe ich die LK auf Laberfächer (deutsch und erdkunde) gewechselt und mich durchgebissen...
        Mein Abi habe ich 2005 gemacht und zwar nicht gerade gut.
        Danach hatte ich die Schnauze voll und eine Ausbildung in der Bank gemacht.
        Dort habe ich lange Zeit verbracht und vor 3,5 Jahren hat mir mein Abi dann doch genutzt denn ich habe ein Studium an der Uni begonnen und meinen Job in der Bank geschmissen.
        Beste Grüße

        Da kenne ich eingie in meinem Freundes- und Bekanntenkreis.

        Aber
        1. in verschiedenen Bundesländern
        2. schon ein paar Jahre her. In der Zwischenzeit hat sich so viel verändert, dass an den jeweiligen Schulen kein Vergleich mehr möglich ist. Selbst, wenn es die gleiche Schule beträfe
        3. kommt es auch darauf an, ob es langfristig gefragt ist (berufliche Entwicklung, späteres Studium) oder während der Schulzeit direkt. Wechselzeit, Umstellungszeit, Noten/lernen usw.
        4. von einer Standardrealschule auf ein allgemeinbildendes Gymnasium oder nach Abschluss der Prüfungen mit mittlerer Reife im Anschluss an ein Gymnasium.

        zu allen Punkten kenne ich Menschen mit Erfahrungen und stehe/stand in regem Austausch zu dem Thema.

      • Hallo
        Meine Tochter hat das gemacht, ist allerdings dann innerhalb der Schule aufs Berufskolleg gewechselt. Vergleiche sind natürlich etwas schwer. Ich rede von BW.
        Man kann ganz klar sagen: bei beidem wird ordentlich gesiebt. Problematisch ist nämlich das es Schüler gibt die eigentlich keine Lust oder keinen Plan haben.
        Dann ist es hier ja so das die Schule Zweige haben. Der Fokus liegt im allgemeinen wirklich sehr darauf, es ist nicht wirklich zu vergleichen mit dem was viele normale Schulen als Zweig bezeichnen (zB. Naturwissenschafttlicher Zweig= Ein weiteres Fach und das wars). Das kann von großem Vorteil sein wenn man schon weiß in welche Richtung man gehen will bzw. wenn man besonders interessiert ist in einem Gebiet. Macht man eine Ausbildung oder ein Studium in dem Gebiet hat man nützliche Vorkenntnisse.
        Überhaupt nicht so selten wechseln auch Schüler vom Gymnasium auf bewusst auf solch eine Schule.
        Ist man eher auf Allgemeinbildung aus und kann sich für keiner der Zweige begeistern ist es dann schon schwerer. Warum meine Tochter gewechselt hat, ist eine längere Geschichte. Geschafft hätte sie es. Bei ihren Freunden/Bekannten die teilweise auch nach dem Wiederholen ganz von der Schule sind war leider das meistens das Problem. Die machen jetzt teilweise neben der Ausbildung das Abitur und es läuft.
        Generell sind diese Schulen schon super und ja auch auf Abgänger von (Werk)Realschulen ausgelegt. Am Anfang wird teilweise im Schnelldurchlauf auch nochmal Material wiederholt, fehlt eine Sprache wird auf Anfänger Niveau begonnen und will man mit einer Sprache weitermachen kann man auch das machen,...
        Meine Tochter fand die Zeit in der Realschule rückblickend durchaus hilfreich in der Verbindung mit der Zeit dort. In der Realschule ist es teilweise ja doch etwas praktischer ausgerichtet, man hat echte Prüfungssituatuonen schon hinter sich,..

        LG

        Moin!

        Bundesland Niedersachsen

        Meine Tochter hatte eine Realschulempfehlung. Ging aber doch lieber auf die Hauptschule, weil sie sich den Anforderungen der Realschule nicht gewachsen fühlte.

        Nach der Versetzung von der 5. in die 6. Hauptschulklasse war auch ihr klar, dass sie auf der HS unterfordert war.

        Wir schulten sie also auf die Realschule um, ließen sie aber die 5. Klasse nochmal machen, damit sie einen kompletten Neustart hat.

        Nach der 7. Klasse RS war im ersten Halbjahr der 8. Klasse klar, dass sie doch weitergehen will aufs Gymnasium. Also nach den Herbstferien umgeschult aufs Gymnasium.

        Läuft bestens, Notenschnitt von 1,3. Wer hätte es gedacht.
        Sie kommt jetzt in die 10. Klasse und wird ein gutes Zeugnis haben. Denn sie kann in Ruhe lernen und wird wg. ihrer Introvertiertheit in Ruhe gelassen, die Lehrkräfte schätzen ihre Unterrichtsbeiträge und ihre mündlichen Noten sind durchweg 1-2.

        Einzig Mathe und Physik, da braucht sie Nachhilfe.
        Wohingegen sie in Englisch seit der 5. Klasse HS durchgängig bis heute Gymnasium auf 1 steht. Und wir sind keine Muttersprachler und haben "nur" Realschulabschluss.

        Mit Gruß
        vom Klos

      • Ich finde das ein sehr interessantes Thema.
        Leider kann ich dir von aktuellen Erfahrungen nicht berichten.
        Das Schulsystem hat sich doch sehr gewandelt.
        Damals bei uns ( Hessen und die 90er #schein ) haben einige von der Real zu uns aufs Gym gewechselt. Sie taten sich alle recht schwer und ich vermute mal die Hälfte ist noch im Laufe der 11 wieder raus, entweder auf andere Schulsysteme gewechselt oder in die Lehre gegangen, von der anderen Hälfte haben einige wiederholt und ihr Abi gemacht, die anderen haben es gleich geschafft. Aber ich glaube, es fiel den meisten sehr schwer. War scheinbar doch eine große Umstellung.

        #winke

        Wir haben unsere Tochter vor einigen Wochen am Gymansium für die Oberstufe. Sie macht diesen Sommer ihren Realschulabschluß mit Qualifikation.

        Der Direktor meinte, ob sie wisse, dass es ein ganz anderes Lernen ist als an der Real- oder Hauptschule. Sie müsse sich bewußt sein, dass es 3 Jahre intensive Arbeit sein werden.

        Meine Freundin ist auch nach der 10. Kl. von der Realschule zum Gymnasium gewechselt. Schon damals vor über 30 Jahren war es schwierig, Besonders an ihre Probleme in Englisch im 1.Oberstufenjahr kann ich mich erinnern.

        Meine Tochter hat sich jetzt übrigens entschieden ihr Fachabitur zu machen; in der Fachoberschule am Berufskolleg. 1. Jahr Praktikum und das 2. Jahr dann nur Schule.; Fachabitur reicht für ihren Studienwunsch.

        Bei uns auf der Schule gibt es Gym und Real, da wechseln ca. 1/3 nach 10. Klasse der Realschule zur Einführungsklasse Gym, ca.1/3 auf die FOS und der Rest geht in Ausbildung.

        (10) 09.04.18 - 21:27

        Meine Älteste wechselte von der Realschule nach der 10 Klasse auf ein Aufbaugymnasium mit Realschulaufsetzer (BW), machte ein ordentliches Abi und studiert jetzt Wirtschaft und Management.
        Mein 2. wechselte auch von der 10. Klasse Realschule auf ein anderes Aufbaugymnasium mit Realschulaufsetzer und macht gerade sein Abitur.
        Mein 3. macht gerade den Realschulabschluss, hat aber Französisch als 2. Fremdsprache und will danach auf ein berufliches ( allgemeinbildendes) Gymnasium wechseln.
        Die 11. Klasse ist erst mal hart, bis sich alle an das viele und andere Lernen am Gymnasium gewöhnt haben. Aber dann läuft es ganz gut.
        Was willst Du noch genauer wissen?

        Meine Tochter geht nun im September nach ihrer mittleren Reife aufs Gymansium.

        Hätte ich nie gedacht und erst recht nicht erwartet. Helfen kann ich ihr schon lange nicht mehr in schulischen Angelegenheiten. Meine mittlere Reife ist schon zu lange her und vieles in Vergessenheit geraten.

        Ich traue es aber meiner Tochter zu und deswegen hat sie meinen Zuspruch.
        Ihr Zwischenzeugnis hatte einen Notendurchschnitt von 1,2.

        Klingt böse, aber das hätte ich ihr nie zugetraut....
        Vor 3 Jahren war sie eher noch Durchschnitt und seit 2 Jahren boomt es #zitter

        Ich bin der Auffasung probieren schadet nicht, jedoch schon mit einem gewissen Notendurschnitt als Voraussetzung und Engagement.

        Einge in ihrer Klasse wollen auch wechseln...
        aber da muss ich den Kopf schütteln mit welchen Noten sie das vorhaben.
        Warum die Eltern das befürworten verstehe ich schon zig mal mehr nicht #kratz

        Wir haben im Februar den Infoabend am Gym besucht. War sehr interessant und hat uns dann auch nochmal bestärkt.

        (12) 10.04.18 - 07:54

        Ich damals in Baden-Württemberg. Die 11. Klasse war wirklich übel, dann ging es . Ich habe den selben Abischnitt wie Realschulabschluss. Es sind aber sehr viele durchgefallen, man muss schon klug genug sein, Fleiß nützt einem in Mathe nichts, wenn sich 2 Vektoren im freien Raum treffen. #schwitz

        es kommt darauf an in welchen Bundesland ihr wohnt, in einigen ist das git möglich wenn die leistungen stimmen da der Lerninhalt bis Klasse gleich ist, in einigen Fällen muss die Klasse wiederholt werden

        Ich habe Realschulabschluss gemacht und dann auf ein Gymnasium gewechselt um nach 3 Jahren Abitur zu machen.
        Und was ganz genau willst du jetzt wissen?

        • Ob das Niveau der Lerninhalte so war, dass es keinen Unterschied machte ob du die ersten 6 Jahre auf dem Gymnasium warst oder eben auf der Realschule.

          • Es hat einen Unterschied gemacht. Ich fand es angenehmer. Ich musste die 10. wiederholen. Das lief dann als 11., 12. und 13. Klasse.
            Ich hatte allerdings schon in der 4. die Gymnasialempfehlung erhalten. Meine Eltern hatten mich nur aus gesundheitlichen Gründen den langen Weg geschickt. In der Realschule wusste jeder Lehrer, dass ich später noch Gymnasium machen wollte. Ich hatte natürlich dementsprechend auch alle notwendigen Fächer von Anfang an belegt.

            Soweit ich später dann von meinen Mitschülern erfahren habe, lernt man in den ersten Jahren auf dem Gymnasium auch viel, was später bei den beiden letzten Jahren und dann eben bei der Prüfung echt niemanden mehr interessiert. Klar ist es toll, dass man so viel lernt und so gut gefordert wird, nur bleiben da eben auch einige Kids auf der Strecke, die an sich das Abi vielleicht doch ganz gut schaffen würden. Am Ende zählen eben nur die letzten beiden Jahre + Prüfung.
            Ich habe so jedenfalls mein Abi mit 2 bestanden. Hätte ich den direkten Weg gewählt, wäre es eine 3-4 gewesen. Das ist der Unterschied.
            Aber ja, das erste Jahr strampelt man erstmal. Aber dafür ist das auch quasi doppelt und man kann Lücken auffüllen.

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